E-Mail-Marketing: Newsletter-Tools im Vergleich
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E-Mail-Marketing: Anbieter von Newsletter-Tools im Vergleich

Serien-E-Mails erstellen, versenden und monetarisieren

Newsletter dienen nicht nur als bewährtes Marketinginstrument, sondern auch als direkte Einnahmequelle. Zahlreiche Anbieter helfen beim Newsletter-Management – doch welcher ist der Passende?

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Zahlreiche Cloud-Dienste vereinfachen die Erstellung und den Versand von Newslettern.
  • Die Dienste verwalten die Empfänger, bieten Vorlagen und einen maßgeschneiderten Texteditor, versenden die E-Mails zeitgesteuert und ermitteln den Erfolg der Newsletter-Kampagne.
  • Anbindungen an Online-Shops und Content-Management-Systeme verwandeln die Dienste in Marketinginstrumente.
  • Aufgrund der geltenden Datenschutzgesetze sollte man einem Dienst aus Deutschland beziehungsweise Europa vorziehen. Dazu zählen Rapidmail, GetResponse, CleverReach, Sendinblue und Steady.
  • Zur Liste: ➤ E-Mail-Marketing: Anbieter im Vergleich

Der gute alte Newsletter erlebt derzeit eine wahre Renaissance. Und das nicht ganz zu Unrecht: Mit geringem Aufwand erreicht man auf einem Schlag sehr viele Kunden. Ein E-Mail-Newsletter eignet sich somit hervorragend als Marketinginstrument. Darüber hinaus lassen sich über ihn schnell Kunden informieren. Ein Software-Entwickler könnte beispielsweise zeitnah auf Sicherheitslücken oder kritische Updates hinweisen. Abschließend dient ein Newsletter sogar als Einnahmequelle. Bieten die E-Mails redaktionelle Inhalte oder einen anderen Mehrwert, kann man ihn ausschließlich zahlenden Empfängern zustellen oder auf zahlungspflichtige Inhalte weiterleiten. Einige journalistische Angebote gehen derzeit erfolgreich diesen Weg.

Schnell aufgesetzt

Nicht ganz unschuldig am Boom der Newsletter sind zahlreiche Cloud-Dienste, die den Versand der digitalen Flugblätter drastisch vereinfachen. Dazu stellen sie zunächst einen Editor bereit, in dem sich eine Massen-E-Mail schnell schreiben und hübsch aufbereiten lässt. In der Regel muss man lediglich eine Design-Vorlage wählen, dann Bilder, Textblöcke oder andere Inhalte per Drag-and-Drop an die passenden Stellen ziehen und schließlich die noch fehlenden Texte eintippen. Die Arbeitsweise ähnelt dabei dem Content-Management-System WordPress. Bei den meisten Diensten lässt sich der Newsletter personalisieren, so dass er beispielsweise die Empfänger mit ihren Namen anspricht.

Per Mausklick abgeschickt

Der Cloud-Dienst übernimmt zudem den Versand, auf Wunsch machen sich die E-Mails erst zu einem vorgegebenen Zeitpunkt auf den Weg. Auf diese Weise kann man beispielsweise Kunden zeitnah auf eine Rabattaktion hinweisen. Viele Cloud-Dienste erlauben zudem sogenannte A/B-Tests. Dabei erstellt man zwei Varianten eines Newsletters, etwa mit unterschiedlich reißerischen Betreff-Zeilen. Ausgewählte Abonnenten erhalten dann die eine, eine weitere Gruppe hingegen die zweite Variante. Der Cloud-Dienst beobachtet die Reaktionen der Empfänger und weist die erfolgreichere Fassung des Newsletters aus.

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Empfängeranalysen

Des Weiteren verwaltet der Cloud-Dienst die Empfänger. Die können sich per Mausklick aus dem Verteiler austragen lassen oder sich umgekehrt schnell beim Newsletter anmelden. Die Empfänger unterteilt der Cloud-Dienst in Gruppen, die man dann gezielt ansprechen kann. Dank dieser sogenannten Segmentierung lassen sich etwa alle Kunden aus Bayern auf eine Rabattaktion in der dortigen Unternehmensfiliale hinweisen. Abschließend verfolgen die Cloud-Dienste den Erfolg einer Newsletter-Kampagne. So lässt sich unter anderem ablesen, wie viele Empfänger den Newsletter geöffnet und gelesen haben.

DSGVO-konforme Newsletter

Manche Tracking-Funktionen kollidieren jedoch in Deutschland mit dem Datenschutzrecht und dort insbesondere der DSGVO. Um eine Auswertung vornehmen zu können, beobachten die Newsletter-Dienste das Klickverhalten der Empfänger. Darüber hinaus speichern sie personenbezogene Daten, wie die IP- und natürlich die E-Mail-Adressen der Empfänger. Mitunter kommen sogar noch deren Vorlieben hinzu. Ausländische Newsletter-Dienste sind allerdings nur an die dortigen, meist lascheren Datenschutzrichtlinien gebunden. Nicht alle angebotenen Marketing- und Analyseinstrumente darf man zudem in Deutschland einsetzen. Wer einen rechtssicheren Newsletter verschicken möchte, sollte daher zu einem Anbieter greifen, der in Deutschland, zumindest aber in der EU beheimatet ist und die Einhaltung der DSGVO garantiert. Insbesondere Unternehmen sollten sich zusätzlich durch einen Anwalt beraten lassen.

