Hostinger VPS im Test: Leistungsstarke virtuelle Server zum fairen Preis
Unsere Erfahrungen mit Hostinger VPS
| 💡 Das Wichtigste in Kürze |
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Hostinger* ist längst eine feste Größe in Sachen Webhosting: Mit seiner flotten weltweiten Server-Infrastruktur, seinen günstigen Tarifen und seiner hohen Geschwindigkeit hat sich der Dienst mittlerweile einen Namen gemacht. Unter anderem haben die Litauer auch Virtuelle Private Server (VPS) im Angebot. Diese bieten nicht bloß die Leistung eines Webservers zu niedrigen Kosten, sondern sind auch deutlich flexibler als reguläres Webhosting.
Was ist ein VPS?
Bei einem VPS laufen virtuelle Maschinen auf einer Server-Infrastruktur, etwa einem Rechenzentrum. Im Fall von Hostinger laufen die virtuellen Server innerhalb der gut ausgebauten Cloud-Infrastruktur. Ein flexibler Server im Server sozusagen, der deutlich leistungsfähiger als klassisches Webhosting ist.
Ein solcher VPS verhält sich in den meisten Fällen wie ein echter, klassischer Webserver – nur eben als Software, die dynamisch auf die Ressourcen eines Rechenzentrums beziehungsweise einer Cloud zurückgreift. Das drückt die Kosten gegenüber einem physischen Server deutlich und lässt sich bei Bedarf einfach skalieren. Ansonsten verhält sich ein VPS aber wie ein klassischer Server – und eignet sich somit für eine größere Zahl an Anwendungen als ein reines Hosting-Angebot.
Abgestufte VPS-Tarife ohne Managed Hosting
Hostinger bietet insgesamt vier VPS-Ausbaustufen an, da es sich um Server handelt, die die in Linux eingebaute Virtualisierung KVM verwenden. Dadurch verhält sich ein solcher VPS wie ein echter Server. Das einfachste „Modell“ – Hostinger KVM 1 mit einem vCPU-Kern, 4 GB RAM, 50 GB Speicher und 4 Terabyte Bandbreite ist bereits ab 13,99 € pro Monat zu haben.
In diesem Test haben wir KVM 8 – die vierte und höchste Ausbaustufe – unter die Lupe genommen: Sie greift auf 8 vCPUs zurück, hat 32 Gigabyte RAM zur Verfügung und einen Speicher von 400 Gigabyte. 32 TB monatliche Datenübertragung sind auch für große Projekte mehr als genug. Dieses Paket kostet regulär 59,99 € pro Monat, wie immer rabattiert Hostinger Neukunden aber massiv und je nach Laufzeit mit bis zu 67 Prozent. Hostinger* bietet ausschließlich reine VPS-Systeme an, keine Managed VPS. Der Kunde muss sich also selbst um Set-up, Wartung, Pflege und Datensicherungen kümmern.
Hostinger bietet eine große Auswahl an vorkonfigurierten Anwendungen.
(Bild: Screenshot)
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Einrichten des VPS
Funktional sind die VPS-Ausbaustufen alle identisch. Sie greifen auf AMD-Epyc-Prozessoren, NVMe-SSDs und Gigabit-Netzwerk in den Hostinger-Rechenzentren zurück. Dadurch gibt es auch seitens Hostinger einige Sicherheitsfeatures, darunter eine Firewall mit DDoS-Schutz, regelmäßige System-Backups und Snapshots.
Die erste Einrichtung des Hostinger-VPS ist kinderleicht: Hostinger hat eine sehr übersichtliche Benutzerführung, um den virtuellen Server in Betrieb zu nehmen. Zunächst muss der Standort gewählt werden – hier ist „Deutschland“ in der Regel sinnvoll, auch wenn es Standorte überall auf der Welt gibt. Anschließend muss ein Betriebssystem gewählt werden. Hostinger bietet hier in drei Tabs „Einfaches Betriebssystem“, „Betriebssystem mit Panel“ und „Anwendung“ an.
