Sprachen lernen: Online-Sprachkurse
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heise Download Content Team

Vergleich: Online-Sprachkurse für Urlaub und Karriere

Lernangebote für Fremdsprachen in der Übersicht

Das Erlernen einer Sprache nur aus Büchern ist mühsam und nicht sehr praxisnah. Erfolgversprechender sind Online-Sprachkurse: Diese wollen mit didaktischen Kniffen Fremdsprachen einfach und effizient vermitteln - und verfolgen dazu unterschiedliche Ansätze.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Sprachlern-Angebote für PC, Tablet und Smartphone helfen dabei, Sprachen möglichst effektiv zu erlernen. Viele Anbieter verfolgen dazu eigene didaktische Methoden, um optimalen Lernerfolg sicherzustellen.
  • Nicht jedes Konzept ist für jeden Nutzer ideal – hier gilt es, den für den eigenen Geschmack besten Ansatz zu finden.
  • Sie können nicht einschätzen, welcher Ansatz oder Anbieter am besten für Sie funktioniert? Dann probieren Sie die Anbieter einfach aus – die meisten lassen sich gratis testen.
  • Tipp: Wenn Sie Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime nutzen, stehen in der Regel mehrere Sprachfassungen ihrer Lieblingsfilme und -Serien zur Auswahl. Diese ersetzen keinen Sprachkurs, können diesen aber unterhaltsam ergänzen.
  • Zur Liste: ➤ Dienste zum Sprachen lernen im Vergleich

Sprachen lernen ist keine Kunst, sondern erfordert vor allem viel Übung. Eine Fremdsprache ist immer eine Herausforderung und das Erlernen wird umso anspruchsvoller, je weiter die Fremdsprache linguistisch von der Muttersprache entfernt ist: Während das dem Deutschen verwandte Niederländisch oder Englisch Sprachlern-Willigen leicht von der Hand geht, wird es bei romanischen Sprachen wie Französisch und Spanisch schwieriger. Wer sich mit slawischen Sprachen befasst oder gar den Blick Richtung Asien und Afrika wendet, wird spätestens beim Erlernen von Arabisch oder Chinesisch merken, wie erheblich die Unterschiede zwischen den Sprachen sind.

Übung macht auch beim Lernen neuer Sprachen den Meister

Damit die Motivation beim Erlernen einer neuen Sprache erhalten bleibt, sollten sich Hürden und Zeitaufwand in Grenzen halten. Am Ende des Tages macht zwar beim Sprachenlernen Übung den Meister – ein guter Online-Sprachkurs kann Sprachschülern jedoch dabei helfen, Vokabeln und Grammatik einer neuen Sprache möglichst effektiv an PC, Tablet oder Smartphone zu erlernen. Bei welcher Sprache die Programme helfen, bleibt natürlich dem User überlassen: Von Englisch, Französisch und Polnisch bis hin zu exotischen Fremdsprachen gibt es in dieser Hinsicht eigentlich keine Einschränkungen. Wichtig ist natürlich, dass das Sprachlern-Programm die entsprechende Sprache unterstützt und dass die Didaktik hinter dem Angebot stimmt: Vom einfachen Lernen per Browser-Software bis zum persönlichen Sprachtraining ist daher auch alles dabei.

Wie kann man schnell eine Sprache lernen?

Alle Sprachtrainings-Dienste und -Anwendungen versprechen schnelle Ergebnisse und das oft in kürzester Zeit. Eine Sprache von Grundauf zu lernen, setzt allerdings ein gewisses Grundinteresse voraus. Es bietet sich an, zusätzlich zu den Sprachkursen auch Medien in der Sprache zu konsumieren, etwa Bücher oder Filme. Wer ohnehin einen Streaming-Dienst wie Netflix oder Amazon Prime abonniert, hat in der Regel komfortablen Zugriff auf weitere Sprachfassungen der eigenen Lieblingsfilme und -Serien. Den größten Lernerfolg bieten naturgemäß Anbieter mit sehr praxisnahen Lektionen. Wer im Sprachkurs konkret mit Sprachtrainern oder im Chat mit echten Menschen lernt, wie er einen Kaffee bestellt, wird das schnell verinnerlichen. Muss er sich stattdessen mit obskuren Tanzveranstaltungen in der französischen Provinz herumschlagen, wie das in manchen Schulbüchern der Fall ist, dürfte das Ergebnis eher durchwachsen sein. Wichtig sind aber auch beim „Speedlearning“ die Motivation und das persönliche Sprachgefühl: Wunder sollten nicht erwartet werden, wenn der Einsatz nicht stimmt.

