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Anonym surfen mit VPN: Die besten VPN-Anbieter im Vergleich

Verschlüsselt und anonym im Internet surfen

Eine VPN-Verbindung ist eine beliebte Lösung, um anonym zu surfen, Daten verschlüsselt über das Internet zu versenden oder Geoblocking-Sperren zu umgehen. Wir stellen eine Auswahl der besten VPN-Anbieter 2021 vor.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Eine VPN-Verbindung schützt gesendete und empfangene Daten vor Mitlesern und verschleiert den eigenen Standort.
  • In einem VPN lässt sich daher anonym surfen und z.B. Geoblocking umgehen.
  • Bei der Auswahl des VPN-Anbieters sollte man darauf achten, dass dieser keine Verbindungsprotokolle speichert.
  • Auch bei Nutzung einer VPN-Verbindung hat man sich an geltendes Recht und die Nutzungsbedingungen von Online-Diensten zu halten.
  • Zur Liste: ➤ VPN-Anbieter für anonymes Surfen im Vergleich

[Update 29.04.2021]: Dieser Beitrag wurde zuletzt im April 2021 von uns geprüft und aktualisiert.

Wenn man sich heutzutage im Internet bewegt, dann surft oft ein Gefühl der Unsicherheit mit. Schon die Frage, welche Daten man überhaupt beim Surfen überträgt, werden die wenigsten mit Sicherheit beantworten können. Wer diese Daten mitliest und wie sie weiterverarbeitet werden, ist sogar nochmals weniger transparent. Aber nicht nur gesendete, auch empfangene Daten können Risiken bergen: ganz beiläufig werden Inhalte ausgeblendet, zensiert oder auf das eigene Persönlichkeitsprofil zugeschnitten. Ein "neutrales" Internet bekommt man so nicht zu Gesicht. Nutzt man eine drahtlose Internet-Verbindungen, erhöhen sich diese Risiken sogar noch weiter. Um ein bisschen Internet-Autonomie und angemessenen Datenschutz zurückzuerlangen, stellen wir einige VPN-Anbieter vor, mit deren Hilfe sich im Jahr 2021 Online-Aktivitäten verschleiern und verschlüsseln lassen.

Was ist ein VPN?

VPN steht für "virtuelles privates Netzwerk" (engl. Virtual Private Network). Ein virtuelles privates Netzwerk ist ein in sich abgeschlossenes Netzwerk, das der verschlüsselten beziehungsweise anonymen Kommunikation sowie Übersendung von Daten über das Internet dient. Bei einer VPN-Verbindung dient der eigene PC, Laptop oder auch das Smartphone oder Tablet als VPN-Client. Ein VPN-Client wird mittels einer VPN-Software mit einem VPN-Server des jeweiligen Anbieters verbunden. Auf diese Weise wird die IP-Adresse, über die sich jedes Endgerät beziehungsweise jeder Nutzer in Netzwerk und Internet identifizieren lässt, durch die IP des VPN-Servers ersetzt. Die Anfrage eines VPN-Clients wird also durch einen Tunnel an das eigentliche Ziel gebracht, sprich eine Webseite, ein anderes Netzwerk oder einen bestimmten Dienst. Der eigentliche Nutzer wird auf diese Weise verschleiert und die übermittelten Daten sind innerhalb des VPN-Tunnels verschlüsselt und somit ebenfalls nicht von außen einsehbar. Die meisten VPN-Anbieter überlassen außerdem dem Nutzer die Wahl, welchem Land die jeweils verwendete IP-Adresse zugeordnet werden soll.

VPN-Anbieter im Vergleich - Leistungen, Preise, Besonderheiten

Nicht jeder VPN-Dienst am Markt ist für anonymes Surfen zu empfehlen. Besonders wichtig für datenschutzbewusste Nutzer: Der VPN-Anbieter sollte keine Verbindungsprotokolle anlegen, die Rückschluss über besuchte Webseiten oder sonstige übertragene Daten ermöglichen. Im Folgenden nennen wir einige bekannte Beispiel-Anbieter, die Kriterien für anonymes Surfen erfüllen:

