Symbolhafte Abbildung eines Eingabefeldes für einen Textprompt, der Videos generiert
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Videos erstellen mit KI: Video-Generatoren im Vergleich

7 Tools für die KI-gestützte Videoproduktion

Videoerstellung per KI? Genau wie bei Bildern und Texten ist das längst kein Problem mehr. Inzwischen konkurrieren zahlreiche Anbieter um die Gunst der Kunden. Wir haben die interessantesten KI-Videogeneratoren im Test unter die Lupe genommen.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • KI-Videogeneratoren erlauben die einfache Erstellung von Videomaterial auf Basis von Texteingaben ("Prompts").Wie bei KI-Bildgeneratoren kann es auch bei KI-Videos logische Fehler und Schwankungen in der Qualität geben.
  • Spezialisierte KI-Videogeneratoren wie Synthesia, Heygen und Veed bieten effiziente Lösungen für Schulungs- und Marketing-Videos, indem sie schnelle Erstellung und Anpassung von Video-Avataren ermöglichen.
  • Generalistische KI-Videogeneratoren wie Sora und Invideo* sind deutlich vielseitiger in ihren Möglichkeiten, aber auch fehleranfälliger.
  • Auch Online-Video-Editoren wie Pictory und Canva erweitern ihren Funktionsumfang mit generalistischen KI-Features.
  • Zur Liste: ➤ Tools für KI-gestützte Video-Generierung im Vergleich

KI ist in aller Munde und revolutioniert im Eiltempo die Medienwelt. Nachdem die KI schon schreibt, Fragen beantwortet, Musik und Bilder erstellt, ist klar: Auch Videos können von KI-Systemen erstellt werden. Und deren Qualität nimmt rasant zu. So machen sich Nutzer im Internet etwa einen Spaß daraus, regelmäßig Videos eines Spaghetti-essenden Will Smith per KI zu generieren. Der Fortschritt in nur zwei Jahren zwischen 2023 und 2025 ist bemerkenswert, wie dieses Vergleichsvideo belegt:

Vom grotesken Albtraum-Clip hat sich das Ergebnis der Generierung inzwischen zu einem durchaus brauchbaren Video-Schnipsel entwickelt. Übrigens hat der Schauspieler selbst das virale Video aufgegriffen – und als Gag ein echtes Video von sich erstellt, wie er Spaghetti futtert. Das hat er als KI-generiert gelabelt, um Presse und YouTuber zu foppen. Viele tappten ihm in die Falle: Dieser Schnipsel wird auch im oben gezeigten Video-Vergleich gezeigt, und zwar als KI-Ergebnis des Jahres 2024.

KI-generierte Videos werden immer besser

Unabhängig von solchen Späßen zeigt sich aber vor allem eines: Die Qualität der KI-Video-Entwicklung nimmt derzeit rasant zu. Stock-Videos, Drohnenflüge über Landschaften und anderes Dekomaterial könnte damit in nicht allzu ferner Zukunft durch KI statt von Hand produziert werden.

Auch die Generierung von effektreichen Fantasy-Welten oder surrealen Kulissen, die bislang den Einsatz erfahrener Special-Effect-Künstler erforderte, ist nun demokratisiert. Anders als in Hollywood-Produktionen sind die generierten Schnipsel in der Regel zwar kurz und (noch) fehleranfällig, doch es wird deutlich, wohin die Reise geht.

Deepfakes, Logik-Fehler und Missverständnisse

Gesellschaftlich können KI-Videos jedoch auch eine Gefahr sein. Denn die technischen Hürden zur Herstellung von Deepfakes und anderen gefälschten Videos werden immer niedriger. Will Smith hat sich deshalb mit seinem echten Spaghetti-Video-Scherz eigentlich selbst geschadet: Video-KIs können das Material hernehmen, um zu lernen, wie Will Smith wirklich aussieht, wenn er Spaghetti isst. Dadurch sind noch realistischere Fake-Videos dieses Ereignisses möglich.

