Cloud-Gaming-Anbieter im Vergleich
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heise Download Content Team

Cloud-Gaming: Die besten Anbieter im Vergleich

Moderne Games auf alter Hardware zocken

High-End-Gaming auf jedem Gerät und sogar unterwegs: Cloud-Gaming-Anbieter versprechen, Gaming-PCs und Konsolen überflüssig zu machen. Wir stellen die besten Anbieter vor und zeigen, was es beim Cloud-Gaming zu beachten gilt.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Cloud-Gaming werden Videospiele nicht auf dem eigenen PC oder der eigenen Konsole ausgeführt, sondern auf schneller Cloud-Hardware, die online verfügbar ist.
  • Spiele aus der Cloud belegen dadurch keinen lokalen Speicherplatz und erlauben grafisch anspruchsvolle Games auch auf vergleichsweise schwacher Hardware.
  • Die Qualität des Spielerlebnis hängt neben dem verwendeten Anbieter stark von der Geschwindigkeit und Stabilität der Internetanbindung ab.
  • Die Cloud-Gaming-Anbieter setzen auf unterschiedliche Angebote, etwa Flatrate-Kataloge, den Einzelkauf oder die Integration vorhandener Spielebibliotheken.
  • Zur Liste: ➤ Cloud-Gaming-Dienste in der Übersicht

In Zeiten, in denen aktuelle Spielkonsolen über Monate nur schwer zu ergattern und Top-Grafikkarten oft deutlich teurer als ihre unverbindliche Preisempfehlung sind, verspricht Cloud-Gaming eine Lösung für gebeutelte Spielernaturen. Die Idee dahinter: Anstelle von teurer Hardware im eigenen Wohnzimmer laufen die Spiele auf externen Rechenzentren und werden über das Internet in die eigenen vier Wände oder auch das Smartphone oder Tablet auf Reisen gestreamt - und zwar verzögerungsfrei, ohne stundenlange Downloads von Installationsdateien und Updates. Die Spieler sollen im Idealfall nichts davon merken, dass die Games vergleichbar mit einem Film von Netflix und Co. über das Internet auf den Bildschirm kommen.

So versprechen Angebote wie MagentaGaming, Google Stadia oder Xbox Cloud Gaming, das Zocken von den klassischen Hardwareanforderungen zu befreien. Alles, was es dazu braucht, ist ein Abonnement bei einem der Anbieter, eine möglichst stabile Internetverbindung sowie ein Endgerät, an das idealerweise ein Controller oder auch Maus und Tastatur angeschlossen ist.

Cloud Gaming: Spielen (fast) überall


Die fast vollständige Unabhängigkeit von teurer Gaming-Hardware ist die größte Trumpfkarte beim Spielen über die Cloud. Da die Rechenzentren der Cloud-Gaming-Anbieter die Hauptlast übernehmen, benötigt man auf Nutzerseite lediglich ein passendes Streaming-Gerät - und hier liegen die Anforderungen erfreulich niedrig! Ein alter Desktop-PC, ein günstiges Android-Tablet und sogar viele Fernseher mit Smart-TV-Funktionalität lassen sich dank Cloud-Gaming zum PC- oder Konsolenersatz umfunktionieren. Auch Mac- oder Linux-Rechner - traditionell nicht eben für ihre Gaming-Fähigkeiten bekannt - werden mit dem passenden Cloud-Gaming-Angebot zu durchaus praktikablen Spieleplattformen.

Beim mobilen Cloud-Gaming sind Android-Nutzer im Vorteil. Apple sträubt sich bislang dagegen, Cloud-Gamingdienste mit Flatrate-Angeboten in den App Store zu lassen. Als Grund nennen die iPhone-Macher die mangelnde Kontrolle über die Spiele, die gegebenenfalls gegen die strengen App-Store-Regeln verstoßen könnten. Immerhin ermöglichen die meisten Anbieter, ihre Angebote über den iOS-Browser Safari zu nutzen. Der mögliche Komfortgewinn durch eine dedizierte App bleibt dabei aber auf der Strecke.

Mit Cloud-Gaming lassen sich Spiele auch auf eigentlich nicht unterstützter Hardware nutzen – und so etwa Konsolen-Titel auf dem PC zocken. (Bild: Inside Playstation / YouTube )

Unterschiedliche Philosophien

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die Cloud-Gaming massentauglich machen wollen. Die Art und Weise unterscheidet sich aber teils deutlich voneinander. Neben der reinen technischen Umsetzung macht sich das vor allem in den sehr unterschiedlichen Preismodellen bemerkbar. Die aus Spielersicht wohl komfortabelsten Lösungen bieten zu einem monatlichen Fixpreis den unbegrenzten Zugriff auf einen Spielekatalog, der jederzeit abgerufen werden kann.

