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Die 10 besten Cloud-Speicher

Dateien sichern, bearbeiten und teilen

Wer mehrere Rechner und Mobilgeräte nutzt, muss seine Dateien auf allen Geräten aktuell halten. Hilfreich sind dabei private Clouds sowie Cloud-Dienste im Internet mit ihren unterschiedlichen Funktionen wie Synchronisation und Online-Office. Wir stellen Ihnen zehn Cloud-Speicher vor - und legen noch ein paar weitere Cloud-Tipps obendrauf.

[Update 26.05.2020]: Dieser Beitrag wurde im Mai 2020 grundlegend überarbeitet und aktualisiert.

Früher war es einfach: In der Regel gab es einen Desktop-Computer und die Dateien kamen auf die interne Festplatte. Im Vergleich dazu ist die heutige Vielfalt an Geräten groß und die Dateien müssen auf allen Geräten wie Notebooks, Media-Playern, Tablets und Smartphones verfügbar sein, um zum Beispiel den Freunden die neuesten Fotos zu zeigen, Musik zu hören, Videos anzusehen und Textdokumente zu lesen oder zu bearbeiten.

Abhilfe schafft heutzutage eine Cloud, wobei die Dateien auf einem Server zentral gespeichert werden. Alle anderen berechtigten Geräte können sich mit dem Server verbinden und zum Beispiel eine Datei synchronisieren, lesen oder bearbeiten. Die Verbindung zum Server findet über das eigene Netzwerk oder das Internet statt. Sie können somit ihre eigene Private-Cloud bauen und nutzen oder einen der vielen Cloud-Dienste im Internet wie Dropbox, Google Drive oder Microsoft Onedrive verwenden, die im Vergleich mit unterschiedlichen Funktionen und Speichergrößen aufwarten.

Unsere Empfehlung: Private Cloud

Nur eine private Cloud bietet maximale Kontrolle und bestmöglichen Datenschutz, da Dateien nicht in die Hände oder auf die Server von Dritten gelangen. Besonders einfach gelingt dies mit einem modernen Router. Die neuesten FritzBox-Modelle* etwa bieten die Möglichkeit, eine externe Festplatte* direkt anzuschließen und diese als Cloud-Speicher zu konfigurieren. Damit können Sie von jedem Gerät und von überall aus auf Ihre Daten daheim zugreifen.

Auch mit einem älteren Router ist die Einrichtung einer eigenen Cloud weniger kompliziert, als man meinen könnte. Schon mit einem Mini-Computer wie dem Raspberry Pi 4* und einer kostenlosen Cloud-Server-Software wie Nextcloud oder ownCloud ist man startklar. Eine für den Server notwendige statische IP-Adresse vergibt man über einen dynamischen DNS-Dienst.

Tipp: Eine bebilderte Anleitung zur einfachen Einrichtung eines eigenen Cloud-Servers, der zudem noch als Medienserver Musik und Filme streamen kann, finden Sie im Beitrag "NAS-Server mit Raspberry Pi und OpenMediaVault einrichten".

Private Cloud für Firmen

Firmen können ebenso eine private Unternehmens-Cloud aufbauen. Natürlich reicht hier ein Raspberry Pi sowie Home-Router nicht aus. Zudem müssen alle Festplatten sowie Server für den dauerhaften Einsatz geeignet sein. Die nötigen Hardware-Ressourcen lassen sich durchaus bei einem Cloud-Anbieter mieten. Im Vergleich zu einem Speicherdienst muss man sich aber um alles selbst kümmern, was Betriebssystem, Sicherheits-Aktualisierung und Datenverwaltung inklusive Datenschutz betrifft. Aber auch hier bietet mancher Cloud-Dienst Service-Leistungen an, sodass man sich nicht um alles kümmern muss und trotzdem die Kontrolle über die Daten behält – Verschlüsselung und Backups vorausgesetzt.

Cloud-Anbieter: Welche Cloud ist die richtige für mich?

