Im Vergleich: VPN-Anbieter für anonymes Surfen
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Anonym surfen mit VPN: Die besten VPN-Anbieter im Vergleich

VPN-Test: Die besten Dienste für Streaming, Sicherheit und Anonymität

Eine VPN-Verbindung ist eine beliebte Lösung, um anonym zu surfen, Daten verschlüsselt über das Internet zu versenden oder Geoblocking-Sperren zu umgehen. Wir stellen eine Auswahl der besten VPN-Anbieter 2022 vor.

[Update 20.04.2022]: Dieser Beitrag wurde zuletzt im April 2022 von uns geprüft und aktualisiert.

💡 VPN-Anbieter: Unsere Empfehlungen
Spartipp:
CyberGhost
Allrounder:
NordVPN
Anonymität:
Mullvad
CyberGhost NordVPN Mullvad
Firmensitz Rumänien 🛈 Panama 🛈 Schweden 🛈
Systemunterstützung Sehr gut Sehr gut Gut
Max. Geräte 7 6 5
Protokolle Sehr gut Sehr gut Gut
Servernetz Sehr gut Gut Ausreichend 🛈
Performance Befriedigend 🛈 Sehr gut Sehr gut
Apps & Usability Gut Sehr gut Gut
Streaming (✓) 🛈 x 🛈
Sicherheit Gut Gut Sehr gut
Anonyme Zahlung x x
Sprache deutsch deutsch teilw. deutsch 🛈
Besonderheiten Dedizierte IP gg. Aufpreis; spezielle Gaming-Server Open-Source-Apps; anonyme Registrierung & Barzahlung möglich
Preis ab 1,99€/Monat ab 3,91€/Monat 5,00 €/Monat
Fazit "Die meisten Server zum günstigsten Preis" "Allrounder mit guter Preis-Leistung" "Beste Anonymität, aber kein Streaming"
Testbericht CyberGhost Test NordVPN Test Mullvad Test
Zum Anbieter ➤ CyberGhost*
84% Rabatt
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71% Rabatt
➤ Mullvad
5,00€/Monat

Alle Preisangaben entsprechen den tatsächlichen Kaufpreisen für Nutzer aus Deutschland. VPN-Anbieter und andere VPN-Vergleiche nennen oft nur Netto- statt tatsächlicher Kaufpreise, weshalb deren Preisangaben von unseren abweichen können.

Wissen Sie, welche persönlichen Daten Sie übertragen, wenn Sie im Internet surfen? Tatsächlich werden nur sehr wenige Internet-Nutzer diese Frage mit Sicherheit beantworten können. Die meisten hinterlassen vermutlich mehr Spuren, als Sie annehmen. Und wer diese Daten dann mitliest und wie sie weiterverarbeitet werden, ist sogar nochmals weniger transparent. Die Ergebnisse dieser Verarbeitung sind aber mitunter messbar: So werden abhängig etwa vom Standort, von vorher besuchten Webseiten oder vom eingesetzten Betriebssystem Inhalte ausgeblendet, verändert oder zensiert, Preise von Online-Angeboten angepasst oder Werbung auf das eigene Persönlichkeitsprofil zugeschnitten. Ein "neutrales" Internet bekommt man so nicht zu Gesicht. Nutzt man eine drahtlose Internet-Verbindung, lässt sich der Datenverkehr zudem einfacher mitlesen. Um ein bisschen Internet-Autonomie und angemessenen Datenschutz zurückzuerlangen, stellen wir einige VPN-Anbieter vor, mit deren Hilfe sich im Jahr 2022 Online-Aktivitäten verschleiern und verschlüsseln lassen.

Was ist ein VPN?

Die Abkürzung VPN steht für "virtuelles privates Netzwerk" (engl. Virtual Private Network). Das ist ein in sich abgeschlossenes Netzwerk, das der verschlüsselten Kommunikation über das Internet dient. Bei einer VPN-Verbindung wird der eigene PC, Laptop, Smartphone oder Tablet zu einem VPN-Client, der sich mittels einer VPN-Software mit einem VPN-Server des jeweiligen Anbieters verbindet. Auf diese Weise wird die eigene IP-Adresse, über die sich jedes Endgerät beziehungsweise jeder Nutzer identifizieren lässt, gegenüber anderen durch die IP des VPN-Servers ersetzt. Dadurch surft man unerkannt. Wenn der VPN-Dienst Server in verschiedenen Ländern betreibt, lassen sich so auch Ländersperren beziehungsweise Geoblocking umgehen. Man sollte jedoch darauf achten, dass alle Dienste unterstützt werden, die man nutzen möchte (z.B. Streaming-Seiten).

VPN Test 2022: VPN-Anbieter im Vergleich


Nicht jeder VPN-Dienst am Markt ist für anonymes Surfen zu empfehlen. Besonders wichtig für datenschutzbewusste Nutzer: Der VPN-Anbieter sollte eine No-Log-Policy verfolgen, also keine Verbindungsprotokolle anlegen, über die sich besuchte Webseiten oder sonstige übertragene Daten zurückverfolgen lassen. In unserem VPN-Anbieter-Vergleich berücksichtigen wir daher nur VPN-Dienste, die eine strikte No-Log-Policy versprechen. Alle hier vorgestellten Anbieter haben wir überdies selbst getestet – der detaillierte VPN-Test inklusive Tabelle ist bei jedem Dienst in der Beschreibung verlinkt.

