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Virenschutz: Antivirus-Programme im Vergleich

So hat Malware auf Windows, Mac und Mobile keine Chance

Auch Computer können krank werden und sich allerlei Viren und Würmer fangen. Antivirus-Software will dagegen helfen. Wir zeigen Ihnen, welche Virenscanner sich für welche Zwecke eignen.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Trojaner, Würmer, Ransomware: Viren gibt es in vielen Ausprägungen - und sie finden viele Einfallstore.
  • Ein Basis-Virenschutz ist deshalb in Windows, Mac, Android und iOS bereits enthalten.
  • Aber: Keine Einzellösung ist unfehlbar. Eine zusätzliche Antivirus-Software leistet besonders auf dem Desktop sinnvollen Extra-Schutz.
  • Das beste Antiviren-Programm wählt man nach dem Einsatzzweck: eine Familie mit Kindern etwa profitiert von anderen Features als Mobil-Arbeiter oder Gamer .
  • Zur Liste: ➤ Antivirus-Software im Vergleich

Die Angst vor Malware ist groß – und das aus gutem Grund: Hinterlistig eingeschleuste Schadsoftware wird von Computerkriminellen verwendet, um Computer in irgendeiner Form zu kapern oder auszuspionieren. Ihnen zur Hilfe steht ein Zoo aus zahllosen Viren und Würmern, die Computer und Netzwerke stören. Sogenannte Trojanische Pferde, kurz Trojaner, öffnen den Kriminellen eine Hintertür zum Rechner oder spionieren den Nutzer oder ein Netzwerk aus. Im schlimmsten Fall können sie mit Hilfe eines Keyloggers sogar alle Eingaben der Tastatur mitschneiden. Andere Schädlinge fügen den befallenen PC sogenannten Botnetzen hinzu, die von Kriminellen für illegale Cyber-Schandtaten genutzt werden.

Warum Virenschutz wichtig ist

Man sollte daher vermeiden, dass Malware ihren Weg auf den Rechner findet. Ein erster Schutz ist die gesunde Skepsis, wenn seltsame Links oder Anhänge im Postfach landen, Websites vor angeblichen Viren warnen oder Programme aus dubiosen Quellen geladen wurden. Leider reicht der reine Menschenverstand alleine nicht immer aus, denn selbst der gründlichste Mensch macht einmal Fehler – besonders gerne unter Zeitdruck oder in anderen Stressituationen. Wenn Würmer sich dann noch automatisch über Sicherheitslücken und das Internet verbreiten, können Anwender eine Infektion kaum sicher vermeiden. Genau hier wirken Antivirenprogramme gegen: Sie helfen beim Schutz vor Infektionen und können bereits eingeschleuste Viren, Würmer und Trojaner entfernen. Deshalb sollten sie auf keinem System fehlen.

Kaspersky Internet Security sichert unter anderem die Webcam ab. Das schützt die Privatsphäre für jene, die sich etwa für das Home-Office eine Webcam zugelegt haben.

Antiviren-Software erweitert den Basis-Schutz

Die gängigen Betriebssysteme bieten in der ein oder anderen Form bereits einen Basis-Schutz vor Schädlingen: Android und iOS wollen etwa über die App Stores sicherstellen, dass keine schädlichen Apps verteilt werden. Mac und Linux sind durch ihren kleinen Marktanteil für Cyber-Bösewichte eher uninteressant und bringen zudem technische Schutzfunktionen mit. Windows 10 enthält mit dem Windows Defender einen Virenschutz, der sehr gute Erkennungsraten bietet. Es kann Schädlingen dennoch gelingen, diese Lösungen zu umgehen - und auch der Nutzer selbst kann ungewollt Schadcode einschleusen, indem er etwa Apps aus unsicheren Quellen installiert. Ein zusätzlicher Virenschutz bedeutet in solchen Fällen einen Sicherheitsgewinn. Hat man besondere Anforderungen, weil man etwa mit Kindern zusammenlebt oder beim Zocken nicht auf Leistung verzichten will, bieten kommerzielle Antivirus-Programme darauf abgestimmte Zusatzfunktionen.

Der deutsche Antivirus-Spezialist Avira ist vor allem für seinen Gratis-Virenschutz bekannt, bietet aber auch eine kostenpflichtige Pro-Version mit erweiterten Funktionen.