Solchen Flatrate-Lösungen gegenüber steht beispielsweise Google Stadia, das als eigene Vertriebsplattform auftritt, über die die Nutzer ihre Wunschtitel kaufen. Einen Mittelweg aus beiden Lösungen fahren Nvidia GeForce Now und Shadow, indem sie bereits vorhandene Spielesammlungen teilweise oder gar vollständig in die Cloud hieven.

Praktisch allen traditionellen Cloud-Gaming-Lösungen gemein ist indes, dass sie jeweils nur einen Teil der Spielelandschaft abdecken. Einige Spieleentwickler wollen ihre Titel nicht für das Streaming zur Verfügung stellen, etwa Activision-Blizzard. Vor allem Flatrateangebote wie MagentaGaming oder PS Now beinhalten zudem nur selten aktuelle Games, da eine Kaufmöglichkeit fehlt.

Die Nachteile des Cloud-Gaming

Tatsächlich hat Cloud-Gaming in den zurückliegenden Jahren große Fortschritte gemacht. Doch so ehrlich muss man sein: Selbst unter Idealbedingungen ersetzt aktuell kein Anbieter das Spielgefühl einer echten Xbox, PlayStation oder eines guten Gaming-PCs zu einhundert Prozent. Eingabeverzögerungen und andere Latenznachteile sind bei den meisten vorgestellten Diensten und bei einigermaßen stabilem Internet zwar kaum noch ein Problem, vor allem erfahrene PC-Zocker werden sie aber dennoch bemerken – zumindest bei sehr schnellen Titeln wie kompetitiven Multiplayer-Shootern. In ruhigen Strategiespielen stört dies weniger.

Bei der Spielegrafik gilt zudem, dass gerade die PC-basierten Anbieter nicht immer sämtliche Details auf das Maximum schieben. Pauschalaussagen zur grafischen Qualität lassen sich aber generell nicht treffen, da die Anbieter die im Server-Backend verwendete Technik regelmäßig verändern. So hat Microsoft sein Cloud-Gaming-Angebot beispielsweise im Herbst 2021 auf die aktuelle Xbox-Series-X-Plattform aufgerüstet. Damit einher ging ein Wechsel der Streaming-Auflösung vom körnigen 720p auf deutlich ansehnlicheres FullHD.

Auch kann es selbst bei guten Verbindungen zu gelegentlichen Streaming-Aussetzern kommen. Anders als beispielsweise beim Filmstreaming erlaubt der Echtzeit-Aspekt des Gamings kein Zwischenspeichern der gestreamten Inhalte. Wenn die Verbindung also hakt, läuft das Spiel auf dem Server weiter. Im besten Fall führt dies zu einem kurzen Grafikfehler, im schlimmsten zum ungewollten Bildschirmtod. Auch ein instabiles WLAN oder eine wackelige Mobilfunkverbindung kann die Freude am Cloud-Gaming leicht verhageln. Die meisten Anbieter liefern in ihrem Infobereich Empfehlungen und Tipps für die ideale Internetgeschwindigkeit. Je nach Dienst sollte diese bei mindestens 10 Mbit/s liegen, höhere Auflösungen verlangen aber oft auch nach mindestens 20 Mbit/s oder mehr.

Nicht für jeden ein Nachteil, aber dennoch erwähnenswert: Bei einigen Anbietern ist das Zocken lediglich über einen Controller möglich, der via USB- oder Bluetooth-Verbindung mit dem Streaminggerät verbunden ist. Wer lieber mit Tastatur und Maus spielt, ist vor allem bei den Konsolenanbietern weniger gut aufgehoben. Die häufig beworbene Smartphone-Nutzung der Cloud-Gamgindienste macht zudem nur mit einem verbundenen Controller samt Smartphone-Clip richtig Spaß, auch wenn einige Dienste eine Touchscreen-Steuerung integrieren.

Cloud-Gaming-Anbieter im Vergleich


Im Folgenden stellen wir eine Reihe von Anbietern vor, die das Cloud-Gaming für PCs, Konsolen und Smartphones ermöglichen und erklären, wie sie funktionieren.

Xbox Cloud Gaming: Die Streaming-Flatrate für GamePass-Nutzer

Xbox Cloud Gaming* (vormals Project xCloud) befindet sich offiziell noch in der Betaphase, ist mittlerweile aber auf breiter Front verfügbar. Das Microsoft-Angebot ist Teil des Xbox Game Pass Ultimate und kann derzeit nicht separat von der Spieleflatrate für Windows und die Xbox gebucht werden.