  • NordVPN: Geprüfte Anonymität ab 2,97 Euro / Monat
    Einer der bekanntesten VPN-Dienste ist NordVPN*. Bis zu sechs Geräte gleichzeitig können mit NordVPN verschlüsselt, sicher und mit verborgener IP-Adresse im Internet surfen. NordVPN verspricht, keine Verbindungsdaten anzulegen, was ein Audit einer unabhängigen schweizerischen Wirtschaftsprüfung im Jahr 2020 auch bestätigt hat. Über 5.300 Server in 59 Ländern ermöglichen neben dem anonymen Surfen auch das Streamen von Videos, die am aktuellen Aufenthaltsort nicht verfügbar sind. Eine Drosselung der Geschwindigkeit nach dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens findet nicht statt. Das integrierte WireGuard-Protokoll verbessert die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der verschlüsselten Verbindung. Auch bei NordVPN spart man am meisten, wenn man sich länger an den Service bindet. Die 2-Jahresversion kostet exklusiv für Heise-Nutzer 71,20 €. Das entspricht einem Monatspreis von 2,97 € und damit einem Rabatt von 68%.

  • Surfshark: Unbegrenzt viele Geräte ab 2,06 Euro / Monat
    Auch Surfshark* verbirgt die eigene IP-Adresse vor Daten-Schnüfflern und umgeht so das Geoblocking von Videos. Im Gegensatz zu anderen VPN-Anbietern lässt sich der Dienst auf unbegrenzt vielen Geräten nutzen. Surf-Daten der Nutzer speichert Surfshark nach eigener Aussage nicht, zudem blockiert der Dienst Werbung, Schadsoftware, Phishing und Tracker. Wer in den ersten 30 Tage mit dem Dienst nicht zufrieden ist, kann die Geld-zurück-Garantie des Herstellers in Anspruch nehmen. Surfshark bietet heise-Lesern exklusiv einen Monatspreis von 2,06 € (2,49 US-Dollar) bei einer Laufzeit von zwei Jahren an, sodass diese 50,72 € für zwei Jahre bezahlen.

  • CyberGhost: Größte Server-Auswahl ab 2,00 Euro / Monat
    Bei CyberGhost VPN* erhält man ein unbegrenztes Datenvolumen mit 45-Tage-Geld-Zurück-Garantie. Der Dienst bietet eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung, eine WireGuard-Protokoll-Unterstützung für schnelle Datenübertragung, einen automatischen Schutz beim Wechsel des Netzwerks und einen integrierten Werbeblocker. Zudem stehen über 6.600 Servern in 89 Ländern zur Auswahl – das ist in diesem Vergleich der Spitzenwert. CyberGhost VPN gibt es für Windows, Mac und Linux sowie als App für Android und iOS. Der Dienst lässt sich auf bis zu sieben Geräten gleichzeitig nutzen. Der Anbieter erklärt, keinerlei Logfiles beziehungsweise Verbindungsprotokolle anzulegen.

    Spartipp: Aktuell gibt es die 3-Jahreslizenz inklusive drei Gratis-Monaten 83% günstiger*, was umgerechnet 2 € pro Monat entspricht. Für 78 € erhält man somit 39 Monate VPN-Schutz. (Stand: 07.05.2021)

  • Private Tunnel/OpenVPN
    Das VPN-Tool Private Tunnel ist aus dem Open Source Projekt OpenVPN entstanden und ist für sieben Tage kostenlos testbar. Da man bei der Anmeldung für den Gratis-Trial bereits Zahlungsdaten hinterlegen und sich für ein bevorzugtes Abomodell entscheiden muss, hat man ein entsprechend kurzes Kündigungsfenster. Nach Ablauf des Testzeitraums fallen für die Nutzung auf bis zu drei Endgeräten etwas mehr als 5 Euro (6 US-$) pro Monat an, alternativ etwas mehr als 32 Euro (36 US-$) pro Jahr. Das Abo lässt sich bei Bedarf jederzeit erweitern, sodass auch mehr als drei Geräte den Dienst nutzen können. Private Tunnel gibt es für PC, Mac und Linux sowie für iOS- und Android-Mobilgeräte.

Wie surft man anonym per VPN?