Hostinger bietet eine Reihe von Standorten weltweit für den VPS an.
(Bild: Screenshot)
Linux, CloudPanel oder Plesk
Je nach Einsatzzweck bietet sich wahlweise ein pures Linux, ein System mit Panel oder eben direkt die Anwendung an: Im Test haben wir uns für CloudPanel auf Basis von Ubuntu 20.04 entschieden. Der Vorteil eines Linux mit Server-Panels ist, dass sich über das Panel recht einfach Anwendungen auf dem Server aufsetzen lassen. Plesk ist hier zwar vielerorts der Quasi-Standard, kostet aber zusätzliche Lizenzgebühren. CloudPanel ist eine kostenlose Alternative.
Je nach Software – hier Plesk – können zusätzliche Lizenzgebühren anfallen.
(Bild: Screenshot)
Diese Entscheidung kann übrigens jederzeit – wie auch der Serverstandort – geändert werden. Aber Vorsicht: Bei einer solchen Änderung wird der Server komplett neu aufgesetzt, alle Daten gehen dabei verloren. Wer diesen Schritt wagt, sollte vorher alle Daten des virtuellen Servers sichern. Genau deshalb ist es für User wichtig, sich vorab ein paar Gedanken zur Nutzung zu machen.
Gelungene Bedienung und Verwaltung
Gut gelöst ist Hostingers übersichtliche Oberfläche: Jeder VPS erhält eine vollwertige IPv4-Adresse sowie eine IPv6-Adresse, über die er künftig erreichbar ist. Der Server ist, wie bei den meisten VPS-Hostern, direkt über Hostingers hPanel-Kundensystem steuerbar. Kommandozeile, Neustart, Neuinstallation und Ähnliches bleiben also jederzeit erreichbar, auch wenn das Linux auf dem Server abgestürzt sein sollte oder der VPS aus anderen Gründen Probleme verursacht. Praktisch: Hostinger zeigt sehr übersichtlich alle aktuellen Daten des Servers im hPanel an, darunter die CPU-Auslastung, Speichernutzung von RAM und SSD und den Traffic. Zudem können von hier aus Sicherheitsoptionen wie Snapshots, Firewall und Malware-Scanner verwaltet werden. Für Profis gibt es zudem einen Hostinger-API-Zugriff.
Besonders interessant sind Panel-Installationen für den Server.
(Bild: Screenshot)
Alle weiteren Funktionen werden über das auf dem Server installierte Betriebssystem verwendet – auch das ist üblich bei VPS-Hosting. Wer sich für eine Panel-Lösung wie Plesk oder CloudPanel entscheidet, kann von hier aus nun Web-Software auf dem Server installieren. Alternativ kann der Server natürlich jederzeit per Kommandozeile gesteuert werden, denn auch die Panel-Lösungen haben einen Linux-Unterbau.
Wie bei jedem Server kann das via SSH-Zugang von jedem anderen System aus erfolgen, alternativ über Hostingers hPanel-Kommandozeile. Eigentümer des Servers haben natürlich Root-Zugriff: Dadurch gibt es keinerlei Beschränkungen, welche Art von Software auf dem System installiert werden kann, wodurch Anwender aber auch für die Pflege und Sicherheitsupdates zuständig sind. Linux-Kenntnisse sind demnach Voraussetzung.
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Website erstellen und Domain umlegen
Wer seinen VPS als Leistungs-Update nutzen möchte, weil reguläres Hosting zu eng geworden ist, kann mithilfe des auf dem Server installierten Betriebssystems (oder Panels) anschließend die benötigte Web-Software aufsetzen: Wer sich für ein Linux mit Plesk, CloudPanel oder einem anderen Serververwaltungssystem entscheidet, hat auch gleich den LAMP-Stack an Bord, kann den Server also direkt als Webserver einsetzen und zum Beispiel WordPress installieren. Dienste wie E-Mail-Konten können wahlweise über Hostinger oder direkt über den Server laufen: Dann müssen User die entsprechende Software installieren.
