Zehntausende demonstrierten in München gegen Atompolitik der Regierung

In München bildeten die Demonstranten eine 10 km lange Menschenkette

Bild: F.R.

München ist nicht Berlin, wo erst Mitte September 50.-100.000 Menschen gegen die Laufzeitverlängerung demonstrierten. Gleichwohl kamen am Samstag bei schönem Wetter viele zu der Demonstration gegen die Atomkraft, genannt KettenReAktion, und für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Über die Zahl dürfte wieder Uneinigkeit herrschen, die Veranstalter sprachen von 50.000 Teilnehmern, die Polizei sprich von mindestens 20.000, genauere Zahlen soll es erst am Abend geben.

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10 Kilometer weit zog sich durch die Innenstadt eine oft dicht gedrängte Menschenkette. Die Polizei hat sich mit ihrer Präsenz deutlich zurückgehalten, es verlief auch alles ganz friedlich, es herrschte eine entspannte, vielleicht für eine Protestveranstaltung auch zu ruhige Stimmung, es war eher wie ein kollektiver, sehr geordneter Ausflug. Selbst als die Demo noch in Gang war, ließen sich die Teilnehmer immer wieder an einer Kreuzung stoppen, um den Verkehr durchzulassen.

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Die Organisatoren sprechen von der größten Anti-Atom-Demonstration in München seit Wackersdorf und zeigten sich von der großen Teilnahme überrascht. Aufgerufen hatte auch ein breites Bündnis an Parteien und Organisationen, neben den Grünen, der SPD, den Linken, den Freien Wählern und der ÖDP etwa auch der Bund Naturschutz, .ausgestrahlt, die Katholischen Landjugendbewegung Bayern oder das Bündnis für Atomausstieg und zahlreiche Unterstützer, darunter etwa die Piratenpartei Bayern.

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Allerdings haben neue Umfragen wieder bestätigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Atomkraft ablehnt und gegen die Laufzeitverlängerung ist. Ähnlich wie in Stuttgart ließ sich auch in München erkennen, dass hier ein Querschnitt der ganzen Bevölkerung gegen die Regierungspolitik opponiert. Neben vielen jungen Menschen nahmen neben allen anderen Altersgruppen auch erstaunlich viele alte teil.

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