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Steuersoftware: Die besten Programme für die Steuererklärung

Die Steuererklärung ganz einfach selbst erledigen

Mit Steuersoftware erledigen Sie die jährliche Steuererklärung bequem und kostensparend am eigenen Rechner. Sie sollten aber vorher das passende Programm auswählen. Wir zeigen, welche Lösungen sich für wen eignen.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Ob jemand zu einer Steuererklärung verpflichtet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa ob er gleichzeitig Arbeitslohn von mehreren Arbeitgebern bezog.
  • Die Steuererklärung für das Vorjahr muss bis spätestens 31. Juli des nachfolgenden Jahres eingereicht werden, in diesem Jahr also bis zum 31. Juli 2021.
  • Wer bislang keine Steuererklärung eingereicht hat, kann diese rückwirkend abgeben. Dafür haben freiwillig Einreichende eine Frist von vier Jahren.
  • Welche Steuersoftware am besten geeignet ist, richtet sich vor allem nach der Berufsgruppe sowie der Komplexität der Steuererklärung.
  • Zur Liste: ➤ Steuer-Programme im Vergleich

Die jährliche Abgabe der Steuererklärung ist für die meisten Menschen eine eher unangenehme Angelegenheit. Dabei können gerade Angestellte dadurch möglicherweise den ein oder anderen Euro zurück erhalten. Grundsätzlich ist das natürlich auch mit dem ELSTER-System (Apronym für „Elektronische Steuer-Erklärung“) der Bundesregierung möglich, das wohl nicht ganz zufällig so heißt wie ein diebischer Vogel. Allerdings ist Mein ELSTER nicht gerade benutzerfreundlich und gibt vor allem keine Tipps, wo sich Steuern sparen lassen. Genau hier setzt Steuersoftware an: Sie hilft mittels Assistenten und Hinweisen dabei, die Felder korrekt auszufüllen und gibt gegebenenfalls auch Tipps, wo noch steuerlich absetzbare Ausgaben zu finden sind, an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben.

Benutzerfreundlich und kostensparend

Dabei setzen Steuer-Programme im Gegensatz zu den Formularen der Finanzämter auf hohe Benutzerfreundlichkeit. Sie helfen dem Nutzer, sich im Dickicht der Steuerregelungen zurecht zu finden. Je nach Programm kann dabei nicht nur die Einkommenssteuer oder der Lohnsteuer-Jahresausgleich für Angestellte berechnet werden, sondern auch die Gewerbesteuer und Umsatzsteuer für Selbstständige und Unternehmer. Anschließend übermitteln die Programme die Erklärung samt Belegen auf Wunsch an das zuständige Finanzamt. So kann eine Steuer-Software die nicht unerheblichen Kosten für einen Steuerberater teilweise oder sogar vollständig vermeiden. Zudem kann der zumeist recht moderate, dafür aber jährlich anfallende Kaufpreis für die Software auch selbst von der Steuer abgesetzt werden.

Eines der beliebtesten Online-Tools zum Erstellen und Abgeben der Steuererklärung ist smartsteuer. Es ist einfach zu bedienen und leicht verständlich. (Bild: Christian Rentrop)

Steuersoftware in der Übersicht

Wir stellen Ihnen im Folgenden einige Programme vor, die bei der jährlichen Steuerklärung helfen. Im Anschluss betrachten wir, worauf verschiedene Personengruppen bei der Auswahl ihrer Steuersoftware achten sollten und geben darauf abgestimmte Programmempfehlungen.

  • Die Steuersoftware smartsteuer* gilt als eines der besten Steuer-Programme auf dem Markt. Wie viele Mitbewerber ist sie ausschließlich online im Browser verfügbar, was den Vorteil hat, dass alle Betriebssysteme unterstützt werden. Smartsteuer hilft nicht nur Arbeitnehmern, sondern auch Selbstständigen, Gewerbetreibenden und Rentnern mit Tipps und Tricks bei der Steuererklärung. Das Programm wirbt damit, dass Kunden im Schnitt weniger als 60 Minuten für die Steuererklärung benötigen. Schön gelöst: Der Kaufpreis von 34,99 Euro wird erst fällig, wenn die Erklärung tatsächlich abgegeben werden soll und gilt dann für bis zu fünf Steuererklärungen. Dadurch können Anwender es ausgiebig testen.

