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Anonym surfen mit VPN: Die besten VPN-Anbieter im Vergleich

Verschlüsselt und anonym im Internet surfen

Auch 2020 ist eine VPN-Verbindung die beste Lösung, um anonym zu surfen, Daten verschlüsselt über das World Wide Web zu versenden oder Geoblocking-Sperren zu umgehen. Wir stellen eine Auswahl der besten VPN-Anbieter vor.

[Update 02.06.2020]: Dieser Beitrag wurde im Juni 2020 aktualisiert.

Das Gefühl, dass die eigenen Daten schon längst nicht mehr ganz so privat wie gewünscht sind und doch irgendwie immer irgendetwas mitgelesen oder mitverfolgt wird, ist schon fast normal geworden im Online-Alltag. Ganz beiläufig werden Inhalte ausgeblendet, zensiert oder auf die eigenen Vorlieben zugeschnitten ausgeliefert, ganz so, als würden wir es nicht bemerken. Um wenigstens ein bisschen Internet-Autonomie und angemessenen Datenschutz zurückzuerlangen, stellen wir einige VPN-Anbieter vor, mit deren Hilfe sich im Jahr 2020 Online-Aktivitäten verschleiern und verschlüsseln lassen.

Was ist VPN und wozu brauche ich das?

VPN steht für "virtuelles privates Netzwerk" (engl. Virtual Private Network). Ein virtuelles privates Netzwerk ist ein in sich abgeschlossenes Netzwerk, das der verschlüsselten beziehungsweise anonymen Kommunikation sowie Übersendung von Daten über das Internet dient. Bei einer VPN-Verbindung dient der eigene PC, Laptop oder auch das Smartphone oder Tablet als VPN-Client. Ein VPN-Client wird mittels einer VPN-Software mit einem VPN-Server des jeweiligen Anbieters verbunden. Auf diese Weise wird die IP-Adresse, über die sich jedes Endgerät beziehungsweise jeder Nutzer im Internet (und auch in lokalen Netzwerken) identifizieren lässt, durch die IP des VPN-Servers ersetzt. Die Anfrage eines VPN-Clients wird also durch einen Tunnel an das eigentliche Ziel gebracht, sprich eine Webseite, ein anderes Netzwerk oder ein bestimmter Dienst. Der eigentliche Nutzer wird auf diese Weise verschleiert und die übermittelten Daten sind innerhalb des VPN-Tunnels verschlüsselt und somit ebenfalls nicht von außen einsehbar. Die meisten VPN-Anbieter überlassen außerdem dem Nutzer die Wahl, welchem Land die jeweils verwendete IP-Adresse zugeordnet werden soll.

In erster Linie dient ein VPN dazu, sich anonym im Internet zu bewegen und so die eigene Privatsphäre zu schützen. Alle über ein VPN gesendeten und empfangenen Daten werden verschlüsselt und anonymisiert, sodass Sender und Empfänger nur sehr schwer bis gar nicht zu ermitteln sind. Die Anonymität eines VPN-Nutzers wird auch dadurch erhöht, dass sich alle Nutzer eines VPN-Anbieters - genauer gesagt die, die sich über denselben zugewiesenen oder ausgewählten VPN-Server im Internet bewegen - denselben IP-Adressen-Pool teilen. So kann diese IP nicht einem bestimmten Nutzer zugeordnet werden. Die einzigen Rückschlüsse, die eine VPN-Verbindung zulässt, beziehen sich auf die Anzahl, Häufigkeit und Größe der versendeten Datenpakete. Über diese Kenngrößen lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf die Art der Daten ziehen.

Die VPN-Dienste im Überblick (17 Bilder)

Avira Phantom VPN: Die Desktop-App zeigt in der Free-Version das noch verbleibende Datenvolumen an. Eine VPN-Verbindung wird auf Knopfdruck hergestellt.