Virenschutz-Lösungen im Vergleich

Wir stellen Ihnen im Folgenden einige Antivirus- und Anti-Malware-Lösungen vor, die auch einen bereits im System enthaltenen Basisschutz wie den Windows Defender sinnvoll erweitern können. Da so gut wie alle erhältlichen Virenschutzprogramme eine vergleichbar gute Schutzleistung bieten, ist der individuell beste Virenschutz sehr vom persönlichen Anwendungsfall abhängig:

  • Avira Free Security ist ein Gratis-Virenscanner aus Deutschland, der wichtige Grundfunktionen zum Schutz vor Viren, Würmern, Trojanern, Spyware und anderer Schadsoftware enthält. Für Einsteiger und sicherheitsbewusste Anwender ohne Spezialbedürfnisse ist dieser Gratis-Schutz bereits eine gute Ergänzung zum Windows Defender. Mit dem kostenpflichtigen Update auf Avira Antivirus Pro* kommen Scanroutinen hinzu, die völlig neue Schädlinge identifizieren sollen, sowie ein Rundumschutz gegen unsichere Internetseiten und sogenannte „Erpressungstrojaner“ (Ransomware)

    Tipp:
    Avira gibt derzeit auf seine Virenschutz-Lösungen bis zu 40% Rabatt* (Stand: 2.3.2021)

  • Durch sein preiswertes Lizenzmodell für bis zu 10 Rechner ist die Antivirus-Lösung McAfee Total Protection* besonders für Familien interessant. Gerade dort ist auch der Faktor Mensch als Risiko nicht zu übersehen, weshalb Total Protection nicht nur vor Schädlingen, sondern auch vor Datenklau schützt. Mit an Bord sind außerdem eine Kindersicherung für das Internet, Sicherheitstools für das Heimnetzwerk, VPN-Zugriff und ein Passwort-Manager, der Zugangsdaten sicher speichert.
  • Im Home-Office müssen Anwender nicht selten auf die riesige Sicherheits-Infrastruktur ihres Arbeitgebers verzichten. Trotzdem sind nicht selten sensible Daten auf dem Home-Office-PC gespeichert. Um so wichtiger ist es also, den Rechner möglichst souverän abzusichern. Das gelingt zum Beispiel mit der Kaspersky Internet Security*: Neben dem Schutz vor Schadsoftware sichert sie Online-Zahlungen und die Webcam, zudem gibt es 300 MB kostenloses VPN pro Tag, Websperren und einen Adblocker.
  • Virenscanner können das System bremsen – und wer gerne zockt, der benötigt jedes Quäntchen Rechenleistung. Zudem können Sicherheitsmeldungen zum falschen Zeitpunkt beim Spielen empfindlich stören. Trotzdem sind natürlich auch Gaming-PCs gefährdet, weshalb es mit Norton 360 for Gamers* einen Virenscanner speziell für Spieler gibt. Der ist eng mit dem normalen Norton 360 Deluxe* verwandt, besitzt aber die für Spieler praktische Funktionen wie eine Vollbild-Erkennung, optimierte Mitteilungen und eine automatische Suche nach eigenen Gamer-Tags im Darkweb, die auf Datenklau hinweisen würden.
  • Vielsurfer, die gerne und oft Dateien herunterladen, finden mit Bitdefender Total Security* einen passenden Schutz. Bis zu 10 Geräte können mit einer Lizenz genutzt werden. Neben dem normalen Malware-Scanner bietet Bitdefender Sicherheit vor Ransomware-Angriffen. Bei der Nutzung von Filesharing- und Download-Diensten besonders wichtig ist auch der Schutz vor Zero-Day-Attacken, also frisch entdeckten Sicherheitslücken, den Bitdefender ebenfalls bietet.

Virenschutz für den Mac: Sinnvoll oder nicht?

Grundsätzlich sind alle Betriebssysteme angreifbar und für Schadsoftware empfänglich. Der Satz „unter MacOS gibt es keine Viren“ stimmt nämlich nicht. Der große Unterschied zum Microsoft-Flaggschiff liegt im Marktanteil: Windows 10, Windows 8 und ältere Versionen des Systems besitzen auf Desktop-Rechnern einen Marktanteil von über 80 Prozent, MacOS kommt nur auf knapp 8%. Damit sind Mac-Rechner deutlich weniger interessant für Computerkriminelle als Windows. Hinzu kommt, dass MacOS einige Sicherheitsmaßnahmen wie die Programmsignatur eingebaut hat, die eine Infektion ab Werk verhindern. Selbstvermehrende Mac-Viren gibt es zwar, sie haben in der Regel aber nicht das Zerstörungspotenzial von Windows-Viren.