In der Praxis ist die KI-Videogenerierung je nach Einsatzzweck allerdings nach wie vor sehr anfällig für Fehler. Das hat insbesondere zwei Ursachen:

  • KI-Systeme haben kein mit Menschen vergleichbares Weltverständnis. Ihnen fehlt eine Kenntnis der Realität. Vor allem bei biologischen Abläufen wie der Nahrungsaufnahme (wir schauen auf Sie, Herr Smith) oder natürlichen Bewegungsabläufen oder Haaren tun sich die KIs schwer. Das Resultat sind oft bizarre Fehler, die nur durch menschliche Intervention beim Training behoben werden können.
  • KI-Videos benötigen eine enorme Bandbreite und Rechenleistung, viel mehr als etwa die Bild-, Musik- oder Textgenerierung.

Dementsprechend sind solche Dienste oft auf eine bestimmte Anwendung – etwa die Avatar-Erstellung – reduziert und obendrein teuer. Zwar inkludiert etwa OpenAI seinen Video-Generator Sora in seinen ChatGPT-Bezahltarifen, doch selbst im 200 US-Dollar/Monat teuren Pro-Tarif sind nur Videos mit 1080p Auflösung und maximal 20 Sekunden Dauer möglich. Der „normale“ Plus-Tarif limitiert sogar auf 10 Sekunden und 720p Auflösung.

Andere Anbieter haben hier andere Limitierungen, doch da OpenAI derzeit den Standard vorgibt, wird deutlich: Insbesondere die generalistische, nicht auf Spezialfälle trainierte KI-Video-Generierung steckt im Sommer 2025 noch in den Kinderschuhen. Das Potenzial ist aber enorm.

Video-Generierung mit KI: 7 Tools im Vergleich


Aller Einschränkungen zum Trotz sind Video-KIs praktische Werkzeuge, um tolle Videos und Filme für jeden Zweck zu erstellen. Wir stellen im Folgenden sieben empfehlenswerte KI-Videogeneratoren vor und nennen deren Stärken sowie Schwächen.

Anbieter in diesem Beitrag

Synthesia: Spezialist für Marketing-Videos

Schulungs- und Werbevideos mit Testimonials oder Influencern sind ein riesiger Markt. Denn oft werden Brand-Stories erst durch den persönlichen Touch glaubwürdig. Allerdings haben diese Videos einen Nachteil: Man benötigt ein Video-Team, mindestens einen Schauspieler und viel Zeit. Genau hier setzt Synthesia an: Die KI ermöglicht es, Schulungs- und Trainingsvideos mit einem virtuellen Schauspieler zu erstellen.

Video-Generierung mit Synthasia

(Bild: Screenshot)

Dazu ist nicht einmal ein aufwendiges Skript vonnöten: Synthesia fragt zunächst ab, was für ein Videotyp zu welchem Thema erstellt werden soll – und schreibt das Skript dann vollständig selbst. Nutzer müssen das Skript nur noch nach ihren Vorstellungen anpassen. Anschließend wird ein Editor-Fenster geöffnet, in dem etwa der Avatar ausgewählt oder die Details, die Tonalität oder das Theme angepasst werden können. Es ist sogar möglich, Avatare echter Personen anhand eines Videos zu erstellen. Durch die Spezialisierung auf diese Art von Video sind die Ergebnisse schon nach wenigen Klicks bemerkenswert gut. Allerdings sollten sich Nutzer für optimale Ergebnisse nicht einfach nur durchklicken, sondern die KI aktiv bei der Erstellung unterstützen.

Vorteile

  1. Spezialisierte Video-KI liefert gute Ergebnisse
  2. Sehr praktischer Editor
  3. Kostenloser Basistarif

Nachteile

  1. Etwas langsame Videoerstellung
  2. Volle Leistung erst ab Creator-Tarif (58 Euro/Monat)

Fazit: Synthesia hat sich auf die Erstellung von Schulungs- und Marketing-Videos für Unternehmen und Websites spezialisiert. Der Service liefert solide Leistung – sofern man bereit ist, den hohen Preis zu bezahlen.

➤ Synthesia
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Invideo AI: Fantastische Motive im Handumdrehen

Deutlich flexibler als Synthasia ist Invideo AI*: Der Dienst arbeitet wie bei KIs üblich mit einfachen Prompts und übersetzt die User-Anfrage automatisch in ein Skript samt Titel und Drehbuch. Invideo AI kann dabei sowohl Fotos als auch Videos als Vorlage verwenden. Viele Möglichkeiten zur Interaktion haben Nutzer anschließend nicht, die KI übernimmt weitestgehend das Ruder – und erstellt Videomaterial aus allen Genres, egal ob Dokumentation, Trickfilm oder Hollywood-Produktion. Wahlweise (im Gratis-Tarif zwingend) kann auch aus iStock-Material generiert werden, wodurch die beworbene Kreativität im „Schnuppertarif“ natürlich extrem eingeschränkt ist.

