Testbericht: Unsere Erfahrungen mit Luckycloud Pro Business
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luckycloud Pro Business im Test

Unsere Erfahrungen mit luckycloud Pro Business

Mit luckycloud Pro Business und dem Hybrid-Cloud-Konzept will luckycloud eine hochflexible und gleichzeitig ausfallsichere Cloudlösung für Unternehmen anbieten. Wir prüfen, wie gut das funktioniert.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • luckycloud Pro Business richtet sich an Unternehmen mit Teams von zwei bis 1.000 Mitarbeitern
  • Im Hybrid-Cloud-Modell werden die Daten auf einem NAS-Server gespeichert und zusätzlich mit der Cloud abgeglichen.
  • Als NAS lassen sich Docker-fähige Geräte, etwa von Synology oder QNAP, verwenden. Alternativ bietet luckycloud vorkonfigurierte NAS-Systeme an.
  • Alle Daten werden DSGVO-konform und auf Wunsch Ende-zu-Ende-verschlüsselt auf Servern in Deutschland gespeichert.
  • Optional kann per S3-Backup eine regelmäßige Datensicherung für klassische Datenarchive genutzt werden.
  • Gratis-Test: luckycloud Pro Business 14 Tage gratis testen*

Luckycloud will sich unter anderem mit einer clientseitigen Verschlüsselung und voller DSGVO-Konformität von den Mitbewerbern absetzen. Der Tarif "Pro Business" basiert auf der gleichen Cloud-Architektur wie der Home- und Teams-Tarif (Test), richtet sich aber an Geschäftskunden. Wir haben luckycloud Pro Business in der Hybrid-Cloud-Option getestet: Hier wird die Dateiverwaltung auf einem lokal laufenden NAS-Server mit der Cloud-Synchronisation kombiniert. Dieser Verbund soll unter anderem die Ausfallsicherheit durch mehrere Datensicherungen erhöhen und VPN-Verbindungen bei der Remote-Arbeit mit einem Datenbestand überflüssig machen.

Die in unserem Test des Teams-Angebots vorgestellten Sicherheits- und Datenschutzaspekte gelten auch für den Pro-Business-Zugang. So sichert luckycloud alle Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland, bietet eine komplette Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an und unterliegt den hiesigen Datenschutzgesetzen inklusive Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Hybrid-Cloud als Kombination aus NAS und luckycloud-Speicher

Bei seinem Hybrid-Cloud-Angebot kombiniert luckycloud den hauseigenen Cloudspeicherdienst mit der Möglichkeit, alle oder zumindest einen Teil der online gesicherten Daten auf ein lokales NAS zu synchronisieren. Dadurch soll nicht nur die Datensicherheit durch mehrfache Redundanz erhöht, sondern auch typische Nachteile von Remote-Arbeit mit wichtigen Daten reduziert werden.

Die Idee dahinter: Arbeiten Mitarbeiter beispielsweise im Home-Office, müssen sie sich bei dieser Lösung nicht mehr per VPN-Zugriff mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden, um auf Dateien zuzugreifen. Stattdessen können sie auf dem PC den luckycloud-Client oder auch das Webinterface des Dienstes nutzen. Alle so erstellten Änderungen werden automatisch mit dem lokal arbeitenden NAS-Gerät synchronisiert.

Zum Testzeitpunkt bietet luckycloud die entsprechenden Dienste für Docker-fähige NAS-Systeme an, etwa von QNAP und Synology. Der NAS-Client läuft dabei als Docker-Container, um größtmögliche Stabilität zu gewährleisten. Das können wir soweit bestätigen: In unseren Tests mit einem QNAP-NAS kam es im Betrieb zu keinerlei Unterbrechungen oder Fehlern beim Abgleich zwischen NAS, luckycloud-Servern und verbundenen Client-PCs.

