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Mac's Finest (3)

Themen-Special: Office, Sicherheit, Programmierung, Spiele für OS X

Auch wenn Mac OS X von Haus bereits gut ausgestattet ist – viele Aufgaben kann man nur mit Zusatzprogrammen lösen. In diesem Special finden Sie gelungene Büroanwendungen, Tools, die den Mac vor Datendieben schützen und solche, die beim Programmieren eigener Software helfen. Unsere Auswahl an coolen Spielen garantiert, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

Nach den ersten beiden Teilen des Specials Mac's Finest, die sich mit den Themen Foto & Grafik, Internet, Netzwerk & Server sowie mit Systemsoftware, Audio & Video, Freizeit & Hobby, Wissenschaft & Technik befasst haben, folgt nun der dritte und letzte Teil unseres Streifzugs.

Die meisten Programme sind kostenlos per Download erhältlich, wenige erfordern die Registrierung gegen einen geringen Beitrag, um sie in vollem Umfang nutzen zu können.

Texte & Co.

Wer sich weder mit Apples iWork noch mit Microsofts Office:mac anfreunden will, findet im kostenlosen Paket NeoOffice eine Alternative. Es beruht auf OpenOffice, passt sich dank Java-Code aber besser an den Mac an, sodass Menüs, Dialoge und Werkzeugleisten weitgehend im gewohnten Kleid daherkommen. Der Import von Word-Dokumenten, Excel-Tabellen und PowerPoint-Präsentationen verläuft weitgehend unproblematisch, solange sie im Binärformat früherer MS-Office-Versionen gespeichert wurden. Anders als das offizielle OpenOffice, das übrigens erst mit der Version 3.0 nativ unter Aqua laufen wird, ist NeoOffice bereits fürs OpenXML-Format von Office:mac 2008 und Office 2007 für Windows gerüstet: Dazu haben die NeoOffice-Programmierer Open-Source-Konverter für Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien in ihre Software übernommen. Weil die sich aber noch in der Entwicklungsphase befinden, können sie nicht alle Formatierungen korrekt umsetzen. (db)

Um gelegentlich Texte zu bearbeiten, bedarf es nicht unbedingt eines umfangreichen Office-Pakets. Schon das in MacOS enthaltene TextEdit genügt, um etwa Briefe zu verfassen. Die Freeware Bean bietet aber deutlich mehr Komfort und Möglichkeiten. Der Entwickler hat sich vor allem auf das konzentriert, was er zu seinem Hobby, dem Schreiben von Science-Fiction-Stories, selbst benötigt. So beherrscht das Programm Kopf- und Fußzeilen, aber weder Mehrspaltensatz noch Fußnoten oder hierarchische Kapitelnummerierungen. Viele Funktionen integriert das Textprogramm aus dem Fundus, den Mac OS X bereitstellt: Systemfunktionen wickeln unter anderem das Suchen und Ersetzen, die Rechtschreibprüfung und das Nachschlagen in Wörterbüchern oder in der Wikipedia ab. Der Entwickler versteht Bean nicht als Ersatz für ausgewachsene Textprogramme wie Pages oder Word, sondern als schnelles und leicht zu bedienendes Hilfsmittel, um zwischendurch Texte zu schreiben. (db)

Geschickt verwaltet

Deep Notes ist ein hierarchischer Editor. Er eignet sich zum Beispiel für Ideensammlungen, Aufgabenlisten, Gliederungen. Ein Oberpunkt lässt sich ausklappen und zeigt dann die Unterpunkte, die er enthält. Deep Notes kann dabei beliebig viele Ebenen und Farben. (db)

Das Open-Source-Programm Freemind benötigt eine Java-Laufzeitumgebung und beherrscht die Grundfunktionen, die man von einem Mind-Mapping-Programm erwartet. Es frisst Fotos und Links auf Dateien, Zweige oder Webseiten. Allerdings kann man Bilder nach dem Einfügen nicht skalieren und sollte daher darauf achten, dass sie nicht zu hoch auflösen. Ein eingebundenes Digitalfoto lässt die Map in der Totalen auf Ameisengröße schrumpfen. Leider fehlen Exportoptionen für Word, Pages, RTF und TXT; dafür gibt's OpenOffice beziehungsweise NeoOffice Writer. Teile der Map lassen sich aber per Copy & Paste samt Formatierung und Auszeichnung von Überschriftenebenen in andere Programme übernehmen. In HTML-Grundgerüste bindet FreeMind klickbare Image-Maps ein. Bessere Mind-Maps erzeugt das kommerzielle ConceptDraw MindMap, von dem die Personal Edition 5 als Vollversion der Heft-DVD von c't 4/08 beilag. (akr)