    Spartipp: Mit dem Gutscheincode HEISE erhalten Sie einen Exklusiv-Rabatt von 20%* auf alle Steuererklärungen von 2016 bis 2020.

  • Wenn in Deutschland von Steuersoftware die Rede ist, fällt in aller Regel sofort der Name WISO-Steuer*. Das liegt daran, dass der Hersteller Buhl Data bereits seit Jahrzehnten auf dem Markt tätig ist und das Produkt intensiv bewirbt. WISO Steuer ist traditionell als Desktop-Software für Windows (WISO Steuer-Sparbuch) oder MacOS (WISO Steuer-Mac) zu haben, inzwischen gibt es aber mit WISO Steuer-Web auch eine Browser-Version. WISO bietet umfangreiche Steuer-Spar-Tipps, regelmäßige Updates, ruft Daten automatisch vom Finanzamt ab, füllt Formulare gegebenfalls automatisch aus und hilft bei der Archivierung von Steuerbelegen. Es ist somit eine umfassende Lösung für alle Steuerpflichtigen. Die Windows- und Browser-Version sind ab 29,95 Euro im Abonnement zu haben, die Mac-Version kostet 39,95 Euro. Mit allen Editionen kann der Nutzer bis zu fünf Steuererklärungen einreichen.
  • Das ebenfalls von Buhl Data stammende tax* richtet sich an Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre, die es puristischer mögen und lediglich eine einzelne Einkommensquelle aufweisen. Die Software unterstützt dennoch alle Formulare und Einkunftsarten und führt mit einem Assistenten, dem tax-Lotsen, durch die Steuererklärung. Mit einem Preis von 12,95 Euro für bis zu 5 Abgaben ist tax die preisgünstigste Lösung im Vergleich. Wie auch beim großen Bruder ist die Testversion zeitlich uneingeschränkt nutzbar; lediglich die Formularvorschau, der Ausdruck und die Abgabe der Steuererklärung sind so lange gesperrt, bis das Programm kostenpflichtig freigeschaltet wird.
  • Auch Lexware führt zwei Lösungen ins Feld: Quicksteuer mit einem Preis von 14,99 Euro ist dabei die „schnelle“ Lösung für Anwender, die keine all zu komplexen Steuererklärungen benötigen. Der Vorteil ist die Schnelligkeit und Einfachheit, zumal auch dieses Tool die Informationen automatisch ans Finanzamt übermitteln kann. Der 29,90 Euro teure Taxman ist der „große Bruder“, der auch die Bearbeitung komplexer Steuerkonstrukte – etwa bei Unternehmern – ermöglicht. Das Programm hilft mit videogestützten Interviews und umfassender Plausibilitätsprüfung sowie zahlreichen Eingabehilfen.
  • SteuerFuchs ist eine reine Online-Steuersoftware, die bei der Steuererklärung hilft. Das Programm arbeitet im Webbrowser und ist damit für alle Betriebssysteme geeignet, zudem ist es sehr puristisch und kostengünstig: Wer gerne Formulare im klassischen Stil bearbeitet, ist hier an der richtigen Adresse, erhält aber durch die Software Unterstützung. SteuerFuchs wirkt optisch ein wenig veraltet, ist aber technisch auf dem neuesten Stand. Bezahlt wird erst bei Übermittlung der Daten, daher lässt sich SteuerFuchs genau wie smartsteuer ausgiebig testen, ehe Kosten anfallen. Anders als bei den Mitkonkurrenten wird der Betrag von 14,95 Euro jedoch für jede einzelne Steuererklärung fällig.
💡 Gratis für Kurzarbeiter und Arbeitslose
  • Wer im Jahr 2020 Kurzarbeitergeld erhalten hat, ist gesetzlich verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen, die jedoch wesentlich kürzer ausfallen kann.
  • Einige Anbieter veringern in diesem Fall ihre Gebühr, darunter steuersteuer (9,99 Euro).
  • Die Steuer-App Taxfix* bietet die Steuererklärung für alle, die 2020 in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit geraten sind, bis zum 31. März 2021 völlig kostenfrei an.
  • Nutzer, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind und deren Erstattung unter 50 Euro liegt, können die App ebenfalls kostenlos nutzen.

Steuererklärung kostenlos erstellen?

