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Kleintriebwerk: Shuttle XPC SX58H7

PC-Selbstschrauber, denen (Midi-)Tower-Gehäuse zu sperrig sind und die sich aber nicht in den Mini-ITX-Dschungel begeben wollen, bietet die XPC-Barebone-Familie von Shuttle einen ziemlich komfortablen Mittelweg: Der PC-Bausatz enthält alle Teile, die aufgrund der kompakten Bauform keine Standardmaße haben. Dazu zählen Gehäuse, Hauptplatine, Netzteil und Kühlsystem. Bei Laufwerken, CPU, Arbeitsspeicher und Grafikkarte hat man indes recht freie Wahl, muss sie aber auch selbst einbauen.

Der XPC SX58H7 richtet sich an ambitionierte Gamer sowie alle, die für HD-Videoschnitt, wissenschaftliche Simulationen oder Compiler-Läufe viel Rechenpower benötigen, jedoch mit wenig Aufrüstoptionen vorliebnehmen: Das Mainboard mit X58-Chipsatz von Intel nimmt einen Core-i7-Prozessor auf. Dazu kommen vier Steckplätze für DDR3-Speicherriegel (PC3-10600U). Für theoretisch bis zu zwei Grafikkarten gibt es je einen PCIe-x16-Slot, eine Kopplung per SLI oder Crossfire wäre möglich. Allerdings liegen die beiden Slots direkt nebeneinander, sodass entweder eine doppelt- oder zwei einfachbreite Karten passen. Sowohl bei der Performance als auch beim Preis/Leistungsverhältnis schlagen jedoch derzeit die doppeltbreiten Karten Tandems aus schmaleren. Laut Handbuch sollen Grafikkarten nicht länger als 23 cm sein, mit etwas Geschick gelang jedoch auch die Montage einer fast 27 cm langen Karte.

Den Einbau der einzelnen Komponenten beschreibt das deutsche Handbuch gut und detailliert. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in dem zirka 20 cm × 20 cm × 33 cm großen Gehäuse reichlich eng zugeht und die Montage knifflig ist. SATA- und Stromkabel hat Shuttle bereits vorverlegt und auch um die Anschlüsse an Gehäusefront- und Rückseite muss man sich nicht kümmern. Wer einer Nvidia-Grafikkarte Ton per HDMI entlocken möchte, muss den rückwärtigen SPDIF-Ausgang abklemmen und in die Karte einschleifen.

Die Voreinstellungen des BIOS-Setup überzeugen nicht völlig: So deaktiviert Shuttle die CPU-Stromsparfunktionen und betreibt die SATA-Laufwerke im IDE-Kompatibilitätsmodus. Letzteres kostet einerseits ein wenig Platten-Performance und verhindert andererseits das Hotplugging von eSATA-Laufwerken.

Nicht unbeträchtlich sind die Anforderungen von Core i7 und High-End-Grafikkarte an Kühlsystem und Netzteil. Bei Letzterem greift Shuttle zu einem 500-Watt-Exemplar, das spielend mit einer Kombination aus Core i7 965 Extreme Edition und GeForce GTX295 fertig wird. Allein diese beiden wandeln bis zu 350 Watt elektrische Leistung in Wärme um. Ein Heatpipe-Kühler transportiert die Abwärme der CPU auf Kühlrippen an der Gehäuserückwand, ein 9,2-cm-Lüfter pustet dadurch Luft aus dem Gehäuse hinaus. Grafikkarten bringen ihre eigene Kühlsysteme mit. In unserem Test liefen GTX295 und Core i7-965 selbst unter Volllast stabil und überhitzten nicht, dem Prozessor blieb sogar noch genug Luft, um sich automatisch per Turbo Mode zu übertakten. Leise ist der SX58H7 dabei allerdings nicht: Bis zu 4,2 Sone haben wir im Labor gemessen, die Leistungsaufnahme erreicht bis zu 401 Watt.

Die Performance- und Geräuschwerte einer etwas vernünftigeren Konfiguration liegen zum Glück auf anderem Niveau: Der für die Messungen verwendete Core i7-920 kostet mit 255 Euro nur rund ein Viertel des i7-965 und eine Radeon HD 4670 läuft angenehm leise. Dennoch kommt der kleine Rechner selbst im Leerlauf nicht unter 1,4 Sone; bei Volllast sind es gar 1,8 Sone. In dieser Konstellation verheizt er zwischen 91ˇWatt im Leerlauf und 235 Watt unter Volllast.