In erster Linie dient ein VPN dazu, sich anonym im Internet zu bewegen und so die eigene Privatsphäre zu schützen. Alle über ein VPN gesendeten und empfangenen Daten werden verschlüsselt und anonymisiert, sodass Sender und Empfänger nur sehr schwer bis gar nicht zu ermitteln sind. Die Anonymität eines VPN-Nutzers wird auch dadurch erhöht, dass sich alle Nutzer eines VPN-Anbieters - genauer gesagt die, die sich über denselben zugewiesenen oder ausgewählten VPN-Server im Internet bewegen - denselben IP-Adressen-Pool teilen. So kann diese IP nicht einem bestimmten Nutzer zugeordnet werden. Die einzigen Rückschlüsse, die eine VPN-Verbindung zulässt, beziehen sich auf die Anzahl, Häufigkeit und Größe der versendeten Datenpakete. Über diese Kenngrößen lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf die Art der Daten ziehen.

Die VPN-Dienste im Überblick (24 Bilder)

NordVPN* besitzt in rund 59 Ländern VPN-Server, über die sich eine verschlüsselte Verbindung ins Internet aufbauen lässt. Über die Software und die dazu gehörigen Apps kann man diese aktivieren oder beenden. Den Status der Verbindung zeigt die Client-Software für den Computer in der oberen Fenstermitte an.

Videos und Musik streamen ohne Geoblocking

Darüber hinaus kann man mithilfe eines VPNs auch das sogenannte Geoblocking umgehen. Geoblocking ist eine Technik, mit der Inhalte im Internet regional gesperrt werden. Das betrifft vor allem mediale Inhalte wie Filme und Musik. Obwohl inzwischen per EU-Verordnung ein EU-weites Streaming beschlossen wurde, gibt es auch im Jahr 2021 immer noch zahlreiche Länder, aus denen man keinen Zugriff auf Inhalte von Netflix, Spotify, Sky oder iTunes hat. Nutzt man zum Aufruf einer Streaming-Seite einen VPN-Dienst, kann man dem Anbieter, der den Dienst im jeweiligen Gastland gesperrt hat, also ganz einfach per IP vorgaukeln, dass man sich beispielsweise gar nicht in Ungarn (Inhalt gesperrt), sondern in Deutschland (Inhalt freigegeben) aufhält. So kann man als Abonnent von Bezahl-Diensten auch in jenen Ländern auf Inhalte zugreifen, in denen sie sonst durch Geoblocking ausgesperrt werden.

Per VPN auf das Intranet zugreifen

Ein weiteres Einsatzgebiet für VPNs sind Unternehmen, Behörden oder Universitäten, die ihren Mitarbeitern beziehungsweise Studenten den Zugriff auf ein internes Netzwerk von außen über das Internet ermöglichen wollen. So kann man aus dem Home-Office auf Firmen-Anwendungen zugreifen oder auch aus einem öffentlichen WLAN auf das Intranet der eigenen Hochschule.

VPN-Alternativen

Für die Nutzung einer verschleierten und verschlüsselten Verbindung muss man nicht zwingend auf die Software eines VPN-Anbieters zurückgreifen. Doch die Alternativen haben oft Nachteile. So bewegt man sich im etwa im Tor-Browser in einem geschlossenen Netzwerk, das vom Prinzip einem VPN ähnelt. Wenn man das Tor-Netzwerk betritt, wird eine Liste aller verfügbaren Tor-Server heruntergeladen. Mithilfe dieser Liste wird dann eine zufällige Route über die Tor-Server festgelegt, die sich jeweils über drei Server erstreckt. Die Verbindungs-Route wird außerdem alle zehn Minuten gewechselt, das soll größtmögliche Anonymität und Sicherheit gewährleisten. Ein Nachteil der Verbindung über Tor ist, das Cookies, Java und Javascript standardmäßig deaktiviert sind. Das Surf-Erlebnis wirkt also im Vergleich teils fad, teils schlicht unvollständig, da dynamische Inhalte nicht sichtbar sind. Außerdem ist man über das Tor-Netzwerk merklich langsamer im Internet unterwegs – ein No-Go für alle, die zum Beispiel Videos in hoher Qualität streamen möchten oder größere Dateien hoch- oder herunterladen.

Leider langsam: mit dem TOR-Browser surft man anonym, aber nur mit geringer Geschwindigkeit.

Opera schützt nur unzureichend

Eine zuschaltbare VPN-Verbindung zum Internet bietet auch der Opera-Browser. Allerdings hat man nur die Wahl aus wenigen Server-Standorten. Das kann ausreichen, falls man etwa sein deutsches Netflix-Abo ohne Geoblocking im EU-Ausland nutzen will. Größere Geschwindigkeits-Einbußen gab es im Test ebenfalls nicht. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil der Opera-Lösung ist jedoch, dass man nur innerhalb dieses einen Browsers per VPN surft. Andere internetfähige Programme, Spiele, Clients und Browser surfen hier weiterhin komplett ohne Schutz. Im schlimmsten Fall surft man also mit dem Selbstverständnis, bei allen Online-Aktivitäten anonym und geschützt zu sein, wenn dies tatsächlich nur auf einen Teil des Datenverkehrs zutrifft.