Darüber hinaus kann man mithilfe eines VPNs auch das sogenannte Geoblocking umgehen. Geoblocking ist eine Technik, die eingesetzt wird, um Inhalte im Internet regional zu sperren. Das betrifft vor allem mediale Inhalte wie Filme und Musik. Obwohl inzwischen per EU-Verordnung ein EU-weites Streaming beschlossen wurde, gibt es auch im Jahr 2020 immer noch zahlreiche Länder, aus denen man keinen Zugriff auf Inhalte von Netflix, Spotify, Sky oder iTunes hat. Nutzt man zum Aufruf einer Streaming-Seite einen VPN-Dienst, kann man dem Anbieter, der den Dienst im jeweiligen Gastland gesperrt hat, also ganz einfach per IP vorgaukeln, dass man sich beispielsweise gar nicht in Ungarn (Inhalt gesperrt), sondern in Deutschland (Inhalt freigegeben) aufhält. So kann man als Abonnent von Bezahl-Diensten auch in jenen Ländern auf Inhalte zugreifen, in denen sie sonst durch Geoblocking ausgesperrt werden.

Ein weiteres Einsatzgebiet für VPNs sind Unternehmen, Behörden oder Universitäten, die ihren Mitarbeitern beziehungsweise Studenten den Zugriff auf ein internes Netzwerk von außen über das Internet ermöglichen wollen. So kann man aus dem Home-Office auf Firmen-Anwendungen zugreifen oder auch aus einem öffentlichen WLAN auf das Intranet der eigenen Hochschule.

