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Xbox One vs. PS4

Zwischenfazit nach 6 Monaten: Spieleauswahl, Leistungsdaten, Verkaufszahlen und mehr

Knapp ein halbes Jahr sind die beiden Next-Gen-Konsolen Playstation 4 und Xbox One mittlerweile erhältlich. Doch viele Zocker sind noch immer unentschlossen: für welches System gibt es die besseren Spiele, wer hat die bessere Technik? Wir vergleichen die neuen Konsolen von Sony und Microsoft miteinander und geben ein erstes Zwischenfazit.

Playstation oder Xbox? Diese Frage ist unter Konsolen-Spielern schon seit Jahren Anlass für Diskussion, Zwist und Streit. Der nahezu zeitgleiche Release von Playstation 4 und Microsofts Xbox One wurde gar zum "Konsolenkrieg" hochgeschrieben – und trotz großer Anhängerschaft in beiden Lagern wissen viele Gamer bis heute nicht, welcher Konsole sie denn nun den Vorzug geben sollen. Wir haben deshalb ein paar Infos zusammengetragen, die bei der Entscheidung für eine der beiden Spieleboxen helfen. Neben den Hardware-Spezifikationen gehen wir besonders auf das Spiele-Angebot ein – die beste Hardware nützt schließlich nichts, wenn es keine Software gibt, die diese ausreizt. Ein abschließender Blick auf die Verkaufszahlen zeigt, welche der Konsolen in der Käufergunst aktuell vorne liegt.

Der alte Spruch "Software sells Hardware" gilt auch bei Konsolen: erscheint ein starker Exklusivtitel, schnellen die Verkaufszahlen der Daddel-Apparate regelmäßig nach oben. Sowohl von Sony als auch von Microsoft gibt es einige Games, die exklusiv für die jeweilige Konsole erhältlich und nur auf dieser spielbar sind. Nur für die PS 4 erschien beispielsweise der Shooter-Kracher Killzone Shadow Fall oder die Open-World Superhelden-Action inFamous Second Son. Baller-Fans, die sich eine Xbox One zulegen, dürfen dagegen den Rekordshooter Titanfall genießen. Wer Action auf der Xbox lieber aus der Verfolgerperspektive erlebt und ein Faible für Schwertkämpfe und antike Geschichte hat, der kann sich mit Ryse – Son of Rome in die Schlacht stürzen.

Aber natürlich wollen auch andere Entwickler Grafikpower und finanziellen Erfolg der Konsolen der achten Generation nutzen und machen ihre Games für beide Spielestationen flott. So müssen Ego-Shooter-Spieler weder auf Battlefield 4 noch Call of Duty: Ghosts verzichten, Schatten-Fans können mit Thief auch auf PS 4 und Xbox One herumschleichen und Sportsfreunde aller Art werden zum Beispiel mit FIFA 14, NBA 2k14 oder Madden NFL 25 bedient. Eine Übersicht der erhältlichen Games für die beiden Konsolen-Giganten zeigen wir Ihnen in unserer Bildergalerie – einen Ausblick auf Spiele, die noch erscheinen sollen, geben wir dort auch. Einen Wehrmutstropfen gibt es übrigens für besonders markentreue Konsoleros: Wer hofft, seine Spiele der vergangenen Konsolen-Generation auf den neuen Maschinen weiternutzen zu können, wird enttäuscht, da keine der beiden Konsolen abwärtskompatibel zu Xbox 360 beziehungsweise Playstation 3 ist.

Was steckt drin in den Zockerkisten? Im Herzen beider Konsolen findet sich ein modifizierter Jaguar-Prozessor von AMD mit insgesamt acht Kernen. Die CPU der PS 4 taktet dabei mit maximal 1,6 Gigahertz, die Xbox ist mit 1,75 Ghz ein wenig flinker. Bei der Grafikleistung liegt die Playstation 4 mit 1,84 Teraflops vor der Xbox One, die 1,31 TFLOPs leistet. Die Grafikpower kommt bei beiden Konsolen aus einer AMD-GCN-Einheit, die bei der Xbox One aus 12 Rechengruppen besteht und mit 853 Mhz taktet– Sonys Konsole liegt mit 18 Rechengruppen vorn, taktet allerdings nur mit 800 Mhz. Beim Arbeitsspeicher gab es bei der Enthüllung der PS 4 eine Überraschung: genau wie bei der Xbox One stehen hier 8 Gigabyte Speicher zur Verfügung, allerdings kommen diese aus modernen, kostspieligen GDDR5-Riegeln, die mit 2.750 Megahertz takten. Microsofts Konsole ist mit gängigem DDR3-Speichern ausgestattet, die – zusammen mit einem 32 MB ESRAM-Speicher – auf 1.920 Mhz kommen.

