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Ubigi im Test: Praktischer Datenservice für die Weltreise

Unsere Erfahrungen mit dem eSIM-Service von Ubigi

Eine Reise-eSIM ist die ideale Wahl, wenn das mobile Datenvolumen im Urlaub kurzfristig erhöht werden muss – oder wenn die Reise außerhalb der EU stattfindet. Der Anbieter Ubigi verspricht reibungsloses und preiswertes Internet auf Auslandsreisen. Wir haben den Dienst getestet.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Der eSIM-Dienst Ubigi bietet flexible Datenpakete, um hohe Roaming-Gebühren oder Mobilfunk-Einschränkungen im Ausland zu umgehen.
  • Es wird selbst für mehrere Ländertarife gleichzeitig nur ein einziger eSIM-Slot belegt. Der lässt sich weltweit nutzen und sogar ohne Internetverbindung mit Tarifen bespielen.
  • Der Dienst erlaubt uneingeschränktes Tethering (Hotspots) für andere Geräte und bietet ein Mini-VPN („Home-IP“), um Geosperren im Ausland zu umgehen.
  • Ubigi punktet im Test mit guter Netzabdeckung (inklusive 5G), unkompliziertem Nachladen von Daten und der Option, die eSIM auf andere Geräte zu übertragen.
  • Mit dem exklusiven Gutscheincode HEISE10 gewährt Ubigi einen Rabatt von 10 % auf alle Pläne.
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Der Strandurlaub in der Türkei, der Camping-Trip nach Norwegen, der Wanderurlaub in der Schweiz oder der Tauchurlaub am Roten Meer haben eines gemeinsam: Wer hier mobile Daten nutzen will, hat ein Problem. Denn keines dieser Urlaubsziele ist Teil der europäischen Union – und damit vom praktischen EU-Roaming, das seit 2017 in Kraft ist, ausgeschlossen. Wer seinen normalen Datentarif hier nutzt, muss oft tief in die Tasche greifen.

Zum Glück gibt es inzwischen eine Vielzahl sogenannter Reise-eSIM-Anbieter: Gegen einen relativ Obulus können Reisende hier ein zeitlich befristetes Datenkontingent auf jedem Kontinent buchen. Das kann sich auch innerhalb der EU lohnen, etwa, wenn absehbar ist, dass am Urlaubsort kein oder nur schlechtes WLAN vorhanden ist und der Mobilfunk-Vertrag nicht kurzfristig geändert werden kann oder soll.

Ein Anbieter von Reise-eSIMs ist Ubigi*, den wir in diesem Beitrag genauer unter die Lupe nehmen. Die mit einem Stilfilter belegten Bilder auf der Startseite sollten Nutzer nicht abschrecken: Der Dienst ist nicht nur seriös, sondern auch ausgesprochen praktisch. Er deckt die meisten Länder der Welt ab*, sowohl einzeln als auch in praktischen Kontinent-Paketen für Afrika, Asien, Europa, Ozeanien oder natürlich die beiden Amerikas. Dabei hat der Dienst attraktive Datenpakete im Angebot.


Tarif-Buchung per App

Wer sich für Ubigi entscheidet, kann den passenden Tarif über die Ubigi-App für iPhone- oder Android-Smartphones buchen. Dazu müssen Kunden zunächst ein Benutzerkonto anlegen. Anschließend können Nutzer aus einer Vielzahl von Tarifen für das gewünschte Reiseziel wählen. Ubigi bietet dabei für jedes Reiseziel eine Vielzahl von Tarifoptionen an: Von günstigen kleinen und mittleren Gigabyte-Kontingenten bis zur Tages-, Wochen- oder Monats-Flatrate gibt es für jeden das passende Angebot. Die richtige Auswahl wird durch die Fülle der Optionen natürlich ein wenig erschwert. Tarife lassen sich aber jederzeit nachladen. Überdies besteht die Möglichkeit, den gewünschten Datentarif auch direkt über die Website zu erwerben und diesen später in der App zu aktivieren. Zudem haben Nutzer sechs Monate Zeit, den Datentarif zu nutzen; die Gültigkeitsdauer beginnt erst am Reiseziel. Die Installation kann also bereits im Vorfeld erfolgen, ohne dass dabei Gültigkeitstage „verloren gehen“.

Um die Auswahl zu erleichtern: Wer (ohne WLAN!) oft unterwegs ist, im Ausland navigieren, surfen, Fotos und Videos hoch- und herunterladen möchte, sollte pro Urlaubswoche mindestens zehn Gigabyte Datenvolumen einplanen. Wer hingegen hauptsächlich im Hotel ist, kommt in der Regel mit einem kleineren Kontingent als „Daten-Backup“ für Strand, Supermarkt und Ausflug aus, um schnell etwas im Internet nachzuschauen.

Das Dashboard zeigt, wie viel Volumen noch übrig ist und wie lange der Tarif noch gilt.