Dienste zum Sprachen lernen in der Übersicht


Im folgenden Abschnitt stellen wir Dienste und Apps vor, die sich besonders gut für das Lernen neuer Sprachen eignen. Die Anbieter verfolgen dabei zum Teil ganz unterschiedliche, unkonventionelle Ansätze, um dem lernbegierigen Nutzer die Fremdsprache seiner Wahl näherzubringen.

Mondly: Sprachen spielerisch lernen

🛈 ab 4,00 € / Monat & Sprache (im Jahres-Abo für einmalig 47,99 €) | 41 Sprachen

(Bild: Mondly)

Bei Mondly* handelt es sich um einen Sprachtrainer mit einem spielerischen Ansatz: mal müssen Worte geschoben, dann wieder geklickt oder sogar buchstabiert werden. Ein paar wenige Grundkenntnisse der zu erlernenden Sprache sind hier sinnvoll, allerdings geht es auch ohne. Das Interface ist reich bebildert, wodurch Verknüpfungen im Gehirn aktiviert werden. Sofortiges Feedback und automatisches vorlesen der Inhalte erlaubt schnelle Erfolge.

Für insgesamt 40 Sprachen gibt es Lernziele, kurze tägliche Lektionen, Levels und ein wöchentliches Quiz, das die Lerninhalte abfragt. Dadurch gleicht das Erlernen einer Sprache mit Mondly einem Spiel und macht Spaß. Praktisch: Mondly kann ausgiebig kostenlos und ohne Registrierung getestet werden, Fortschritte werden aber nur bei Registrierung gespeichert. Ein Premium-Abo schaltet zusätzliche Funktionen frei.

➤ Mondly*
ab 4,00 € / Monat (im Jahres-Abo)

Gymglish: Sprachen lernen mit Humor

🛈 ab 14,00 € / Monat (im Paket "Basic") | 4 Sprachen

(Bild: Gymglish)

Sehr unterhaltsam ist der Ansatz von Gymglish*: Anhand von Multimedia-Inhalten, zu denen anschließend Fragen beantwortet werden müssen, prägt sich die Sprache gleich viel besser ein. Täglich per E-Mail zugesandte oder per App abrufbare Lektionen sollen mit 15 Minuten Einsatz am Tag bereits zum Erfolg führen. Anfangs ermittelt der Dienst zudem das vorhandene Sprachniveau, setzt allerdings gewisse basale Grundkenntnisse der Sprache voraus, da auch Fragen zunächst in der Zielsprache gestellt werden.

Das ist gut für die Didaktik, trotzdem sollten Nutzer nicht bei Null anfangen. Lustig ist die Möglichkeit, zwischen einer „gewürzten“ und „ungewürzten“ Version von Gymglish zu wechseln: Gewürzt enthält der Dienst allerlei Vokabular, das nicht unbedingt für jugendliche Ohren geeignet ist – ideal, um bereits vorhandene Grundkenntnisse einer Sprache praxisnah zu erweitern. Leider unterstützt Gymglish derzeit nur vier Sprachen.

➤ Gymglish*
ab 14,00 € / Monat

Exklusiv: Heise-Nutzer können Gymglish einen Monat lang völlig unverbindlich und ohne Aboverpflichtung gratis* auf Herz und Nieren testen.


