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CeBIT Trend 1 - Immer gut beraten? Das Handy-Navi als ständiger Wegbegleiter

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Das Handy wird zum Multitalent

Telefonieren, Navigieren, Surfen – moderne Handys sind mittlerweile Alleskönner geworden. Und sollen im Zukunft unsere Orientierung drastisch verbessern. Etwa auf Reisen: Der Kölner Dom ist ein imposantes Gebäude. Doch wie alt ist es eigentlich, aus welcher Epoche stammt es? Wer ein Handy mit Internetzugang hat, kann sich die Antworten Ruckzuck aus dem Netz aufs Handy holen. Auf dieses Display wollen aber nicht nur Info-Dienste, sondern auch Geschäftsleute, die Werbung künftig direkt auf die Handys der Passanten verschicken möchten. Technisch kein Problem, da moderne Mobiltelefone internet- und sogar navigationsfähig sind.

Problem: die ungenaue Ortung

Die Geräte erhalten dafür ihre ungefähre Position durch die Mobilfunkantennen im Umkreis. Für zielgerichtete Werbung ist das aber viel zu ungenau, denn schließlich soll der Passant die Werbung ja genau dann bekommen, wenn er unmittelbar in der Nähe des Ladens steht. Und auch ein echtes Navigationsgerät hilft da nicht weiter. Ihm fehlt der Internetzugang. So kennt es zwar Sehenswürdigkeiten und Schnellrestaurants. Kann aber keine aktuellen Sonderangebote empfangen. Das kann eben nur das moderne Handy – aber dessen Besitzer steht dann nicht immer in der Nähe des Geschäfts.

Werbung, Infos, Hilfe

Doch bald soll die Position aller Telefone exakt ermittelt werden können. Der Handybesitzer erhält dann nicht nur punktgenaue Werbung, sondern auch jede Menge anderer Infos. Wer sich etwa in der Nähe einer U-Bahn-Station aufhält, wird mit dem Fahrplan und Verspätungsmeldungen versorgt. Ist das nicht alles reine Zukunftsmusik? Nein. Die Besucher der CeBIT können sich zumindest schon mal die passenden Geräte ansehen. Beispiel Garmin: In einem schicken Gehäuse integriert der Navigationsspezialist Telefon, Internetterminal und Routenplaner. Und eröffnet damit eine völlig neue Art von Kommunikation. "Dadurch, dass das Gerät weiß, wo Sie gerade sind, ist es auch einfach, aktuelle Informationen aus der Region abzurufen", sagt Garmin-Sprecher Olaf Meng. "Zum Beispiel die Hotelpreise aus dem Ort, wo Sie gerade sind oder in Zukunft auch das Kinoprogramm und die Spritpreise."

Oder auch Reiseführer. Die werden dann nicht mehr auf dem Navi gespeichert, sondern können bei Bedarf jederzeit frisch aus dem Netz aufs Display geholt werden. Eine Idee, die Merian schon umgesetzt hat. Zwar ist der Speicher des Smartphones zu klein für detaillierte Reiseführer. Mit einem Klick lassen sich aber alle Infos zur näheren Umgebung einfach aus dem Internet holen. Denn das Handy weiß ja dank genauer Ortung, dass es – wie in diesem Fall – in Hannover ist.

Navigieren in 3 D

Navigationsspezialisten wie Nav N´Go legen echte dreidimensionale Karten für Städte an. Die 3-D-Optik ist nicht nur schön, sondern erleichtert auch die Orientierung im Raum. An die Karten sollen künftig noch beliebige Zusatzangaben gekoppelt werden. Die örtliche Orientierung ist nicht nur angenehm, sondern kann uns sogar das Leben retten.

Hightech-Ortung

Ein Beispiel ist die Londoner U-Bahn, in der die moderne Technik nicht nur überwachen, sondern auch helfen soll. Betätigt ein Passant den Notruf, fahren automatisch Kameras in Beobachtungsposition und der Alarm erscheint beim Stationsmanager. Der sieht auf den Bildschirmen, was passiert und leitet die nötigen Schritte in die Wege. Bei Bedarf ruft er den Notarzt oder die Polizei. Zur Ersten Hilfe bekommen Mitarbeiter die Daten des Notfalls mit Video auf ihren digitalen Begleiter geschickt. Das passiert ganz gezielt. Der Computer informiert nur Bahnhofspersonal in der Nähe.

"Eine drahtlose Infrastruktur verrät dem System, wo der Nutzer zu finden ist", erklärt Entwickler Dr. Reinhard Wegener von der Firma Telent. "Das kann zum Beispiel Wireless sein. Hier ist man lokalisierbar durch die Tatsache, in welcher Zelle man sich befindet. Das erlaubt es, genau die Innformation auszuwählen, die die Person in dem Augenblick wirklich braucht."

Jeder ist jederzeit zu orten

Mit dieser Technik kann sich jeder Passant auch mühelos in fremden Gebäuden zurecht finden. Sogar im Kaufhaus ist man exakt zu orten. So lassen sich mit dem Handy automatisch aktuelle Rabattinfos empfangen. Das kann bares Geld sparen. Denn die Kassiererin muss nur noch das Display scannen. Trotz allem: ein wenig beängstigend ist das alles schon. Denn dank der neuen Technik ist jeder immer und überall zu orten. Und so erhält man nicht nur Informationen, sondern unter Umständen auch ganz unerwünschte Angebote. (gs)

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