Video-Generierung mit Invideo

(Bild: Screenshot)

Wer den Dienst bezahlt, erhält ab 28 US-Dollar/Monat deutlich bessere Funktionen. Darunter zum Beispiel die Möglichkeit, die eigene Stimme zu „klonen“ und beliebigen Text damit sprechen zu lassen. Gut gelöst ist die variable Längenangabe für den generierten Clip. Allerdings sind die Clips eher kurz. Die Qualität der generierten Videoclips ist bemerkenswert, Nutzer müssen wie bei vielen Diensten dieser Art aber mit KI-Artefakten rechnen. Deshalb eignet sich der Dienst weniger zur Hollywood-Produktion, als für die Erstellung kurzer Stock-Sequenzen, wie sie etwa bei Youtube gerne verwendet werden.

Vorteile

  1. Sehr flexible Video-KI
  2. Beliebige Stile und Längen möglich
  3. Eigene Stimme KI-generiert als Voice-Over

Nachteile

  1. Qualität des Voice-Overs nicht optimal
  2. Gratis-Version stark eingeschränkt

Fazit: Invideo ist eine Video-KI für alle Arten von Video-Material. Sie eignet sich gut für Stock-Videoschnipsel oder kleinere Clips.

➤ Invideo AI*
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HeyGen: Avatare für Schulung und Marketing

Auch die Video-KI HeyGen hat sich auf Schulungs- und Marketing-Videos spezialisiert und erstellt diese binnen weniger Minuten. Wie bei Synthesia können auch Video-Avatare auf Basis echter Menschen erstellt werden. Doch HeyGen hat noch eine Reihe anderer Tools zu bieten, darunter eine KI-Übersetzungsfunktion mit 175 Sprachen für bereits vorhandene Videos sowie Voice-Cloning für die KI-Verwendung echter Sprecher. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, sogenannte interaktive Avatare zu erstellen, die zum Beispiel auf Websites oder in Terminals im Empfangsbereich eingesetzt werden können.

Video-Generierung mit heygen

(Bild: Screenshot)

Mit Eingabe eines Brand-Kits lassen sich Avatare und Videos zudem an die Farben- und Formensprache eines Unternehmens anpassen. Ein Editor erlaubt die gezielte Anpassung des Video-Inhalts und des generierten Avatars, anders als bei Synthesia gibt es jedoch keine automatische Skripterstellung. Das steigert den Grad der Professionalität, da hier (noch) menschliche Schreiber zum Einsatz kommen. Die KI eignet sich dadurch bestens für den professionellen Einsatz bei allen Arten von Unternehmens-Videos. Die Übersetzung vorhandenen Materials dürfte dabei besonders für international agierende Firmen interessant sein, die möglicherweise bereits einen großen Bestand von Videos in einer bestimmten Sprache vorliegen haben.

Vorteile

  1. Schnelle Videoerstellung
  2. Umfangreiche Funktionen im Editor
  3. Relativ preiswert

Nachteile

  1. KI-Übersetzung vorhandener Videos
  2. Keine automatische Skripterstellung
  3. Stimmen wirken etwas künstlich

Fazit: Wer als Unternehmen Schulungs- oder Marketing-Videos per KI erstellen oder aktualisieren möchte, kommt an HeyGen kaum vorbei. Einzig die fehlende Skripterstellung könnte für einige Anwender ein Dealbreaker sein.

➤ HeyGen
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OpenAI Sora: Generalistischer Video-Platzhirsch

OpenAI ist nach wie vor der Goldstandard, an dem sich andere KI-Dienste messen müssen. Die Schöpfer von ChatGPT haben neben dem Chat mit Bildfunktion seit einiger Zeit auch den Video-Generator Sora im Programm, der im kostenpflichtigen GPT-Plus-Tarif enthalten ist: Nutzer können hier unbegrenzt Videos mit einer Länge von bis zu 10 Sekunden und einer Auflösung von bis zu 720p erstellen. Sora ist dabei in die normale ChatGPT-Funktion integriert, wird also ausschließlich über einen Text-Prompt bedient.