Wer nicht mit vertraulichen Daten arbeitet, der kann auch auf die Fertiglösungen anderer Anbieter zurückgreifen. Für einen schnellen Überblick finden Sie hier zusammengefasst unsere Empfehlungen:

  • Für Privatanwender, die Google Play auf ihrem Android-Handy nutzen, bietet sich die Cloud von Google Drive mit einem Speicherplatz von 15 GByte an. Die zugehörige App ist in der Regel vorinstalliert. Zudem lassen sich die Office-Tools von Google Docs mitnutzen.
  • Ähnlich ist es beim iPhone und iPad. Denn sie bringen die Apple iCloud ohne Installationsaufwand mit. Auch hier gibt es nicht nur Speicher, sondern ergänzend einige Apple-Office-Tools.
  • Wer sich von Apple und Google lösen möchte, kann OneDrive* von Microsoft mit 5 GByte kostenlosem Speicherplatz einsetzen. Einen Direktzugriff auf den Speicher baut Microsoft in seinen Windows-Systemen direkt im Explorer mit ein. Apps für zusätzliche Office-Funktionen bietet der Hersteller ebenfalls an.
  • Für Hobby-Fotografen mit einer Vielzahl an Bildern empfiehlt sich Amazon Photos* im Rahmen der Amazon Cloud Drive*. Hier gibt es einen unbegrenzten Speicherplatz für Fotos in voller Auflösung, allerdings nur für Prime-Kunden*. Für alle anderen Daten stehen den Amazon-Nutzern 5 GByte ohne Zusatzkosten zur Verfügung.
  • Ist ein eigenes Netzwerk mit Webserver vorhanden, lässt sich eine Cloud selbst installieren und nutzen. Hier ist Nextcloud als Open-Source-Software eine Empfehlung. Denn der ownCloud-Fork ist nicht nur Datenspeicher, sondern hat sich nach und nach zur Office-Cloud, unter anderem mit Groupware und Video-Chat entwickelt. Mit Blick auf den Datenschutz und die DGPO ist NextCloud auch etwas für Unternehmen.
  • Wer Dokumente in der Cloud ablegen und mit einem überschaubaren Personenkreis teilen will, für den dürfte Dropbox ausreichen. Dort ist auch das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten möglich. In der kostenlosen Variante ist der Speicherplatz allerdings auf 2 Gigabyte beschränkt.
  • Sind die Datenmengen riesig, ist Mega einen Blick wert. Die Cloud bietet bis zu 50 GByte kostenlosen Speicherplatz, wenn man an einem Bonusprogramm teilnimmt. Wer auf deutsche Anbieter setzen möchte, findet bei Strato mit HiDrive einen Cloud-Speicher mit bis zu 3 Terabyte Speicherplatz, allerdings gibt es hier kein kostenloses Angebot.

Die 10 besten Cloud-Speicher (20 Bilder)

Wer einen Server oder auch nur einen Raspberry Pi 3 hat, kann sich seine Cloud selbst bauen. Dazu nötig ist neben Linux eine Cloud-Software wie Nextcloud, die aus dem Code von ownCloud hervorgegangen ist. Nextcloud bietet sichere Anmelde-Verfahren sowie Verschlüsselung beim Speichern der Dateien und Versenden der Daten.

Cloud-Vergleich: Speicher in China bieten viel Platz

Der Speicherplatz ist in der Regel bei den kostenlosen Varianten der Cloud-Dienste begrenzt und lässt sich kostenpflichtig erweitern. Das Freemium-Geschäftsmodell ist einfach: wer mehr Speicherplatz braucht, muss zahlen. Allerdings ist der gratis zur Verfügung stehende Speicher von Anbieter zu Anbieter sehr verschieden und für die meisten Nutzer ausreichend – bei Vergleich der hier vorgestellten Anbietern reicht der Speicherplatz von 1 GByte bis 50 GByte und beträgt im Durchschnitt circa 10 bis 15 Gigabyte.

In ganz anderen Dimensionen kämpfen hingegen drei Anbieter aus Fernost um ihre Kunden: Die Dienste Baidu Yun, Yunwei und 360 Yunpan bieten 1 bis 2 Terabyte kostenlos und locken immer wieder mit zeitlich begrenzten Aktionen, in denen schon bis zu 36 TByte gratis angeboten wurden. Allerdings sind diese Cloud-Dienste nur auf Chinesisch erhältlich und die Zugriffszeiten aus Deutschland so langsam, dass man den Account wohl über mehrere Generationen hinweg vererben müsste, um die Cloud komplett füllen zu können, sodass wir diese in unserem Vergleich nicht berücksichtigen.

Abgesehen von dem verfügbaren Speicherplatz bieten Cloud-Anbieter wie Google und Microsoft aber auch noch Zusatzfunktionen an. So kann man zum Beispiel mit anderen zusammen an Dokumenten arbeiten und (große) Dateien zum Download bereitstellen. Außerdem lassen sich Dateien und Daten auf allen verbundenen Geräten synchron und aktuell halten.