Bei den Festplatten liegen beide Konsolen mit 500 GB gesamter und ca. 400 GB nutzbarer Kapazität sowie 5.400 RPM gleichauf. Das Ausbauen oder Auswechseln der Xbox-Platte zieht einen Garantieverlust nach sich – bei der PS 4 ist dies dagegen unproblematisch. Dafür lässt sich wiederum nur die Xbox mit externem USB-Speicher erweitern. Eine der Hauptkritiken an der PS 4 ist der hohe Stromverbrauch: beim Zocken beträgt dieser 155 Watt, beim Abspielen von Blu-rays noch immer 97 Watt. Die Xbox One ist mit 124 Watt beim Spielen und 78 Watt bei Blu-rays deutlich zahmer. Die Xbox One ist außerdem unter Last mit 25 Dezibel ein wenig leiser als die 37 dB laute Playstation 4, die dafür ein gutes Stück kleiner und leichter ist. Im Lieferumfang der Xbox ist eine Kinect-Kamera bereits enthalten, bei der Playstation muss man die optische Erkennung bei Bedarf hinzukaufen.

Orientiert man sich alleine an den Verkaufszahlen, so ist die Playstation 4 aktuell die beliebtere der beiden Konsolen. Seit Erscheinen der PS 4 im November 2013 wurden in Europa, Amerika und Japan bis April 2014 insgesamt etwa 7 Millionen Konsolen verkauft – Microsofts Xbox One erschien ebenfalls Ende 2013 und ging in Amerika, Europa und Australien bis April 2014 ca. 5 Millionen Mal über den Ladentisch. Der Erfolg der PS 4 war anfangs besonders durch den Preis bedingt: Mit 399 Euro unterbot Sony die Xbox One um 100 Euro. Aufgrund der niedrigen Verkaufszahlen war Microsoft gezwungen nachzuziehen, sodass die Xbox One mittlerweile sogar günstiger zu haben ist, als die PS 4. Neben der preislichen Unterschiede gibt es jedoch auch andere Gründe, die den anhaltenden Erfolg von Sonys Next-Gen-Konsole erklären könnten. Darunter sind Video-Streaming-Funktionen sowie Schnittstellen zu externen Geräten wie Sonys Handheld-Konsole PS Vita. Letztere lässt sich übrigens auch als Controller für die PS 4 verwenden. Dem entgegen standen auf Xbox-Seite bei Release viele Negativ-Schlagzeilen, die selbst unter eingeschworenen Fans für Empörung sorgten. Die Gebrauchtspielsperre, der Onlinezwang sowie die permanente Kinect-Verbindung, die theoretisch eine Ton- und Video-Überwachung der Spieler durch Microsoft ermöglichte, wurden jedoch mittlerweile wieder aus dem "Funktionsumfang" der Xbox One entfernt. Auch bei den Verkaufszahlen der zugehörigen Spiele hat Sony mit 9,7 Millionen die Nase vorne – Microsoft hat bisher 4,7 Millionen Games für die Xbox One verkauft.

Es gibt gut Gründe für beide Konsolen. Keine Lust auf hohen Stromverbrauch, aber dafür viel Platz im Regal? Die Xbox One ist sparsam, dafür aber recht sperrig. Sie wollen das Höchstmaß an Technik und hören nach all dem Gezocke eh nicht mehr so gut? Die PS 4 ist High-End, macht sich dafür aber auch surrend bemerkbar. Langeweile beim Zocken kommt weder bei der einen noch bei der anderen Konsole auf, denn für beide gibt es eine große Auswahl an Games aus allen möglichen Genres. Die PS 4 verkauft sich noch immer besser, woran Microsoft dank diverser Fauxpas beim Marketing der Xbox-One nicht ganz unschuldig sein dürfte. Viele dieser Fehltritte – darunter der hohe Preis, Onlinezwang und die Gebrauchtspielsperre – sind jedoch mittlerweile aufgehoben, allein die Framerate-Probleme sind bei der Xbox One noch etwas häufiger als bei der Konkurrenz aus Japan. Nicht zuletzt durch den großen Erfolg von Titanfall, das auch für Xbox 360 und Windows-Systeme erhältlich ist, erfährt die Xbox One jedoch derzeit einen Aufschwung. Es bleibt also abzuwarten, ob die Playstation 4 noch lange die Nase im Rennen um den Konsolen-Thron vorne hat, oder ob die Xbox One aufholen kann.

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