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Chromecast mit Apps aufwerten

Mit Chromecast-Apps lokale Dateien wiedergeben, Mediatheken betrachten, zocken und mehr

Mit dem Chromecast hat Google einen HDMI-Stick auf den Markt gebracht, der Inhalte aus der Cloud auf den Fernseher streamt. Doch vielen Nutzern reichen die Standard-Funktionen nicht: Chromecast unterstützt ab Werk nur eine handvoll Anbieter und die Wiedergabe von lokal gespeicherten Medien ist nicht möglich. Wir stellen Apps vor, die den Chromecast mit neuen Funktionen aufwerten.

Der HDMI-Streaming-Stick Chromecast ist ein typisches Google-Produkt: einfach zu installieren, simpel in der Handhabung, beschränkt auf ein klar umgrenztes Einsatzgebiet mit wenig Schnickschnack drumrum. Was bei der Suchmaschine gut funktioniert, lässt beim Streaming-Stecker jedoch nicht jeden zufrieden zurück. Ein paar mehr Funktionen dürften es für die meisten Nutzer schon sein, allen voran die Wiedergabe lokal gespeicherter Daten wird schmerzlich vermisst. Zum Glück gibt es Apps, die Abhilfe schaffen und Chromecast mit neuen Features erweitern.

So können Benutzer von Google Chrome etwa durch die Browser-Erweiterung Google Cast auch Fenster- und Tab-Inhalte direkt auf den Chromecast streamen und so bequem am heimischen Fernseher surfen. Seit Google Anfang Februar 2014 die Entwicklerschnittstelle Chromecast SDK veröffentlicht hat, können Entwickler auch ihre eigenen Anwendungen und Apps mit dem Streaming-Stick kompatibel machen. Neben vielen beliebten Video- und Musikportalen – darunter Maxdome, Dailymotion oder Watchever – ziehen mittlerweile auch verschiedene Cloudspeicher, Spiele, Zeichen-Tools und Apps zur Wiedergabe lokaler Dateien nach. Da die Öffnung des Chromecast für externe Entwickler noch relativ neu ist, nimmt auch die Entwicklung entsprechender Apps erst so langsam Fahrt auf. Eine Unterstützung von Prime Instant Video etwa, das viele bereits zum Start auf dem Chromecast erwartet hatten, lässt noch immer auf sich warten.

Was bereits erhältlich ist, haben wir für Sie in unserer Bildergalerie zusammengestellt. Am größten ist derzeit das Angebot an Apps für Mobilgeräte wie Apples iPhone und iPad sowie vergleichbare Android-Smartphones und -Tablets. Auf dem Desktop hingegen hat man derzeit noch kaum eine nennenswerte Auswahl. Auch geben wir einen Ausblick auf Apps und Funktionen, die für die nahe Zukunft angekündigt sind – schließlich ist das Potenzial des Chromecast aktuell noch nicht ausgereizt.

Um die Features von Chromecast nutzen und zusätzliche Apps installieren zu können, muss man den HDMI-Stick erst einmal am eigenen TV einrichten. Hierzu benötigt man nur den Dongle selbst, ein aktives WLAN-Netz und die entsprechende Chromecast-App von Google. Nach dem Anschließen des Chromecast an einen HDMI-Anschluss des TVs erkennt dieser das Gerät automatisch und startet die Installation. Mithilfe der Chromecast-App kann man den Dongle nun per Smartphone, Tablet oder Rechner in das WLAN-Netz aufnehmen. Danach lassen sich kompatible Anwendungen auf den Geräten starten – diese sagen dem Chromecast dann, welche Inhalte er von wo abspielen soll. Ab Werk auf dem Stick vorinstalliert ist beispielsweise die YouTube-App. Mit einem Klick auf das Chromecast-Symbol in den Youtube-Apps für Smartphone und Tablet lassen sich die Videos auf den Geräten selbst auswählen und über den Stick auf den Fernseher streamen – bei den meisten anderen Apps funktioniert dies ähnlich.

Nicht zuletzt dank des günstigen Preises von 35 Euro ist Chromecast der zur Zeit meistverkaufte HDMI-Stick. Andere Streaming-Dongles kosten gerne mal das Doppelte oder funktionieren laut einiger Nutzer gar nicht erst richtig. Im Gegenzug bieten viele konkurrierende Geräte – beispielsweise der WD TV Live Media Player, der MK 809 III Quad Core HDMI Mini PC oder EZ Cast All Stream – mehr Funktionen und Features, sind dafür aber auch deutlich teurer. Davon abgesehen ist Chromecasts einziger wirklicher Nachteil, dass der Stick permanent Strom verbraucht, wenn er über eine Steckdose versorgt wird. Es empfiehlt sich daher, Chromecast mit dem mitgelieferten Kabel über einen stromführenden USB-Anschluss des TV-Gerätes zu betreiben.

Dafür ist der Stromverbrauch der Chromecast-Steuergeräte geringer als etwa bei Systemen, die mit Miracast oder Apple AirPlay arbeiten. Die Geräte übertragen nämlich nur Steuerinformationen anstelle des kompletten Bildschirminhalts, was einiges an Energieverbrauch und Akkulaufzeit spart. Weiterer Vorteil: Da bei Chromecast PC, Laptop oder iOS- beziehungsweise Android-Smartphones die komplette Bedienung übernehmen, wird keine zusätzliche Fernbedienung benötigt. Es lassen sich zudem mehrere Geräte mit dem gleichen Chromecast verbinden – so lassen sich Anwendungen auch von mehreren Benutzern steuern, Streams von verschiedenen Geräten anstoßen oder Spiele im Multiplayer-Modus auf einem Bildschirm zocken. Beispiele dafür zeigen wir in der Galerie in diesem Artikel.

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