E-Mail-Marketing-Anbieter im Vergleich


Im Folgenden stellen wir einige E-Mail-Marketing-Anbieter vor, mit denen sich Kampagnen erstellen sowie Newsletter und Serien-E-Mails versenden lassen. Wir empfehlen im Sinne der DSGVO-Komformität, Marketing- beziehungsweise Newsletter-Anbieter aus Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) auszuwählen. Dennoch ist mit Mailchimp in unserem Vergleich auch ein Dienst aus den USA aufgelistet, da es sich hier um den Marktführer handelt.

Anbieter in diesem Beitrag


Sendinblue: Französisch-Deutsche Marketingplattform

Der Newsletterversand ist bei Sendinblue* nur eine Funktion von vielen. Der Cloud-Dienst bietet eine Marketinglösung für Unternehmen, die verschiedene Kommunikationswege unter einer Bedienoberfläche zusammenfasst. So lassen sich neben E-Mails auch gezielt SMS verschicken und Chats führen. Mehrere Mitarbeiter können gemeinsam ein Postfach einsehen. Damit erfüllt Sendinblue bereits teilweise die Kriterien eines Ticketsystems.

Datenschutz & DSGVO
Hinter Sendinblue steht das gleichnamige französische Unternehmen. Kunden aus Deutschland betreut die Sendinblue GmbH in Berlin, die wiederum nach einer Fusion aus dem Dienst Newsletter2Go hervorging. Sendinblue wirbt explizit mit einer DSGVO-konformen Datenverarbeitung und einer entsprechenden Zertifizierung durch den TÜV. Die Server betreut der deutsche Hoster Hetzner. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben klimaneutral. Zu den Kunden gehören unter anderem PONS, MAN, Otto und Haribo. Der Funktionsumfang und die Arbeitsweisen ähneln extrem stark der Konkurrenz. So erzeugt Sendinblue individuelle Anmeldeformulare und Landing Pages. Dabei kommt durchgehend ein Double-Opt-In zum Einsatz.

Sendinblue gibt wie viele andere Cloud-Dienste auf einer Seite einen direkten Überblick über den Erfolg einer Kampagne. (Bild: Sendinblue)

Newsletter-Gestaltung
Ein neuer Newsletter lässt sich in gleich mehreren verschiedenen Editoren schreiben. Besonders schnell zum Ziel führt eine von über 70 verschiedene Designvorlagen, deren vorgegebene Bereiche man anschließend per Drag-and-Drop mit Bildern, Texten und anderen Elementen bestückt. Der so zusammengeklickte Newsletter arbeitet responsive, passt sich also an die Bildschirmgrößen der Empfänger an. Die Newsletter enthalten zudem automatisch die wichtigen, von der DSGVO geforderten Angaben, darunter auch einen Abmelde-Link. Alternativ kann man den kompletten Newsletter auch in einem einfacheren Richt-Text-Editor schreiben. HTML-Kenner dürfen schließlich noch in einem Codeeditor direkt den HTML-Code anpassen.

KI als Versandhelfer
In jedem Fall lassen sich die Newsletter personalisieren. Den besten Versandzeitpunkt bestimmt künstliche Intelligenz. Letztgenannte beobachtet die bereits verschickten Newsletter und berechnet daraus den optimalen Versandzeitpunkt für jeden einzelnen Empfänger. Auch Sendinblue erlaubt A/B-Tests. Die bessere Newsletter-Variante wählt Sendinblue anhand der Öffnungsrate oder der Anzahl der Klicks aus.

Empfänger, Zielgruppen & Tracking
Der Cloud-Dienst bietet eine eigene CRM-Lösung an. Kontakte lassen sich anhand verschiedener Kriterien in Gruppen einteilen (Segmentierung). Mögliche Kriterien sind dabei unter anderem die Interessen der Empfänger, ihr Aufenthaltsort oder ihre zurückliegenden Aktivitäten. Sendinblue kann die Segmentierung sogar dynamisch erzeugen. Auf Wunsch verschickt der Cloud-Dienst bei vorgegebenen Ereignissen automatisch passende Nachrichten. Das entsprechende Verhalten klickt man sich ähnlich wie bei CleverReach in Form eines Ablaufdiagramms zusammen.

Entsprechende Statistiken liefern die Öffnungs- und Klickraten. Heatmaps zeigen an, welche Bereiche im Newsletter besonders häufig angeklickt wurden. Sendinblue findet auch heraus, welcher Empfänger bereits wie mit dem Newsletter interagiert hat und in welcher Region dieser Welt er sich gerade aufhält.

Über sogenannte Plugins koppelt man weitere Dienste und Online-Shops mit Sendinblue. Interagieren kann der Dienst unter anderem mit Shopify, Magento, WooCommerce, WordPress, Prestashop und Microsoft Dynamics. Sofern es sich um einen Online-Shop handelt, kann Sendinblue sogar passend zu einer Bestellung oder einer anderen Transaktion automatisch eine passende E-Mail erzeugen. Über eine Programmierschnittstelle dürfen zudem Entwickler Sendinblue in ihre eigene Software integrieren.

Preise
Sendinblue lässt sich kostenlos nutzen, sofern man nicht mehr als 300 E-Mails pro Tag verschickt. Verzichten muss man dabei auf viele Zusatzfunktionen, wie etwa die A/B-Tests. Die gibt es erst im günstigsten Tarif, der ab 19 Euro pro Monat beginnt und dabei bis zu 10.000 E-Mails pro Monat erlaubt.

➤ Sendinblue*
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rapidmail: Mit Vorlagen schnell zum Ziel

Das in Deutschland äußert beliebte rapidmail* konzentriert sich rein auf den Newsletter-Versand. Zu den Kunden gehören nach eigenen Angaben unter anderem Check24, VW, Samsonite und Philips. Das Unternehmen aus Freiburg im Breisgau wirbt mit einer DSGVO-konformen Datenverarbeitung, zudem stehen die Server in Deutschland.