Kurz & knapp
  • CyberGhost (Kauflinkab 1,99€ / Monat*) DEAL ist aktuell der günstigste VPN-Dienst im Vergleich – und stellt die meisten VPN-Server zur Auswahl.
  • NordVPN (Kauflinkab 3,91€ / Monat*) bietet flotte Geschwindigkeit und per Security-Audit geprüfte Sicherheit.
  • Surfshark (Kauflinkab 2,42€ / Monat*) DEAL ermöglicht als einziger VPN-Anbieter das Surfen auf unbegrenzt vielen Geräten gleichzeitig.
  • Mullvad (Kauflinkfür 5,00€ / Monat) unterstützt kein Streaming, aber erlaubt anonyme Barzahlung ohne vorherige Registrierung.
  • ExpressVPN (Kauflinkab 8,32 US-$ / Monat*) bietet Top-Geschwindigkeit und knapp die größte Länderauswahl. Allerdings ließen sich internationale Streaming-Angebote im Test nur unzureichend freischalten.
Unsere Empfehlung
  • Wer regelmäßig uneingeschränkt per VPN surfen will, greift zu einem Anbieter wie CyberGhost. Dort gibt es die meisten Server, eine sehr große Länderauswahl, gute Geschwindigkeit und den günstigsten Preis. Auch Streaming und Peer-to-Peer-Dienste werden unterstützt. Alternativ lohnen sich NordVPN (etwas flotter, aber teurer) oder Surfshark (unbegrenzt viele Geräte, aber weniger Länder- bzw. Server-Auswahl). Daneben kann ExpressVPN mit einem großen und schnellen Servernetz überzeugen, zeigt aber Schwächen beim Streaming und ist vergleichsweise teuer.
  • Wenn Anonymität die oberste Priorität hat und man auf Streaming verzichten kann, erstellt man sich ein anonymes Profil bei Mullvad, das man bestenfalls bar bezahlt. Wer stattdessen Mozilla VPN abonniert, nutzt übrigens ebenfalls das VPN-Netz von Mullvad – zahlt für dieselbe Leistung jedoch etwas höhere Gebühren und muss ein Nutzerkonto ohne anonyme Bezahlmöglichkeit anlegen.


CyberGhost: Größte Server-Auswahl ab 1,99 Euro / Monat

Bei CyberGhost VPN (Test) erhält man ein unbegrenztes Datenvolumen mit 45-Tage-Geld-Zurück-Garantie. Der Dienst bietet eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung, eine WireGuard-Protokoll-Unterstützung für schnelle Datenübertragung, einen automatischen Schutz beim Wechsel des Netzwerks und einen integrierten Werbeblocker. CyberGhost betreibt unter anderem VPN-Server in Österreich, den USA sowie datenschutztechnisch günstig in Island und der Schweiz – insgesamt bietet der Dienst mit über 7.300 Servern in 91 Ländern die größte nutzbare Serverauswahl in diesem VPN-Vergleich. Knapp mehr Länderauswahl bietet nur das (deutlich teurere) ExpressVPN.

Cyberghost

CyberGhost VPN gibt es für Windows, Mac und Linux sowie als App für Android und iOS, wobei sich bis zu sieben Geräte gleichzeitig verbinden lassen. Das von dem Deutschen Robert Knapp gegründete Unternehmen ist in Rumänien ansässig und gehört inzwischen zu Kape Technologies - einem im Vereinigten Königreich beheimateten Unternehmen, dessen Datenschutz in der Vergangenheit schon kritisiert wurde. CyberGhost versichert uns gegenüber jedoch, weiterhin unabhängig zu operieren und keinerlei Logfiles beziehungsweise Verbindungsprotokolle anzulegen. Demnach können keine Surfdaten an Institutionen, Behörden oder andere Parteien herausgegeben werden. Informationen zu eingehenden Daten-Anfragen und dem Umgang mit diesen liefert das Unternehmen in regelmäßigen Transparenz-Reports.

Fazit: CyberGhost bietet die größte Serverauswahl und den geringsten Monatspreis. Im Surfalltag überzeugt der Dienst mit praktischen Funktionen, die eine Nutzung aller gängigen Internetdienste ermöglichen – vom Streaming bis hin zu Peer-to-Peer-Anwendungen.

➤ 84% Rabatt sichern*
CyberGhost ab 1,99 Euro / Monat

Spartipp: Derzeit gibt es CyberGhost im 3-Jahresabo inklusive drei Gratis-Monaten mit 83% Rabatt. Das entspricht 1,99 € pro Monat bzw. insgesamt 75,61 € für 39 Monate. (Stand: 23.02.2022)


NordVPN: Schnelles VPN ab 3,91 Euro / Monat

Einer der bekanntesten VPN-Dienste ist NordVPN (Test) . Bis zu sechs Geräte gleichzeitig können mit NordVPN verschlüsselt, sicher und mit verborgener IP-Adresse im Internet surfen. NordVPN verspricht, keine Verbindungsprokolle anzulegen, was ein unabhängiges Audit einer schweizerischen Wirtschaftsprüfung im Jahr 2020 bestätigt hat.

NordVPN

Knapp 5.300 Server in 60 Ländern ermöglichen neben dem anonymen Surfen auch das Streamen von Videos, die am aktuellen Aufenthaltsort nicht verfügbar sind. Im Test klappte dies unter anderem mit ausländischen Inhalten von Netflix und Amazon Prime Video. Eine Drosselung der Geschwindigkeit nach dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens findet nicht statt. Das integrierte Nordlynx-Protokoll basiert auf dem Wireguard-Protokoll und sorgt gemeinsam mit dem guten Servernetz für eine schnelle, zuverlässige und sicher verschlüsselte Verbindung. Auch bei NordVPN spart man am meisten, wenn man sich länger an den Service bindet. Die 2-Jahresversion kostet exklusiv für Heise-Nutzer 93,83 €. Das entspricht einem Monatspreis von 3,91 € und damit einem Rabatt von 69%.