Virenschutz

Noch sind Viren kein ernst zu nehmendes Problem auf dem Mac. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich die Malware-Programmierer der Apple-Kundschaft annehmen. Wer sicher gehen möchte, liegt mit einem Virenscanner nicht falsch. Das Open-Source-Tool ClamAV hat sich unter Linux längst etabliert. Mit ClamXav kommt das Tool auch auf den Mac, mitsamt einer – zugegebenermaßen spartanischen – Bedienoberfläche. Dennoch: Hier lassen sich die wichtigsten Einstellungen tätigen, etwa Scan-Uhrzeiten fixieren oder Ordner überwachen. Im Test funktionierte bei uns leider gerade die Ordnerüberwachung nicht. Im Zweifelsfall sollte man also lieber das Plug-in fürs Kontextmenü installieren und von dort Downloads auf Viren testen. ClamXav prüft sich auf Wunsch regelmäßig selbst auf Aktualität und lädt dann die nötigen Updates aus dem Netz. Schlägt der Spürhund tatsächlich einmal an, dürfen verseuchte Dateien in einen Quarantäne-Ordner befördert oder gelöscht werden. (Tobias Engler/db)

Unter dem Siegel der Verschwiegenheit

Der Menüpunkt "Papierkorb sicher entleeren" des Finders atomisiert den ganzen Inhalt des Papierkorbs – Shredder ist weniger rabiat und kann auch einzelne Dateien sicher löschen. Der digitale Reißwolf arbeitet als Dashboard-Widget und überschreibt die gelöschten Bereiche auf der Festplatte durch neue Daten. Dazu kann der Anwender zwischen drei Stufen wählen: 1, 7 oder 35 Durchgänge beim Überschreiben, sodass sensible Daten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch wirklich vernichtet werden. (db)

Draußen bleiben

Die Mac-OS-X-eigene Firewall ipfw erwartet zum Feintuning kryptische Kommandozeilen. Die Shareware Flying Buttress, ehemals Brickhouse, bietet dafür eine übersichtliche grafische Oberfläche. Anders als mit dem Apple-eigenen Frontend lassen sich diverse Filter anlegen, etwa nach Quell- oder Ziel-IP-Adresse. Dabei kann man für jedes Netzwerk-Interface einen eigenen Regelsatz definieren. Ein Gateway für IP-Sharing mit anderen Rechnern rundet das Programm ab. (dz)

iStumbler spürt Airport-Funknetze, Bluetooth-Geräte sowie Bonjour-Dienste auf und zeigt neben dem Namen und der Signalstärke an, ob das Funknetz durch WEP-Verschlüsselung geschützt ist. Dazu sendet das Tool Probe-Requests und wertet die Antworten der Access Points aus. Auch wenn iStumbler ermittelt, ob Funknetze nach außen dicht sind und damit die Sicherheit überprüft, hat der Programmautor das Tool vor allem entwickelt, um damit frei zugängliche Funknetze in der Umgebung des Rechners aufzuspüren. (Tobias Engler/db)

HenWen bietet eine angenehme Oberfläche für Snort (was im Paket gleich enthalten ist). Es dient als Packet-Sniffer, Packet-Logger oder als vollwertiges Network-Intrusion-Detection-System (NIDS). Als solches erkennt die Open-Source-Software anhand ihrer Protokoll-Analyse- und Mustersuch-Fähigkeiten gängige Angriffstypen wie die Verbreitungsversuche von Würmern, Attacken auf CGI-Skripte, Pufferüberläufe und Port-Scans. Auch eigene Alarmkriterien lassen sich definieren. Über Plug-ins sind die Subsysteme zur Angriffserkennung und zum Logging flexibel erweiterbar, etwa um das Protokoll in XML festzuhalten. Neben diversen Alarm-Mechanismen bietet Snort auch die Möglichkeit, seine Meldungen in einer Datenbank abzulegen. (Tobias Engler/ju)