Rapidmail bietet deutlich mehr Designvorlagen als die Konkurrenz, darunter auch zahlreiche für spezielle Anlässe. (Bild: Rapidmail)

Viele Vorlagen
Bei der Gestaltung der E-Mails kann man aus über 250 optisch ansprechenden Vorlagen wählen, die sich vorab auf einer eigenen Seite* begutachten lassen. Die so erstellten Newsletter passen sich automatisch an die Bildschirmgröße der Empfänger an. Alternativ lädt man eine eigene Vorlage in HTML hoch. Profis können aber auch völlig frei Newsletter im Tool nach eigenen Wünschen erstellen und gestalten. Zur Kontrolle simuliert eine Vorschau vor dem Versand verschiedene Geräte, wie etwa Smartphones und Tablets. Die Texte lassen sich zudem mit über 880.000 von rapidmail bereitgestellten professionellen Fotos aufpeppen. Auch rapidmail verwendet einen Editor, in dem man die Inhalte per Drag-and-Drop an die passenden Stellen zieht. Die Newsletter lassen sich personalisieren und mit einem Preheader versehen. rapidmail bewertet die Qualität der Betreffzeile anhand verschiedener technischer Kriterien wie Zeichenanzahl, eingebauter Emojis, spamverdächtiger Sonderzeichen oder ähnlichem. Im Test bewertete das Tool den Betreff „Der erste Newsletter“ als sehr gut. Der Editor für die eigentlichen E-Mails fällt etwas unübersichtlich aus.

Empfänger & Zielgruppen verwalten
Neue Newsletter-Abonnenten gewinnt man über ein von Rapidmail generiertes Formular. welches sich bei Bedarf mit einigen Klicks erstellen und nach Belieben gestalten lässt. Dieses stellt der Dienst auf Wunsch sogar als Ausdruck bereit, den man dann als Handzettel auf Veranstaltungen verteilen kann. Ergänzend importiert rapidmail bereits bestehende E-Mail-Adressen aus einer Excel- oder CSV-Datei. Abschließend arbeitet der Dienst noch mit verschiedenen Online-Shops und CRM-Systemen zusammen, darunter Magento, Shopware, Woocommerce, Shopify und WordPress. Aus den Online-Shops kann man zudem Produkte per Mausklick in den Newsletter übernehmen. In jedem Fall lassen sich die Empfänger in Gruppen einteilen und unerwünschte Abonnenten auf eine Blacklist setzen.

Rapidmail: Die Bedienoberfläche (2 Bilder)

Rapidmail bietet wie der deutsche Konkurrent CleverReach eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Eine kleine Ausnahme ... (1/2)
(Bild: Screenshot)

Spamschutz & AB-Tests
Schon vor dem Versand klopft rapidmail den Newsletter daraufhin ab, mit welcher Wahrscheinlichkeit ihn Spam-Filter als Werbung wahrnehmen. Beim Versand des Newsletters nutzt der Dienst neben Whitelisting bei E-Mail-Diensten nicht näher genannte Maßnahmen, damit die Empfänger-Postfächer die eingehenden E-Mails nicht automatisch als Spam klassifizieren. Der eigentliche Versand erfolgt auf Wunsch zu einem festgelegten Zeitpunkt. Wie die Konkurrenz unterstützt rapidmail A/B-Tests. Auf Wunsch verschickt rapidmail in bestimmten Situationen automatisch vorgefertigte Mailings.

Tracking & Analytics
Das Dashboard fasst in Echtzeit Öffnungen, Klicks, Abmeldungen und nicht zustellbare E-Mails (Bounces) zusammen, zudem lassen sich Reports generieren. Die Auswertung erfolgt abhängig von dem genutzten Gerät. So sieht man beispielsweise schnell, ob eine Werbekampagne vor allem unter Smartphone-Nutzern erfolgreich war. Obendrauf ermittelt rapidmail den Standort seiner Nutzer via Geo-Locating. Klick- beziehungsweise Heatmaps zeigen an, wo die Empfänger besonders häufig im Newsletter geklickt haben. Auf Wunsch versendet der Dienst erneut einen weiteren Newsletter an eine bestimmte Empfängergruppe, wie etwa an alle Leser, die den eigentlichen Newsletter noch nicht geöffnet haben (Follow-Up-Mailing). Bei Bedarf übergibt Rapidmail seine Daten an Google Analytics, wobei man jedoch den Datenschutz im Auge behalten sollte.

Dynamische Preise
Wie in der Branche üblich, veröffentlicht rapidmail keine fixe Preistabelle. Stattdessen muss man auf der Website des Cloud-Dienstes zwei Fragen zum voraussichtlichen Versandverhalten beantworten. Die Abfrage kann aber auch übersprungen werden. Basierend auf den Angaben schlägt der Dienst dann passende Tarife vor. Der Versand von beliebig vielen Newslettern an 1.000 Empfänger kostete beispielsweise 19 Euro pro Monat. Bei 10.000 Empfängern sind monatlich 95 Euro fällig.

➤ rapidmail*
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GetResponse: Mailchimp-Alternative aus Polen

Der polnische Dienst GetResponse* sieht sich wie Mailchimp als Marketingwerkzeug und richtet sich dabei vor allem an Unternehmen. Diese können über den Cloud-Dienst nicht nur Newsletter verschicken, sondern erhalten auch einen Website-Baukasten und weitere Marketinginstrumente. Die Newsletter-Funktion dient dabei aus Sicht von GetResponse primär als Vehikel für E-Mail-Werbung oder Marketingkampagnen. Zu den Kunden gehören nach eigenen Angaben unter anderem IKEA, Zendesk und der Spieleentwickler CD Project.