Fazit: Mit NordVPN lassen sich alle gängigen Internetdienste flott und unkompliziert nutzen – das liegt an der unkomplizierten Software und an der sehr hohen Geschwindigkeit des Netzwerks. Das unabhängige Security-Audit aus 2020 soll all jenen zusätzliches Sicherheitsgefühl vermitteln, die Anbieterversprechen alleine nicht glauben wollen. Hier würden wir uns aber inzwischen eine Neuauflage wünschen.

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NordVPN ab 3,91 Euro / Monat

Surfshark: Unbegrenzt viele Geräte ab 2,42 Euro / Monat

Auch Surfshark VPN (Test) verbirgt die eigene IP-Adresse vor Daten-Schnüfflern – und lässt sich im Gegensatz zu anderen VPN-Anbietern auf unbegrenzt vielen Geräten gleichzeitig nutzen. Surf-Daten speichert Surfshark nach eigener Aussage nicht, zudem blockiert der Dienst Werbung, Schadsoftware, Phishing und Tracker. Das Umgehen von Geoblocking funktionierte im Test nur teilweise: Den BBC iPlayer etwa konnten wir aus Deutschland aufrufen, einige ausländische Netflix-Angebote, die sich zuvor ebenfalls mit Surfshark ansehen ließen, jedoch nicht.

Surfshark

Ähnlich wie andere VPNs verfügt auch Surfshark über ein Whitelisting beziehungsweise Split Tunneling. Damit ist es möglich, bestimmte Apps und Websites an der VPN-Verbindung vorbeizuleiten. Wer in den ersten 30 Tage mit dem Dienst nicht zufrieden ist, kann die Geld-zurück-Garantie des Herstellers in Anspruch nehmen. Surfshark bietet sein Produkt aktuell zu einen Monatspreis von 2,42 € bei einer Laufzeit von zwei Jahren plus zwei Gratis-Monaten an, was zu einem einmaligen Preis von 62,84 € für 26 Monate führt.

Seit kurzem bietet der Hersteller unter dem Namen Surfshark One* auch eine umfangreiche Komplett-Suite, die neben dem VPN-Client auch eine Anti-Malware-Lösung, eine Browser-Erweiterung, die ausschießlich rein organische Ergebnisse anzeigt sowie ein Tool enthält, das Datenpannen identifiziert.

Fazit: Als einziger VPN-Dienst in diesem Vergleich lässt sich Surfshark auf unbegrenzt vielen Geräten nutzen. Die Anzahl der VPN-Server mit insgesamt 3.200 in 65 Ländern ist ordentlich, liegt aber hinter CyberGhost und NordVPN zurück. Dafür zählt Surfshark mit nur 2,42 Euro Monatspreis zu den günstigsten Anbietern im VPN-Vergleich.

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Surfshark ab 2,42 Euro / Monat

Mullvad VPN: Kein Streaming, aber hohe Anonymität für 5 Euro / Monat

Mullvad VPN (Test) lässt sich als einziger vorgestellter Dienst ohne Angabe einer E-Mail-Adresse nutzen. Das klassische Benutzerkonto wird nämlich durch eine zufällig erstellte Zeichenfolge ersetzt, mit der man sich fortan identifiziert und einloggt. Wer möchte, kann sogar Bargeld anonym per Brief einschicken, um Guthaben auf die eigene ID zu laden – so kann man nicht über den Zahlungsdienstleister identifiziert werden.

Mullvad VPN

Der auch aus anderen VPN-Diensten bekannte Kill Switch blockiert den Datenverkehr, solange keine VPN-Verbindung besteht. Das Split Tunneling – also eine Auswahl, welcher Verkehr durch das VPN läuft und welcher daran vorbei – ist jedoch fummeliger als bei der Konkurrenz und zudem nur mit dem OpenVPN-Protokoll nutzbar. Zu beachten ist, dass sich mit Mullvad nicht alle Internetdienste nutzen lassen. Streaming wird zum Beispiel nicht unterstützt. Mit 825 Servern in 38 Ländern ist auch die Standortauswahl eher bescheiden. Die Geschwindigkeit der Server konnte dafür im Test überzeugen.

Fazit: Mit Mullvad nimmt man Abstriche bei Komfort, Preis und Serverauswahl in Kauf. Gerade die fehlende Streaming-Unterstützung schränkt die Vielseitigkeit ein. Für das anonyme Surfen bietet der Dienst aber die meisten Features, da man ihn ohne Kontobindung nutzen und bar bezahlen kann.

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Mullvad für 5,00 Euro / Monat

Mozilla VPN: Mullvad mit Abstrichen

Das Mullvad-VPN wird auch von Mozilla unter dem Namen Mozilla VPN verkauft. Vorteile bietet das Mozilla-Abo gegenüber einem Abo bei Mullvad jedoch nicht. Die eingesetzte Technik ist in beiden Fällen dieselbe, der Preis ist bei Mozilla jedoch teurer – und ausgerechnet auf das wichtigste Mullvad-Feature, die anonyme Registrierung, muss man bei Mozilla verzichten.


ExpressVPN ab 8,32 US-$/Monat: Starke Technik, aber Schwächen bei Preis und Streaming

Wer bei der Auswahl eines kommerziellen VPN-Dienstes vor allem auf hohe Geschwindigkeit, guten Datenschutz und einfache Bedienung wert legt, macht mit ExpressVPN (Test) nach aktuellem Stand wenig falsch. Das Serververnetz ist mit über 3000 Servern in 94 Ländern angenehm groß, beeindruckend schnell und arbeitet sehr zuverlässig. Die VPN-Apps lassen sich einfach bedienen und auch die Datenschutz- und No-Log-Richtlinien können überzeugen. Allerdings gehört ExpressVPN genau wie das bereits vorgestellte CyberGhost VPN zu KAPE Technologies – hier sind wir auf die langfristigen Auswirkungen gespannt. Angekündigt ist zumindest, dass ExpressVPN trotz Übernahme weiterhin unabhängig agieren soll.