Synchronisation

Eine zentrale Funktion der Speicherdienste ist die Synchronisation der auf den Mobilgeräten und Computern lokal gespeicherten Daten mit der und über die Cloud. Dazu bieten die meisten Anbieter Desktop-Clients und Apps an, die den Cloud-Speicher als lokalen Ordner auf die Festplatte spiegeln und auf Änderungen überwachen. Wird eine Datei auf einem Gerät lokal bearbeitet, aktualisiert der Client automatisch die Datei in der Cloud. Möchte man die Arbeit später an einem anderen Gerät fortsetzen, prüft der Client, ob die Online-Version der Datei aktueller als die lokale ist und lädt bei Bedarf die aktuellste Version herunter. Durch dieses Prinzip ist es besonders einfach geworden, Dateien auf mehreren Geräten ohne großen Aufwand synchron zu halten.

Neben den Clients für Desktop-Computer bieten viele Hersteller auch Apps für das Smartphone, Handy und Tablet an. Sie bieten oft zusätzliche Funktionen wie das automatische Hochladen von Fotos. Einige Clouds wie Box, HiDrive oder die MagentaCLOUD unterstützen das WebDAV-Protokoll, welches Ordner für die Synchronisation von Dateien selbst dann ermöglicht, wenn für ein System wie Linux kein nativer Client vorhanden ist. Allerdings muss WebDAV unterstützt werden. Wer seine Dropbox via WebDAV verbinden möchte, sollte sich das kostenpflichtige Tool DropDAV ansehen. Alternativen zu WebDAV sind offene Schnittstellen, die den Zugriff von Programmen aus auf die Cloud-Dienste gestatten. Das hat etwa unter Android zu einer Vielzahl an Dateimanagern geführt, die sich direkt mit den meisten Cloud-Speicher-Diensten verbinden.

Gemeinsames Arbeiten

Eine weitere Funktion ist das Teilen von Dateien und Ordnern mit anderen Nutzern. Bei Dropbox ist es von Beginn an möglich, Ordner mit anderen Dropbox-Nutzern zu teilen, sodass diese Ordner über mehrere Nutzer und Computer hinweg synchronisiert bleiben. Sollte es einmal vorkommen, dass ein Dokument von zwei Nutzern gleichzeitig bearbeitet wird, erkennt Dropbox dies und speichert die Version des zweiten Nutzers mit einem Konflikt-Hinweis im Dateinamen ab. Der Nachteil ist natürlich, dass die so entstandenen Dateien am Ende wieder manuell zu einer zusammengeführt werden müssen.

Einen Schritt voraus sind da die drei großen Anbieter Google, Microsoft und Apple. Sie haben in ihren Diensten ganze Office-Suiten als Web-Apps eingebaut, die das Bearbeiten von Dokumenten, Tabellen und Präsentationen direkt im Browser ermöglichen. Hierbei machen Markierungen in Echtzeit deutlich, welcher Nutzer gerade an welcher Stelle im Dokument arbeitet.

Den gleichen Weg geht auch die für den privaten Gebrauch kostenlos erhältliche Office-Suite ONLYOFFICE. Hier lassen sich alle Dokumente direkt online im Browser erstellen und bearbeiten. Wer doch mal keine Internetverbindung hat, kann sich aber auch ONLYOFFICE Desktop herunterladen. Die Dokumente sind voll kompatibel mit allen gängigen Office-Formaten. Wer bereits einen Cloud-Speicher bei einem anderen Anbieter besitzt, kann ONLYOFFICE mit den Diensten dieser Drittanbieter verbinden, um einen integrierten Dokumentenmanagement-Bereich zu schaffen. Zudem lässt sich die Office-Suite auch in eigene Clouds wie Nextcloud oder ownCloud integrieren, sodass die erstellten Dokumente stets auf dem eigenen Server verbleiben und dort von überall aus bearbeitet werden können. Die Integration Edition ist als Lifetime-Lizenz für 139 € erhältlich und erlaubt bis zu 10 Benutzer.

Versionskontrolle

Einige Anbieter bieten für die gespeicherten Dateien Versionierungen an. Dabei speichert der Dienst jede Dateiversion in einem bestimmten Zeitraum – üblicherweise 30 Tage – in dem sich jede frühere noch vorhandenen Version wiederherstellen lässt. Haben Sie ein Dokument versehentlich gelöscht oder sind Sie ab einem bestimmten Punkt nicht mehr mit dem Ergebnis zufrieden, können Sie also zu einer früheren Version zurückkehren. Bei einigen Anbietern ist diese Funktion allerdings kostenpflichtig oder auf bestimmte Dateiformate beschränkt.