Der Zugriff von unterwegs aus auf das private Netzwerk zu Hause, ist zum Beispiel mithilfe einer Fritz!Box und dem Fritz!Fernzugang möglich. Die Client-Software von AVM lässt sich auf dem Notebook installieren. Nach der Konfiguration ist der mobile Zugriff auf das heimische Netz über die eigene Fritz!Box möglich.

Gibt es bereits Erfahrungen mit Mozilla VPN?

Firefox-Entwickler Mozilla bewirbt zunehmend den eigenen Dienst Mozilla VPN, der Ende April 2021 in Deutschland gestartet ist. Mozilla VPN ist kein von Mozilla selbst betriebener VPN-Dienst, sondern nutzt das Netzwerk des schwedischen VPN-Anbieters Mullvad. Das genießt einen sehr guten Ruf, liefert solide Geschwindigkeiten und gute Verbindungsstabilität.

Allerdings ist die Zahl der verfügbaren VPN-Server mit ~750 im Vergleich zu anderen Anbietern eher gering. Ob und wie das Netzwerk einen Zustrom durch zusätzliche Mozilla-Nutzer verkraftet, muss sich nach Start des Dienstes noch zeigen. Nutzer aus den USA, wo der Dienst bereits länger verfügbar ist, berichten hier durchaus von langsamen Geschwindigkeiten und Verbindungsproblemen. Es bleibt abzuwarten, ob Mullvad möglicherweise mit einem Ausbau der Kapazitäten reagiert oder diese Erfahrungen vielleicht nur Einzelfälle sind.

Für das Streaming sollen sich die Mullvad-Server weniger gut eignen als andere Anbieter. Wer im Urlaub also heimische Streaming-Angebote nutzen möchte, dürfte mit anderen Anbietern glücklicher werden.

Kritisiert wird in Datenschutz-Foren, dass die USA (Mozilla) und Schweden (Mullvad) Teil des 14-Eyes-Abkommens zum Austausch von Überwachungsdaten sind. Sowohl Mozilla als auch Mullvad geben aber an, keine Surfaktivitäten der Nutzer aufzuzeichnen. Positiv hervorzuheben ist bei Mullvad, dass man sich ohne E-Mail-Adresse anmelden und sogar bar bezahlen kann. Für das Mozilla-VPN besteht diese Option jedoch nicht.

Weitere Unterschiede zwischen Mozilla und Mullvad gibt es bei den Preisen: Wer Mullvad direkt abonniert, zahlt fest 5 Euro pro Monat – und zwar unabhängig von der Laufzeit. Bei Mozilla zahlt man laufzeitabhängig zwischen 5 und 10 Euro im Monat. Dieser Aufpreis diene dazu, Mozilla und seine Ideale zu fördern.

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FAQ - Fragen und Antworten

Im Folgenden beantworten wir einige Fragen, die besonders häufig zum Thema VPN gestellt werden.

Ist VPN legal?

VPN-Dienste sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollkommen legal zu nutzen. Dasselbe gilt für die meisten anderen Länder der Welt. Zu den Ausnahmen zählen China und Russland, die nur vom Staat reglementierte VPN-Dienste erlauben. Auch die Türkei schränkt die VPN-Nutzung immer weiter ein. Wichtig: auch dort, wo sich VPN legal nutzen lässt, bleibt man für die eigenen Handlungen verantwortlich. Eine Straftat bleibt auch dann eine Straftat, wenn sie hinter einer VPN-Verbindung passiert.

Ist VPN sicher?

Eine VPN-Verbindung verschlüsselt den Datenverkehr, der am Endgerät (z.B. PC oder Smartphone) empfangen und gesendet wird. Es ist daher für Dritte nicht möglich, diese Daten im Klartext mitzulesen. Da die Daten aber nur verschlüsselt und nicht "versteckt" werden können, ist für Dritte zumindest im WLAN theoretisch messbar, wann wie viele Daten gesendet werden. Unter Umständen sind so Rückschlüsse auf die Art der Daten möglich - ohne den Inhalt von außen allerdings einsehen zu können. Somit ist ein VPN die bestmögliche Sicherung für den Datenverkehr im Internet, insbesondere auch im WLAN.