Anlass zur Kritik bietet die vergleichsweise schwache Streaming-Tauglichkeit: Anders als Mullvad kann ExpressVPN zwar internationale Streaming-Angebote grundsätzlich entsperren. In unserem Test artete dies jedoch in ein Glücksspiel aus – mit meist enttäuschendem Ergebnis. Beim Surfen wurden wir zudem etwas häufiger von Captcha-Abfragen gestört ("Markieren Sie alle Bilder mit einem Zebrastreifen"), als dies bei der Konkurrenz der Fall war. Angesichts des vergleichsweise hohen Preises wären Zusatzfunktionen wie Multi-Hop-Server oder eine optionale dedizierte IP-Adresse wünschenswert.

Fazit: ExpressVPN überzeugt im Test mit großer Standortauswahl, hoher Verbindungsstabilität und sehr schneller Geschwindigkeit auch bei weit entfernten Servern. Dieses performante Servernetz lässt man sich gleichwohl gut bezahlen und ruft den höchsten Monatspreis in diesem Vergleich auf. Schade, dass die schwache Streaming-Unterstützung und häufige Captcha-Abfragen den Spaß beim Surfen trüben.

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ExpressVPN ab 8,32 US-$/ Monat

Unsere Empfehlung: Das beste VPN für Ihre Bedürfnisse

Möchten Sie regelmäßig ein VPN einsetzen und dabei alle Internetdienste uneingeschränkt nutzen? Dann sind Sie prinzipiell mit einem günstigen Abo-Anbieter wie CyberGhost* gut beraten. Dort gibt es die meisten Server, die größte Länderauswahl, gute Geschwindigkeit und den günstigsten Preis in diesem Vergleich. Die Client-Software lässt sich auch von Anfängern leicht nutzen und einrichten. Einschränkungen beim Surfen erfährt man praktisch nicht, egal, ob man Videos streamt, im Web surft oder etwa Peer-to-Peer-Dienste nutzt. Alternativ lohnen sich NordVPN* (etwas flotter, aber teurer) oder Surfshark* (unbegrenzt viele Geräte, aber geringere Länder- bzw. Server-Auswahl).

Sind Sie bereit, für zusätzliche Sicherheit auf Komfortfunktionen und Streaming zu verzichten? Zusätzliche Maßnahmen für mehr Anonymität bietet etwa Mullvad (alternativ auch IVPN). Diese Anbieter rufen jedoch höhere Monatspreise ab und unterstützen nicht alle Internetdienste – als VPN für Streaming-Webseiten empfehlen sich Mullvad und IVPN nicht. Wenn Sicherheit das oberste Gut ist, weil man etwa als Journalist brisante Recherchen in einem politisch instabilen Land durchführt, sind diese beiden VPN-Anbieter dennoch erste Wahl.

Die VPN-Dienste im Überblick (12 Bilder)

Die Client-Software des Anbieters CyberGhost* bietet auf der linken Fensterseite eine Navigation, die schnell zu dem gewünschten Bereich führt. Die passenden Informationen und Funktionen finden sich in der Fenstermitte, wie hier zu den Favoriten, mit den bevorzugten Serverstandorten für Streams und das allgemeine Surfen. Den aktuellen Verbindungsstatus zeigt CyberGhost ebenfalls an und nennt den aktuell genutzten Serverstandort, zu dem eine verschlüsselte 256-Bit-AES-Verbindung besteht - inklusive der Verbindungszeit.

Hintergrund: Anonym surfen mit VPN

Ein VPN hilft dabei, sich anonymer im Internet zu bewegen und so die eigene Privatsphäre zu schützen. Alle über ein VPN gesendeten und empfangenen Daten werden verschlüsselt und über einen Proxy-Server geleitet, sodass Sender und Empfänger nicht in direkter Verbindung stehen. Das sorgt letztlich für die Anonymität des VPN-Nutzers – die Gegenstelle sieht nicht das eigene Endgerät, sondern nur den VPN-Server. Wenn man dann noch einige Grundregeln zum anonymen Surfen einhält (siehe Extrakasten), wird man etwa von einer Webseite, die man besucht, nicht (wieder-)erkannt. Die einzigen Rückschlüsse, die eine VPN-Verbindung gegenüber Dritten theoretisch noch zulässt, beziehen sich auf die Anzahl, Häufigkeit und Größe der versendeten Datenpakete. Über diese Kenngrößen lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf die Art der Daten ziehen, aber der konkrete Inhalt ist von außen nicht einsehbar.

