Zusammen Texte schreiben braucht gemeinsame Interessen

Neben der Spur

Mit Google Wave hat sich ein weiteres Konzept dem gemeinsamen Schreiben von Texten angenommen. Aber wer zusammen etwas schreiben will, der möchte auch wissen, wer mitschreiben könnte.

Und eines Morgens wachen wir also auf und sagen uns: Es ist an der Zeit, einen unglaublich spannenden Text über Blaubeerkuchen zu schreiben. Zusammen mit sehr vielen Mitautoren. Und alle sollen dazu beitragen. Das freut uns, denn inzwischen gibt es ja neben älteren Vertretern des Collaborative Writing bald auch noch Google Wave. Das wird schnell an deren Produkten vorbeimarschieren, selbst wenn sich diese besser vorkommen als das mit den bunten Bällen.

Das Grundproblem allerdings lösen diese beiden und auch andere nicht. Wer zusammen Texte schreiben will, der muss diese Menschen, die etwas zusammen sagen wollen, erst einmal finden. Sicher kann man zum gemeinsamen Glück über Seminare und andere Gemeinheiten des Geisteslebens gezwungen werden. Aber letztendlich reicht es vermutlich nicht immer, seine Freunde um einen Beitrag zu bitten. Auch wenn man ihnen dafür noch so viel Blaubeerkuchen in Aussicht stellt. Es kann ja sein, dass sie deshalb wie wild schreiben. Aber heraus kommt dabei etwas, das nicht im Mindesten an die beschriebene Backware heranreicht.

Also braucht es weitere Tools, wird man sagen. Tinker kann so ein Tool sein. So wie Twitter überhaupt eine gute Quelle für die sein kann, die über das gleiche Thema nachdenken. Man findet sich. Web 2.0 heisst es vermutlich deshalb, weil man immer mehr als einen dazu braucht. Und durch nette kleine Zusatznutzen, wie Flipper von Google, lassen sich dann von allen Beteiligten auch noch Medieninhalte parallel zueinander stellen. Man will ja nicht den gleichen Kuchen noch einmal schreiben.

Jetzt braucht es eigentlich nur noch eine Idee für ein Thema. Blaubeerkuchen ist es vielleicht nicht so ganz. Da hilft einem keine Suchmaschine nicht.

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