Babbel: Der menschliche Faktor

🛈 ab 6,99 € / Monat (im Jahres-Abo für einmalig 83,88 €) | 14 Sprachen

(Bild: Babbel)

Der Sprachlern-Service Babbel* unterstützt 14 meist europäische Sprachen wie Englisch, Italienisch und Französisch, lehrt aber auch fernere Sprachen wie Russisch, Türkisch oder Indonesisch. Babbel verspricht, dass sich die Sprachergebnisse binnen zwei Monaten bei den meisten Nutzern verbessern. Möglich wird das einerseits durch Sprachübungen in Form von Lektionen, andererseits durch Gruppenunterricht, der online im Rahmen von „Babbel Live“ gegeben wird. Das menschliche Feedback ist natürlich hervorragend, um bereits gelernte Inhalte in die Praxis umzusetzen, wodurch sich der Erfolg schnell einstellen dürfte.

Die theoretischen Lektionen setzen auf Wiederholung und sind nach Themen gegliedert, wodurch sich Nutzer auf bestimmte Aspekte – etwa Kunst und Kultur – einer Sprache konzentrieren können, ohne dass die Basics dabei vergessen werden. Babbel ist als App erhältlich und bietet zahlreiche zusätzliche Inhalte wie Podcasts, die die Sprache sehr lebensnah vermitteln.

➤ Babbel*
ab 6,99 € / Monat (im Jahres-Abo)

Lingoda: Sprachen lernen mit Lehrer

🛈 ab 8,00 € / Stunde (im Monats-Abo) | 4 Sprachen

(Bild: Lingoda)

Lingoda* verfolgt einen sehr pragmatischen Ansatz bei der Vermittlung einer Fremdsprache: Der Dienst setzt ganz klassisch auf menschlichen Kontakt – also Sprachlehrer – zum Erlernen einer Fremdsprache. Anwender können in Kleingruppen oder sogar im Einzelunterricht mit einem Sprachlehrer arbeiten, der dabei hilft, die Fremdsprache möglichst praxisnah zu vermitteln. Interessant ist der Sprachlern-Sprint. Er dient dazu, eine Sprache binnen drei Monaten so weit zu erlernen, dass sich Gespräche führen lassen.

Möglich wird das durch eine intensive Betreuung. Zustäzlich gibt es natürlich ganz klassisch Lern- und Übungsmaterial, mit dem sich die Kunden durch Selbststudium verbessern können. Durch den hohen Personaleinsatz ist Lingoda relativ hochpreisig und eignet sich vor allem für Anwender, die aus beruflichen Gründen eine Sprache erlernen möchten.

➤ Lingoda*
ab 8,00 € / Stunde (im Monats-Abo)

Rosetta Stone: praxisnahes Sprachtraining

🛈 ab 4,98 € / Monat (im 2-Jahres-Abo für einmalig 119,50 € mit Gutscheincode) | 24 Sprachen

(Bild: Rosetta Stone)

Der Sprachlern-Service Rosetta Stone* wirbt damit, Sprachen intuitiv und „ohne Grammatik und Vokabeln zu pauken“ zu erlernen. Dabei setzt der Dienst auf Selbststudium mit personalisiertem Lernplan per Computer und App. Zusätzlich können Nutzer auch ein Coaching buchen, in dem ein Sprachlehrer regelmäßig bei der Vermittlung der Inhalte hilft. Statt abstrakter Szenen wird im Rahmen der Dynamic-Immersion-Methode des Anbieters auf Vermittlung von Alltagssituationen gesetzt.

Rosetta Stone bietet Pakete für insgesamt 24 Sprachen an, darunter auch Hindi, Israelisch oder Philippinisch. Lektionen können in die App heruntergeladen und offline genutzt werden, was sich beim Lernen im Urlaub anbietet. Schön ist auch die Möglichkeit, sich per Audio-Companion einfach auf der Couch und ohne Bildschirm vor der Nase ganz klassisch dem Sprachstudium zu widmen wie einst per Kassette und CD.