💡 Tipps für anonymes Surfen
Ein VPN-Anbieter schützt den Datenverkehr vor Mitlesern, verschleiert den eigenen Standort und erlaubt das Umgehen von Geoblocking-Maßnahmen. Zusätzlich sind jedoch die folgenden Regeln zu beherzigen, wenn Sie anonym bleiben möchten:

  • Cookies löschen: Anhand von Cookies erkennen Webseiten ihre Besucher wieder. Nur, wer die Cookies vor oder nach dem Surfen löscht, kann anonym bleiben – das gilt auch, wenn man per VPN surft.
  • Log-ins vermeiden:Wer sich mit Benutzername und Passwort auf einer Website einloggt, der identifiziert sich recht eindeutig – und wird dann von der Site auch hinter einem VPN wiedererkannt.
  • Anonym suchen: Eine Suchmaschine wie DuckDuckGo sammelt keine persönlichen Daten – anders als etwa Google.
  • Unnötige Browser-Plug-ins deaktivieren: Java und Flash waren früher nötig, um interaktive Inhalte im Browser darzustellen. Heutzutage kann man die Plug-ins samt ihrer Sicherheitslücken beruhigt deaktivieren.
  • Browser-Einstellungen prüfen: Auch der Browser loggt das Surfverhalten. Ein Blick in die Privatsphäre-Einstellungen lohnt deshalb. Idealerweise zeigt der Browser nach dem Start nur eine leere Seite ohne Empfehlungen.
  • Surfschutz aktivieren: Den Schutz vor betrügerischen Inhalten und gefährlichen Skripten muss man ebenfalls in den Browser-Einstellungen aktivieren.
  • Richtigen VPN-Server wählen: Wählen Sie zum Surfen nach Möglichkeit einen VPN-Server in Island oder der Schweiz aus – dort gelten nämlich die strengsten Datenschutz-Gesetze der Welt.

So funktioniert ein Webseiten-Besuch mit VPN

Ruft man etwa mit bestehender VPN-Verbindung eine Webseite auf, dann wird diese Anfrage zunächst über eine verschlüsselte Verbindung ("Tunnel") zum VPN-Server geschickt. In diesem Tunnel übertragene Daten sind dabei nicht von außen einsehbar – das erhöht insbesondere bei drahtlosen Verbindungen die Sicherheit. Der VPN-Server leitet die Anfrage dann an das eigentliche Ziel, also den Webserver mit der Webseite, weiter. Für den Webseiten-Server ist dabei nur der VPN-Server sichtbar, der tatsächliche Webseiten-Besucher beziehungsweise dessen Endgerät bleibt der Webseite verborgen. Entsprechend schickt der Webserver die angeforderte Webseite nur zum VPN-Server, der die Daten verschlüsselt an das eigene Endgerät weiterleitet. Dort entschlüsselt die VPN-Software die empfangenen Daten für den Webbrowser, der die angeforderte Webseite dann anzeigt.

VPN fürs Streaming: Videos und Musik ohne Geoblocking

Darüber hinaus kann man mithilfe eines VPNs auch das sogenannte Geoblocking umgehen. Geoblocking ist eine Technik, mit der Inhalte im Internet regional gesperrt werden. Das betrifft vor allem mediale Inhalte wie Filme und Musik. Obwohl inzwischen per EU-Verordnung ein EU-weites Streaming beschlossen wurde, gibt es auch im Jahr 2022 immer noch zahlreiche Länder, aus denen man keinen Zugriff auf Inhalte von Netflix, Spotify, Sky oder iTunes hat. Solche Sperren lassen sich umgehen, indem man mit einem VPN seinen Standort ändert.

Per VPN den Standort ändern

Nutzt man zum Aufruf einer Streaming-Seite einen VPN-Dienst, kann man dem Streaming-Anbieter also ganz einfach mit der IP-Adresse des VPN-Servers vorgeben, dass man sich beispielsweise gar nicht in Deutschland (Inhalt gesperrt), sondern in Österreich (Inhalt freigegeben) aufhält. So kann man zum Beispiel als Österreicher im Deutschland-Urlaub den österreichischen Livestream von Servus-TV sehen, anstatt nur das deutsche Programm des Senders zu schauen. Dazu wählt man in der Software des VPN-Anbieters schlicht einen Server im gewünschten Land aus, um der besuchten Webseite zu vermitteln, dass man sich gerade dort aufhält. Auf diese Weise kann man als Abonnent von Bezahl-Diensten auch in jenen Ländern auf Inhalte zugreifen, in denen sie sonst durch Geoblocking komplett gesperrt sind. Man sollte aber zuvor in das Kleingedruckte der Dienste schauen, die man via VPN nutzen möchte. Einige Anbieter, insbesondere Abo-Dienste aus dem Streaming-Bereich, untersagen nämlich die Nutzung mit VPN-Servern und behalten sich vor, bei Zuwiderhandlung den Account zu sperren. Wer ein VPN für Streams nutzen möchte, sollte zudem darauf achten, dass die VPN-Geschwindigkeit nicht zu niedrig ist, dass der VPN-Dienst Streaming generell unterstützt und Server in den entsprechenden Ländern anbietet.

Per VPN auf das Intranet zugreifen

Ein weiteres Einsatzgebiet für VPNs sind Unternehmen, Behörden oder Universitäten, die ihren Mitarbeitern beziehungsweise Studenten den Zugriff auf ein internes Netzwerk von außen über das Internet ermöglichen wollen. So kann man aus dem Home-Office auf Firmen-Anwendungen zugreifen oder auch aus einem öffentlichen WLAN auf das Intranet der eigenen Hochschule. Solche VPN-Netzwerke werden allerdings von den betreffenden Organisationen, Schulen, Behörden und Unternehmen selbst aufgesetzt und sind nur für interne Verwendung gedacht – sie ersetzen keineswegs ein VPN, mit dem man unerkannt privat surfen möchte.