Video-Generierung mit Sora

(Bild: Screenshot)

Anders als bei vielen anderen KIs beherrscht GPT-4o und neuer auch Kontext, sprich: Anwender können das erstellte Video schrittweise per Prompt optimieren. Wie so oft bei OpenAI-Tools kommt es hier aber von Video zu Video oft zu deutlichen Abweichungen, zudem ist dauert die Erstellung vergleichsweise lange. Die Ergebnisse können sich dann je nach Prompt durchaus sehen lassen: Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Wie bei OpenAI üblich gibt es leider starke urheberrechtliche Blockierungen, die nicht selten zu früh greifen. Außerdem gibt es nach wie vor deutliche Artefakte, wenn ein komplizierterer Prompt umgesetzt oder ein Bild in ein Video verwandelt werden soll.

Vorteile

  1. In ChatGPT Plus enthalten
  2. Unbegrenzt Videos bis 10 Sekunden und 720p
  3. Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Nachteile

  1. Sehr langsame Videogenerierung
  2. Starke urheberrechtliche Schranken
  3. Videos weisen oft deutliche KI-Artefakte auf

Fazit: Wer einfach schnell einen Video-Schnipsel erstellen möchte, kann bei OpenAIs Sora Glück haben und das richtige Video generieren. Allerdings ist hier alles sehr experimentell und langsam.

➤ OpenAI Sora
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Veed: Allround-Video-KI für Unternehmen und Creator

Auch bei Veed handelt es sich um eine spezialisierte KI-Lösung, die sich an Unternehmen und Creator richtet. Dabei ist KI aber nur ein Bereich, den Veed abdeckt: Das Online-Tool ist auch Videoschnitt-Lösung und Übersetzungs-Tool und deckt damit einen großen Bereich der (Post-)Produktion ab. Besonders interessant sind hier die KI-Avatare mit KI-Stimmen, die für einen breiten Einsatz verwendet werden können. Veed erlaubt dabei sowohl die Erstellung vollständiger KI-Avatare als auch den Einsatz vorgefertigter künstlicher Personen.

Video-Generierung mit Veed

(Bild: Screenshot)

Auch persönliche Avatare echter Menschen können mittels Video-Upload eingerichtet werden. Besonders interessant sind dabei die – auf den Enterprise-Tarif beschränkten – Studio-Avatare, die echte Menschen nicht nur als KI-Avatar umsetzen, sondern auch in beliebigen Umgebungen platzieren können. Veed verspricht dabei, 95 Prozent preiswerter als eine Studio-Produktion zu sein. „Normale“ Nutzer können zwischen einem Lite- und einem Pro-Tarif wählen, wie bei den Mitbewerbern ist die Gratis-Version stark eingeschränkt und produziert nur Videos mit Wasserzeichen. Schön: Auch Veed kann mit einem einzigen Text-Prompt ein Drehbuch generieren und erstellt auch gleich ein Video, das in dem leistungsfähigen Editor bearbeitet werden kann.

Vorteile

  • Sehr umfangreiche Funktionen
  • Video-KI schnell und intelligent
  • Sehr umfangreiche Editor-Funktionen

Nachteile

  • Manche Funktionen sind Enterprise-Kunden vorbehalten
  • Generiert nicht immer das Gewünschte

Fazit: Veed ist ideal, um Videos für verschiedene Kanäle zu erstellen – und hat über die KI-Funktionen hinaus noch deutlich mehr zu bieten.

➤ Veed
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Pictory: Video-KI für alle Einsatzzwecke

Pictory setzt den Schwerpunkt eher bei der Content-Creation. Ob es sich dabei um Marketing-, Schulungs- oder YouTube-Videos handelt, ist zunächst Nebensache. Dadurch ist Pictory sehr flexibel gestaltet und besitzt etwa eine URL-to-Video-Funktion, mit deren Hilfe ein bestehender Artikel in kürzester Zeit in ein Video umgesetzt werden kann. Wie andere KIs dieser Art unterstützt Pictory die Nutzer bei der Skripterstellung für ein Video, legt diese aber zunächst zur Durchsicht vor.