Die Kosten für Steuer-Programme sind nicht hoch, fallen allerdings jährlich an. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um eine Browser-Software oder ein lokales Programm handelt. Das ist auch nachvollziehbar: Schließlich müssen die Entwickler von Steuersoftware Steuerregelungen und -gesetzgebung im Auge behalten und in der Software umsetzen. Kostenlose Steuersoftware gibt es daher nicht. Bei Wiso kann man jedoch durch ein entsprechendes Abonnement die Kosten etwas geringer halten. Wer keine Lust hat, Geld für die Steuererklärung auszugeben, kann auf den Online-Dienst von ELSTER zurückgreifen: Hier gibt es mit „Mein ELSTER“ als Nachfolger von ELSTER Formular eine Steuer-Software für den Webbrowser, die allerdings vergleichsweise wenig hilfreich ist und gewisse Kenntnisse der Materie voraussetzt. Anders als die kommerziellen Steuerprogramme ist Mein ELSTER naturgemäß auch nicht darauf ausgerichtet, Steuerersparnis zu generieren: Es geht darum, die Steuererklärung abzugeben. Daher ist die Nutzung von Mein ELSTER nur erfahrenen Anwendern zu empfehlen. Das Geld für ein kommerzielles Produkt ist gut investiert.

Nichts für Anfänger: Steuertipps oder eine Warnung bei fehlenden oder unplausiblen Angaben gibt MeinELSTER nicht. (Bild: Christian Rentrop)


Steuersoftware für Studenten und Auszubildende

Auszubildende und Studenten besitzen in aller Regel geringe Einkünfte und hohe Ausgaben bei wenig komplexer Einkommenssituation. Natürlich nur, wenn sie nicht noch nebenher als Youtuber oder Blogger ein Gewerbe betreiben oder anderweitig selbstständig sind. Junge Leute sollten deshalb danach schauen, ein Programm zu verwenden, das einerseits einfach zu bedienen ist und andererseits bei der Steuererklärung hilft. Hierfür sind sowohl die kostengünstigen Tools wie tax oder Quicksteuer als auch die Online-Tools SteuerFuchs oder smartsteuer geeignet. Eine für Studenten gemachte Online-Version bietet wundertax an. Diese ist speziell auf die Bedürfnisse von Studenten ausgerichtet, kostet allerdings bei Abgabe der Erklärung stolze 34,95 Euro.

Steuersoftware für angestellte Arbeitnehmer und Beamte

Grundsätzlich eignet sich jedes Steuerprogramm für angestellte Arbeitnehmer und Beamte, schließlich ist das angestellte Beschäftigungsverhältnis der „Standard“ in Deutschland. Hier reichen einfache Programme wie tax von Buhl Data, SteuerFuchs oder Mein ELSTER. Eine etwas versiertere Auswahl der Programme wird sinnvoll, wenn neben der Festanstellung noch weitere Einkommensquellen bestehen: Einnahmen aus Vermietungen, Nebentätigkeiten oder gar einem zusätzlichen Gewerbe können die Steuererklärung schnell komplizieren: Hier ist es sinnvoll, auf eines der umfassenderen Tools wie WISO Steuer-Sparbuch oder Taxman zu setzen.

Wer nur eine Einkommensart hat, für den sind günstige Lösungen wie tax von Buhl Data völlig ausreichend. Das Tool bieten einen Assistenten, der durch die Erklärung führt und Steuer-Tipps gibt. (Bild: Florian Papenfuß)

Steuersoftware für Selbstständige, Gewerbetreibende und Freiberufler

Was für Angestellte mit Nebeneinkünften gilt, gilt für Selbstständige erst recht: Hier können zahlreiche Kleinigkeiten abgesetzt werden, zudem gibt es reihenweise Steuerpauschalen, die unter verschiedenen Bedingungen angesetzt werden können. Dinge wie Dienstwagen, Leasingverträge für Geräte und AfA-Abschreibungsfristen sorgen für eine gewisse Unübersichtlichkeit, hinzu kommen Umsatzsteuer- und gegebenenfalls Gewerbesteuererklärung. Kurzum: Jeder Selbstständige tut sich einen Gefallen, wenn er zu einer Steuersoftware greift, die all diese Faktoren berücksichtigt und beim Steuersparen hilft. Deshalb sind hier vor allem WISO Steuer und Taxman sinnvolle Programme.