Die Startseite von GetResponse lässt sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. (Bild: Screenshot)

Nach der ersten Anmeldung bietet sich GetResponse als Webhoster an, wobei man sich die eigene Website in einem Baukasten zusammenklickt. Vorlagen sorgen für schnelle Ergebnisse, SEO-Tools helfen bei der Suchmaschinenoptimierung. Der Cloud-Dienst unterstützt zudem die Veröffentlichung von Webinaren, die sich sogar live abhalten lassen. GetResponse lässt sich jedoch auch in eine bestehende Website einbinden.

Landing Pages zur Abonnenten-Gewinnung
Im nächsten Schritt legt man Landing Pages an, die neue Kunden anziehen und vor allem auch die Anmeldung beim Newsletter ermöglichen. Dabei lassen sich gleichzeitig ein paar Fragen stellen und DSGVO-konforme Einwilligungen einholen. Später kann man abhängig von den Antworten passende Newsletter verschicken. So erreicht dann beispielsweise die Anzeige für ein neues Notebook-Modell ausschließlich Kontakte, die dem Empfang von Werbung zugestimmt haben und ein Interesse für Technik geäußert haben.

Auf Wunsch integriert GetResponse ein unsichtbares Facebook-Pixel in den Landing Pages. Mit einer Anzeige auf Facebook lassen sich dann gezielt alle Personen ansprechen, die zwar die eigene Landing Page besucht, sich dort aber nicht für den Newsletter angemeldet haben. Zwar kann man auf diesem Weg doch noch Personen zu einer Registrierung bewegen. Bei solch einer Maßnahme bleibt jedoch die Frage offen, inwieweit sie DSGVO konform beziehungsweise rechtlich zulässig ist.

Conversion Funnel
Weitere Kontakte lassen sich über sogenannte Conversion Funnel generieren. Vereinfacht gesprochen handelt es sich dabei um eine Folge von genau aufeinander abgestimmten Webseiten, die Interessenten schließlich zur Anmeldung beim Newsletter verleiten. GetResponse hilft aktiv beim Anlegen solcher Funnel. Unter anderem kann man den Download eines E-Books an die Anmeldung eines Newsletters knüpfen oder über Instagram- und Facebook-Anzeigen auf eine entsprechende Landing Page führen. Abschließend lassen sich Kontaktdaten auch importieren, etwa aus einer lokal gespeicherten Excel-Tabelle.

Empfänger & Zielgruppen verwalten
Sämtliche registrierten Newsletter-Abonnenten lassen sich auf sogenannten Listen thematisch gruppieren, mit Tags kennzeichnen und mit Punkten bewerten (Scoring). Das Tagging und Scoring übernimmt GetResponse automatisiert anhand der von den Abonnenten ausgeführten Aktionen. Auf Basis aller gespeicherten Daten lassen sich schließlich die Kontakte segmentieren und gezielt Newsletter an einzelne Gruppen verschicken. Beispielsweise kann man besonders aktiven Abonnenten höhere Punktwerte zuweisen und dann später allen Personen mit wenigen Punkten gezielt zum Mitmachen animieren.

Den Newsletter-Inhalt setzt man in GetResponse aus Text-, Bild- und anderen Blöcken zusammen. (Bild: Screenshot)

Newsletter mit Vorlagen erstellen
Ein neuer Newsletter entsteht in einem Editor, in dem man die Bestandteile per Drag-and-Drop zusammenklickt. Auch hier helfen Vorlagen bei der Gestaltung. Der Editor selbst ist recht übersichtlich gestaltet, verlangt aber eine kurze Einarbeitung. Die Integration von Google Analytics, ein E-Commerce-Tracking und das Verfolgen von Mausklicks (Click Tracking) lässt sich jeweils separat abschalten.

Newsletter-Versand
Der Versand erfolgt auf Wunsch zeitgesteuert, wobei GetResponse die Zeitzone der Empfänger berücksichtigt. Darüber hinaus kann der Cloud-Dienst die E-Mail genau dann zustellen, wenn sie die jeweiligen Empfänger am wahrscheinlichsten lesen. Laut eigenen Angaben erreicht GetResponse eine Zustellquote von 99 Prozent, die Post bleibt folglich nur in seltenen Fällen in Spam-Filtern stecken.

Automatisiertes Marketing
Wer die entsprechenden Marketingtools hinzubucht, kann E-Mails automatisiert verschicken lassen. Wie bei der Konkurrenz klickt man sich dabei die notwendigen Bedingungen in einem Diagramm zusammen. Auf diese Weise erhalten etwa alle neu angemeldeten Kontakte automatisch eine vorgefertigte Begrüßung. Häufig benötigte Workflows stehen dabei als Vorlagen bereit. Darüber hinaus erlaubt GetResponse A/B-Tests und verschickt auf eingehende E-Mails selbstständig eine vorgefertigte Antwort (Autoresponse).

GetResponse erlaubt wie viele Konkurrenten Workflows, die man über solche Diagramme zusammenklickt. (Bild: Screenshot)

Schnittstellen
GetResponse lässt sich mit weiteren Diensten und Webanwendungen verknüpfen. Dazu zählen unter anderem Microsoft Dynamics 365, Google Analytics, Magento, PrestaShop und WooCommerce. Die Integration eines Shops ist allerdings nicht zwingend notwendig, auch in GetResponse lässt sich direkt ein Shop anlegen. Die Zahlung wickelt GetResponse dabei über die Zahlungsdienstleister BlueSnap, PayPal, PayU, Square oder Stripe ab. Ein Verkauf ist zudem auf Landing Pages möglich.