(Bild: Screenshot)

Abhängig vom Zielland kann es zudem sein, dass Datentarife günstiger oder teurer sind. So kosten 10 Gigabyte für 30 Tage in der Schweiz einmalig 11 €, in der Türkei 12 € und für die USA sogar 14 €. Für kürzere Reisen gibt es aber auch günstigere 7-Tages-Pakete. Praktisch dabei: Ubigi verspricht, dass die Buchung via Ubigi-App auch ohne bestehende Mobil-Datenverbindung und ohne WLAN funktioniert: Wer die EU verlässt, sollte, bevor er ins Flugzeug steigt, ohnehin Mobil-Roaming ausschalten, um die überhöhten Datenkosten im Nicht-EU-Ausland zu vermeiden.

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Praktisch: Nur eine eSIM – und uneingeschränktes Tethering

Möglich wird das, weil Ubigi-Nutzer nur eine einzelne feste eSIM bekommen. Die wird anschließend bei Bedarf mit dem passenden Datentarif für das gewünschte Reiseziel betankt. Das hat den großen Vorteil, dass der lästige eSIM-Wechsel beziehungsweise die Umstellung entfällt. Und: Diese eSIM macht es möglich, bequem bei Ankunft am Reiseziel den passenden Tarif über die Ubigi-App zu buchen: Denn die stellt für die Buchung das nötige Kontingent zur Verfügung. Allerdings muss die eSIM dazu natürlich installiert sein.

Praktisch ist auch, dass der Anbieter uneingeschränktes Tethering an allen Reisezielen erlaubt: Das bedeutet, dass mit der Mobil-Hotspot-Funktion des Handys alle anderen Geräte wie Tablet oder Notebook bequem auf den Reise-Datentarif zugreifen können und für diese Geräte keine zusätzliche eSIM gebucht werden muss. Außerdem ist die eSIM-Nutzung bei den meisten Notebooks, Tablets oder auch Kameras ohnehin nicht vorgesehen: Mit einem aktiven Ubigi-Tarif gehen diese Geräte bequem über das Smartphone online! Das macht Ubigi auch zu einer interessanten Alternative für Business-Nutzer oder Travel-Blogger mit großem Gerätepark.

Eine eSIM, viele Tarife – das ist praktisch und einfach zu handhaben.

(Bild: Screenshot)


Mini-VPN an Bord

Ein weiteres praktisches Feature von Ubigi ist die Möglichkeit, eine „Home-IP“ festzulegen. Das ist so eine Art Spar-VPN*, das direkt in der Ubigi-App integriert ist. Nutzer können dadurch immer surfen, als wären sie in Ihrem Heimatland unterwegs. Wozu ist das sinnvoll? Nun: Viele beliebte Urlaubsländer außerhalb der EU sind autokratisch – etwa die Türkei, Thailand oder Indonesien – und sperren im großen Stil Websites oder Newsportale. Zudem setzen Content-Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime, aber auch viele Sport- oder öffentlich-rechtliche Sender aus lizenzrechtlichen Gründen auf Content-Sperren oder lokale Anpassungen für ausländische Nutzer.

Beides wird über die IP-Adresse geregelt, anhand der sich der Standort des Nutzers bestimmen lässt. Wer also regulär – etwa per WLAN oder Mobilfunk – in der Türkei unterwegs ist, bekommt auch „türkisches Internet“ und „türkisches Netflix“, mit allen Nachteilen für deutsche Nutzer. Ubigis Home-IP regelt das sehr elegant: Daten werden innerhalb des Ubigi-Dienstes mit einer deutschen IP-Adresse versehen, ähnlich wie ein VPN. Content-Anbieter sehen also eine deutsche IP-Adresse und liefern den Content entsprechend aus. Ubigi verspricht, dass dieses Feature verzögerungsfrei funktioniert. Als „Fire-and-forget“-Feature bleibt es, einmal aktiviert, an, bis die Einstellung wieder geändert wird. In der Praxis konnten wir bei Aktivierung des Features im In- und Ausland allerdings eine kleine Verzögerung bei manchen Websites feststellen: Das kann damit zusammenhängen, dass Daten zur Änderung der IP-Adresse über ein Relay geschickt werden müssen.

Nach Hause telefonieren: Auf Wunsch kann das Internet bei Ubigi wie zuhause genutzt werden.

(Bild: Screenshot)

In der Praxis ist das aber keine Einschränkung: Die Daten kommen trotzdem flott, aber natürlich stark abhängig vom jeweiligen Provider und seiner Netzabdeckung. In Deutschland greift Ubigi auf das Telefonica-Netz zurück, das sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. In anderen Ländern kommen jedoch andere lokale Anbieter zum Einsatz*. Der Empfang entspricht natürlich der Netzabdeckung des jeweiligen Mobilfunknetzes, auch Ubigi kann natürlich keine Wunder bewirken. Ist ein Netz schlecht oder ein Standort schlecht abgedeckt, schlägt sich das natürlich auch auf die Ubigi-Datenverbindung nieder, die dann ebenfalls nicht gut ist. Die Auswahl der Provider ist, wie so oft bei eSIM-Diensten, durchmischt und geprägt von Netzen, die günstige Angebote für Wiederverkäufer haben. Allerdings verspricht Ubigi 5G-Anbindung, wo immer möglich. Laut eigenen Aussagen fungiert Ubigi als vollwertiger MVNO und schließt somit direkte Partnerschaften mit lokalen Netzbetreibern ab. Zudem verfügt es über eine große Anzahl an 5G-Netzwerken – mehr als 80 an der Zahl.