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luckycloud pro Business Hybrid-Cloud: Ersteinrichtung

Luckycloud stellt es seinen Kunden frei, die Hybrid-Cloud-Lösung auf einem bereits vorhandenen NAS-Server von QNAP oder Synology einzurichten oder eine sogenannte luckycloud Box zu bestellen.

In der Praxis handelt es sich dabei um handelsübliche NAS-Systeme von QNAP oder Synology, auf denen der luckycloud-Containerdienst bereits eingerichtet ist. Das Unternehmen bietet die NAS-Server je nach Anforderung in verschiedenen Speicherplatz- und Arbeitsspeicherkonfigurationen an. Die Geräte sind weder gebrandet noch funktional eingeschränkt, es können also auch andere NAS-Aufgaben verwendet werden.

Wer über keine Docker-fähigen NAS-Server für den Hybridbetrieb verfügt, kann diese vorkonfiguriert von luckycloud beziehen ("luckycloud Box"). Hilfe bei der Ersteinrichtung durch den Support ist inklusive. (Bild: Luckycloud)

Die Inbetriebnahme der luckycloud-Box erfolgt auf Wunsch in einem Support-Termin mit einem Mitarbeiter des Unternehmens. Die Einrichtung ist im Preis der Box inklusive, künftige Supportleistungen rechnet luckycloud aber separat ab. In unserem Test nahm die Einrichtung einer luckycloud-Box über den Support vom ersten Anschluss bis zum laufenden Cloud-Sync-Vorgang circa eine Stunde in Anspruch.

Die Konfiguration des Container-Dienstes auf dem NAS erfolgt zum Testzeitpunkt über das NAS-Backend. In der Containerverwaltung von QNAP (Container Station) bzw. Synology (Docker) öffnen die Nutzer dazu den entsprechenden luckycloud-Container. Auf der nun eingeblendeten Konsole legen die Nutzer fest, welche Ordner zwischen NAS und Online-Cloud abgeglichen werden sollen. Dabei haben sie auch die Wahl, bereits vorhandene Ordner auf dem NAS in die luckycloud-Synchronisation aufzunehmen.

Die Verwaltung des NAS-Containers wird über ContainerStation (QNAP, Bild) beziehungsweise Docker (Synology) vorgenommen. (Bild: Screenshot)

Trotz Umwege über die Kommandozeile auf dem NAS ist die Einrichtung der Hybridspeicherlösung unkompliziert gelöst. In Zukunft plant luckycloud, die Verknüpfung zwischen lokalem NAS-Speicher und Cloud tokenbasiert durchzuführen. Dann soll die gesamte Einrichtung auch über das Webseiten-Dashboard funktionieren.

Komplexe Benutzerverwaltung

Gegenüber den Standard-Accounts bieten die Geschäftskunden-Tarife von luckycloud erweiterte Möglichkeiten zur Benutzerverwaltung. Administratoren können im Cloud-Backend etwa separate Unternehmensbereiche und Unterbereiche erstellen und die Nutzungsrechte entsprechend zuweisen. Auch die Erstellung von Dateibibliotheken kann sehr granular gesteuert werden.

Über das Admin-Panel lassen sich Zwei-Faktor-Authentifizierung und verschiedene Freigabe-Ebenen einrichten. Hier teilt man zudem Mitarbeiter in Gruppen ein, legt mehrere Administratoren für verschiedene Bereiche an und löscht nicht mehr verwendete Geräte. Auch komplexe Protokolle über die Aktivitäten in der Cloud lassen sich im Panel einsehen.

Der Admin-Bereich von luckycloud bietet zahlreiche Einstellungs- und Verwaltungs-Möglichkeiten. (Bild: Screenshot)

Die Optionen sind vielfältig und für Neueinsteiger durchaus komplex. Ein Blick in die insgesamt gut dokumentierte Knowledge-Base hilft aber dabei, sich in den umfangreichen Möglichkeiten der Cloudlösung zu orientieren.