Preise
Vor allem an neu gegründete Unternehmen und Startups richtet sich der dauerhaft kostenlos nutzbare Zugang. In ihm erhält man Zugriff auf den Website-Baukasten und die E-Mail-Marketingfunktion. Darüber hinaus lassen sich Landing-Pages und Kontaktformulare anlegen. Wer die Marketing- und E-Commerce-Funktionen nutzen möchte, muss den Geldbeutel zücken. Die genauen Kosten hängen von der Vertragslaufzeit, der Anzahl der Kontakte und dem Funktionsumfang ab. Bindet man sich für 24 Monate und genügen 1000 Kontakte, war man zum Redaktionsschluss für 9,10 Euro pro Monat dabei. Automatisierungsfunktionen sowie ein Scoring der Kontakte gab es allerdings erst ab 31,50 Euro pro Monat.

➤ GetResponse*
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CleverReach: Flexible Automatisierungswerkzeuge

Einer der beliebtesten und besonders funktionsreichen deutschen Newsletter-Dienste hört auf den Namen CleverReach*. Zu den Kunden gehören nach eigenen Angaben Rewe, Spotify, Ültje und DHL. Die Nutzung des Dienstes ist im einfachsten Tarif Lite kostenfrei, sofern man nicht mehr als 250 Empfänger und 1000 E-Mails verschickt. Zudem ist der Funktionsumfang beschnitten, unter anderem gibt es vorgefertigte Newsletter-Vorlagen erst bei einem kommerziellen Tarif. Dessen Preise hängen wiederum von der Anzahl der Empfänger ab. Wer 1.000 Abonnenten eine E-Mail schicken möchte, zahlt beispielsweise rund 20 Euro pro Monat. Die Anzahl der E-Mails ist dann allerdings nicht mehr begrenzt.

Datenschutz und Daten-Import
CleverReach verspricht einen datenschutzkonformen Newsletter-Versand. Meldet sich ein Leser für einen Newsletter an, muss er beispielsweise ein Double-Opt-In-Verfahren durchlaufen. Die dabei zum Einsatz kommenden Formulare klickt man zusammen und baut sie dann in seine eigene Website ein. Beim Einhalten des Datenschutzes hilft CleverReach mit einer Checkliste.

Kontaktdaten lassen sich aus CSV- oder Excel-Datei importieren, zudem kann CleverReach die E-Mail-Adressen aus angeschlossenen Systemen holen. Anbindungen existieren an zahlreiche Online-Shop-, CRM- und Content-Management-Systeme. Darunter befinden sich die üblichen Verdächtigen, wie Salesforce, Shopify, Magento, Typo3, WordPress und Microsoft Dynamics. Obendrauf existiert eine REST-API, über die sich eigene Software mit CleverReach kommunizieren kann.

Empfänger & Zielgruppen verwalten
Nicht mehr gültige oder fehlerhafte E-Mail-Adressen wirft der Dienst auf Wunsch automatisch aus dem Verteiler. Alle Empfänger lassen sich anhand von Filterkriterien in Gruppen einteilen (Segmentierung). CleverReach ermöglicht dabei recht komplexe Kriterien und Bedingungen. Auf eine Blacklist gesetzten Empfänger erhalten zukünftig keinen Newsletter mehr. Ein sogenanntes Bounce-Management erkennt unzustellbare E-Mails und nimmt diese nicht mehr erreichbaren Leser vom Verteiler. Für jeden Empfänger errechnet der Dienst eine Qualität, die sich aus der bisherigen Öffnungsrate ergibt. Ergänzend lassen sich unter anderem die einzelnen Interessen der Empfänger als Schlagwörter (Tags) anheften. Die Tags helfen dann wiederum bei der Automatisierung und dem gezielten Versand von Newslettern. Wenn ein Empfänger in einer E-Mail einen Link anklickt, kann CleverReach automatisch ein passendes Schlagwort vergeben.

Newsletter-Gestaltung
Die Newsletter passen sich automatisch den Bildschirmgrößen der Empfänger an (Responsive Design). Ihre Inhalte setzt man in einem übersichtlichen Editor per Drag-and-Drop aus Bausteinen zusammen. CleverReach erlaubt die Eingabe eines Preheaders, der die Betreff-Zeile ergänzt. Im Newsletter landen zudem alle von der Datenschutzverordnung geforderten Elemente. Dazu zählt auch ein Link, über den sich die Empfänger wieder abmelden können. HTML-Kenner dürfen zudem in einem Quellcodeeditor direkt in den Aufbau der Nachricht eingreifen. Sollte keine passende Vorlage vorhanden sein, kann man eigene hochladen. Den Newsletter prüft CleverReach auf seine Qualität und ob ihn Spam-Filter potenziell als Werbung erkennen. Der E-Mail-Versand erfolgt auf Wunsch erst zu einem vorgegebenen Zeitpunkt.

A/B-Tests
CleverReach unterstützt A/B-Tests, bei der ausgewählte Empfänger eine Variante des Newsletters erhalten. Der Dienst ermittelt dann anhand eines vorgegebenen Kriteriums, wie etwa der Öffnungsrate, die Gewinnervariante. Letztere verschickt CleverReach auf Wunsch an alle übrigen Empfänger. Die Kriterien und Ziele lassen sich dabei recht umfangreich festlegen. So kann man auch einen Zeitraum von beispielsweise drei Tagen vorgeben, nach dem der Vergleich endet. Zudem lassen sich auch Umfragen durchführen, wobei sich diese Funktion noch im Beta-Stadium befindet.