VPN-Tests: VPN-Anbieter im Einzeltest


VPN-Alternativen

Für die Nutzung einer verschleierten und verschlüsselten Verbindung muss man nicht zwingend auf die Software eines VPN-Anbieters zurückgreifen. Doch die Alternativen haben oft Nachteile. So bewegt man sich im etwa im Tor-Browser in einem geschlossenen Netzwerk, das vom Prinzip einem VPN ähnelt. Wenn man das Tor-Netzwerk betritt, wird eine Liste aller verfügbaren Tor-Server heruntergeladen. Mithilfe dieser Liste wird dann eine zufällige Route über die Tor-Server festgelegt, die sich jeweils über drei Server erstreckt. Die Verbindungs-Route wird außerdem alle zehn Minuten gewechselt, das soll größtmögliche Anonymität und Sicherheit gewährleisten. Ein Nachteil der Verbindung über Tor ist, das Cookies, Java und Javascript standardmäßig deaktiviert sind. Das Surf-Erlebnis wirkt also im Vergleich teils fad, teils schlicht unvollständig, da dynamische Inhalte nicht sichtbar sind. Außerdem ist man über das Tor-Netzwerk merklich langsamer im Internet unterwegs – ein No-Go für alle, die zum Beispiel Videos in hoher Qualität streamen möchten oder größere Dateien hoch- oder herunterladen.

Leider langsam: mit dem TOR-Browser surft man anonym, aber nur mit geringer Geschwindigkeit.

Opera schützt nur unzureichend

Eine zuschaltbare VPN-Verbindung zum Internet bietet auch der Opera-Browser. Allerdings hat man nur die Wahl aus wenigen Server-Standorten. Das kann ausreichen, falls man etwa sein deutsches Netflix-Abo ohne Geoblocking im EU-Ausland nutzen will. Größere Geschwindigkeits-Einbußen gab es im Test ebenfalls nicht. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil der Opera-Lösung ist jedoch, dass man nur innerhalb dieses einen Browsers per VPN surft. Andere internetfähige Programme, Spiele, Clients und Browser surfen hier weiterhin komplett ohne Schutz. Im schlimmsten Fall surft man also mit dem Selbstverständnis, bei allen Online-Aktivitäten anonym und geschützt zu sein, wenn dies tatsächlich nur auf einen Teil des Datenverkehrs zutrifft.

Router mit VPN-Funktion

Der Zugriff von unterwegs auf das private Netzwerk zu Hause, ist zum Beispiel mithilfe einer Fritz!Box und dem Fritz!Fernzugang möglich. Die Client-Software von AVM lässt sich auf dem Notebook installieren. Nach der Konfiguration ist der mobile Zugriff auf das heimische Netz über die eigene Fritz!Box möglich. Damit emuliert man beim Webseitenbesuch allerdings immer seinen Heimatstandort, den man – anders als bei den hier vorgestellten VPN-Anbietern – nicht weltweit verändern kann.

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Fazit: Wie anonym surft man mit einem VPN?

Ein VPN verschiebt primär die Linie des Vertrauens: Statt beim Internet-Anbieter bündelt sich der eigene Datenverkehr auf den Servern des eingesetzten VPN-Dienstes. Der wichtige Unterschied zu Internet-Providern liegt in dem Versprechen einiger VPN-Anbieter, keine Verbindungsdaten zu protokollieren und diese somit auch nicht an Dritte herausgeben zu können. Zweiter großer Vorteil einer VPN-Verbindung ist die Verschlüsselung, die etwa im WLAN das Mitlesen der Daten durch Dritte verhindert. Entsprechend sinnvoll kann es sein, einen VPN-Dienst einzusetzen, wenn das Surfverhalten privat bleiben soll. Eine 100%ige Garantie auf Anonymität und Datenschutz erreicht man mit VPN-Anbietern aber auch in 2022 nicht: Mit dem richtigen Know-How und der dazugehörigen Technik lassen sich zumindest vage Rückschlüsse auf die Art der übermittelten Daten ziehen – selbst, wenn diese verschlüsselt sind. Ob ein VPN-Anbieter Wort hält und tatsächlich keine Daten loggt, ist außerdem von außen nicht zu überprüfen.

Alternativen zum bezahlten VPN sind ein zweischneidiges Schwert. So kann das kostenlos im Opera-Browser integrierte VPN gerade bei Gelegenheitsnutzern ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, da man außerhalb des Browsers ohne VPN-Verbindung surft - der Mailverkehr in einem E-Mail-Programm etwa geht am Opera-VPN vorbei. Auch Nutzer anderer Browser, etwa von Firefox und Chrome, gucken in die Röhre. Das Tor-Netzwerk wiederum lässt sich kostenlos nutzen und sorgt für sichere Anonymität, bleibt aber auch im Jahr 2022 quälend langsam – an Streaming etwa ist mit Tor nicht zu denken. Unsere Empfehlung lautet deshalb, zu einem der kostenpflichtigen VPN-Dienste zu greifen. Der Schutz Ihrer Daten sollte Ihnen den vergleichsweise geringen Monatsbetrag Wert sein.

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FAQ - Fragen und Antworten zum Thema VPN

Im Folgenden beantworten wir einige Fragen, die besonders häufig zum Thema VPN gestellt werden.

Ist VPN legal?

VPN-Dienste sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollkommen legal zu nutzen. Dasselbe gilt für die meisten anderen Länder der Welt. Zu den Ausnahmen zählen China und Russland, die nur vom Staat reglementierte VPN-Dienste erlauben. Auch die Türkei schränkt die VPN-Nutzung immer weiter ein. Wichtig: auch dort, wo sich VPN legal nutzen lässt, bleibt man für die eigenen Handlungen verantwortlich. Eine Straftat bleibt auch dann eine Straftat, wenn sie hinter einer VPN-Verbindung passiert.

Ist VPN sicher?