Kann man eine VPN-Verbindung zurückverfolgen?

Den Nutzer einer VPN-Verbindung könnte nur der jeweilige VPN-Anbieter selbst zurückverfolgen - und das auch nur, sofern er die Verbindungsdaten seiner Nutzer aufzeichnet. Die meisten Anbieter versprechen jedoch, keine Logdateien der Verbindungen anzulegen. Damit man bei seinen privaten Online-Aktivitäten auch im Nachhinein nicht von Dritten erwischt werden kann, sollte man daher einen vertrauenswürdigen Anbieter auswählen.

Speichern VPN-Anbieter wirklich gar keine Daten von mir?

Doch, in der Regel schon! Typischerweise zählen dazu etwa eine E-Mail-Adresse oder die Dauer des Abonnements. Sofern ein Anbieter keine Logdateien über den Datenverkehr anlegt, können diese Daten aber nicht mit einer Surf-Historie in Verbindung gebracht werden. Eine Behörde könnte dann etwa im Zuge einer Ermittlung vielleicht herausfinden, dass jemand einen VPN-Dienst abonniert hat - aber nicht, wie dieser genutzt wurde.

Kann man mit VPN schneller im Internet surfen?

Die maximale Geschwindigkeit des eigenen Internet-Anschlusses ist vom Internet-Provider und dem dort gewählten Tarif abhängig. Daran ändert auch ein VPN-Dienst nichts. Einige Speed-Tests im Internet zeigen mit aktiver VPN-Verbindung trotzdem schnellere Übertragungsraten. Vermutlich wird dann nicht der komplette Übertragungsweg bis zum eigenen Rechner gemessen, sondern nur bis zu den VPN-Servern - was zu falschen Ergebnissen führt.

Wird das Internet mit VPN-Verbindung langsamer?

Ein guter VPN-Anbieter nutzt die volle Bandbreite des eigenen Internet-Anschlusses in der Regel gut aus - er bremst die Geschwindigkeit also nicht merklich. Typischerweise gelingt das mit VPN-Servern in der Nähe des eigenen Standortes am besten. Je weiter der Server-Standort entfernt ist, desto eher kann es zu Verzögerungen kommen.

Bringt eine VPN-Verbindung Vorteile beim Zocken?

Einige Spieler erhoffen sich einen besseren Ping beziehungsweise geringere Latenz, wenn sie online per VPN zocken. Tatsächlich kann ein VPN den eigenen Netzanschluss nicht beschleunigen (siehe Kann man mit VPN schneller im Internet surfen?). Wer wettbewerbsmäßig zockt oder mit großem Einsatz spielt, kann seine Verbindung aber mit einem VPN vor Manipulationen schützen. In manchen Multiplayer-Games ist es außerdem möglich, sich mit weiter entfernten Mehrspieler-Servern zu verbinden, die ohne VPN nicht zur Auswahl stünden. Das bezahlt man aber in der Regel mit einem Performance-Verlust.

Was sind die Nachteile von VPN-Diensten?

Mit einer aktiven VPN-Verbindung werden Daten über mehr Server gelotst, als dies ohne VPN der Fall wäre. Das kann zu einer geringeren Übertragungsgeschwindigkeit der Daten führen. Die kostenpflichtigen Dienste lösen dieses Problem aber aber in der Regel mit schnellen Servernetzen. Außerdem kann ein VPN-Anbieter prinzipiell den eigenen Internet-Verkehr mitlesen. Damit das eigene Surfverhalten trotzdem nicht nachvollziehbar bleibt, sollte man einen Anbieter wählen, der keine Logdateien anlegt beziehungsweise die eigene Surf-Historie nicht speichert. Auch sollten Nutzer von VPN-Diensten darauf achten, nicht gegen geltende Regeln zu verstoßen - dazu zählen nicht nur Gesetze, aber auch die AGB von Streaming-Diensten oder anderen Webseiten. Denn nicht alles, was ein VPN-Dienst technisch ermöglicht, ist auch erlaubt.

Wie kann ich die Geschwindigkeit meiner VPN-Verbindung erhöhen?