In CleverReach klickt man Abläufe als Diagramm zusammen. Dieser hier schickt eine weitere E-Mail an alle Empfänger, die den letzten Newsletter nicht geöffnet haben. (Bild: CleverReach)

Dynamischer Versand & Automatisierung
Wie auch Marktführer Mailchimp kann CleverReach in vorgegebenen Situationen automatisch passende Newsletter verschicken. Dazu stellt CleverReach einen Editor namens THEA bereit, indem man wie in einem grafischen Baukasten die automatischen Abläufe flexibel zusammenklickt. Auf diesem Weg lässt sich unter anderem festlegen, dass ein neuer Abonnent zwei Wochen nach seiner Anmeldung einen Gutschein erhält. THEA ermöglicht zudem die Anwendung von A/B-Tests innerhalb der Automatisierungskette.

Spamschutz
CleverReach wirbt damit, dass über den Dienst verschickte Newsletter nicht so häufig in den Spam-Filtern der Empfänger hängen bleiben. Helfen soll dabei die Mitgliedschaft bei der Certified Senders Alliance, deren Mitglieder sich untereinander beim E-Mail-Versand vertrauen. Darüber hinaus können Empfänger über die Verfahren SPF und DKIM die Authentizität des Absenders verifizieren. Sollte das E-Mail-Programm eines Empfängers den Newsletter als Spam markieren, melden das verschiedene Postfach-Betreiber (wie etwa Web.de) zurück an CleverReach. Letztgenannter Dienst setzt dann automatisch den Empfänger auf die Blacklist. Die Server von CleverReach stehen nach eigenen Angaben ausschließlich in der Europäischen Union.

Tracking & Analytics
CleverReach zählt unter anderem, wie viele Empfänger die E-Mails geöffnet und wie oft sie auf einen Link geklickt haben. Darüber beobachtet der Dienst die Abmeldungen und alle E-Mails, die nicht zugestellt werden konnten (Bounce-Rate). Diese Informationen bereitet der Dienst in entsprechenden Statistiken auf, die wiederum bei der Auswertung einer Kampagne helfen. Unter anderem zeigt CleverReach an, wo die Empfänger sitzen, wann nach dem Versand die meisten E-Mails auf welchen Geräten geöffnet wurden und welche Links im Newsletter besonders beliebt sind. Abschließend kann der Dienst die Daten zur weiteren Auswertung an Google Analytics weiterreichen. Wer damit liebäugelt, sollte jedoch zuvor noch einmal einen Blick in die Datenschutzverordnung werfen.

Preise
Auch bei CleverReach richtet sich der Monatspreis nach der Anzahl der Newsletter-Empfänger. Wer beliebig viele Newsletter an 1.000 Empfänger verschicken möchte, zahlt 19 Euro pro Monat. Für 10.000 Empfänger steigt der Preis auf 100 Euro / Monat. Bis zu 250 Empfänger erreicht man mit einem kostenlosen Test-Account.

➤ CleverReach*
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Steady: Newsletter monetarisieren

Die in Berlin ansässige Steady Media GmbH richtet sich mit ihrem Angebot vor allem an Journalisten und Publizisten, die ihre Newsletter monetarisieren möchten. Der Cloud-Dienst übernimmt dabei auch die Abrechnung. Zu den bekannteren Nutzern gehören unter anderem Boris Rosenkranz und Stefan Niggemeier von Übermedien sowie mit Josha Sauer der Erfinder der Nichtlustig-Cartoons.

Newsletter für zahlende Abonnenten
Auf Wunsch integriert sich Steady in die eigene Website. Dort kann man dann potenziellen Lesern verschiedene Abonnements in verschiedenen Preisstufen unterbreiten. Auf WordPress-Seiten hilft bei der Integration ein passendes Plugin. Insgesamt kann Steady das Geld in 12 verschiedenen Währungen einziehen. Der Cloud-Dienst unterstützt zudem Gratis-Testphasen, in denen die Abonnenten zunächst für einen vorgegebenen Zeitraum kostenlos den Newsletter mitlesen können. Ähnlich wie beim Crowdfunding lassen sich sogenannte Ziele vorgeben: Kommen genügend zahlende Abonnenten zusammen, so dass ein vorgegebener monatlicher Betrag erreicht wird, kann man die Leser dafür mit einer zusätzlichen Leistung belohnen – wie etwa einem weiteren Newsletter pro Woche.

Der Editor von Steady erlaubt nur grundlegende Formatierungen. (Bild: Steady)

Publikation eigener Inhalte (nicht nur) per E-Mail
Bei der Registrierung erzeugt Steady automatisch eine eigene Unterseite in seinem Internetauftritt, wie etwa „https://steadyhq.com/beispiel“. Der Teil hinter dem Domainnamen lässt sich dabei in Grenzen selbst wählen. Über diese Seite können später die potenziellen Leser den Newsletter abonnieren. Darüber hinaus kann man dort unter anderem kostenlose oder nur gegen Bezahlung zugängliche Beiträge (Posts) veröffentlichen. Ein Newsletter ist für Steady ein solcher Post, den der Dienst allerdings nicht auf einer Internetseite veröffentlicht, sondern als E-Mail verschickt. Den Versand kann man auf einen frei wählbaren Zeitpunkt verschieben. Der Editor für Posts erlaubt nur einfache Textformatierungen wie Fettdruck, Vorlagen gibt es nicht. Dafür lassen sich auch Medien, wie YouTube-Videos und Audio-Dateien einbinden. Beim Versand als Newsletter ersetzt der Cloud-Dienst diese Inhalte falls notwendig durch Links. Steady bietet für Posts eine Kommentarfunktion und kann zudem Podcasts beziehungsweise Audiobeiträge bereitstellen.

