20.03.2008
Achim Barczok
Donnervogel-Tuning
Themen-Special: Erweiterungen für Thunderbird
Thunderbird ist schon in der Grundausstattung ein mächtiges Programm. Anspruchsvolle Anwender können den Open-Source-Mail-Client mithilfe von Extensions perfekt auf ihre Bedürfnisse abstimmen. Wir stellen die aus unserer Sicht gelungensten Add-ons vor.
Artikel aus c't 3/08, aktualisiert und ergänzt
Das Basispaket von Thunderbird bringt viele wichtige Funktionen mit: Die Verwaltung mehrerer IMAP- und POP-Konten, Newsgroup- und RSS-Abos, Spam-Filter und virtuelle Ordner beispielsweise. Die Ansprüche an einen Mail-Client sind aber von Nutzer zu Nutzer verschieden – und hier zeigen sich einmal mehr die Vorteile offener Software. Es steht jedem frei, nicht nur direkt am Quellcode von Thunderbird mitzuarbeiten, sondern auch Erweiterungen als Zusatzpakete für den Mail-Verwalter zu entwickeln.
Hinter den Erweiterungspaketen verbergen sich Zip-Archive mit einer vorgegebenen Ordnerstruktur. Mozilla-Programme erkennen sie an der Endung .xpi. Wer mit Mozillas Firefox surft, muss den Download der Pakete mit einem Rechtsklick und der Auswahl "Ziel speichern unter" starten, sonst versucht der Browser, das vermeintlich als Firefox-Erweiterung erkannte Paket bei sich selbst zu installieren. Über den Dialog "Extras" und "Add-ons" in Thunderbird fügt man die Extension hinzu. Im selben Menüpunkt lassen sich die Erweiterungen konfigurieren, deaktivieren oder rückstandslos entfernen. Aktiv werden frisch installierte Add-ons erst nach einem Neustart von Thunderbird.
Wie bei Firefox gilt auch in Thunderbird: Erweiterungen sollte man sparsam einsetzen. Wer seinen Client mit jedem Add-on beglückt, das er im Netz findet, wird sich schnell Performance-Probleme einhandeln. Deshalb gilt als erste Regel, dass nur wirklich benötigte Extensions installiert sein sollten. Im laufenden Betrieb sollte man überdies ab und zu die Add-on-Liste daraufhin überprüfen, ob alle Tunings überhaupt noch in Verwendung sind.