Als Front-End zum Mac-OS-X-eigenen Paketschnüffler tcpdump zeigt MacSniffer den gesamten Netzwerkverkehr an, der über ein bestimmtes Interface wie die eingebaute Ethernet-Schnittstelle läuft. Die Detailgenauigkeit ist dabei anpassbar (Header, gesamter Inhalt). Anhand von Filtern akzeptiert MacSniffer zusätzliche Einschränkungen, um etwa nur solche Pakete anzuzeigen, die von einem bestimmten Host kommen. Ein Filter für Web-Traffic ist vordefiniert, zusätzliche kann man selbst anlegen. IP-Adressen löst die Software auf Wunsch zudem nach Namen auf. (Tobias Engler/ju)

Bequemer kodieren

Apples Xcode-Tools bringen schon alles mit, was man als Entwickler braucht – ein paar zusätzliche Tools können dennoch nicht schaden, zumindest, wenn man in einer anderen Sprache als Objective-C programmieren möchte.

Die kostenlose Entwicklungsumgebung Processing ermöglicht einen schnellen Einstieg in die Computergrafik. Sie präsentiert sich als an Java angelehnte Programmiersprache mit einem überschaubaren Satz von Funktionen, die geometrische Grundformen, Text oder Bilder auf den Schirm zaubern. Es genügt, einige wenige dieser Anweisungen ins Editorfenster zu tippen und den Run-Knopf zu drücken, schon läuft das erste eigene Java-Applet. Eher wird man sich aber durch Ausprobieren und Modifizieren der zahlreichen Beispiel-Applets an Processing herantasten. Die Umgebung versucht, so viel technischen Stumpfsinn wie möglich vom Designer fernzuhalten, damit der sich auf das Kreative konzentrieren kann. Für die ersten Schritte tippt man einfach eine Folge von Anweisungen zum Zeichnen ein und die Entwicklungsumgebung macht den Rest. Fortgeschrittene, die eine Animation programmieren möchten, schreiben zwei Funktionen setup() und draw(). Processing ruft die eine zur Initialisierung und die andere kontinuierlich auf und kümmert sich per Double Buffering darum, dass die Animation nicht flimmert. Wer Java beherrscht, kann sich aus der ganzen weiten Welt von Suns Klassenbibliothek bedienen oder in zusätzlichen Quelldateien eigene Klassen mit beliebigem Java-Code definieren. (bo)

Activestate, vor allem bekannt für seine Perl-Implementierung unter Windows, hat Komodo Edit mittlerweile zu Open Source gemacht – ein Glücksfall für Skriptsprachen-Fans, denn der Editor aus der weiterhin kommerziellen Komodo-IDE bietet einige Features, die es in sich haben. Dazu zählt die Möglichkeit, die Syntax eines Skripts gleich beim Schreiben auf Fehler prüfen zu lassen. Zeitsparend ist auch die visuelle Verknüpfung geschachtelter Klammern durch Linien, Blöcke darf man ein- und ausklappen. Darüber hinaus kennt Komodo Edit natürlich alles, was Standard ist: Syntax-Färbung, Code-Vervollständigung und die Unterstützung von Tabs beherrschen auch andere Editoren. Überaus praktisch und nicht gang und gäbe ist das Code-Repertoire, in dem man Codeschnipsel für die spätere Wiederverwendung ablegen und speichern kann. Komodo Edit spricht Perl, PHP, Python, Ruby, Tcl, CSS, HTML, JavaScript, XML und vier
Template-Sprachen. (Tobias Engler/db)