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Ubigi in der Praxis: Absolut problemlose Nutzung

Im Test zeigte sich Ubigi sehr kundenfreundlich: Die Einrichtung der App ist ein Kinderspiel, allerdings muss zunächst, wie bei allen Anbietern, ein Kundenkonto eröffnet werden. Anschließend kann die eSIM aktiviert und der gewünschte Mobilfunktarif für das Zielland gekauft werden. Alle gängigen internationalen Zahlungsmethoden – Apple-Pay, Google Pay, Kreditkarte oder PayPal – werden unterstützt. Für Nutzer, die regelmäßig ein kleines Kontingent benötigen, kann die eSIM natürlich auch mit monatlichen oder jährlichen Abos betankt werden.

Im Rahmen des Tests haben wir Ubigi im Grenzgebiet zwischen Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg mit dem Europa-Tarif ausprobiert. Der Dienst bucht sich nahtlos ins ausländische Mobilfunknetz ein und liefert dort zuverlässig schnelle Datenverbindungen mit den Anbietern KPN (Niederlande) und Orange (Belgien und Luxemburg).

Selbst fernab der Zivilisation gibt es bei Ubigi oft guten Empfang.

(Bild: Screenshot)

Die Region im Dreieck Maastricht-Clerf-Blankenheim ist insgesamt recht dünn besiedelt, und die Eifel ist als Mittelgebirge im Hinblick auf Mobilfunk-Daten an vielen Stellen schwierig. Wir konnten aber keine Probleme feststellen, vielmehr waren wir über die oft hohen Datenraten auch an entlegenen Stellen überrascht: Das gleichzeitig im Test-iPhone 17 installierte deutsche Vodafone-Netz samt Roaming-Partnern (Proximus/Belgien, Tango/Luxemburg und Vodafone Netherlands) zeigte sich in der traditionell breitbandseitig eher unterversorgten Region ähnlich zuverlässig, allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den Providern: Wo Vodafone versagte, war Ubigi oft deutlich besser verfügbar – und umgekehrt!

Und so förderte die kleine Tour gleich zwei interessante Erkenntnisse zutage: Zum einen, dass die Anbieter offensichtlich – zumindest in dieser Region – inzwischen ordentlich am Netzausbau gefeilt haben. Zudem, und das ist für den Test relevanter, kann Ubigi auch für Europareisende eine interessante Option darstellen. Dann nämlich, wenn der Standard-Provider nicht gut genug abgedeckt ist, was bei entlegenen Ferienhäusern oder auf Campingplätzen schnell der Fall sein kann.

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eSIM kann übertragen werden

Wer die eSIM gelegentlich auf einem anderen Gerät benötigt, muss sich auch keine Sorgen machen, solange das Endgerät mit Android oder iOS/iPadOS betrieben wird: Die eSIM samt Tarif lässt sich jederzeit ganz einfach auf einem neuen Gerät aktivieren. Dazu muss sie nur im „alten“ Gerät gelöscht und über die App auf dem neuen Gerät wieder eingerichtet werden. Sämtliche Tarife bleiben dabei erhalten. Sämtliche, weil Ubiqi es ermöglicht, mehrere Datentarife auf einer eSIM zu buchen, was sich zum Beispiel bei Reisen in Grenzgebieten anbieten kann. Übrigens: Ubigi wird auch von vielen Car-Entertainment-Systemen unterstützt und kann als eSIM für das Auto gebucht werden.

Ubigi bietet viele Tarife für jeden Bedarf.

(Bild: Screenshot)


Fazit: Ein hervorragender Reise-eSIM-Service

Insgesamt macht Ubigi* als Reise-eSIM-Anbieter viel richtig: Eine einzige eSIM für alle Tarife, dazu unbegrenztes Tethering in allen (!) Netzen, die von dem Dienst genutzt werden. Schön ist auch das hoch diversifizierte Angebot an Tarifen – von 1 GByte bis zum unbegrenzten Datenvolumen für viele Länder ist alles dabei: Hier findet jeder das für ihn passende Paket. Praktisch ist die Möglichkeit, bei installierter eSIM auch ohne WLAN einen Tarif buchen zu können. Das Preisniveau ist vergleichbar mit Wettbewerbern wie Holafly, Nomad oder Saily, wobei es abhängig von der Netznutzung je nach Land kleinere Unterschiede geben kann.

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Redaktion & Aktualisierung: heise download-Team

Weiterlesen: eSIM für Urlaub & Reise: Surfen ohne Roaming-Gebühren

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