Eine VPN-Verbindung verschlüsselt den Datenverkehr, der am Endgerät (z.B. PC oder Smartphone) empfangen und gesendet wird. Es ist daher für Dritte nicht möglich, diese Daten im Klartext mitzulesen. Da die Daten aber nur verschlüsselt und nicht "versteckt" werden können, ist für Dritte zumindest im WLAN theoretisch messbar, wann wie viele Daten gesendet werden. Unter Umständen sind so Rückschlüsse auf die Art der Daten möglich - ohne den Inhalt von außen allerdings einsehen zu können. Somit ist ein VPN die bestmögliche Sicherung für den Datenverkehr im Internet, insbesondere auch im WLAN.

Welches ist der günstigste VPN-Anbieter?

Der günstigste VPN-Anbieter ist immer abhängig von der gewünschten Abo-Laufzeit. Typischerweise zahlt man umgerechnet pro Monat umso weniger, je länger man einen Dienst am Stück abonniert. Für verschiedene Laufzeiten können aber unterschiedliche VPN-Dienste den niedrigsten Preis bieten. Das aktuell billigste VPN je Abodauer zeigt die folgende Liste (Stand: 9.2.2021):

  • Das günstigste 1-Monats-Abo bietet Kaspersky* zum Preis von 4,95 € / Monat für bis zu fünf Geräte. Da Kaspersky offenbar Logfiles anlegt, können wir den Dienst aber derzeit nicht zum anonymen Surfen empfehlen.
  • Das günstigste 6-Monats-Abo bietet für umgerechnet 6,82 € / Monat der VPN-Anbieter Surfshark*. Surfshark legt keine Logfiles an und ermöglicht somit anonymes Surfen.
  • Das günstigste 1-Jahres-Abo gibt es für umgerechnet 2,50 € / Monat wiederum bei Kaspersky*. Da Kaspersky offenbar Logfiles anlegt, können wir den Dienst aber derzeit nicht zum anonymen Surfen empfehlen.
  • Am günstigsten kommt man aktuell mit dem 2-Jahres-Abo des Anbieters Atlas VPN* weg, welches umgerechnet 1,81 € / Monat kostet. Der Anbieter arbeitet mit einer No-Logs-Richtlinie.

Gibt es bereits Erfahrungen mit Mozilla VPN?

Firefox-Entwickler Mozilla bewirbt zunehmend den eigenen Dienst Mozilla VPN, der Ende April 2021 in Deutschland gestartet ist. Mozilla VPN ist kein von Mozilla selbst betriebener VPN-Dienst, sondern nutzt das Netzwerk des schwedischen VPN-Anbieters Mullvad (siehe Liste: VPN Anbieter im Vergleich). Das genießt einen sehr guten Ruf, liefert solide Geschwindigkeiten und gute Verbindungsstabilität.

Allerdings ist die Zahl der verfügbaren VPN-Server mit 781 (Stand: Juli 2021) im Vergleich zu anderen Anbietern eher gering. Ob und wie das Netzwerk einen Zustrom durch zusätzliche Mozilla-Nutzer verkraftet, muss sich nach Start des Dienstes noch zeigen. Nutzer aus den USA, wo der Dienst bereits länger verfügbar ist, berichten hier durchaus von langsamen Geschwindigkeiten und Verbindungsproblemen. Es bleibt abzuwarten, ob Mullvad möglicherweise mit einem Ausbau der Kapazitäten reagiert oder diese Erfahrungen vielleicht nur Einzelfälle sind.

Für das Streaming eignen sich die Mullvad-Server laut Aussage des Anbieters nicht. Wer im Urlaub also heimische Streaming-Angebote nutzen möchte, dürfte mit anderen Anbietern glücklicher werden.

Kritisiert wird in Datenschutz-Foren, dass die USA (Mozilla) und Schweden (Mullvad) Teil des 14-Eyes-Abkommens zum Austausch von Überwachungsdaten sind. Aber: Sowohl Mozilla als auch Mullvad geben an, keine Surfaktivitäten der Nutzer aufzuzeichnen. Positiv hervorzuheben ist bei Mullvad, dass man sich ohne E-Mail-Adresse anmelden und sogar bar bezahlen kann. Für das Mozilla-VPN besteht diese Option jedoch nicht.

Weitere Unterschiede zwischen Mozilla und Mullvad gibt es bei den Preisen: Wer Mullvad direkt abonniert, zahlt fest 5 Euro pro Monat – und zwar unabhängig von der Laufzeit. Bei Mozilla zahlt man laufzeitabhängig zwischen 5 und 10 Euro im Monat. Dieser Aufpreis diene dazu, Mozilla und seine Ideale zu fördern.

Was ist das beste VPN für Windows 11?

Wir gehen davon aus, dass alle hier vorgestellten VPN-Dienste und VPN-Clients ohne Einschränkungen auch unter Windows 11 funktionieren werden. Sie können die Wahl des für Sie besten VPN-Anbieters daher auch für Windows 11 von Ihren üblichen Kriterien abhängig machen, etwa Größe und Geschwindigkeit des VPN-Netzwerks, Preis oder Unterstützung von Streaming-Diensten.

Kann man eine VPN-Verbindung zurückverfolgen?

Den Nutzer einer VPN-Verbindung könnte nur der jeweilige VPN-Anbieter selbst zurückverfolgen - und das auch nur, sofern er die Verbindungsdaten seiner Nutzer aufzeichnet. Die meisten Anbieter versprechen jedoch, keine Logdateien der Verbindungen anzulegen. Damit man bei seinen privaten Online-Aktivitäten auch im Nachhinein nicht von Dritten ausspioniert werden kann, sollte man daher einen vertrauenswürdigen Anbieter auswählen.

Speichern VPN-Anbieter wirklich gar keine Daten von mir?