Sicherheit und Datenschutz in der Cloud

Ein großes Problem bei Cloud-Diensten jeglicher Art ist die Sicherheit der Daten. Schließlich muss man dem Anbieter vertrauen, dass er mit den Daten verantwortlich umgeht und sie an einem sicheren Standort speichert. Echten Datenschutz bietet hier nur eine Private-Cloud.

Da die Server der meisten Anbieter in den USA stehen, fallen die dort gespeicherten Daten nicht unter das europäische und deutsche Recht zum Datenschutz. Ein Blick in die Nutzungsbedingungen ist daher Pflicht, was wir in unserem Blogpost Cloud-Anbieter: Wie steht es um den Datenschutz? bei Amazon Drive, Google Drive, Microsoft OneDrive, Dropbox und Leitz Cloud getan haben.

Verschlüsselung ist bei einigen Cloud-Anbietern zwar vorhanden, allerdings bringt dies mit Blick auf den Datenschutz nicht viel, wenn die Cloud-Dienste den Schlüssel zur Entschlüsselung der Daten haben und diesen aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen an die Behörden herausgeben müssen. Ob Daten entschlüsselt wurden, lässt sich zudem von außen nicht überprüfen, sodass die Unsicherheit gerade nach dem NSA-Skandal bleibt und man sich der Tatsache bewusst sein muss, dass die eigenen Daten auf fremden Servern eventuell eingesehen werden.

Sie können das Risiko minimieren, indem Sie ihre Dateien vor dem Hochladen selbst verschlüsseln. Besonders komfortabel gelingt dies mit dem kostenpflichtigen Tool BoxCryptor, das mit Clients für Windows, Mac OS X, Android und iOS das unkomplizierte Verschlüsseln und Entschlüsseln von Dateien ermöglicht. Auch EncFs für Linux-artige Betriebssysteme bietet eine entsprechende Verschlüsselung. Wichtig ist, dass die Verschlüsselung fortlaufend den aktuellen Sicherheitsanforderungen genügt. Denn die Leitungsfähigkeit der Computer nimmt zu und somit lassen sich durchaus mit moderner Technik alte Verschlüsselungstechniken leichter knacken.

Ein letzter Tipp

Wer sich aktuell ohnehin nach einem neuen Telefon- und Internetvertrag (DSL oder Kabel) für daheim umschaut, findet bei den zwei großen deutschen Anbietern Telekom und Vodafone auch integrierte Cloudspeicher. So bietet beispielsweise die Telekom* in allen Tarifen 25 GByte seines MagentaCLOUD genannten Speichers inklusive an. Für Nichtkunden gibt es immerhin 10 GByte Speicher gratis. Vodafone-Nutzer* können die Komfort Cloud S mit immerhin 5 GByte als Zusatzdienst kostenfrei dazu buchen. Upgrades sind bei beiden Anbietern möglich, dann jedoch kostenpflichtig. Beide Anbieter werben mit einem deutschen Serverstandort, wodurch die in Deutschland geltende DSGVO hier Anwendung findet. Deutlich mehr Speicher bietet der US-amerikanische Hersteller Microsoft all seinen Microsoft-365-Kunden. Hier sind im Abo-Paket Microsoft 365 Single* (vormals Office 365 Personal) 1 TByte gratis inkludiert. Allerdings liegen die Serverstandorte außerhalb Europas und fallen somit nicht unter die strengeren DSGVO-Regelungen.

Fazit

Wer die Kontrolle über die eigenen Dateien behalten möchte, sollte sich eine Private-Cloud einrichten. Ansonsten haben Abonnenten von Microsoft 365* bei OneDrive einen Terabyte Speicher zur Verfügung und Amazon-Prime-Kunden* können im Amazon Cloud Drive ihre Fotosammlung sichern. Da man einzelne Fotos nicht ständig bearbeitet, ist hier die fehlende Synchronisation zwischen lokalem Speicher und der Cloud nicht so problematisch.

Die Dienste von Microsoft und Apple stehen jedem offen, bieten aber Kunden der Unternehmen mehr Möglichkeiten, als jenen mit kostenlosen Accounts. Bei Google stehen Nutzern mit einem kostenlosen Account besonders viele Funktionen zur Verfügung, zumal deren Nutzung über den Browser von verschiedenen Systemen aus möglich ist. Allerdings haben Microsoft, Apple und Google den Nachteil, dass es sich bei ihnen um US-amerikanische Firmen handelt, die dem US-Recht unterworfen sind. HiDrive von Strato, die MagentaCloud der Telekom sowie die Leitz Cloud hingegen unterliegen dem EU-Recht und dem EU-Datenschutz, was insbesondere für Unternehmen wichtig ist.

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