Xbox Cloud Gaming
(Bild: xbox.com / Screenshot)

Im Gegenzug beinhaltet Xbox Cloud Gaming den Zugriff auf über 100 Spiele der verschiedenen Xbox-Generationen, darunter auch AAA-Games wie die “Halo”- oder die “Yakuza”-Serie. Derzeit beschränkt sich das Streaming-Angebot aber ausschließlich auf Titel, die Bestandteil des Microsoft Game Pass sind, separat im Store gekaufte Xbox-Spiele lassen sich nicht via Cloud Gaming spielen. Wie beim Game Pass selbst kann es zudem passieren, dass Spiele aus dem Angebot verschwinden, was aber in der Regel einige Wochen zuvor angekündigt wird.

Xbox-Spiele auf Windows-PC, Android und iOS

Die im Xbox Cloud Gaming enthaltenen Titel dürfen auf PCs, Smartphones und mittlerweile auch auf die Xbox Series X, S und Xbox One gestreamt werden. Android-Anwendern steht eine eigene App zur Verfügung, iPhone- und iPad-Nutzer können Xbox Cloud Gaming über den Safari-Browser nutzen.

Praktisch: Für viele Spiele ermöglicht Xbox Cloud Gaming die plattformübergreifende Synchronisation des Spielfortschritts. Wer also unterwegs auf dem Smartphone zocken möchte, kann seinen Spielstand zuhause auf der Konsole fortführen. Technisch bot die Cloudlösung von Microsoft lange Zeit lediglich 720p-Streaming an, das auf der Xbox-One-Technologie basierte. Mittlerweile wurde aber ein Großteil der Rechenzentren auf die modernere Xbox-Series-X-Architektur umgestellt, die 1080p-Streaming mit 60 Bildern pro Sekunde und kürzere Ladezeiten ermöglicht.

➤ Xbox Game Pass Ultimate*
Zum Anbieter

Preis: ca. 13 Euro im Monat

Inklusivtitel: über 100

Einzelkauf von Spielen: nein

Verfügbarkeit: Windows-App, Xbox, Android-App, Browser


Sony PS Now: Streaming für PlayStation-Fans

Sonys PlayStation Now (PS Now) ging in den USA bereits 2014 an den Start und ist damit ein Pionier in Sachen Cloud-Gaming. Über 700 Spiele umfasst das On-Demand-Angebot der Japaner, darunter allerdings auch viele Titel der älteren PlayStation-Generationen 2 und 3.

Playstation Now
(Bild: Inside Playstation / YouTube )

Spiele der aktuellen PlayStation 5 sind zumindest bislang noch nicht im PS-Now-Katalog enthalten, dafür umfasst das Angebot durchaus den einen oder anderen PS4-Blockbuster wie etwa “The Last of Us Part II” oder “Horizon: Zero Dawn”. Wie auch bei Xbox Cloud Gaming oder Magenta Gaming sind auch bei Sonys Cloud-Gaming-Angebot Teile der enthaltenen Spiele nur vorübergehend verfügbar. Das Streaming von im PS Store gekauften Spielen über PlayStation Now bietet Sony bis dato nicht an.

Playstation-Spiele auf Windows-PCs spielen

Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Anbietern ist PS Now auf vergleichbar wenig Plattformen verfügbar: Neben Sonys hauseigenen Konsolen PlayStation 4 und PlayStation 5 lässt sich der Service lediglich auf Windows-PCs, nicht aber auf Smartphones, Tablets oder im Browser verwenden. Alternativ zum Streaming erlaubt PS Now zumindest auf der PS4 und der PS5 auch die lokale Installation der Spiele, was allerdings nicht für Titel der PS3-Ära gilt. Diese stehen auf allen Plattformen ausschließlich als Stream zur Verfügung.

➤ Sony PlayStation Now
Zum Anbieter

Preis: ab 5 Euro im Monat

Inklusivtitel: ca. 700

Einzelkauf von Spielen: nein

Verfügbarkeit: PlayStation 4, PlayStation 5, Windows-PC


MagentaGaming: Cloud-Gaming mit Kinderschutz

Als einziger deutscher Anbieter im Vergleichsfeld bietet die Telekom mit MagentaGaming seit Sommer 2020 einen eigenen Gamestreaming-Dienst an. Zwar erfordert die Anmeldung die Einrichtung eines Telekom-Kontos, ein Mobilfunk- oder Festnetzvertrag bei der Telekom wird aber nicht benötigt. Ein kostenloses Angebot gibt es hier nicht, allerdings ist der erste Monat für Neukunden gratis.

