Damit das Download-Skript eine weitere Datei herunterlädt, tragen Sie seine URL in eine Datei im Verzeichnis \ctupdate4\static ein, die für das gewünschte Produkt zuständig ist. Für das deutsche Windows XP ist etwa die Datei StaticDownloadLinks-wxpx86-deu.txt relevant.
Damit das fertige Update-Paket den zusätzlichen Patch auch installiert, müssen Sie noch seine KB-Nummer unter \ctupdate4\client\static in die passende Datei schreiben, die nach dem Schema StaticUpdateIds-wxpx86.txt benannt ist. Das Skript installiert die korrespondierende Datei dann automatisch.
Hinter den Kulissen
Wie die Skripte im Detail funktionieren, haben wir bereits ausführlich im Artikel zur Version 3 beschrieben, den Sie im als PDF für 70 Cent im Heise-Online-Kiosk downloaden können. Das Folgende erläutert die wichtigsten Mechanismen und geht auf die Neuerungen für Vista und Office ein.
Das Download-Skript lädt nach seinem Start zunächst ein paar Microsoft-Werkzeuge herunter, die wir nicht mit in unser Download-Archiv packen dürfen. Aus dem aktuellen Archiv wsusscn2.cab, das Microsoft jedes Mal aktualisiert, wenn neue Updates erscheinen, extrahiert es die Update-Katalogdatei package.xml.
Um die Windows-Updates zu laden, fischt das Skript aus den XML-Daten eine Liste von Download-URLs. Diese Aufgabe übernimmt Microsofts XSLT-Prozessor msxsl.exe, den das Download-Skript mit Stylesheets füttert. Im Verzeichnis \ctupdate4\xslt liegt für jedes Produkt und jede Sprache ein solcher Filter bereit.
Die fertige URL-Liste übergibt das Skript an den Download-Manager wget.exe. Wenn eine Datei schon auf der Platte liegt, überspringt wget sie – vorausgesetzt, ihre Größe und das Erstellungsdatum stimmen mit der Version auf Microsofts Server überein.
Allerdings sind nicht alle Office-Updates in der Katalogdatei package.xml aufgeführt. Um auf einem Ziel-PC herauszufinden, welche Office-Updates installiert sind und welche noch fehlen, bietet Microsoft ein separates Helferlein an, das Office Update Inventory Tool. Es greift auf einen eigenen, im Programmeintrag ebenfalls verlinkten Katalog zu, der in einer Datei namens invcif.exe steckt.