Tracking & Analytics
Auf einer Übersichtsseite fasst Steady die wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit zusammen. Dazu gehören neben der Anzahl der Abonnenten und der (zahlenden) Mitglieder auch die erzielten Umsätze und die verlorenen Abonnenten. Steady beobachtet die Öffnungs- und Klickzahlen. Der Dienst verspricht dabei die Einhaltung der DSGVO und der deutschen Datenschutzgesetze.

Preise
Die Nutzung von Steady ist zunächst kostenlos, wobei sich pro Monat maximal 12.000 Newsletter versenden lassen. Sobald Einnahmen fließen, behält Steady von ihnen 10 Prozent als Provision ein. Darüber hinaus reicht der Cloud-Dienst die Gebühren der Zahlungsdienstleister weiter und führt automatisch die Mehrwertsteuer ans Finanzamt ab. Über einen bereitgestellten Rechner lassen sich die voraussichtlichen Kosten überschlagen.

➤ Steady
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Mailchimp: Marktführer aus den USA

Von einem reinen Newsletter-Versender hat sich Mailchimp zu einer recht umfassenden Marketingplattform gewandelt. Neben dem E-Mail-Versand spielt der US-amerikanische Dienst auf Wunsch auch gezielt Marketingkampagnen über Social-Media aus. Kunden können sogar eine eigene Website sowie einen Shop aufbauen, dessen Betrieb Mailchimp mit entsprechenden Marketingwerkzeugen unterstützt.

Newsletter-Anmeldung
Die Anmeldeseite für den Newsletter lässt sich auf die Optik der eigenen Website beziehungsweise die Corporate Identity des Unternehmens zuschneiden. Mailchimp bietet zudem ein Pop-Up-Formular, das sich eingebettet im eigenen Internetauftritt automatisch in einem Fenster öffnet und dem Besucher die Registrierung vorschlägt. Ergänzend lassen sich sogenannte Landing Pages anlegen, die zur Anmeldung am Newsletter verführen. So könnte man beispielsweise eine Seite mit einem Gewinnspiel einrichten, die als Teilnahmevoraussetzung die Anmeldung beim Newsletter voraussetzt. In jedem Fall kann man in den entsprechenden Registrierungsformularen neben der E-Mail-Adresse noch weitere Informationen abfragen, darunter den vollständigen Namen oder Vorlieben für ausgewählte Themen. Mailchimp erfasst zudem, wie die Abonnenten auf den Newsletter aufmerksam geworden sind.

Die Benutzeroberfläche von Mailchimp passt sich zwar an die Bildschirmgröße an, blendet aber bei wenig Platz einige Bedienelemente aus. (Bild: Mailchimp)

Empfänger & Zielgruppen verwalten
Die Abonnenten lassen sich in Gruppen (Segmente) einteilen und dann gezielt ansprechen. Mailchimp erkennt sogar in den vorhandenen Nutzerdaten selbstständig Muster und schlägt dazu passende Gruppen vor. Auf Basis jeder erfassten Eigenschaft lässt sich ein Newsletter oder eine Marketingkampagne starten. So kann man etwa mit einem Mausklick alle Abonnenten ansprechen, die sich über eine bestimmte Landing Page (wie etwa die Gewinnspiel-Seite) registriert haben oder die den Newsletter regelmäßig öffnen. Umgekehrt lässt sich eine E-Mail noch einmal an alle senden, die sie noch nicht geöffnet haben – den dazu passenden Zeitpunkt meldet Mailchimp. Der Cloud-Dienst versucht sogar das Alter und das Geschlecht der Empfänger zu erkennen.

Behavioral Targeting
Die Verfolgung der Abonnenten geht sogar so weit, dass Mailchimp das Verhalten eines jeden Newsletter-Empfängers aufzeichnet. Der Cloud-Dienst verrät dabei unter anderem, ob ein Abonnent mit einem Smartphone arbeitet und wann er sich angemeldet hat. Des Weiteren lassen sich Kunden Schlagwörter (Tags) anheften und dann gezielt Kampagnen auf Basis der Tags starten. Welche Gruppen Mailchimp automatisch erzeugt, hängt sowohl vom gebuchten Paket ab als auch von den verfügbaren Daten. So lässt sich einer Kampagne nur dann das Kaufverhalten zugrunde legen, wenn man Mailchimp zuvor über eine entsprechende Schnittstelle mit E-Commerce-Daten gefüttert hat. Das ermöglicht dann allerdings auch individuelle Produktempfehlungen.

Mailchimp kann in bestimmten Situationen automatisch maßgeschneiderte Nachrichten verschicken. Trägt sich beispielsweise ein neuer Abonnent für den Newsletter ein, sendet Mailchimp umgehend eine Willkommensnachricht. Die entsprechenden Aktionen und Bedingungen klickt man dabei komfortabel mit der Maus zusammen. Diese Automatisierung ermöglicht zusammen mit der Segmentierung ein Behavioral Targeting, also Marketingkampagnen, die sich am Verhalten der Abonnenten orientieren.