Video-Generierung mit Pictory

(Bild: Screenshot)

Die anschließende Videoerstellung geht schnell vonstatten, verwendet aber zunächst die im Beitrag vorhandenen Bilder samt Stock-Fotos. Weitere Elemente wie Voice-Overs oder Sprecher können anschließend per KI oder auf klassischem Wege ergänzt werden. Grundsätzlich ist Pictory dabei aber eher den klassischen Online-Video-Editoren als den KI-Tools zuzurechnen, denn die KI ist eher ein Extra, das auf die reichhaltigen sonstigen Funktionen aufgesetzt ist. Die Ergebnisse sind brauchbar, müssen aber mit Feintuning optimiert werden.

Vorteile

  1. Online-Video-Editor mit vielfältigen KI-Funktionen
  2. KI-Video-Editor basierend auf vorhandenem Videomaterial
  3. Flotte Generierung

Nachteile

  1. Keine KI-Avatare
  2. Volle KI-Leistung erst ab Professional-Tarif

Fazit: Pictory verwandelt bestehende Artikel schnell und unkompliziert in Videos, die man aber per Hand nacharbeiten sollte.

➤ Pictory
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Canva: Simpler KI-Video-Generator

Eigentlich handelt es sich bei Canva um eine Kreativ-Suite, die Lehrpersonal, aber auch Kreative oder Mitarbeitern in Unternehmen dabei helfen soll, Ideen für Präsentationen oder Schulungsmaterial umzusetzen. Der KI-Video-Editor ist also eher ein recht neues Extra des Dienstes und dementsprechend noch nicht besonders leistungsfähig. Die schnell generierten Videos sind eher einfacher Natur und sehen sehr künstlich aus, produzieren dafür aber kaum KI-Artefakte.

Video-Generierung mit Canva

(Bild: Screenshot)

Schön gelöst ist der Editor, mit dessen Hilfe sich die Videos mit hübschen Grafiken oder Rahmen kombinieren lassen. Die Bedienung ist dabei denkbar einfach und übersichtlich, dennoch ist Canva derzeit noch keine Alternative zu den bestehenden Video-Lösungen: Es ist im Zweifel einfacher, ein Video anderswo zu generieren (oder einfach aufzunehmen) und anschließend in Canva zu bearbeiten oder zu pflegen. Die kurzen von Canva erstellten Videos können aber durchaus geeignet sein, Präsentationen aufzupeppen oder Web-Videos zu erstellen.

Vorteile

  • Sehr schnelle KI-Generierung
  • Viele Funktionen zur Bearbeitung und Einbettung
  • Leistungsfähiger Editor mit Text-Werkzeugen

Nachteile

  • Videos eher einfach und kurz
  • Oberfläche nicht immer übersichtlich

Fazit: Canvas KI-Videofunktion bettet sich in die anderen Canva-Funktionen ein. Die Video-Generierung ist flott, allerdings nicht besonders treffsicher.

➤ Canva
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Fazit: Spezialisierte Video-KIs sind deutlich besser

Die KI-Video-Generatoren kann man in zwei Bereiche einteilen: Spezialisten und Generalisten. Erstaunlich leistungsfähig sind mit Synthesia, HeyGen und Veed die Avatar-basierten Videogeneratoren für Schulungs- und Marketing-Videos. Stellenweise schlägt bei diesen Tools zwar das „Uncanny Valley“ zu – ein tief im menschlichen Gehirn verwurzelter Sicherheitsmechanismus, der sagt, dass etwas mit dem Gegenüber nicht stimmt. Doch grundsätzlich sind sie eine gute Wahl für diese spezielle Art Video.

Bei den Generalisten – Sora und Invideo AI* – handelt es sich um Dienste, die alle Arten von Videomaterial generieren sollen. Diese Vielseitigkeit setzt enormen Trainingsaufwand voraus und liefert mitunter durchwachsene Ergebnisse. Auch die über KI-Funktionen hinausgehenden Video-Werkzeugkästen von Pictory und Canva setzen auf diese Art der generalistischen KI mit allen Vor- und Nachteilen.

Zusammenfassend ist damit klar: KI-Videogenerierung per Text-to-Video liefert vorrangig bei spezialisierten Diensten gute Ergebnisse. Besonders die auf Avatar-Videos beschränkten Dienste sind für die Praxis geeignet. Je allgemeiner die Einsatzzwecke sind, desto häufiger sieht man den Ergebnissen die Kinderschuhe der Technik noch an.


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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

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