Magenta Gaming
(Bild: magentagaming.com / Screenshot)

Über 100 Spiele befinden sich derzeit in der Streaming-Flatrate der Telekom. Der Fokus liegt dabei primär auf Indie-Titeln und familienfeundlichen Spielen. Einige ältere Top-Games wie das düstere “Control” finden sich aber ebenfalls im Katalog von MagentaGaming. Die Einbindung eigener Spiele oder der Kauf weiterer Titel ist wie bei den Angeboten von Sony und Microsoft derzeit nicht möglich. Praktisch ist hingegen die Möglichkeit, bis zu fünf Benutzerprofile für MagentaGaming anzulegen. So lässt sich etwa ein Profil für den Nachwuchs einrichten, in dem Spiele ab 16 oder 18 Jahren gesperrt sind.

Cloud-Gaming auf Mac, Android, Smart-TV und Windows-PCs

Zur Nutzung der Cloud-Gaming-Flatrate der Telekom bedarf es der Installation einer App für das jeweilige Betriebssystem, im Browser funktioniert MagentaGaming derzeit noch nicht. Die App gibt es für Windows, Android-Smartphones und TVs sowie Intel-basierte Macs. Damit sind iPhone-Nutzer ebenso von der Nutzung ausgeschlossen wie Besitzer der neuen ARM-basierten Macs und Linux-Gamer.

➤ MagentaGaming
Zum Anbieter

Preis: ca. 7 Euro im Monat

Inklusivtitel: ca. 120

Einzelkauf von Spielen: nein

Verfügbarkeit: Windows-App, macOS-App (nur Intel), Android-App, Android-TV-Apps


Google Stadia: Cloud-Gaming auf dem Android TV

Mit Stadia ist auch Google 2019 in den Gamestreaming-Markt eingestiegen. War der Dienst lange Zeit nur über Googles Streaming-Stick Chromecast Ultra in Kombination mit einem eigens für Stadia entworfenen Gamecontroller nutzbar, funktioniert Stadia mittlerweile auch auf Desktop-Browsern, Android-Smartphones und vielen Android-TV-Smart-TVs.

Google Stadia
(Bild: stadia.google.com / Screenshot)

Anders als beispielsweise Geforce Now oder Shadow verlangt Google von seinen Kunden, die Spiele über die Stadia-Plattform zu erwerben. Die Einbindung bereits gekaufter Games aus Stores wie Steam oder Epic ist nicht möglich. Im Gegenzug bemüht sich Google um eine schnelle Verfügbarkeit aktueller Neuerscheinungen. Titel wie “Resident Evil: Village”, “FIFA 22” oder “Far Cry 6” waren jeweils am Erstverkaufstag über Stadia spielbar.

Inklusiv-Spiele und 4k nur mit Stadia Pro

Im optionalen Stadia-Pro-Abonnement bündelt Google zudem eine Reihe von Inklusivspielen, die während der Laufzeit des Abos ohne Zusatzkosten gespielt werden können. Über Stadia gekaufte Titel lassen sich auch nach dem Ende des Abos über den Streamingdienst spielen, allerdings mit einer maximalen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten anstelle von bis zu 4K-UHD wie bei Stadia Pro.

➤ Google Stadia
Zum Anbieter

Preis: kostenlos / ca. 10 Euro (Stadia Pro)

Inklusivtitel: ca. 30 (nur Stadia Pro)

Einzelkauf von Spielen: ja

Verfügbarkeit: Browser, Android-App, Android-TV-Apps, Google Chromecast, Google TV


Nvidia Geforce Now: Cloud-Gaming mit Store-Einbindung

Mit GeForce Now bietet auch der Grafikkartenhersteller Nvidia einen eigenen Cloud-Gaming-Dienst. Der Ansatz ist dabei ein wenig anders als der von PS Now und Co. Als einer der wenigen Anbieter auf den Markt erlaubt GeForce Now die Integration bereits gekaufter Spiele in das Streaming-Angebot. Dafür lassen sich die Bibliotheken von Shops wie Steam, GOG.com oder Epic Games mit dem GeForce-Konto abgleichen. Leider bedeutet das aber nicht, dass das Angebot eine komplette Spiele-Bibliothek cloudfähig macht. Nvidia veröffentlicht wöchentlich am so genannten “GFN Thursday” eine Liste neu hinzugekommener Titel, die sich über den Clouddienst zocken lassen. Inkludiert sind diese allerdings nicht. Ist ein Spiel auf GeForce Now verfügbar, erscheint es nach der Shopverknüpfung automatisch in der GeForce-Now-Bibliothek und kann gestartet werden.