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Stabile Sync-Algorithmen

Die zugrundeliegende Architektur ist auch bei der Hybrid-Cloud-Lösung von luckycloud die gleiche wie im Teams-Modell. So arbeitet der Synchronisationsalgorithmus zwischen lokaler Sicherung und luckycloud-Servern auch auf dem NAS-Laufwerk im Delta-Verfahren. Das bedeutet: Wird eine große Datei geändert, muss sie nicht komplett neu hoch- und heruntergeladen werden. In unserem Test mit einem in der Hybrid-Cloud-Bibliothek geparkten ZIP-Archiv von rund 80 Gigabyte Größe, das wir probeweise auf dem NAS-Laufwerk um einige Dateien erweitert haben, hat die Aktualisierung tatsächlich nur wenige Momente gedauert.

Auch bei weniger anspruchsvollen Aufgaben hatten wir in der Praxis keinen Ärger mit falschen Versionen oder fehlender Synchronisation. So haben wir etwa im Zug Dateien über den luckycloud-Sync-Client für macOS von den Cloudservern abgerufen und bearbeitet. Zurück im Büro waren sämtliche Änderungen bereits auf dem dort eingerichteten NAS-Server mit luckycloud-Container synchronisiert. Das luckycloud-Versprechen, ohne VPN-Umweg auf geschäftliche Dateien zuzugreifen, ist damit erfüllt.

Wie beim Teams-Tarif kommt für die Synchronisation der Dateien zwischen Client-Computer und NAS standardmäßig Seafile (Download) als Synchronisations-Tool zum Einsatz. Das Open-Source-Programm erfordert im Vergleich zu Lösungen wie Dropbox (Download) ein wenig mehr Benutzerinitiative, etwa bei der Auswahl der zu synchronisierenden Dateien oder der Einrichtung von Ordnerverschlüsselung. Nach der initialen Konfiguration arbeitet Seafile in unseren Tests aber sowohl unter macOS als auch unter Windows fehlerfrei mit dem luckycloud-Business-Cloudspeicher zusammen.

Protokolle, Versionierung und optionaler S3-Backup

Die Administratoren haben über umfangreiche Protokollfunktionen im luckycloud-Dashboard stets einen Überblick über die Aktivitäten. So können sie Datei- und Ordneränderungen nachvollziehen, Speicher-Quota prüfen und anpassen und vieles mehr.

Administratoren verfolgen über das Dashboard die Aktivitäten in der Cloud. (Bild: Screenshot)

Ein wesentlicher Punkt der Sicherheitsarchitektur der luckycloud-Lösung ist die standardmäßig aktivierte Versionierung. Das System erstellt für alle Ordner und Dateien bei jeder Änderung Schnappschüsse. Sollte es zu Problemen kommen, kann mit wenigen Klicks eine frühere Version wiederhergestellt werden. Die Admins können für die verschiedenen Bibliotheken entscheiden, wie weit zurück die Versionierung geht.

Als zweite Sicherheitsebene dienen die NAS-Systeme. Sowohl QNAP als auch Synology bieten Schnappschuss-Funktionen für die lokal gesicherten Dateien, die für die synchronisierten luckycloud-Ordner standardmäßig aktiviert sind. Auf diese Weise können gelöschte oder beschädigte Dateien auch ohne Umweg über die luckycloud-Webseite wiederhergestellt werden, etwa im Falle eines Internetausfalls. Je nach Bedarf kann die Unternehmens-IT noch weitere Backups einrichten, etwa über die Hersteller-internen Tools der NAS-Systeme oder auch mit anderen Lösungen.

Ein S3-Backup lässt sich optional hinzubuchen. (Bild: Screenshot)

Neben dem für die Synchronisation auf NAS und Clients optimierten Cloudspeicher bietet luckycloud auf Wunsch einen zubuchbaren S3-Speicher an. Dieser eignet sich für die Sicherung großer Archive, auf die nur bei Bedarf – etwa im Falle eines Datenverlusts – zugegriffen werden muss. Der entsprechende Speicher kann im Dashboard hinzugebucht werden. Für die S3-Sicherung können die NAS-internen Tools wie QNAP Hybrid Backup Sync verwendet werden, die sich unkompliziert an den Onlinespeicher anbinden lassen.

