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Vorsicht Kunde! - Spaß mit der Telekom: Code 1300 - dieser Fehler repariert sich selbst.

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Erster Akt: Die Verlockung

Das Drama beginnt mit einer Preiserhöhung. Der Kabelfernsehnanbieter von Folko S. will plötzlich mehr Geld. Das mache ich nicht mit, denkt er sich und kündigt. Bei seinem Internetanbieter T-Com bestellt er Fernsehen per Internet. T-Entertain heißt das Angebot. Ein echtes Rundum-Sorglos Paket. Der Preis wäre der gleiche geblieben. Aber Folko hätte noch Fernsehen per DSL dazu gegeben bekommen. "Perfekt", denkt er sich und bestellt dann auch gleich beim T-Punkt

Zweiter Akt: Nichts geht mehr.

Es ist der 13. Oktober 2008. Heute soll es beginnen: Das Fernsehen per Internet. Aber das Programm bleibt ziemlich farblos. Ärgerlich. Aber es kommt noch schlimmer: Denn einen Tag später funktioniert das Internet nicht mehr. Die T-Com hat's einfach mal abgeschaltet. Eine Katastrophe: Denn Folko S. ist Illustrator für Computerspiele und arbeitet von zuhause aus. Ohne Internet ist er aufgeschmissen. So muss er nun ständig ins Internetcafe. Folko S. sagt: "Es auch peinlich gegenüber den Kunden. Das Arbeiten war praktisch lahmgelegt."

Kann es da noch schlimmer kommen? Klar doch. Denn zwei Tage nach dem Internet-Gau schaltet ihm die T-Com auch noch das Telefon ab. Mitten in Berlin abgeschnitten von der Außenwelt. Folko S. braucht jetzt wirklich Hilfe.

Dritter Akt: Warten auf den Techniker

Wie gut, dass wenigstens die Füße noch funktionieren. Die tragen Folko etliche Male zum T-Punkt. Schließlich wird ein Termin mit einem Techniker verabredet. Endlich Hilfe. Folko wartet. – Vergeblich. "Dann bin ich wieder zum T-Punkt. Es wurde sich entschuldigt. Es wurde ein neuer Termin gemacht und gesagt: Dann kommt er auf jeden Fall. Doch dann ist wieder das gleiche passiert. Der Techniker kam einfach nicht. Wenn man selber nicht nachhakt, wird das anscheinend als erledigt abgehakt. Beim dritten Mal ist der Techniker dann gekommen."

Und tatsächlich! Internet und Telefon funktionieren wieder. Aber der Fernseher – der ist immer noch schwarz. Und warum?

Vierter Akt: Systemfehler 1300

Folko gibt nicht auf – und macht sich wieder auf den Weg in den T-Punkt. Hier hat man sich mittlerweile schlau gemacht – bei der Telekom-Technikabteilung. Die freundliche Mitarbeiterin hat jetzt auch einen Namen für Folkos Problem: Es liegt am Systemfehler 1300 und der müsse sich nach Angaben der T-Com-Fachleute selbst beheben. Man habe auch schon Kunden gehabt, die ein halbes Jahr darauf gewartet hätten.

Fünftes Kapitel: Alles auf Anfang

Es ist kurz vor Weihnachten. Es scheint so als könnte zum Fest der Liebe das Drama tatsächlich glücklich enden: Folko bekommt was Tolles: eine Auftragsbestätigung. Doch im Januar platzt die Hoffnung. Der Internetanschluss ist wieder tot. Was für eine Bescherung ...!

Das c't magazin schaltet sich nun ein, wir haken nach bei der Telekom. Fragen, warum Folko S. vergeblich auf das Fernsehen per Internet wartet. Und warum ihm DSL schon wieder abgeschaltet wurde.

Die Antwort: [i]"Es handelt sich bei dem geschilderten Fall um einen zugegebenermaßen ärgerlichen Vorgang. Wir werden alles erdenkliche tun, um den Entertain-Anschluss von Herrn S. nun umgehend einzurichten. Wie es zu diesen Systemfehlern kommen konnte, wird zurzeit analysiert. die Ausfälle von DSL und Telefon (...) waren auf eine Netzstörung zurückzuführen."

Folko hat jetzt wieder Internet. Und ist am Ende dennoch nicht weiter als am Anfang. Ach ja: aufs Internetfernsehen wartet er immer noch. Offenbar war es doch zu optimisitisch, auf die Selbstheilungskärfte des Fehlers mit der Codenummer 1300 zu vertrauen.

Fernsehen per DSL – Geht! Geht nicht

Die Werbung der T-Com für T-Entertain ist fast zu schön, um wahr zu sein. In der Tat liegen der Redaktion viele Klagen von Zuschauern vor, bei denen der TV-Empfang via DSL häufig gestört ist. Wenn aber alles funktoniert, dann macht das Angebot wirklich Spass. Voraussetzung für eine zuverlässige Verbindung ist ein sogenanntet V-DSL-Anschluss mit entsprechend hoher Bandbreite. DSL-16.000 reicht theoretisch zwar aus, um ruckfrei bewegte Bilder aus dem Kabel zu entlocken, die Unsicherheit aber, dass mitten im Western der Revolver stottert, ist sehr hoch. Den Ärger der Mitschauenden auf dem Sofa sollte man sich besser ersparen. (Ulrich Geiger) / (gs)

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