Fazit

Die Zusammenstellung eines PC erfordert immer Kompromisse: Wer den Shuttle XPC SX58H7 als Grundgerüst nimmt, kann sehr viel CPU- und Grafikleistung in einem kompakten und gut transportablen Gehäuse unterbringen. Demgegenüber steht jedoch die beträchtliche Lärmentwicklung, die insbesondere dann besonders auffällt, wenn der Rechner auf dem Schreibtisch thront. Zudem ist der SX58H7 mit einem Preis von 515 Euro alles andere als billig. Zum Vergleich: Gehäuse, Netzteil, Mainboard und CPU-Kühler unseres schon eher teuren Core-i7-PC-Bauvorschlags schlugen mit 370 Euro zu Buche. Zusammen mit Speicher, CPU, Laufwerken und Mittelklassegrafikkarte kommt man kaum unter 1200 Euro weg.

Notstrom-Akku: Variotek Mobile Power Pack VT-PP-320

Mobile Zeitgenossen als Nutzer von iPod, Foto, PDA, Handy und Co geraten manchmal in die Situation, dass der Akkufüllstand eines Gerätes zur Neige geht und eine Netzsteckdose nicht verfügbar ist. Das Mobile Power Pack VT-PP-320 von Variotek verspricht hier Nothilfe für mindestens drei Akkus üblicher Kapazität.

Das Gerät besteht aus einem weißen, etwa handtellergroßen Gehäuse mit einem Lithium-Polymer-Akku samt kompletter Ladeelektronik. Als Zubehör sind ein Steckernetzteil (110 V und 230 V), ein USB-Universalkabel sowie zehn Adapter-Stecker zum Laden der unterschiedlichsten Geräte beigefügt (Nokia 2, Nokia 3,5, SonyEricsson, iPod, Samsung alt, Samsung neu, USBmini, USBmicro, Nintendo, LG).

Zum Betrieb muss der Notstrom-Akku zunächst geladen werden, was rund 7 Stunden dauert. Danach befinden sich 18,5 Wh beziehungsweise 3,7 Ah bei 5 V im Lipoly. Legt man den Standard-Handyakku von 900 mAh zu Grunde, sollten vier Ladezyklen erreichbar sein. Bei unserem Praxiskurztest luden wir drei Standard-Akkus und einen PDA mit etwas höherer Kapazität (1300mAh) erfolgreich auf. Danach signalisierte aber der Notstrom-Akku mit seiner dreistufigen Restkapazitätsanzeige dringenden Nachladebedarf. Die in der Bedienungsanleitung genannte Akkukapazität von 18,5 Wh stimmt also und wird bei einem Neugerät sogar leicht überschritten. Die auf der Verpackung angegebenen 5000 mAh dagegen dürften auf die Rechenkünste der Kartondesigner zurückzuführen sein und sind offensichtlich falsch. Ansonsten ist das Power Pack jedoch ein durchdachtes Produkt mit praktischem Nutzwert.

Entertainer: Asus VH242H

Der VH242H von Asus besitzt ein TN-Panel mit einer Auflösung von 1920 [x 1080 Bildpunkten (FullHD) und einer Bilddiagonalen von 23,6 Zoll (59,9 cm). In puncto Winkelabhängigkeit schneidet er besser ab als viele andere TN-Monitore: Selbst aus größeren Einblickwinkeln ändert sich die Farbsättigung nur moderat. Einzig von unten betrachtet wird das Bild – TN-typisch – schnell dunkler. Wie bei fast allen aktuellen 16:9-Displays hapert es auch beim VH242H bei der Schirmausleuchtung: An den Bildrändern ist das Bild etwas dunkler und leicht wolkig.

Dank HDCP-Unterstützung an den DVI- und HDMI-Eingängen kann man den VH242H problemlos an HD-Zuspielern betreiben: Die gängigen Videoformate mit 720 oder 1080 Zeilen (720p und 1080i/p) zeigt er bei Bildwiederholraten von 50 und 60 Hertz flimmer- und ruckelfrei an. Einzig bei der 24p-Wiedergabe von Blu-ray Discs bleibt der Schirm schwarz. Praktisch: Vom SPDIF-Ausgang des VH242H lässt sich der digitale Filmton an eine 5.1-Stereoanlage weiterleiten.

Die Farbmischung wirkt in Videos und Fotos sehr natürlich – zumindest solange man die werkseitig eingestellte Farbtemperatur beibehält. Mit 13 Millisekunden (grey-to-grey) reichen die Reaktionszeiten des Displays zum Videoschauen aus – ehrgeizigen Zockern dürfte der Monitor indes zu langsam sein. (Benjamin Benz,) / (gs)

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