Testbericht: Unsere Erfahrungen mit CCleaner
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heise Download Content Team

CCleaner im Test: Lohnt sich das kostenpflichtige Professional-Upgrade?

Unsere Erfahrungen mit CCleaner Professional

Auch unter Windows 11 gibt es ihn noch: Den Bedarf, das Betriebssystem von Zeit zu Zeit aufzuräumen. Das als Freeware bekannte Tool CCleaner hilft dabei – und leistet in der Professional-Version noch einiges mehr. Lohnt sich das kostenpflichtige Upgrade?

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Der CCleaner bietet bereits mit der kostenlosen Variante zahlreiche Tools, um Windows-Rechner sauberzuhalten.
  • CCleaner Professional hat neben den Standard-Aufräumfunktionen unter anderem einen Performance-Optimierer sowie einen Treiber- und Software-Updater in petto.
  • Neben der Möglichkeit den PC zu reinigen und die Performance zu verbessern, lassen sich bei der Pro-Version auch Automatismen einstellen, die sich selbstständig und regelmäßig um voreingestellte Maßnahmen kümmern.
  • Preis: 29,95 EUR/Jahr*

Der CCleaner blickt auf eine inzwischen knapp zwei Jahrzehnte lange Geschichte zurück. Die Fachpresse stufte das Tool einst als „Must Have“ ein, entsprechend viele Windows-Veteranen hatten schon in der ein oder anderen Form Kontakt zu dem Programm. Allerdings gab es in der Vergangenheit auch Probleme: Mal hat der Installer versehentlich Malware verteilt (2017), mal enthielt das Programm Spyware-artige Routinen (2018). Ob das inzwischen von Avast übernommene Tool heute wieder ist, was es einmal war – nämlich ein zuverlässiges Aufräum-Tool für Windows-PCs – klärt dieser Test. Neben der Gratis-Variante schauen wir uns insbesondere die Professional-Version an, die mit einem deutlich größeren Funktionsumfang daherkommt.

CCleaner Pro: PC-Reinigung mit Extras

Auch die Professional-Lizenz* enthält natürlich den aus der Gratis-Version bekannten PC-Reiniger. Der löscht überflüssige Daten, räumt Browserverläufe auf und entrümpelt die Registry, was der Stabilität und Geschwindigkeit stark vermüllter Rechner zugutekommen kann. Zusätzlich hat die Professional-Version noch Update-Assistenten an Bord, die veraltete Versionen von über 200 Programmen aus allen Bereichen, von Media Playern über Emulatoren bis zu Developer Tools, erkennen und automatisch aktualisieren können. Auch dies kann die Systemstabilität erhöhen und potenzielle Sicherheitslücken schließen.

Die Pro-Version bietet mit der Erweiterten Bereinigung deutlich mehr Möglichkeiten. (Bild: Screenshot)

Ebenfalls an Bord ist eine Tiefenreinigung, die leistungsfähiger ist als die des Gratis-CCleaner, ein Echtzeit-Schutz vor Datenmüll sowie eine automatische Verlaufsbereinigung für den Browser. Hinzu kommen einige kleine Tools wie ein Duplikat-Finder, einen Festplatten-Wiper zum sicheren Löschen von Datenträgern sowie ein Disk-Analyzer. Wer zur Professional-Plus-Lizenz greift, erhält zudem noch die Tools Recuva* und Speccy*, die Dateien wiederherstellen und detaillierte Systeminformationen auslesen können. Im Folgenden schauen wir uns die einzelnen Funktionen etwas genauer an.

CCleaner Pro: Die Reinigungsfunktionen



Doch zunächst ein Blick auf die Cleaner-Funktionen: Nach einem ersten „Health-Check“ des Rechners können die basalen Cleaner-Funktionen mit einem Klick auf „Probleme beseitigen“ behoben werden. Wer tiefer gehen will, findet in der "Erweiterten Bereinigung" die Möglichkeit, bestimmte Bereiche von Windows, etwa alte Log-Files oder Datenfragmente sowie Verläufe und Caches in System-Apps und Office-Produkten zu löschen. In einem letzten Schritt sorgt der Registry-Cleaner für die Entfernung alter oder ungültiger Registry-Einträge.

Die Pro-Features enthalten Automatismen wie den Smart-Cleaner, der das Leben leichter macht. (Bild: Screenshot)

Ist ein Registry-Clean sinnvoll?

Mancherorts wird gemunkelt, dass es in modernen Windows-Versionen nicht mehr nötig sei, die Registry zu bereinigen und hier das Risiko gegenüber den Vorteilen überwiegt. Das mag aufgrund der Geschwindigkeit moderner Rechner bis zu einem gewissen Grad stimmen, allerdings ist die Windows-Registry letztlich eine Datenbank – und je kleiner und valider diese ist, desto schneller findet Windows die richtigen Einträge – und kann flotter arbeiten.

