Hostinger Reach: KI-basiertes E-Mail-Marketing im Test
Unsere Erfahrungen mit Hostinger Reach
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Webshops, Magazine, Foren und Blogs gibt es wie Sand am Meer im Netz. Die Konkurrenz ist oft nur einen Klick entfernt. Und es tobt ein erheblicher Kampf um Kunden, Verkäufe und Werbeumsätze. Besucher kommen oft von Google, Preissuchmaschinen oder KI-Chatbots, finden die gewünschten Informationen oder bestellen einmalig – und verschwinden dann auf Nimmerwiedersehen. Dabei sind gerade treue, wiederkehrende Nutzer die Basis, auf der Websites und Online-Shops wachsen können.
Ein gutes E-Mail-Marketing hilft dabei, diese potenziellen Umsatzbringer zu binden und zu reaktivieren. Was übrigens der Grund ist, warum viele Shops sogar Rabatte gewähren, um Nutzer vom Abonnieren des Newsletters zu überzeugen. E-Mails erreichen User direkt und können – richtig aufgezogen – über neue Beiträge, Aktionen oder Sonderangebote informieren, ehe es Google und Co. können. Das sorgt für einen konstanten Besucherstrom und Umsatz.
E-Mail-Marketing per Newsletter: Nicht immer einfach
Allerdings hat das E-Mail-Marketing per Newsletter einen großen Nachteil: Zum einen muss der Newsletter interessant sein, also Inhalte enthalten, die den Nutzer auch interessieren und zurück auf die Website bringen. Zum anderen sollten Design und Ansprache jedes Mal wiedererkennbar sein. Und dann müssen E-Mail-Newsletter auch einige technische Hürden nehmen, damit die Massen-E-Mails nicht als Spam deklariert werden. All das macht viel Arbeit, benötigt Personal – Anforderungen, die gerade kleinere Websites und Shops oft nicht bewältigen können.
Hosting-Anbieter Hostinger hat genau für diese Kunden jetzt mit Hostinger Reach* ein Tool geschaffen, das das E-Mail-Marketing an vielen Stellen per KI automatisieren kann. Der Dienst verspricht, selbstständig E-Mails zu entwerfen und zu schreiben und dabei das Design des Shops oder der Website zu übernehmen. Ein sinnvoller Einsatz für Künstliche Intelligenz, ohne Frage – doch was leistet Hostinger Reach in der Praxis?
| 💡 Produkt-Updates seit unserem Test |
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Hostinger hat Reach nach unserem Test um wichtige KI- und Automatisierungs-Funktionen erweitert. Da wir nur selbst getestete Features bewerten, fließen sie nicht in das Testurteil ein:
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Tarife für kleine bis große mittlere Unternehmen
Zunächst ein Blick auf die Preisgestaltung: Für den einfachen Einstieg gibt es einen kostenlosen Free-Tarif, der bis zu 100 Abonnenten mit bis zu 200 E-Mails pro Monat ansprechen kann. Das bedeutet: Schon im Free-Tarif können zwei Marketing-Mails im Monat an alle Abonnenten verschickt werden. Wer mehr Newsletter-Abonnenten hat, kann kostenpflichtig hochskalieren: Bis zu 50.000 Abonnenten sind über Reach ansprechbar.
Mit der Zahl der Abonnenten wächst auch die Größe des E-Mail-Kontingents: Wer 1.000 Abonnenten ansprechen will, kann bereits 7.000 Mails verschicken – also rechnerisch sieben Newsletter im Monat. Dieses Verhältnis bleibt in allen Bezahltarifen gleich. Wie immer bei Hostinger reduziert sich der Preis von Reach deutlich, wenn der Dienst vorab für ein Jahr gebucht wird, beim Tarif bis 1.000 Abonnenten etwa von 10,99 Euro/Monat auf 2,99 Euro/Monat.
Hostinger Reach: Technisch durchdacht und leicht bedienbar
Technisch ist Hostinger Reach durchdacht: Bei der Einrichtung muss in einem ersten Schritt der E-Mail-Marketing-Dienst mit einer Domain – also der Website, für die das Marketing eingesetzt werden soll – verbunden werden. Das funktioniert praktischerweise sowohl mit Domains, die bei Hostinger liegen, als auch mit Drittanbieter-Domains. Dadurch kann Reach auch für Websites eingerichtet werden, die nicht bei Hostinger, sondern bei einem anderen Provider liegen.