Egal, ob Sie Ihre Software-Ideen in Java, C++, Perl, PHP, Python oder einer anderen Sprache formulieren – die freie und komfortable Entwicklungsumgebung Eclipse bringt alles mit, was Entwicklerherzen höher schlagen lässt. Das Open-Source-Projekt ist von Grund auf als extrem flexibler Software-Baukasten konzipiert, der sich mittels Plug-ins für fast beliebige Aufgaben erweitern lässt. Die frei erhältlichen Bausteine verwandeln Eclipse in eine mächtige Entwicklungsumgebung etwa für C++, PHP oder Perl und rüsten praktische Software-Werkzeuge nach. So nimmt man etwa aus der IDE heraus mit Datenbanken Kontakt auf oder zeichnet UML-Diagramme, um daraus Java-Code zu generieren. Auch für Ihr nächstes Webprojekt ist Eclipse eine gute Wahl; zum Standardrepertoire von Eclipse gehören Editoren für HTML, XML, JavaScript, CSS und vieles mehr. (Ralf Ebert/kav)

WOLips ergänzt Eclipse um Unterstützung für WebObjects, Apples großkalibriges Webentwicklungs-Framework. Gerade die inkrementellen Compiler sorgen für einen deutlich beschleunigten Build-Prozess. Editoren mit Unterstützung für Syntax-Färbung und Code-Vervollständigung beschleunigen das Schreiben von CSS, HTML und .WOD. Ein anderes nützliches Werkzeug für Java-Entwickler ist der JarInspector. Mit ihm kann man .class-Dateien aus Bytecode in lesbaren Quellcode zurückverwandeln. Darüber hinaus erlaubt das Tool auch Einblicke in JAR-Archive. Das Manifest lässt sich dann anpassen, ohne dass man das Archiv neu erstellen muss. (Tobias Engler/db)

Programmierhilfen

Das per Web-Browser zugängliche Trac bündelt einen Bug-Tracker, Subversion als Versionsverwaltung, ein Wiki und einen Betrachter für Quelltexte, wobei ein Haufen Plug-ins auf trac-hacks.org Erweiterungsmöglichkeiten bis dorthinaus bietet. Für ein bisschen Projektmanagement kann schon das Standard-Trac Bug-Berichte in Meilensteinen zusammenfassen: Bugs 42, 87 und 104 erledigen wir bis Dienstag, die andern 6000 dann nächste Woche. Wieviele Bugs eines Meilensteins als erledigt markiert sind, kann Trac in Prozentbalken anzeigen. Je nach Wunsch kann man in einem Bug-Bericht nicht nur einen Fehler beschreiben, sondern auch eine gewünschte neue Funktion, eine Support-Anfrage oder überhaupt etwas zu Erledigendes – alles mit Kommentarfunktion, die beim Konsensfinden und Planen hilft. Über eine zentrale Funktionsleiste können Benutzer zwischen diversen Ansichten wie Wiki, Fehler-Reports, Roadmap und so weiter umschalten. Die Timeline gibt per Web und RSS Auskunft über die jüngsten Fehler-Reports, Wiki-Änderungen und SVN-Checkins. Eine Volltextsuche rundet den unmittelbar sichtbaren Funktionsumfang ab. (Hendrik Krauß/db)

LaunchAppPlugin startet ein Programm etwa in der englischen Version, auch wenn ein deutsches Mac OS X läuft – überaus praktisch für Tests während der Lokalisierung. Dazu rechtsklickt man im Finder auf das gewünschte Programm. Voraussetzung ist natürlich, dass die Applikation die ausgewählte Sprache unterstützt, sonst erscheint diese gar nicht im "Launch in..."-Untermenü. (Tobias Engler/db)

OnMyCommandCM erweitert das Kontextmenü des Finders um eigene Einträge. Das können sowohl Unix- als auch AppleScript-Befehle sein. Als Eingabeparameter kommen der Pfad des aktuellen Objekts oder selektierter Text in Frage. Schön auch, dass sich solche Kontextbefehle auf bestimmte Applikationen, Dateien und Ordner einschränken lassen. Falls gewünscht, darf die Ausführung mit Ausgabefenster erfolgen. Dank des Zusatztools OMCEdit ist die Konfiguration eigener Kontextbefehle ein Kinderspiel. Das GUI ist auch für Terminal-Ungeübte leicht verständlich. Wer die Befehle ohne Griff zum Kontextmenü ausführen will, kann sie als Droplets anlegen. (Tobias Engler/db)