Malwarebytes' Anti-Malware für Mac bietet Schutz gegen konventionelle Bedrohungen, aber auch gegen Adware und andere unerwünschte Software.

Adware und andere Störsoftware, sogenannte Potentially Unwanted Programs (PUP), gibt es aber auch auf dem Mac. Diese Programme kosten im besten Fall nur etwas Rechenleistung. Im schlimmsten Fall sammeln und übertragen sie Nutzerdaten oder stören die Systemstabilität empfindlich. Spezielle Antivirus-Software wie Malwarebytes' Anti-Malware for Mac* schützt deswegen vor dieser Art von Schadsoftware, aber auch vor klassischen Viren. Das verhindert auch, dass der eigene Mac im Netzwerk als Durchreiche für Windows-Schädlinge fungiert und so andere Rechner gefährdet.

Antivirus-Lösungen für iPhone und Android

Ähnlich wie unter MacOS verhält es sich auch mit Android, iOS und iPadOS: Diese beiden Smartphone- und Tablet-Betriebssysteme sind deutlich weiter verbreitet als MacOS, zudem sind vor allem Smartphones als Zentrale des digitalen Lebens ausgesprochen interessant für Angreifer. Allerdings haben die es nicht leicht: Software lässt sich standardmäßig nur über App- und Play-Store installieren, wobei Apple Software im AppStore ausgiebig prüft. Google setzt weniger auf Prüfung, bietet mit PlayProtect aber eine hauseigene Antiviren-Software auf Android-Geräten an. Anders sieht es natürlich bei Geräten aus, die entweder keine Updates mehr erhalten oder auf denen ein Root oder Jailbreak vorliegt: Hier haben Angreifer theoretisch leichtes Spiel, da die Schutzmechanismen abgeschaltet sind. Praktisch sorgt aber die Varietät der Lücken und der geringe Marktanteil derart alter Smartphones und Tablets für Schwierigkeiten bei der Übertragung der Schadsoftware.

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Insgesamt sind Smartphones demnach theoretisch interessant für Angreifer, erschweren diesen in der Praxis jedoch das Geschäft. Wer Apps nur aus offiziellen Quellen installiert und die Augen offen hält, muss sich daher um Viren keine Sorgen machen. Anders sieht es mit abstrakteren Bedrohungen wie Phishing oder Ransomware aus: Hier kann eine zusätzliche Sicherheitslösung sinnvoll sein. Allerdings ist diese vor allem unter iOS aufgrund der ansonsten schützenden Beschränkungen des Systems in aller Regel nicht sonderlich leistungsstark.

Reicht kostenlose Virenschutz-Software aus?

Es gibt eine Reihe von kostenlosen Antiviren-Tools. Teils sind diese bereits im Betriebssystem enthalten, wie das etwa mit dem Windows Defender als Teil von Windows 8 und 10 der Fall ist. Die ursprünglich für Linux entwickelte Open-Source-Lösung ClamAV ist ebenfalls gratis und inzwischen für viele weitere Systeme erhältlich. Hinzu kommen abgespeckte Gratis-Versionen von kostenpflichtigen Virenscannern, darunter das bereits erwähnte Avira Free Security. Gemeinsam haben die meisten kostenlosen Antiviren-Lösungen, dass sie sich auf das Kerngeschäft von Malware-Protection-Tools beschränken: den Virenscanner selbst. Manchmal gibt es noch eine Firewall dazu, Avira legt auch noch einen Passwort-Manager, ein paar Tuning-Funktionen und ein volumenbegrenztes VPN obendrauf. Auch hier bietet aber erst die Pro-Version das volle Schutzprogramm: Ransomware, Phishing-Websites oder Abzocke beim Online-Shopping sind Gefahren, gegen die auch bei anderen Herstellern nur die kostenpflichtigen Lösungen schützen.

Ein Basis-Schutz ist in viele Betriebssysteme bereits integriert, Windows 10 etwa hat den Windows Defender an Bord. Spezialfunktionen, die den Basisschutz erweitern, sind in diesen und anderen Gratis-Lösungen jedoch meist nicht enthalten.