VPN-Anbieter im Vergleich - Leistungen, Preise, Besonderheiten

  • Cyberghost VPN
    Bei CyberGhost VPN* bekommt man ein unbegrenztes Datenvolumen mit 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie – so kann man den Service zunächst bequem und ausgiebig testen. Neben der Bezahl-Variante gibt es auch eine kostenlose Version von CyberGhost, welche jedoch keine Server-Auswahl bietet, nur eine begrenzte Bandbreite zur Verfügung stellt und eine Warteschlange für die Verbindung beinhaltet. Entscheidet man sich für die kostenpflichtige Variante, bekommt man dafür eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung, automatischen Schutz beim Wechsel des Netzwerks und einen integrierten Werbeblocker. Zudem kann man einen der über 6.400 Server aus über 90 Ländern frei wählen und den Dienst auf bis zu 7 Geräten gleichzeitig nutzen. CyberGhost VPN gibt es für Windows, Mac und Linux sowie als App für Android und iOS. Darüber hinaus kann man den VPN-Dienst mit Bitcoin bezahlen und es werden laut Hersteller keinerlei Logfiles (Verbindungsprotokolle) angelegt. Aktuell gibt es die 3-Jahreslizenz zum einmaligen Preis von 95 €, was einem Monatsbeitrag von 2,64 € entspricht. Auch andere Lizenzen sind mit einem Rabatt erhältlich.
  • NordVPN
    Einer der bekanntesten VPN-Dienste ist NordVPN*. Bis zu sechs Geräte gleichzeitig können mit NordVPN verschlüsselt, sicher und mit verborgener IP-Adresse im Internet surfen. Über 5.800 Server stehen dazu in 59 Ländern zur Auswahl und ermöglichen so auch das Streamen von Videos, die am aktuellen Aufenthaltsort nicht verfügbar sind. Eine Drosselung der Geschwindigkeit nach dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens gibt es nicht. Zudem blendet NordVPN störende Werbung aus und will Nutzer vor Hackern und Schadsoftware schützen. Der Preis hängt von der Abodauer ab – je länger man sich bindet, desto weniger zahlt man umgerechnet pro Monat. Die 3-Jahreslizenz ist beispielsweise aktuell exklusiv für Heise-Nutzer für 111,82 € erhältlich (= 3,11 € pro Monat).
  • PureVPN
    Auch der Anbieter PureVPN* lockt regelmäßig mit Sonderangeboten, sodass man den Dienst auch für kleines Geld abonnieren kann. Das Netzwerk bietet Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s — damit lassen sich Videos von Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime oder Hulu flüssig ansehen, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Die eigene IP-Adresse wird durch einen der über 2000 VPN-Servern verschleiert, die in mehr als 140 Länder stehen. Zwischen dem genutzen PureVPN-Server und dem eigenen Computer oder Mobilgerät besteht ein verschlüsselter Tunnel für eine sichere Verbindung. Falls Probleme auftreten, stellt der Dienst rund um die Uhr Support per Live-Chat zur Verfügung. MIt einem Monatspreis von 1,79 €, der noch dazu bereits beim 2-Jahresabonnement gewährt wird, ist es momentan einer der günstigsten Anbieter im Feld. So werden für die ersten zwei Jahre nur 43 € fällig.
  • Surfshark
    Auch Surfshark* verbirgt die eigene IP-Adresse vor Daten-Schnüfflern und umgeht so das Geoblocking von Videos. Surf-Daten der Nutzer will Surfshark nicht speichern und zudem Werbung, Schadsoftware, Phishing und Tracker blockieren. Surfshark gibt es abgesehen vom Testzugang nur kostenpflichtig, wahlweise als 1-, 12- oder 24-Monats-Abo. Wer in den ersten 30 Tage mit dem Dienst nicht zufrieden ist, kann die Geld-zurück-Garantie des Herstellers in Anspruch nehmen. Auch Surfshark bietet seinen Dienst aktuell unseren Lesern exklusiv zum Monatspreis von 1,79 € bei einer Laufzeit von zwei Jahren an. Der Gesamtpreis beträgt hier 42,97 €.
  • Avira Phantom VPN
    Avira Phantom VPN* ist in dieser Übersicht der einzige VPN-Client mit Sitz in Deutschland, welchen es als Free- und Pro-Version gibt. Wie der Name schon erahnen lässt, ist die Free-Version kostenlos. Allerdings muss man sich hier mit 500 MByte Traffic pro Monat begnügen. Die Pro-Version enthält keine Beschränkung, ist für die Nutzung auf mehreren Geräten gleichzeitig freigegeben und kann einen Monat lang kostenfrei getestet werden, ist danach monatlich kündbar. Avira bietet in seiner VPN-Software neben der Verhinderung von DNS-Anfragen auch eine automatische Not-Trennung, die die Internetverbindung automatisch trennt, falls das VPN einmal ausfallen sollte. Bei Bedarf kann der VPN-Server jederzeit gewechselt werden, dafür stehen Server an 51 Standorten weltweit zur Verfügung. Darüber hinaus sollen bei Avira keine Logfiles angelegt werden, Bewegungen im Internet werden also nicht festgehalten. Für Heise-Nutzer gibt es die Jahresversion aktuell für 35,95 € und somit 40% günstiger.
  • Private Tunnel/OpenVPN
    Das VPN-Tool Private Tunnel ist aus dem Open Source Projekt OpenVPN entstanden und ist für sieben Tage kostenlos nutzbar. Ein Umstieg auf die Bezahl-Variante wird also schnell unumgänglich. Diese kostet für die Nutzung auf bis zu drei Endgeräten etwas mehr als 5 Euro (6 US-$) pro Monat oder etwas mehr als 32 Euro (36 US-$) pro Jahr. Das Abo ist flexibel und lässt sich bei Bedarf jederzeit erweitern, sodass auch mehr als drei Geräte den Dienst in Anspruch nehmen können. Wer eine VPN-Lösung für den privaten Bereich benötigt, beispielsweise um von unterwegs auf das private Heimnetzwerk zugreifen zu können, der kann das vollständig kostenfreie OpenVPN für diesen Zweck nutzen. Private Tunnel gibt es für PC, Mac und Linux sowie für iOS- und Android-Mobilgeräte.
  • ExpressVPN
    Die VPN-Software ExpressVPN gibt es nur gegen Bares, so bleiben Enttäuschungen über ein geringes Datenvolumen oder eine beschränkte Bandbreite aus. Für umgerechnet knapp 7,50 € (8,32 US-$) pro Monat bei einem Jahres-Abonnement (einmalig 99,95 US-$) bekommt man die Software für PC, Mac und Linux sowie die passenden Apps für Android und iOS. Und für die Installation auf dem heimischen Router und als Erweiterung für die Browser von Google und Mozilla gibt es ebenfalls eine Version des Tools. ExpressVPN bietet darüber hinaus eine 256-Bit-Verschlüsselung, unbegrenzte Bandbreite sowie unbegrenztes Datenvolumen und eine 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie. Die über 3.000 VPN-Server stehen an 160 verschiedenen Standorten in 94 Ländern und bieten uneingeschränkten Serverwechsel. Außerdem verspricht der Hersteller keine Verbindungsprotokolle anzulegen und einen 24-Stunden-Kundensupport per Livechat.