Der Registry-Scan ist auch Teil der Free-Version. (Bild: Screenshot)

CCleaner Professional löst das Dilemma aus Sicherheit und Effizienz, indem es vor dem Eingriff in die Registry das Abspeichern der alten Registry-Datei anbietet: So können Fehler im Zweifel rückgängig gemacht werden. Allerdings treten Probleme in der Praxis selten auf: CCleaner bearbeitet nur Einträge, die nicht direkt für den Windows-Betrieb notwendig sind, insofern ist es kein Problem, den Registry-Clean durchzuführen – allerdings wirkt dieser sich nur auf sehr vermüllten Systemen fühlbar auf die Geschwindigkeit aus.

CCleaner Pro: Performance-Optimierung


Wer die Geschwindigkeit seines Systems erhöhen möchte, sollte statt der Registry besser die Programmzugriffe selbst bereinigen. Der im CCleaner Professional enthaltene Performance-Optimierer identifiziert jeden Bestandteil eines Programms, etwa Services, Scheduled Tasks, Hintergrundprozesse oder Autostarteinträge, und nutzt einen patentierten Algorithmus, um das Programm genau dann zu aktivieren, wenn es nötig ist – und zu deaktivieren, wenn es nicht gebraucht wird. Gerade eine Vielzahl an aktiven Programme im Autostart wirkt sich mitunter deutlich auf die Ressourcennutzung und die Geschwindigkeit beim Systemstart oder im laufenden Betrieb aus.

Mit wenigen Handgriffen sind lästige Autostarts deaktiviert. (Bild: Screenshot)
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Driver-Updater: Sehr praktisch, aber mit Vorsicht zu genießen

Große Systembremsen sind oft auch veraltete Treiber im Windows-System. Wer viel zusätzliche Hardware verwendet, wird das Problem kennen: Die zahllosen Treiber auf dem neuesten Stand zu halten, ist mit viel Aufwand verbunden. CCleaner Professional bietet deshalb einen Treiber-Updater, der das System auf dem neuesten Stand hält, veraltete Treiber findet und auf Klick des Nutzers durch ihre aktuellen Pendants ersetzt. Die Datenbank enthielt zum Testzeitpunkt mehr als 25 Millionen Treiber.

Der Treiber-Updater macht das Leben leichter. (Bild: Screenshot)

In der Praxis sollten sich Anwender aber nicht einfach durchklicken, denn in seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der neue Treiber die Situation verschlimmbessert. Allerdings würde das auch bei einem manuellen Update passieren. In unserem Test zeigte sich der Updater unter Windows 11 aber sogar auf komplexer ausgestatteten Systemen und sogar in virtuellen Maschinen mit Spezialtreibern als zuverlässig.

Software-Updates und Automatisierung


Eine der seit Jahren bemäkelten Nichtfunktionen von Windows ist der zentrale Software-Updater. Während Linux-Nutzer mit einem einfachen Befehl das gesamte System auf den neuesten Stand bringen können, müssen Windows-Nutzer permanent auf Update-Meldungen reagieren oder ihre Programme sogar manuell auf Updates überprüfen.

Das ist lästig, weshalb viele Nutzer gar nicht erst daran denken. CCleaner Professional greift Anwendern hier unter die Arme und bietet im Menüpunkt „Extras“ einen Software-Updater an. Dieser findet mit wenigen Handgriffen Updates und installiert diese auch. Das spart eine Menge Zeit und Ärger.

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Anpassbare Automatisierungen

Gegenüber der Gratis-Version hat CCleaner Professional noch zwei weitere, praktische Funktionen an Bord: den Smart-Cleaner und Zeitsteuerung. Der Smart Cleaner überwacht den PC und reinigt bei Erreichen eines anpassbaren Schwellenwerts (etwa: 0,5 Gigabyte) die Caches der gängigen Browser. Mithilfe der Zeitsteuerung wird der Aufräumprozess wiederum definierbaren Zeitschemen durchgeführt, etwa immer kurz vor dem Wochenende oder in der Mittagspause. Das hilft, den Rechner sauber und flott zu halten, ohne dass viel Interaktion nötig wäre.

Der Health-Check ist das WD40 für PCs. (Bild: Screenshot)

Fazit: Solider Cleaner mit Pro-Vorteilen

Der Einsatz von Programmen wie CCleaner kann den PC beschleunigen und die Systemstabilität erhöhen – vor allem, wenn die Software den ersten Reinigungsprozess auf einem prall gefüllten Rechner durchführt. In der Professional-Version sorgen praktische Automatismen und zusätzliche Features dafür, dass sich der Rechner danach von selbst sauber hält. Die händische Suche nach Müll und Updates entfällt so. Das lohnt sich besonders dann, wenn man häufig neue Software auf dem System installiert. Wer den kostenlosen CCleaner kennt und regelmäßig einsetzt, wird den zusätzlichen Komfort der Professional-Version* zu schätzen wissen – auch in Anbetracht des fairen Preises.


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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

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