Zu den wohl mächtigsten Werkzeugen für Cocoa-Entwickler zählt das unscheinbare F-Script, das für Einsteiger ebenso geeignet ist. Mit der auf Smalltalk basierenden Script-Engine kann man nicht nur direkt auf die Cocoa-Frameworks zugreifen, sondern auch Objekte manipulieren. Das funktioniert mit dem Zusatztool F-Script Anywhere sogar während der Laufzeit einer Cocoa-Applikation. Der direkte Aufruf von Methoden ist übrigens auch aus dem Objekt-Browser heraus möglich. Wer F-Script in eigene Applikationen einbinden will, wird die Integrations-API brauchen können. (Tobias Engler/db)

Wem der Zugriff auf die Cocoa-Dokumentation aus XCode heraus nicht flüssig genug klappt, der ist mit AppKiDo gut bedient. Das Hilfstool erlaubt die hierarchische Suche ebenso wie die Suche nach einem Namensbestandteil oder anhand vordefinierter Kriterien, etwa "Klassen mit Delegates". AppKiDo extrahiert dabei nur die vorhandenen Entwicklerdokus, bringt also keine eigenen mit. (Tobias Engler/db)

Skripten und automatisieren

Pashua ermöglicht einfache Guis für acht bekannte Skript-Sprachen. Ein Skript ruft Pashua mit einigen Parametern auf, woraufhin es ein Fenster zeigt mit den angeforderten Textfeldern, Dropdown-Menüs, Häkchen und so weiter. Sobald der Benutzer den Dialog ausgefüllt und okay geklickt hat, liefert Pashua an das Aufruferskript die Werte zurück, die der Benutzer angegeben hat. (Tobias Engler/db)

Platypus hüllt beliebige Skripte in den Mantel einer Cocoa-Applikation; diese kann man dann wie gewohnt im Finder starten. Gängige Skript-Arten wie Shell, Perl, PHP, Ruby oder AppleScript wählt man beim Erstellen des Wrappers aus einer vorgefertigten Liste aus, andere Interpreter spezifiziert man in den Einstellungen. Auf Wunsch zeigt die von Platypus erstellte Mantel-Applikation während der Ausführung einen Fortschrittsbalken an, auch Root-Privilegien kann sie vom Benutzer anfordern. Da sich weitere Dateien im Bundle ablegen lassen, eignet sich das Tool gut zum Bau eines eigenen Installers. Schutz vor neugierigen Augen bietet die Möglichkeit, das auszuführende Skript verschlüsselt und für den Finder unsichtbar im Bundle abzulegen – ernsthafte Hacker wird das allerdings nicht abhalten, braucht doch spätestens der Interpreter den Klartext. (Tobias Engler/adb)

Strategie & Knobelei

Eines der wenigen guten Schachprogramme für den Mac ist Sigma Chess. Es kann alles, was ein Schachprogramm können muss: Es liest und schreibt PGN-Dateien (Standard-Textformat für Schachpartien), kann Datenbanken nach sehr vielen beliebig kombinierbaren Kriterien filtern, beherrscht verschiedene Zeitkontrollen und gibt sogar eine Einschätzung der Spielstärke seines menschlichen Gegners. In der Lite-Version, die eine unregistrierte HIARCS-9.60-Engine mitbringt, vermag das Programm nur Datenbanken mit weniger als 1000 Partien zu öffnen, das Eröffnungsbuch lässt sich nicht verändern. Außerdem können nur drei Partiefenster gleichzeitig angezeigt werden. HTML-Export und Druckfunktion ignorieren Diagramme, und die Daueranalyse funktioniert nicht. Die SigmaChess-Engine spielt aber mit voller Kraft. Wer die Optik aufpeppen möchte, findet auf der SigmaChess-Website etliche Figuren- und Brett-Designs zum Download. (Lars Bremer/psz)

Wer was für räumliche Rätsel übrig hat, dem wird Point of View schmecken. Ein Haufen Klötzchen will so zusammengebaut werden, dass das Gebilde von oben, von der Seite und von vorn aussieht wie vom Programm vorgegeben. Linksklick erzeugt einen Klotz, Rechtsklick löscht ihn, Ziehen dreht die Ansicht. Mit den naheliegendsten Möglichkeiten wird's meistens nichts, weil die Klötze rar sind. Meister kriegen Lösungen hin, die obendrein noch attraktiv aussehen. (Hendrik Krauß/db)