➤ Rosetta Stone*
ab 4,98 € / Monat (im 2-Jahres-Abo)

Mit dem Gutscheincode RS50VC19 erhalten Sie aktuell 50% Rabatt* auf alle Pakete. Das Angebot ist nur begrenzt erhältlich. (Stand: 23.07.2021)


Kostenlos Sprachen lernen

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Sprachen kostenlos zu erlernen. Eine ganze Reihe von Apps und Diensten bietet entsprechende Dienste an, gemeinsam haben sie alle, dass sie relativ basal arbeiten. So etwa Duolingo: Der Dienst ist darauf ausgelegt, Deutschen Nutzern die drei Weltsprachen Englisch, Spanisch und Französisch zu vermitteln. Wer eine andere Muttersprache besitzt, kann auf weitere Sprachkurse zugreifen. Englische Muttersprachler haben dabei die Wahl zwischen bis zu 38 Sprachen, darunter diverse Exoten wie Jiddisch, Esperanto und Navajo. Duolingo ist grundsätzlich kostenlos und auch als App verfügbar, allerdings sind dann nur die Basisfunktionen samt Werbeeinblendungen erhältlich. Wer mehr möchte, kann zum Plus-Abo greifen und werbefrei auf zusätzliche Funktionen zugreifen.

(Bild: Duolingo)

Auch die App Memrise bietet in der Basisversion interessante Features: Die Sprachauswahl ist vergleichsweise groß, die Didaktik verzichtet komplett auf das Pauken von Grammatik. Gratis-Nutzer können eine Sprach nutzen, wer mehr möchte, muss zum Premium-Abo greifen und kann gegen eine relativ kleine monatliche Gebühr vom gesamten Umfang des Dienstes profitieren.

Welche Sprachlern-Software eignet sich am besten?

Grundsätzlich gibt es bei Sprachlern-Programmen kein „Gut“ oder „Schlecht“: Es kommt immer darauf an, was der Nutzer erwartet und braucht. Während die einen mit einem kostenlosen Duolingo zufrieden sind, möchten die anderen lieber Sprachtrainer oder sogar Native-Speaker live treffen, was natürlich das beste Ergebnis liefert. Am Ende des Tages entscheidet vor allem die persönliche Motivation über den Erfolg: Alle Dienste und Anwendungen bauen auf Lektionen auf, die das Erlernen einer Sprache erleichtern sollen. Diese Kurse sollten regelmäßig genutzt werden, um einen Erfolg zu verbuchen, denn beim Sprachenlernen gilt wie nirgendwo sonst: Übung macht den Meister!

Welche Sprache lohnt sich?

Die Motivation zum Lernen einer Sprache ist zumeist sehr praktisch: Man liebt ein Urlaubsland und will sich besser verständigen. Oder man hat regelmäßig mit fremdsprachigen Kollegen zu tun und englisch reicht zur Verständigung nicht aus. Oder es geht darum, die schulischen Leistungen zu verbessern. Doch egal, in welchem Szenario: Die Sprache selbst ist meist gesetzt, die Sprachtrainer liefern, was gewünscht wird. Werden hier exotische Sprachen angeboten, ist das eher Spielerei. Allerdings kann es immer sinnvoll sein, neben Englisch, Französisch und Spanisch ein paar Brocken weit verbreiteter Sprachen wie Arabisch, Russisch, Hindi oder Han-Chinesisch zu sprechen, gerade im Business-Einsatz. Hier können Sprachtrainer dabei helfen, zumindest ein gewisses Grundgerüst auf die Beine zu stellen.


Fazit: Moderne Sprachtrainer sind vielfältig – und jeder für sich gut

Insgesamt sind ist der Markt der Sprachlern-Software und -dienste recht gut bestückt. Jeder Anbieter behauptet von sich, dass seine Methode die beste sei. Am Ende des Tages muss aber der User entscheiden, welches System und welche Didaktik ihm am besten hilft, seine Sprachkenntnisse zu vertiefen und zu erweitern. Viele Anbieter haben genau deshalb kostenlose Versionen oder zeitlich beschränkte Testversionen ihrer Software oder ihres Dienstes im Angebot: Anwender, die Sprachen lernen möchten, können sich also vorab ein gutes Bild davon machen, ob sie mit der jeweiligen Methode Erfolg haben werden.


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