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Das Handy als Wanze - Wie man vertrauliche Gespräche abhören kann

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Ungestörte Augenblicke

Es gibt Momente, in denen sind wir gerne ungestört, unbeobachtet und auch unbelauscht. Doch unser Handy könnte eine Wanze sein. Wer sich in den eigenen vier Wänden sicher fühlt, kann sich täuschen. Das eigene Handy reicht schon, um ausspioniert zu werden. Irgend jemand, der sich dazu berechtigt fühlt, kann uns belauschen, die SMS lesen, genauso wie persönliche Anruflisten und Adressbücher. So werben jedenfalls immer mehr Firmen im Internet.

"Ehebruch 24" ist ein Ortungsdienst. "GSM Spy" kann mehr: "Schützen Sie Ihre Kinder, finden Sie heraus ob Ihr Partner Sie betrügt. Die Möglichkeiten sind endlos."

Und die Spionage-Software Flexispy wirbt so: "Dank FlexiSPY habe ich letztendlich entdeckt, daß meine Frau mich mit meinem Bruder betrog. ...Danke FlexiSPY! Ich bin wieder frei!"

Zwischen 50 und 150 Euro kostet die Software-Nutzung für ein Jahr. Je teurer, desto mehr Funktionen. Dafür erhält man einen Code. Auf das Handy des Opfers kann man dann die Spionage-Software über den Browser laden. Einzige Bedingung: Das Handy muss an sein. Dieser Vorgang wird mit dem Code bestätigt. Für das alles reichen fünf Minuten.

Ich sehe was, was Du nicht weißt!

Die Software erlaubt es auch, Kurznachrichten mitzulesen und sogar das Handy als Wanze zu benutzen. Der Besitzer des Handys merkt davon nichts.

Das Mitlesen von SMS, das Aufnehmen von Umgebungsgeräuschen in der Umgebung des Handys verstößt gegen Strafgesetze, gegen das Fernmeldegeheimnis und auch gegen den Schutz des nicht öffentlich gesprochenen Wortes. Denn solche Anwendungen verletzen die im Grundgesetz garantierten Persönlichkeitsrechte und dringen in die Privatsphäre der Bürger ein. Mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 3 Jahren kann die Handy-Attacke geahndet werden. Besonders anfällig gegen diese Attacken sind Nokia Handys, die mit dem Betriebssystem Symbian laufen.

Autorin: Caterina Priesner / aus WDR markt (ug) (gs)

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