GeForce Now
(Bild: geforcenow.com / Screenshot)

Wie Stadia bietet auch GeForce Now ein kostenloses Basis-Angebot. Dieses bietet aber weniger Grafikleistung, umfasst gegebenenfalls Wartezeiten bei der Anmeldung und beschränkt die Spielesession auf eine Stunde. Beim kostenpflichtigen “Priority”-Abo entfallen diese Einschränkungen. Hier bietet Nvidia bei einigen Spielen zudem die schickeren Grafikeffekte der hauseigenen RTX-Grafikkarten.

Cloud-Gaming auch im Browser

Der Cloud-Gaming-Dienst von nVidia steht sowohl als App für Windows, macOS und Android als auch als Browser-Version zur Verfügung. Wie die Lösungen von Google und Microsoft funktionierte Letztere auch auf Apples mobilen Safari-Browser auf dem iPad oder iPhone.

➤ GeForce Now
Zum Anbieter

Preis: kostenlos / ab 8,87 Euro im Monat (GeForce Now Priority)

Inklusivtitel: keine

Einzelkauf von Spielen: ja (über angebundene Shops)

Verfügbarkeit: Browser, Windows-App, macOS, Android-App


Shadow: Der eigene Cloud-Gaming-PC

Der französische Anbieter Shadow fällt im Vergleich der Game-Streaming-Anbieter ein wenig aus dem Rahmen. Der Grund: Anstelle eines kuratierten Angebots an Cloud-fähigen Games stellt Shadow gleich einen kompletten Gaming-PC mitsamt einer Windows-10-Installation in der Cloud zur Verfügung. Dieser lässt sich über die Shadow-Apps für Windows, Mac, Linux sowie Android und iOS praktisch genauso bedienen, wie ein echter PC auf dem eigenen Schreibtisch.

Shadow Cloud PC
(Bild: shadow.tech / Screenshot)

Das gilt auch für das Cloud-Gaming: Auf dem gemieteten Shadow-PC können nach Belieben eigene Spiele installiert werden, etwa über Steam, GOG oder auch den Windows Store. Die Shadow-PCs bieten dank GeForce-GTX-1080-Grafikkarte, 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB SSD zwar keine High-End-Specs, die Leistung genügt aber bei vielen Spielen immer noch für zumindest mittlere Details.

Cloud-PC für Spiele, Anwendungen und Dokumente

Davon abgesehen bietet Shadow im Vergleich die geringsten Einschränkungen in Sachen Spieleauswahl, da praktisch alles installiert werden darf, was auch auf einem eigenen PC läuft. Zudem lassen sich neben Spielen auch beliebige Anwendungen auf den Cloud-PC hieven. Auf der Kehrseite erfordert der Gaming-PC in der Cloud aber auch in etwa den gleichen Wartungsaufwand, etwa bei der Installation von Patches. Shadow ist damit vor allem für Menschen interessant, die keinen eigenen PC betreiben wollen. Allerdings sollte man es dabei nicht eilig haben: Neukunden kommen auf eine Warteliste und müssen sich einige Wochen gedulden, bis sie ihren eigenen Shadow-PC in der Cloud bekommen.

➤ Shadow
Zum Anbieter

Preis: ca. 30 Euro im Monat

Inklusivtitel: keine

Einzelkauf von Spielen: ja (über angebundene Shops)

Verfügbarkeit: Apps für alle relevanten Systeme


Fazit

Cloud-Gaming eröffnet ganz neue Möglichkeiten, alte und neue Spiele zu entdecken. Wer keine Lust, Zeit oder Platz für ein eigenes Gaming-Setup hat, findet bei den unterschiedlichen Anbietern sicherlich die passende Lösung, um ab und an ein paar Stunden entspannt zu zocken. Doch Cloud-Gaming ist beileibe nicht nur für Casual-Gamer interessant. Auch die Möglichkeit, mit Angeboten wie dem Xbox Game Pass samt Cloud Gaming oder Sonys PS Now ins andere Konsolenlager reinzuschnuppern oder die Lieblingstitel überall mit hinzunehmen, ist nicht zu verachten. Zwar hat Cloud-Gaming noch nicht alle Kinderkrankheiten abgelegt, dennoch bietet es eine flexible Alternative zum Kauf teurer Hardware. Der Markt steht zudem nicht still, steht doch mit Amazon Luna der nächste potenzielle Cloud-Gamingriese bereits in den Startlöchern.

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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

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