Insgesamt hinterlässt das mehrfache Sicherungskonzept im Test einen sehr ausgefeilten Eindruck.

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luckycloud Pro Business: Preise und Testphase

Der Preis für das Geschäftskundenangebot von luckycloud richtet sich nach verschiedenen Faktoren, etwa der Menge an benötigten Benutzerkonten, den gebuchten Cloudspeicher, dem optionalen S3-Speicherplatz und der Laufzeit. Während der Laufzeit lässt sich das Angebot jederzeit erweitern oder auch verkleinern; in letzterem Fall verrechnet luckycloud das gebuchte Guthaben, um den Tarif länger zu nutzen. Die Business-Tarife stehen für Unternehmen mit mindestens zwei Mitarbeitern zur Verfügung, die im kleinsten Modell auf insgesamt 100 Gigabyte Cloudspeicherplatz zugreifen können.

Der Preis ergibt sich aus dem gebuchten Leistungsumfang, der sich im "Pro Business"-Tarif jederzeit flexibel anpassen lässt. (Bild: Screenshot)

Absolut fair sind die Testmöglichkeiten des Angebots: Interessenten können die Leistungen 14 Tage lang ohne Einschränkungen nutzen. Ob Speicherplatz, Nutzermenge oder S3-Backup, sämtliche Funktionen stehen ohne Hinterlegung von Bezahl- oder Adressdaten zum Test bereit; lediglich E-Mail-Adresse und Passwort werden abgefragt. So können Unternehmen auf Wunsch direkt in der Praxis evaluieren, ob und wenn ja in welcher Konfiguration die Leistungen etwas für sie sind.


Test-Fazit: luckycloud Pro Business Hybrid-Cloud

Die Kombination aus lokalem NAS-Speicher und Echtzeit-Abgleich mit einer Cloud hinterlässt im Test einen sehr runden Eindruck. Wichtige Funktionen wie Versionierung, Delta-Backup, Verschlüsselung und Benutzerverwaltung sind ausgereift und auch ohne größeren administrativen Aufwand umsetzbar.

Grundsätzlich ist die Möglichkeit, ein NAS mit einem Cloud-Dienst abzugleichen, kein Alleinstellungsmerkmal von luckycloud. Das Berliner Unternehmen kann aber vor allem mit dem Alles-in-einem-Gedanken und den für Clouddienste nicht selbstverständlichen Sicherheits- und Datenschutzaspekten punkten.

Für Unternehmen, die ihre Daten nicht nur flexibel zugänglich machen, sondern auch durch gleich mehrere Sicherheitsnetze vor Verlust schützen möchten, ist die Hybrid-Cloud-Lösung damit durchaus einen Blick wert. Es gibt durchaus günstigere Cloudspeicher-Systeme, luckycloud zeigt dafür als Gesamtpaket aber praktisch keine größeren Schwächen. Eventuell könnte man die Eigenarten des Seafile-Clients oder die bei komplexen Strukturen möglicherweise etwas unübersichtliche Verwaltung von Gruppen, Bereichen, Bibliotheken und Mitarbeitern kritisieren, das ist aber schon fast Geschmackssache.

Eine echte Stärke des Systems ist die Möglichkeit, sämtliche Angebote tatsächlich völlig unverbindlich zu testen – inklusive möglicher Skalierung nach oben oder unten. IT-Entscheider haben so 14 Tage Zeit, sich mit den Eigenarten und Möglichkeiten des Systems auseinanderzusetzen.


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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

Weiterlesen: Cloud-Vergleich: Die 10 besten Cloud-Speicher

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