Ist die Surf-Geschwindigkeit mit aktiver VPN-Verbindung spürbar geringer als beim Surfen ohne VPN, dann sollten Sie zunächst prüfen, über welchen Server des VPN-Netzwerks Sie mit dem Internet verbunden sind. Wenn der gewählte Server weit vom tatsächlichen Aufenthaltsort entfernt ist, kann sich das negativ auf die Surfgeschwindigkeit auswirken. Ein Wechsel zu einem näheren Server löst dieses Problem in der Regel. Die populären VPN-Anbieter ermöglichen solche Serverwechsel unkompliziert mit wenigen Klicks.

Was ist der günstigste VPN-Anbieter?

Der günstigste VPN-Anbieter ist immer abhängig von der gewünschten Abo-Laufzeit. Typischerweise zahlt man umgerechnet pro Monat umso weniger, je länger man einen Dienst am Stück abonniert. Für verschiedene Laufzeiten können aber unterschiedliche VPN-Dienste den niedrigsten Preis bieten. Das aktuell billigste VPN je Abodauer zeigt die folgende Liste (Stand: 9.2.2021):

  • Das günstigste 1-Monats-Abo bietet Kaspersky* zum Preis von 4,95 € / Monat. Da Kaspersky offenbar Logfiles anlegt, können wir den Dienst aber derzeit nicht zum anonymen Surfen empfehlen
  • Das günstigste 6-Monats-Abo bietet für umgerechnet 5,40 € / Monat der VPN-Anbieter Surfshark*. Surfshark legt keine Logfiles an und ermöglicht somit anonymes Surfen.
  • Das günstigste 1-Jahres-Abo gibt es für umgerechnet 2,50 € / Monat bei Kaspersky*. Da Kaspersky offenbar Logfiles anlegt, können wir den Dienst aber derzeit nicht zum anonymen Surfen empfehlen
  • Das 2-Jahres-Abo ist mit umgerechnet 2,07 € / Monat bei Surfshark* am günstigsten. Surfshark legt keine Logfiles an und ist damit zum anonymen Surfen geeignet.
  • Generell am günstigsten kommt man aktuell mit einem 3-Jahres-Abo von Atlas VPN* weg. Dieses kostet umgerechnet 1,17 € / Monat. Auch dieser Anbieter arbeitet mit einer No-Logs-Richtlinie.

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Fazit

Ein VPN verschiebt primär die Linie des Vertrauens: statt beim Internet-Anbieter bündelt sich der eigene Datenverkehr auf den Servern des eingesetzten VPN-Dienstes. Der wichtige Unterschied zu Internet-Providern liegt in dem Versprechen einiger VPN-Anbieter, keine Verbindungsdaten zu protokollieren und diese somit auch nicht an Dritte herausgeben zu können. Zweiter großer Vorteil einer VPN-Verbindung ist die Verschlüsselung, die etwa im WLAN das Mitlesen der Daten durch Dritte verhindert. Entsprechend sinnvoll kann es sein, einen VPN-Dienst einzusetzen, wenn das Surfverhalten privat bleiben soll. Eine 100%ige Garantie auf Anonymität und Datenschutz erreicht man mit VPN-Anbietern aber auch in 2021 nicht: Mit dem richtigen Know-How und der dazugehörigen Technik lassen sich zumindest vage Rückschlüsse auf die Art der übermittelten Daten ziehen – selbst, wenn diese verschlüsselt sind. Ob ein VPN-Anbieter Wort hält und tatsächlich keine Daten loggt, ist außerdem von außen nicht zu überprüfen.

Alternativen zum bezahlten VPN sind ein zweischneidiges Schwert. So kann das kostenlos im Opera-Browser integrierte VPN gerade bei Gelegenheitsnutzern ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, da man außerhalb des Browsers ohne VPN-Verbindung surft - der Mailverkehr in einem E-Mail-Programm etwa geht am Opera-VPN vorbei. Auch Nutzer anderer Browser, etwa von Firefox und Chrome, gucken in die Röhre. Das Tor-Netzwerk wiederum lässt sich kostenlos nutzen und sorgt für sichere Anonymität, bleibt aber auch im Jahr 2021 quälend langsam – an Streaming etwa ist mit Tor nicht zu denken. Unsere Empfehlung lautet deshalb, zu einem der kostenpflichtigen VPN-Dienste zu greifen. Der Schutz Ihrer Daten sollte Ihnen den vergleichsweise geringen Monatsbetrag Wert sein.


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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

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