Steuersoftware für Familien

Egal ob angestellt oder selbstständig: Wenn mehrere Personen in der Familie Geld verdienen, wird die Steuererklärung nicht selten komplex. Es ist daher sinnvoll, Programme zu verwenden, die einerseits Szenarien wie den angestellten Vater, die selbstständige Mutter und die studierende Tochter im Haushalt berücksichtigen. Außerdem sollte das Steuerprogramm mehrere Steuererklärungen pro Jahr berücksichtigen. Das ist nicht bei allen Programmen der Fall: Bei einigen Online-Steuerprogrammen wird pro Steuererklärung gezahlt. Daher bietet sich hier eine Desktop-Lösung wie Taxman oder WISO Steuer an.

Die WISO-Produkte WISO Steuer-Web, WISO Steuer-Sparbuch und WISO Steuer-Mac bieten den größten Funktionsumfang und sind somit auch für komplexe Steuererklärungen, etwa von Unternehmern geeignet. Anhand eines Interviews werden Nutzer Schritt für Schritt durch alle Punkte geführt, zu denen es jeweils ausführliche Tipps und Erklärungen gibt. (Bild: Christian Rentrop)

Steuersoftware für Rentner

Viele Senioren besitzen neben der Rente noch andere Einkommensquellen, seien es Versorgungswerke, Betriebsrenten oder vermietete Immobilien. Nicht selten sind auch Beratertätigkeiten auf Honorarbasis. Wer nur Rente bezieht, dürfte mit Mein ELSTER oder den preiswerten Tools tax, QuickSteuer und SteuerFuchs schnell und souverän durch die Steuererklärung kommen. Senioren, die Immobilien besitzen, zusätzlich noch selbstständig sind oder ein kleines Gewerbe betreiben, sollten sich hingegen nicht lumpen lassen und dementsprechend zu umfassenden Tools wie WISO Steuer oder Taxman greifen: Letzteres gibt es auch in einer speziellen Version für Rentner.

Auch wenn die Oberfläche von SteuerFuchs im Vergleich zur Konkurrenz etwas altbacken wirkt, bietet auch dieses Online-Tool einen einfachen Einstieg in die Welt der Steuererklärung und ist somit sowohl für Neulinge als auch Profis geeignet. (Bild: Christian Rentrop)


Steuererklärung: die richtige Software schützt vor Fehlern

Grundsätzlich sind die Software-Tools für die Steuererklärung im Grunde recht ähnlich: Einerseits sind sie jährlich neu zu bezahlen, andererseits helfen die meisten Steuerprogramme mit Video-Interviews oder umfangreichen Erklärungs- und Hilfetexten dabei, die Steuererklärung zu verfassen. Reißerische Werbeversprechen wie „5000 Euro gespart“ können Anwender aber ignorieren: Hier kommt es auf den Einzelfall an und natürlich kann es auch zu Nachzahlungen kommen. Wichtiger ist, dass die Software selbst den Bedürfnissen des Anwenders gerecht wird. Und hier entscheidet neben dem Geschmack auch die Preisklasse. Denn bei Steuersoftware gilt tatsächlich oft: je teurer, desto hilfreicher. Auf die persönliche Steuerlast hat das aber nur insofern Auswirkung, als dass kluge Hilfetexte möglicherweise noch eine Option steuerlicher Absetzbarkeit finden, die der Anwender sonst ignoriert oder vergessen hätte.


Fazit: Steuersoftware ist kein Muss, spart aber Zeit und Geld

Grundsätzlich sind Steuerprogramme eine Möglichkeit, Zeit und Geld zu sparen: Einerseits, weil sie auf die potentielle Absetzbarkeit von Ausgaben hinweisen. Andererseits, weil sie natürlich den Steuerberater sparen. Doch es gibt noch einen weiteren Grund, die rund 30 Euro für ein Steuer-Programm zu investieren: Die Steuererklärung kann dank der klugen Assistenten der Programme regelrecht Spaß machen – was man von dem von der Bundesfinanzverwaltung bereitgestellten ELSTER-Lösung nicht gerade behaupten kann. Weil sich Steuerprogramme selbst von der Steuer absetzen lassen, gibt es also eigentlich keinen Grund, sie nicht zu verwenden.

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Redaktion & Aktualisierung des Beitrags: heise Download-Team

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