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Discounter, Fachhandel oder Online-Shop - Wer macht das beste Angebot?

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Irrtümer

Geiz ist geil und blöd sein will auch keiner, Wer schlau ist, kauft beim Discounter! Das glauben Sie auch? Stimmt aber nicht!

Es gibt im wesentlichen drei Möglichkeiten, zum neuen Elektronikgerät zu kommen: Die großen Supermärkte bieten so ziemlich alles an: Von der einfachen Zahnbürste bis zum komplettem Heimkinosystem. Daneben warten im Internet natürlich unzählige Online-Shops mit ihren Angeboten auf. Und nicht zuletzt sind da noch die Fachhändler, die man häufig in den Innenstädten findet.

Wir haben verglichen

Und zwar für typische Geräte, bei denen keine Änderungen in der Konfiguration für die verschiedenen Vertriebswege zu erwarten sind: Für eine einfache Digitalkamera der Marke Nikon, für einen Fotodrucker aus dem Hause Epson und für ein hochwertiges Navigationssystem von Navigon. Abgefragt haben wir jeweils drei Discounter, drei Online-Shops und drei Fachhändler. Wer macht die besten Angebote?

Nikon Coolpix L16

Die Nikon-Kamera ist bei Einsteigern sehr beliebt. Mit ihrer guten Auflösung, dem Zoom-Objektiv und dem großen Display eben eine typische Alltagsknipse.

Und das sind die Angebote: Beim Discounter mussten wir mindestens 99 Euro hinblättern, da können die Fachhändler mit ebenfalls 99 Euro voll mithalten. Im Internet gibt’s die Nikon schon für 82 Euro, mit Porto und Versand werden es 97 Euro.

Bemerkenswert: Zwei Media Märkte verlangten sogar 119 Euro für den Foto.

Navigon 8110

Das Navigon 8110 ist schon etwas für anspruchsvollere Kunden. Die umfangreiche Ausstattung mit MP3-Player, Photoalbum und besonders realistischer Straßendarstellung hat ihren Preis. Der beläuft sich beim Discounter auf 444.-, beim Fachhändler auf 449.- Euro und im Onlineshop auf 369 Euro. Mit Porto und Versand sind's dort rund 378 Euro.

Epson Stylus Photo 1400

Epson-Drucker drucken gute Fotos, brauchen aber sehr viel Zeit dafür. Wir haben den Stylus Photo 1400 ausgewählt – aus dem oberen Preissegment. Den gibt’s beim Discounter für 399.- Euro, das schaffen die Fachhändler auch, im Internet wird der Epson für rund 310 Euro angeboten, mit Porto und Verpackung werden es dann rund 324 Euro.

Schnäppchen, die keine sind

Beim Schlendern durch die Einkaufsmeilen begegnet man immer wieder Super-Sonder-Angeboten. Besonders bei Flachbildfernsehern sind zum Teil riesige Preisabschläge zu sehen. Wer "sofort zuschlägt" kann da bis zu 30% der ursprünglichen Preisempfehlung des Herstellers einsparen. Hier gibt es gleich zwei Haken: Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers findet sich in den seltensten Fällen im Straßenpreis wieder. Der Wettbewerb sorgt dafür, dass schon bei der Markteinführung kräftige Abschläge fällig werden. Der Nachlass entpuppt sich also schnell als Scheinrabatt. Das gilt fast für den gesamten Bereich der Unterhaltungselektronik. Besonders bei Flachbildfernsehern werden zurzeit Auslaufmodelle mit veralteter Technik auf den Markt gebracht. Wer hier spart, wird sich unter Umständen über die gesamte Lebensdauer seines neuen Fernsehers über eine schlechtere Bildqualität ärgern.

Kleiner Unterschied große Wirkung

Der zweite Haken: Viele Computerhersteller bieten für verschiedene Vertriebswege unterschiedliche Ausstattungsvarianten an. Die Typenbezeichnungen unterscheiden sich dabei nur in wenigen Ziffern. Aber genau die machen den Unterschied. Besonders bei Notebooks sollte man hier aufmerksam sein. In unserem Beispiel nannten wir zwei ACER-Notebooks:

Das Acer Aspire 8920G-834G32BN wird im Internet für 1499 Euro angeboten. Da muten die 949 Euro für das nahezu namensgleiche Acer Aspire 8920G-5A3G25BN wie ein echtes Schnäppchen an. Genau hier ist die Falle: Drei Ziffern im "Nachnamen" des Notebooks machen den Unterschied: Für weniger Geld bekommt man auch weniger Arbeitsspeicher und einen deutlich schwächeren Prozessor.

Fazit

Unser Fazit: Wirklich schlau kauft, wer genau hinschaut. Der Fachhändler um die Ecke kann dem Discounter oft Paroli bieten. Und wem es nur ums Geld geht, der kauft im Internet am günstigsten, muss da aber auf die persönliche Beratung verzichten. Und die ist bei komplizierter Technik häufig schon einmal bares Geld wert. (gs)

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