Liegt die Website bei Hostinger, setzt Reach automatisch alle DNS-Einträge
(Bild: Screenshot)
Allerdings müssen in diesem Fall die DNS-Einstellungen der Domain angepasst werden. Liegt die Domain bei Hostinger, entfällt diese lästige Arbeit: Der Service setzt automatisch die korrekten DNS-Einträge. Darunter auch die DNS-Einträge für die Signatur-Technologien DKIM, DMARC und SPF, die die Authentizität des Newsletters sicherstellen, Fälschungen durch Spammer und Scammer vorzubeugen und notwendig sind, um ein automatisches Blacklisting der eigenen Newsletter durch Antispam-Lösungen vorzubeugen.
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Look des Newsletters anpassen
Ist die Verbindung zur Domain eingerichtet, kann der eigentliche Look des Newsletters angepasst werden. Zunächst ist es sinnvoll, ein Logo hochzuladen. Fehlt das noch, hilft Hostinger mit seinem KI-Generator bei der Erstellung. Aber Achtung: Das kostet pro Generierung extra. Wer ein passendes Logo haben will, kann aber auch auf die zahllosen Logo-Generatoren, ChatGPT, Apps wie Logoist oder ganz klassisch auf das Handwerk eines Grafikdesigners zurückgreifen.
Wer noch kein Logo hat, kann es schnell von der KI erstellen lassen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.
(Bild: Screenshot)
Anschließend können noch die Farben definiert werden. Diese sollten sich an den auf der Website verwendeten Farben orientieren und können bequem per HTML-Farbcode gesetzt werden. Hostinger übernimmt hier gegebenenfalls die Farben des Logos, nicht jedoch die der Website – schade, denn die KI könnte die Informationen grundsätzlich auch automatisiert ausfüllen, sie stehen schließlich im CSS der Website. Dennoch ist das Tool handlich und gut gelöst.
Newsletter-Adressen hinzufügen
Sind Technik und Optik des Newsletters gesetzt, müssen noch die E-Mail-Adressen der Abonnenten hinzugefügt werden. Diese lassen sich sowohl händisch als auch über eine bereits vorhandene CSV-Datei in Hostinger Reach einpflegen. Noch eleganter ist die Verwendung der Funktion „Seite verbinden“. Hostinger verbindet damit entweder den hauseigenen Baukasten oder WordPress-Websites via Plug-in.
Praktisch: Hostinger Reach kann auf gängige WordPress-Newsletter-Tools wie WPForms, Contact Form oder WooCommerce zugreifen und sich die Daten von hier holen. Das ist sinnvoll, wenn bereits Newsletter-Anmeldungen vorliegen oder vorher ein anderes Tool verwendet wurde. All das funktioniert reibungslos. Aus dem WordPress-Plug-in heraus können auch jederzeit die Hostinger-Reach-Funktionen aufgerufen werden.
Hostinger Reach integriert sich nahtlos in WordPress.
(Bild: Screenshot)
Über Prompts lassen sich die Empfänger KI-gestützt in Segmente einteilen, um einen treffsicheren E-Mail-Versand zu ermöglichen. E-Mail-Adressen können auch jederzeit wieder aus Hostinger Reach gelöscht werden und natürlich hat der Dienst auch einen Abmelde-Link für Empfänger in jeder E-Mail. Firmendaten und wichtige Standard-Links – etwa zum Impressum oder der Datenschutzerklärung der Website – können in den Einstellungen ebenfalls hinzugefügt werden und sind dann in jedem Newsletter enthalten. Dadurch ist der Newsletter auch DSGVO-konform.
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Newsletter erstellen mit KI-Unterstützung
Ähnlich wie beim Hostinger Homepage-Baukasten entwirft der KI-Assistent anhand eines vorgefertigten, anpassbaren Prompts den Newsletter. Dieser enthält bereits alle wichtigen Informationen und die rechtlichen Standards, ist aber eine Blaupause ähnlich einem Website-Template: Zum Testzeitpunkt fragte Hostingers KI nicht ab, um welche Art von Aktion es sich handelt oder welche Informationen in einem Willkommens-Newsletter stehen sollen. Die KI diente hier hauptsächlich als Designer einer E-Mail-Vorlage und liefert nach rund einer Minute ein Ergebnis, das bei all unseren Testläufen sehr ansprechend aussah. Schön wäre gewesen, wenn sich zum Beispiel auch Schriftarten anpassen ließen.