Simulation

FlightGear ist ein hoch realistischer Flugsimulator – er stellt unter anderem die Nachtbeleuchtung von Städten dar und ändert seine Himmelskarten in Abhängigkeit von Jahreszeit und geografischer Lage. Die Open-Source-Gemeinde unterstützt das Programm durch zahllose Zusätze, etwa Flugzeugtypen, Terrains und navigatorische Kartendetails. Das Spektrum der Flugzeuge reicht von verschiedenen Cessna-Modellen bis zur Boing 737. Gaudi verspricht die fliegende Untertasse, auf die beispielsweise Trägheit und Gravitation kaum wirken. Wer Freude an FlightGear haben möchte, sollte die Dokumentation gründlich lesen – dieses Programm ist nichts für Gelegenheitsluftikusse. (Uwe Stern/psz)

Rollenspiele

Der letzte Überlebende eines verstoßenen Herrschergeschlechts macht sich auf, eine böse Königin vom Thron zu stoßen. Dabei steht ihm ein mächtiger Magier zur Seite. Und da die Gegner ständig in der Überzahl zu sein scheinen, kann er jede Hilfe brauchen. Ein bunter Fantasy-Strategie-Cocktail erwartet den Spieler in Battle For Wesnoth. Er muss seine Fähigkeiten als Heerführer unter Beweis stellen, Dörfer erobern, Armeen ausheben und seine Helden durch die Schlachten steuern. Dem Spiel liegen bereits etliche Solokampagnen bei, außerdem kann man sich im Mehrspielermodus übers Netz oder per Hotseat mit anderen Spielern messen. (Nico Nowarra/psz)

In Excalibur: Morgana's Revenge wird der Spieler in die Rolle eines Föderationssoldaten versetzt, der auf dem Raumschiff Kronos seiner wahren Aufgabe entgegentreten muss. Hilfe erhält er dabei von der künstlichen Intelligenz Merlin – quasi die virtuelle Reinkarnation des legendären Zauberers, der von der bösen Magierin Morgana vor langer Zeit in diesen Zustand getrieben wurde. Die Reise führt denn auch durch die Zeit, die Waffen passen sich ebenfalls an: Nicht umsonst heißt das Spiel Excalibur. Spielspaß ist garantiert, da EMR auf der bewährten Marathon-Engine aufbaut. Neben 42 Solo-Levels warten auch mehr als zwei Dutzend Netzwerk-Level auf ihre(n) Meister. (Tobias Engler/db)

Arcade

D2X-XL ist die OpenGL-Portierung des altehrwürdigen 3D-Shooters Descent 2. Mit wie viel Liebe der Autor an dem Open-Source-Programm arbeitet, zeigt sich an Bugfixes und neuen Features wie dem Monsterball-Mode – Teams versuchen, einen riesigen Ball in ihr "Tor" zu schießen. Höchsten Wert legt Dietfrid Mali aber auf die Abwärtskompatibilität. So sind nicht nur alle Descent-2-Level spielbar, sondern sogar die für Descent 1. Übers Netzwerk können sich dazu mehrere Spieler zusammentun, Hosts findet man über einen der Tracker. (Tobias Engler/db)

Spielesteuerung

Der universelle Geräte-Treiber USB Overdrive haucht nicht nur USB-Mäusen, -Trackballs, -Joysticks und -Gamepads jeder Couleur am Mac Leben ein, sondern mittlerweile auch Bluetooth-Geräten wie zum Beispiel Apples Mighty Mouse. Dabei werden mehrere Geräte gleichzeitig unterstützt. Gerätespezifische Einstellungen bezüglich Buttons, Rädchen oder Umschaltern lassen sich global oder abhängig von der Applikation treffen. So kann das Scroll-Rädchen mehr Drive bekommen oder auf dem Weg nach vorn eine Tastenkombination auslösen, eine URL aufrufen oder eine Datei öffnen. USB Overdrive benötigt Mac OS X 10.2.8 oder höher, für die Classic-Umgebung hält der Autor noch die alte Version 1.4 bereit. Die Shareware zählt beim Starten von Zehn abwärts, ist aber ansonsten ohne Einschränkungen bedienbar. (Tobias Engler/se)

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