Allerdings handelt es sich bei Gefahren jenseits klassischer Viren, Würmer und Trojaner um vermeidbare Risiken: Erfahrene Anwender können solche Angriffe selbst erkennen, benötigen demzufolge dafür keine Software-Unterstützung. Sie können sich so mit den Gratis-Lösungen ausreichend schützen, sofern sie im Alltag umsichtig handeln.

Windows-Systeme sind am stärksten von Viren betroffen

Anti-Malware-Programme mit Virenscanner sind unter Windows im Prinzip Pflicht. Das liegt einerseits an dem bereits erwähnten Marktanteil von über 80%, der Windows-Rechner für Angreifer besonders interessant ist. Andererseits sind Sicherheitslücken, die zum Beispiel aus Versehen mit einem Windows-Update ausgeliefert werden können, durch die Auto-Update-Funktion schnell auf einer großen Zahl von PCs vorhanden. Zusammen ergibt das ein Paradies für Angreifer, die ganz klassisch mit Computerschädlingen arbeiten. "Virus" ist dabei der Überbegriff für selbstreplizierende Schadsoftware; bei Würmern handelt es sich im Prinzip um Viren, die sich über das Internet verbreiten. Beide können trojanische Pferde, Backdoors, Keylogger oder Spyware enthalten, also Programme, die den Rechner ausspionieren oder gar den Fernzugriff erlauben. Backdoors sind besonders perfide, weil sie eine „Hintertür“ zum PC öffnen, über die ein Computerkrimineller entweder Daten ausspionieren oder den PC für kriminelle Zwecke – etwa in Form eines Botnetzes – einsetzen kann. Bis auf eine möglicherweise höhere Systemlast merkt der Nutzer von diesen Aktivitäten nichts.

Gefahren auf Macs, Linux und Mobil-Systemen

Diese Art von Schadsoftware gibt es natürlich auch für andere Betriebssysteme, allerdings ist ihre Verbreitung durch den verhältnismäßig kleinen Marktanteil – etwa bei Linux und MacOS für den Desktop – erschwert. Zudem gibt es in Mobilsystemen wie iOS, iPadOS und Android auch zahlreiche Sicherheitsfunktionen, die die Verbreitung von Schadsoftware behindern. Dadurch ist die Erfolgsquote geringer, was wiederum dafür sorgt, dass sich Schadsoftware-Entwickler auf Windows-Systeme konzentrieren und es relativ wenige MacOS- und Linux-Viren oder Schadsoftware für iOS und Android gibt. Trotzdem kann es auch hier sinnvoll sein, sich zu schützen. Auch, da Computerkriminelle zusehends auf andere, Betriebssystem-unabhängige Tricks ausweichen, um sich an arglosen Anwendern zu bereichern. Dazu muss heutzutage oft kein Virus auf den Rechner geschleust werden, sondern es reicht, Benutzernamen und Passwörter für Online-Dienste abzugreifen.

Norton kennt man unter anderem für seine Komplettsuite Norton 360. Für Gamer ist der Abkömmling "Norton for Gamers" interessant: der unterdrückt zum Beispiel Benachrichtigungen im Vollbild und schlägt Alarm, wenn das eigene Gamertag im Dark Web gefunden wird.

Phishing & Co: Der Mensch als Sicherheitslücke

Beliebt ist zum Beispiel das Kapern von Benutzerkonten mit Hilfe sogenannter Phishing-Seiten: Eine gefälschte Website fordert den Anwender unter einem Vorwand auf, Benutzerdaten zu überprüfen sowie das Passwort oder Kreditkartendaten einzugeben. Statt eines Logins passiert anschließend – nichts. Der Angreifer kann jetzt mit den abgegriffenen Benutzerdaten allerlei Unfug anstellen. In eine ähnliche Kerbe schlagen Erpressungsversuche: Spam-Nachrichten behaupten, die Webcam sei gehackt und das Opfer sei bei einer kompromittierenden Situation gefilmt worden. Nun solle ein Betrag per Bitcoin überwiesen werden, damit das Material nicht veröffentlicht wird. Den Kreis zur Software schließen dann Erpressungstrojaner (Ransomware), die zum Beispiel wichtige Benutzerordner verschlüsseln und nur gegen Zahlung freigeben. Falsche Shops lauern im ganzen Internet und warten nur auf preisbewusste Kundschaft, die für ein vermeintliches Schnäppchen jede Vernunft ziehen lassen. Kurzum: Das Netz ist voller potentieller Gefahren, und je unerfahrener oder unachtsamer ein Nutzer ist, desto schneller tappt er in die Falle.