Anders als beim Webhosting muss bei einem VPS zusätzlich eine Domain angeschafft werden. Bestehende Domains aus alten Hosting-Verträgen bei Hostinger können übernommen werden. Alternativ ist eine Extra-Domain notwendig, die je nach Top-Level-Domain die üblichen jährlichen Gebühren* kostet. Das Umlegen der Domain auf den Server beziehungsweise auf eine Software auf dem Server lässt sich bequem über das hPanel bewerkstelligen: Hostinger liefert eine genaue Anleitung dafür. Zusätzlich bietet Hostinger einen KI-Assistenten, der User bei vielen typischen Wartungsaufgaben unterstützt.
Jederzeit alles im Blick – und im Griff: Hostingers hPanel ist eine tolle Lösung für die VPS-Verwaltung.
(Bild: Screenshot)
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Sicherheitsnetze satt
Im Betrieb ist der Hostinger-VPS damit im besten Sinne unauffällig: Die Leistung stimmt, Wartungsarbeiten können jederzeit über das hPanel oder über SSH ausgeführt werden. Nach aufwendigen Software-Installationen oder bei Schwierigkeiten lässt sich jederzeit ein Neustart ausführen.
Praktisch ist im Fall der Fälle auch der Notfall-Assistent: Er kann dabei helfen, Daten von einem zerschossenen Server-Betriebssystem zu retten. Das sollte im Idealfall zwar nicht passieren, doch weniger erfahrene Nutzer erhalten dadurch ein Sicherheitsnetz, um Daten zu retten. In solch einem Fall kann aber auch die Snapshot-Funktion helfen, um einen älteren Status wiederherzustellen. Gegen eine zusätzliche Gebühr von 22,99 € pro Monat bietet Hostinger zudem einen zusätzlichen Backup-Service an, der den Server täglich sichert und die Datenwiederherstellung erleichtert.
Der vServer kann direkt im Browser per Terminal verwaltet werden.
(Bild: Screenshot)
Höherer Preis aufgrund zugesicherter Hardware
Unrabattierte 59,99 € pro Monat für einen 8-Kern-Server mit 32 GB RAM und 400 GB Speicher wirken im Vergleich zu manch anderen Anbietern regelrecht teuer. Hostinger setzt dafür jedoch auf exklusive Hardware-Ressourcen, was eine gleichbleibende Leistung sicherstellt. Günstigere Anbieter überprovisionieren hingegen etwa physische CPUs oder physischen RAM, wodurch es bei Lastspitzen zu Leistungseinbrüchen kommen kann. Gut erkennbar ist dieses Tarifmodell übrigens beim Mitbewerber Hetzner: Shared vCPU-Tarife sind deutlich günstiger als solche mit dedizierter CPU. Letztere bewegen sich auch bei Hetzner im Preisrahmen von Hostinger. Der „hohe“ Preis hat also einen realen Gegenwert: Gleichbleibende Leistung auch unter Last – was je nach Anwendung essenziell sein kann.
Fazit: Hervorragender VPS, wenn auch nicht ganz preiswert
Die leistungsstarke und übersichtliche hPanel-Verwaltungsoberfläche sowie die mitgelieferten Sicherheitsfunktionen sind gute Gründe, einen virtuellen Server bei Hostinger zu mieten. Der höhere Preis zum Mitbewerb ist durch die exklusiven Ressourcen gerechtfertigt. Als sehr rundes und trotz der komplexen Thematik Serververwaltung relativ einsteigerfreundliches Gesamtpaket ist Hostinger daher eine gute Wahl für einen VPS.
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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team
Weiterlesen: VPS-Hosting: Anbieter für virtuelle private Server im Vergleich
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