Im Jahr 2026 hat Hostinger die Funktionen zur Erstellung der Newsletter erweitert: Es lassen sich konkrete Ziele und Kontexte vorgeben (z.B. Sale, Produkt-Launch, Newsletter) und bestehende Medien als Inspiration und Vorlagen verwenden. Für unseren Test kam das allerdings zu spät.
Die KI legt das Grundgerüst an, anschließend kann es mit Hilfe der KI oder manuell bearbeitet werden.
(Bild: Screenshot)
Entspricht die Vorlage noch nicht ganz den Bedürfnissen, kann bei der KI nachgehakt werden, was jedoch nicht immer fruchtbar ist: Die verwendete LLM ist Diensten wie ChatGPT an vielen Stellen unterlegen. Alternativ gibt es aber auch einen Bearbeitungsmodus, der in der Regel treffsicherer und flotter ist, als zu versuchen, der KI zu erklären, was man genau möchte.
Hier können die Informationen dann problemlos händisch angepasst werden. Die Funktionsweise ist dabei blockbasiert, also ähnlich, wie man es von WordPress oder Homepage-Baukästen kennt, und damit sehr einsteigerfreundlich. Die generierten Vorlagen werden automatisch abgespeichert und können jederzeit wieder eingesetzt werden – praktisch!
Erstellte Themes werden gespeichert und können wiederverwendet werden.
(Bild: Screenshot)
Nicht so praktisch: Die Hostinger-KI bot im Test leider keine technische Möglichkeit, geplante Newsletter-Inhalte aus Dritt-Dokumenten zu entnehmen. Dadurch ist sie funktional einfach relativ eingeschränkt und tut sich schwer damit, spezialisierte Informationen im Newsletter zu platzieren. Die von uns vermisste Möglichkeit, Dateien in die KI zu laden, wurde jedoch nach dem Test hinzugefügt.
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Test & Versand des Newsletters
Ist die Vorlage generiert und mit Inhalten gefüllt, ist der Newsletter auch schon fertig: Nach der Vergabe eines internen Kampagnen-Namens kann die Mail entweder zunächst als Test an einen oder mehrere Empfänger verschickt oder direkt an alle Abonnenten versendet werden. Die Marketing-Mail kann wahlweise sofort oder geplant abgefeuert werden: Das ist sinnvoll, wenn ein Newsletter zu einem bestimmten Zeitpunkt wie Heiligabend erscheinen soll, wenn praktisch niemand Lust hat, den Newsletter händisch zu versenden. Bis zum Versand kann er auch jederzeit noch bearbeitet werden.
Fertig, die erste Kampagne ist unterwegs.
(Bild: Screenshot)
Der Versand erfolgt anschließend zur geplanten Zeit und zum geplanten Datum. Die Newsletter wurden in unserem Test an alle wichtigen Provider ausgeliefert.
Einfache Statistiken und Klicktracking
Hostinger Reach bietet auch Statistiken zur Newsletter-Performance – etwa, wie hoch die Rückläufer-Quote der Kampagne ist und wie gut sie geklickt wird. Dadurch lässt sich das E-Mail-Marketing gezielt einsetzen und auswerten. Leider ist diese Funktion noch recht einfach gehalten: Es gibt eine Übersicht des Erfolgs, es fehlen jedoch Business-Funktionen wie Daten-Export oder die Verbindung zu Analyse-Tools. Größere Unternehmen, die diese Daten benötigen, setzen aber ohnehin in der Regel auf deutlich umfangreichere und teurere Tools.
Hostinger Reach im Test: Fazit
Insgesamt macht Hostinger Reach* einen sehr guten Eindruck. Vor allem Betreiber kleiner und mittlerer Websites und Shops finden hier eine preiswerte und sehr benutzerfreundliche Möglichkeit, um schnell und einfach E-Mail-Kampagnen zu entwerfen. Durch den kostenlosen Start und die hohe Skalierbarkeit bleibt Hostinger Reach vor allem am Anfang sehr preiswert.
Die KI-Tools sind praktisch, könnten aber aus unserer Sicht noch deutlich leistungsfähiger werden. Wünschenswert wären zudem einige Funktionen für den Daten-Export.
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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team
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