Andere Möglichkeiten zur Nutzung von VPN

Für die Nutzung einer verschleierten und verschlüsselten VPN-Verbindung muss man nicht zwingend auf die Software eines VPN-Anbieters zurückgreifen. Eine Alternative ist zum Beispiel der Tor-Browser. Über Tor bewegt man sich in einem in sich geschlossenen Netzwerk, quasi in einem VPN. Wenn man das Tor-Netzwerk betritt, wird eine Liste aller verfügbaren Tor-Server heruntergeladen. Mithilfe dieser Liste wird dann eine zufällige Route über die Tor-Server festgelegt, die sich jeweils über drei Server erstreckt. Die Verbindungs-Route wird außerdem alle zehn Minuten gewechselt, das soll größtmögliche Anonymität und Sicherheit gewährleisten. Ein "Nachteil" der Verbindung über Tor ist, das Cookies, Java und Javascript standardmäßig deaktiviert sind. Das Surf-Erlebnis wirkt also im Vergleich etwas fad, da dynamische Inhalte nicht sichtbar sind. Außerdem ist man über das Tor-Netzwerk merklich langsamer im Internet unterwegs.

Eine andere Möglichkeit der VPN-Verbindung zum Internet bietet der Opera-Browser. Opera hat standardmäßig ein VPN an Bord, welches sich auf Wunsch ein- oder ausschalten lässt. Zwar hat man nur die Wahl zwischen einigen Server-Standort-Regionen, das ist aber völlig ausreichend, falls man nur das Geoblocking umgehen und etwa sein reguläres Netflix-Abo im EU-Ausland nutzen will. Zudem ist das Opera-VPN kostenlos und es gibt auch keine Grenze für das genutzte Datenvolumen. Geschwindigkeits-Einbußen gab es im Test ebenfalls nicht.

Der Zugriff von unterwegs aus auf das private Netzwerk zu Hause, ist zum Beispiel mithilfe einer Fritz!Box und dem Fritz!Fernzugang möglich. Die Client-Software von AVM lässt sich auf dem Notebook installieren. Nach der Konfiguration ist der mobile Zugriff auf das heimische Netz über die eigene Fritz!Box möglich.

Fazit

Eine 100%ige Garantie auf Anonymität und Datenschutz kann kein VPN-Anbieter geben. Mit dem richtigen Know-How und der dazugehörigen Technik lassen sich zumindest Rückschlüsse auf übermittelte Daten und - unter sehr ungünstigen Umständen - auch die Identität des Nutzers ziehen. Dennoch bieten VPN-Dienste die beste Anonymität, die technisch möglich ist. Entsprechend ratsam ist es, VPN-Dienste einzusetzen, wenn das Surfverhalten privat bleiben soll.

Für Gelegenheits-Nutzer kann bereits das integrierte VPN des Opera-Browsers ausreichen, mit dem sich kostenlos Surfen und Streamen lässt. Aber eben nur innerhalb dieses einen Browsers - Anwendungen und Aktionen außerhalb des Browsers gehen am Opera-VPN vorbei. Auch Nutzer anderer Browser, etwa von Firefox und Chrome, gucken in die Röhre - und greifen deshalb am besten auf einen kostenpflichtigen VPN-Dienst zurück.

Nutzen Sie bereits eine VPN-Verbindung? Gibt es VPN-Anbieter, die Sie empfehlen können? Erzählen Sie doch in den Kommentaren davon!

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