💡 Die wichtigsten Virenschutz-Regeln
  • Laden Sie Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter.
  • Öffnen Sie keine unerwartet zugesendeten E-Mail-Anhänge oder Links, insbesondere nicht von fremden Absendern.
  • Prüfen Sie, ob Name und E-Mail-Adresse eines Absenders zusammen passen.
  • Stellen Sie insbesondere bei Online-Zahlungen sicher, dass die Seite über eine HTTPS-Adresse aufgerufen wird.
  • Machen Sie regelmäßig Backups. Sollte ein Virus doch einmal Daten vernichten oder Sie aus dem Rechner sperren, sind die Daten nicht verloren.
  • Aktualisieren Sie Ihre Software und das Betriebssystem regelmäßig, um potenzielle Sicherheitslücken zu schließen.

Antivirus-Software schützt auch vor anderen Bedrohungen

Der falsche Klick, die richtige Eingabe auf gefälschten Seiten oder das unachtsame Öffnen eines E-Mail-Anhangs sind jedoch keineswegs reine Einsteiger-Probleme. Auch alte Computer-Hasen können derartigen Angriffen schon einmal auf den Leim gehen. Genau deshalb besitzen moderne Anti-Malware-Tools auch einen holistischen Ansatz: Sie versuchen, den Anwender vor möglichst vielen Bedrohungen zu schützen. Viren und Trojaner sind nur eine davon. Also klinken sich diese Programme überall ein und überwachen den PC überall dort, wo Gefahren drohen: Sie warnen im Browser, wenn eine Website nicht koscher ist, blockieren bekannte Honigtöpfe oder suchen sogar im Darknet nach bereits komprimitierten Benutzernamen, Kreditkartendaten oder Online-Konten. Mit an Bord sind je nach Produkt auch gleich Passwort-Manager, Kindersicherung und/oder Firewalls, die auch direkte Angriffe blockieren und jede Form von Schusseligkeit zu verhindern suchen.

Benachrichtigungen ertragen, auch wenn sie nerven

Heutige Anti-Malware-Tools sind sich funktional sehr ähnlich. Auch die Erkennung der Schadsoftware ist durchweg auf hohem Niveau. Durch ihren umfassenden Anspruch führt ihr Einsatz aber nicht selten zu einem Sicherheitsparadoxon: Je mehr Schutz sie bieten, desto häufiger melden sie eine Bedrohung. Das wiederum kann dafür sorgen, dass der Nutzer die Warnungen entnervt wegklickt oder den Schutz sogar temporär deaktiviert. Dementsprechend sinnvoll ist es, wenn die Programme ihre Arbeit diskret im Hintergrund verrichten. Aber auch hier offenbart sich ein Dilemma – denn ein Malware-Schutz, der sich nicht meldet, erweckt den Eindruck, es gäbe keine Bedrohungen. Wer geschützt sein will, muss die Hinweise also irgendwie ertragen. Nur wenige Tools wie Norton 360 for Gamers bieten wenigstens in bestimmten Situationen die Möglichkeit, die Sicherheitshinweise automatisch stumm zu schalten.


Fazit

In der Theorie werden erfahrene Nutzer, die stets alle Verhaltensregeln beherzigen, bereits vom Betriebssystem ausreichend geschützt. In der Praxis machen aber selbst Profis Fehler, etwa bei besonders cleveren Phishing-Versuchen. Und spätestens, wenn ein PC im Netzwerk von weniger erfahrenen Anwendern oder gar Kindern genutzt wird, besteht ein erhöhtes Risiko von Sicherheits-Unfällen. So sind bei vielen Produkten auch Kindersicherungen oder Website-Sperrfunktionen integriert, genau wie der Schutz vor Phishing und Datendiebstahl.

Zusätzliche Anti-Malware-Suiten sind somit alles andere als überflüssig: Wenig erfahrene Anwender können sich damit entspannt zurücklehnen, denn die Sicherheitssoftware schützt vor den gängigen Fallen, und auch Profis haben ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Allerdings sind auch Anti-Malware-Tools nicht gegen Fehler gefeit. Deshalb ist es doppelt sinnvoll, den Basisschutz des eigenen Systems um eine Zusatzlösung zu erweitern – die man, genau wie alle anderen Programme und das Betriebssystem, immer auf dem aktuellsten Stand hält, um Gefahren von vornherein zu vermeiden.


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