Doch, in der Regel schon! Typischerweise zählen dazu etwa eine E-Mail-Adresse oder die Dauer des Abonnements. Sofern ein Anbieter keine Logdateien über den Datenverkehr anlegt, können diese Daten aber nicht mit einer Surf-Historie in Verbindung gebracht werden. Eine Behörde könnte dann etwa im Zuge einer Ermittlung vielleicht herausfinden, dass jemand einen VPN-Dienst abonniert hat - aber nicht, wie dieser genutzt wurde.

Kann man mit VPN schneller im Internet surfen?

Die maximale Geschwindigkeit des eigenen Internet-Anschlusses ist vom Internet-Provider und dem dort gewählten Tarif abhängig. Daran ändert auch ein VPN-Dienst nichts. Einige Speed-Tests im Internet zeigen mit aktiver VPN-Verbindung trotzdem schnellere Übertragungsraten. Vermutlich wird dann nicht der komplette Übertragungsweg bis zum eigenen Rechner gemessen, sondern nur bis zu den VPN-Servern - was zu falschen Ergebnissen führt.

Wird das Internet mit VPN-Verbindung langsamer?

Ein guter VPN-Anbieter nutzt die volle Bandbreite des eigenen Internet-Anschlusses in der Regel gut aus - er bremst die Geschwindigkeit also nicht merklich. Typischerweise gelingt das mit VPN-Servern in der Nähe des eigenen Standortes am besten. Je weiter der Server-Standort entfernt ist, desto eher kann es zu Verzögerungen kommen.

Bringt ein No-Lag-VPN Vorteile beim Zocken?

Einige Spieler erhoffen sich einen besseren Ping beziehungsweise geringere Latenz, wenn sie online per VPN zocken. Tatsächlich kann ein VPN den eigenen Netzanschluss nicht beschleunigen (siehe Kann man mit VPN schneller im Internet surfen?). Wer wettbewerbsmäßig zockt oder mit großem Einsatz spielt, kann seine Verbindung aber mit einem VPN vor Manipulationen schützen. In manchen Multiplayer-Games ist es außerdem möglich, sich mit weiter entfernten Mehrspieler-Servern zu verbinden, die ohne VPN nicht zur Auswahl stünden. Das bezahlt man aber in der Regel mit einem Performance-Verlust.

Ein No-Lag-VPN wie es etwa der Dienst NoLagVPN für das Spiel Call of Duty: Warzone anbietet verspricht lediglich, diese Performance-Verluste möglichst gering zu halten. Dies will der Dienst erreichen, indem er nur Spieledaten über die VPN-Server leitet und den übrigen Datenverkehr daran vorbei. Prinzipiell bietet NoLagVPN aber keine anderen Funktionen als die klassischen hier vorgestellten Anbieter: Dort kann man typischerweise über eine Split-Tunneling-Funktion ebenfalls einstellen, dass nur bestimmte Anwendungen das VPN (nicht) nutzen, und sich mit Servern in der Wunschregion verbinden. Zudem sind viele der klassischen Anbieter günstiger als NoLagVPN.

Was sind die Nachteile von VPN-Diensten?

Mit einer aktiven VPN-Verbindung werden Daten über mehr Server gelotst, als dies ohne VPN der Fall wäre. Das kann zu einer geringeren Übertragungsgeschwindigkeit der Daten führen. Die kostenpflichtigen Dienste lösen dieses Problem aber aber in der Regel mit schnellen Servernetzen. Außerdem kann ein VPN-Anbieter prinzipiell den eigenen Internet-Verkehr mitlesen. Damit das eigene Surfverhalten trotzdem nicht nachvollziehbar bleibt, sollte man einen Anbieter wählen, der keine Logdateien anlegt beziehungsweise die eigene Surf-Historie nicht speichert. Auch sollten Nutzer von VPN-Diensten darauf achten, nicht gegen geltende Regeln zu verstoßen - dazu zählen nicht nur Gesetze, aber auch die AGB von Streaming-Diensten oder anderen Webseiten. Denn nicht alles, was ein VPN-Dienst technisch ermöglicht, ist auch erlaubt.

Wie kann ich die Geschwindigkeit meiner VPN-Verbindung erhöhen?

Ist die Surf-Geschwindigkeit mit aktiver VPN-Verbindung spürbar geringer als beim Surfen ohne VPN, dann sollten Sie zunächst prüfen, über welchen Server des VPN-Netzwerks Sie mit dem Internet verbunden sind. Wenn der gewählte Server weit vom tatsächlichen Aufenthaltsort entfernt ist, kann sich das negativ auf die Surfgeschwindigkeit auswirken. Ein Wechsel zu einem näheren Server löst dieses Problem in der Regel. Die populären VPN-Anbieter ermöglichen solche Serverwechsel unkompliziert mit wenigen Klicks.


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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

💡 Werkzeuge für Sicherheit und Datenschutz
  • Ein VPN schützt die Internetverbindung vor Mitlesern, verschleiert den eigenen Standort und erlaubt das Umgehen von Geoblocking-Maßnahmen.
  • Ein Passwort-Manager fungiert als geräteübergreifender Schlüsselbund, der Konten und Zugangsdaten vor Hackern und Datenlecks schützt.
  • Eine Virenschutz-Software schützt vor Trojanern, Phishing sowie anderer Malware und blockt zum Beispiel unerwünschten Zugriff auf die Webcam.
  • Eine Backup-Software bewahrt vor Datenverlust, indem sie Sicherungskopien der wichtigen Daten auf externen Datenträgern oder in einem Cloud-Speicher anlegt.
  • Gehen Daten verloren, von denen keine Sicherungskopie existiert, können allenfalls noch Lösungen zur Datenrettung helfen – eine Erfolgsgarantie gibt es allerdings nicht.

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