Newsletter-Gestaltung
Beim Anlegen eines Newsletters leitet ein Assistent durch den kompletten Prozess. In ihm legt man per Mausklick die Zielgruppe fest, wählt eine Designvorlage, hinterlegt den Text und konfiguriert die Auswertung. Bei Bedarf lässt sich der Newsletter personalisieren. Die Betreffzeile und weitere Bestandteile der E-Mail analysiert Mailchimp und gibt Verbesserungsvorschläge. Unter anderem weist der Dienst auf eine zu kurze Betreffzeile hin. Standardmäßig verschickt Mailchimp HTML-Nachrichten und generiert zusätzliche eine Textfassung, in die man bei Bedarf eingreifen kann. Auch die eingebetteten Analyse- und Trackingfunktionen lassen sich abschalten.

Wer mit den vorgegebenen Designvorlagen nicht zufrieden ist, klickt sich eine eigene aus vorgefertigten Bausteinen zusammen oder schreibt sie komplett selbst in HTML-Code. Die Bedienoberfläche wirkt zunächst etwas unübersichtlich. Nachdem man sich jedoch einmal zurechtgefunden hat, geht die Bedienung leicht von der Hand. Der Cloud-Dienst stellt eine eigene App bereit, die den Zugriff auf Mobilgeräten vereinfacht.

Versand & Analytics
Der Versand erfolgt auf Wunsch zeitgesteuert. Mailchimp protokolliert zudem, wann die E-Mails gelesen werden und empfiehlt auf dieser Basis einen optimalen Versandzeitpunkt. Mailchimp erzeugt zahlreiche Statistiken, mit denen man den Erfolg eines Newsletters nachvollziehen kann. So lässt sich unter anderem ablesen, wie viele Empfänger den Newsletter gelesen haben und wie schnell die Abonnentenzahl wächst. Öffnungs-, Klick- und Abbestellraten lassen sich mit anderen Kampagnen vergleichen. Mailchimp erlaubt zudem A/B-Tests und erstellt Umfragen, die sich aus dem Newsletter heraus referenzieren lassen.

Der Cloud-Dienst integriert sich mit zahlreichen Produkten, darunter vor allem Online-Shops wie Magento, Shopify und Presta Shop. Über eine Programmierschnittstelle kann man Mailchimp in eigene Webanwendungen oder Apps einbinden. Im einfachsten Fall erzeugt die eigene Webanwendung einen Newsletter und speist ihn dann bei Mailchimp ein. Darüber hinaus kann man Mailchimp auf diesem Weg auch mit weiteren Daten füttern und so die Segmentierung unterstützen.

Preise
Mailchimp lässt sich kostenlos nutzen, ansprechen kann man damit jedoch nur bis zu 2.000 Kontakte. Darüber hinaus ist der Funktionsumfang recht stark beschnitten. E-Mail-Vorlagen, A/B-Tests und weitere Funktionen gibt es erst ab rund 10 Euro pro Monat. Dabei handelt es sich um den Einstiegstarif, der nur 500 Kontakte erlaubt. Gegen einen Aufpreis lässt sich die Anzahl der Kontakte erhöhen. Ein Tarifrechner auf der Mailchimp-Homepage berechnet den passenden Preis.

➤ Mailchimp
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Newsletter-Anbieter in der Übersicht

Die Zahl der Newsletter-Anbieter am Markt ist riesig. Sie alle detailliert vorzustellen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Deshalb haben wir die folgende Auflistung um weitere potenziell interessante E-Mail-Marketing-Dienste ergänzt. Es handelt sich bei allen Anbietern um Standalone-Lösungen – reine Plugins wie MailPoet etwa, das sich als Newsletter-Dienst in Wordpress integriert, sind nicht Teil der Liste.

Newsletter-Tools aus Deutschland

Newsletter-Tools aus Europa

Newsletter-Tools aus dem außereuropäischen Ausland

Hinweis: Anbieter mit Sitz im nicht-europäischen Ausland sind nicht an die DSGVO gebunden.

Fazit


Mailchimp gehört zu den Marktführern im Newsletter-Versand und bietet einen entsprechend üppigen Funktionsumfang. Der ist allerdings mittlerweile vollständig auf die Analyse und das Tracking der Abonnenten getrimmt, die Daten landen zudem auf Servern in den USA. Mailchimp dürfte daher in einigen Bereichen mit der DSGVO kollidieren.

Einen ähnlichen Funktionsumfang wie Mailchimp bieten die in Deutschland beheimateten Dienste CleverReach* und Sendinblue* sowie GetResponse* aus Polen – mit dem Unterschied, dass die Unternehmen die Einhaltung der DSGVO garantieren. Obendrein punkten die Cloud-Dienste mit einer ausgefeilten und flexiblen Automatisierung sowie der Anbindung an unzählige Shop- und Content-Management-Systeme. Welchem der Dienste man den Vorzug gibt, hängt von den eigenen Anforderungen ab.

Wer keine derart flexible Automatisierung benötigt, kann einen Blick auf den Konkurrenten Rapidmail* werfen. Seine zahlreiche Vorlagen und Fotos führen Einsteiger schnell zum Ziel, der Editor könnte jedoch noch etwas einfacher zu bedienen sein.

Gegenüber dem Funktionsumfang der Konkurrenz kann Steady nicht mithalten. Dafür ist die Bedienung simpel, zudem lässt sich der Newsletter einfach monetarisieren. Wer seinen Newsletter bei anderen Cloud-Diensten kostenpflichtig anbieten möchte, muss dort erst noch einen entsprechenden Abrechnungsdienst vorschalten. Steady richtet sich mit seinem Angebot allerdings vorwiegend an Publizisten beziehungsweise Selbstständige.


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