Digital Audio Workstations für Windows und Mac im Vergleich
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Musikproduktion: Digital Audio Workstations im Vergleich

Musikproduktions-Software für Windows & Mac

Egal ob Podcast oder Musikproduktion: Sogenannte Digitale Audio Workstations (DAWs) unterstützen Audio-Produzenten bei allen anfallenden Aufgaben - von der Komposition bis zum fertigen Mix. Doch welche Tools sind am besten geeignet?

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Digital Audio Workstations (DAWs) bündeln alle Schritte der Musikproduktion – von der Aufnahme bis hin zum Mastering des fertigen Songs.
  • Anfänger erzielen mit kostengünstigen Programmen erste Erfolge: hier kombiniert man im einfachsten Fall vorgefertigte Samples zu vollständigen Tracks.
  • Für Fortgeschrittene und Profis bieten DAWs im mittleren Preissegment mehr kreative Freiheit, bessere Automatisierung und größere Kontrolle, etwa beim beim Mixing.
  • Die ideale DAW hängt auch vom Einsatzzweck ab: wer etwa live elektronische Musik performt, profitiert von anderen Features als ein Aufnahmestudio mit akustischen Instrumenten.
  • Studio-Hardware ist kein Muss: zwar hilft etwa ein Midi-Keyboard, Melodien flott und mit natürlicher Dynamik einzuspielen. Dank Step-Sequenzern und Piano-Rolls gelingt das Setzen der Töne aber auch mit der Maus - und ohne Notenkenntnisse.
  • Zur Liste: ➤ Digital Audio Workstations im Vergleich

Mit einer guten Software zur Audioproduktion lassen sich spektakuläre Ergebnisse erzielen, wenn es um rein akustische Medienprodukte geht. Wer mit seiner Garagenband Songs aufnimmt oder eigene Musik nachbearbeitet, wird ein solches Tool ebenso benötigen wie Anwender, die Podcasts produzieren oder Radiobeiträge aufnehmen oder ihre Plattensammlung digitalisieren. Die Möglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die für diesen Zweck angebotenen Programme.

Audioproduktion ist nicht gleich Audioproduktion

In wenigen Software-Bereichen gibt es eine derartige Spezialisierung wie bei den Digitalen Audio Workstations: Neben einfachen Aufnahme- und Schnittprogrammen gibt es hier große Suiten für die professionelle Musikproduktion und natürlich auch Programme, die beides beherrschen. Wichtig für Anwender ist, dass sie auf ein Produkt setzen sollten, das ihren Anforderungen genügt, denn andernfalls entsteht schnell Frust: Die Ansprüche an die Produktion eines Podcasts, Hörbuchs oder Radiobeitrags sind andere als an die Musikproduktion. Mit dem richtigen Produkt für den gewünschten Einsatzzweck geht die Produktion hörbarer Inhalte dafür um so besser von der Hand.

Einsteiger-Tool oder Profi-Lösung?

Zusätzlich teilen sich Audio-Programme in aller Regel in zwei Sparten auf: Es gibt Produkte für Heimanwender und solche, die sich eher an Profis richten. Während erstere vor allem Wert auf eine niedrige Einstiegshürde legen, sind die Profi-Lösungen funktional oft für den Studio-Betrieb ausgelegt, besitzen zahlreiche Schnittstellen für Hardware und Instrumente und erlauben eine sehr präzise und kleinteilige Audio- und Musikproduktion.

Als FL Studio noch FruityLoops hieß, war es ein reiner Beat-Baukasten. Heute kann die Software deutlich mehr - hat dabei aber eine gewisse Einsteigerfreundlichkeit bewahrt. (Bild: Screenshot)

Während Einsteiger-Lösungen irgendwann an ihre Grenzen kommen, sind die Profi-Tools nicht selten so komplex, dass erst jahrelange Erfahrung das Maximum aus diesen Produkten herausholt. So gesehen ist es wenig sinnvoll, eine große Lösung wie Apples Logic Pro oder Cubase zu verwenden, wenn man Podcasts schneiden oder kleine Elektro-Tracks zusammenbasteln möchte. Umgekehrt eignen sich Tools wie Magix Music Maker vor allem für die kleine Musikproduktion zuhause und sind weniger für den Audioschnitt geeignet.

Musik oder Sprache?

Wichtig ist auch die Frage nach dem gewünschten Inhalt: Eine Audio-Suite für die Musikproduktion besitzt in aller Regel nicht nur eine eigene Instrumenten-Bibliothek, sondern natürlich auch die Möglichkeit, echte Musikinstrumente anzuschließen. Musikspuren und Effekte können ein- und ausgeschaltet werden, Instrumente zu- und abgeschaltet. Oft gibt es hier auch ein virtuelles Keyboard, mit dem sich Songs über ein Midi-Keyboard oder sogar die PC- und Mac-Tastatur einspielen lassen und Gesang aufgezeichnet werden kann. Und manche Programme können sogar Noten ausgeben. Kurzum: Es handelt sich um Programme, die das Komponieren, Recording, Bearbeiten und Mischen von der ersten Idee bis zum finalen Song unterstützen. Tools also, die sich dediziert an professionelle Musiker richten und beim Einspielen von Musik helfen.

Schnittmengen sind vorhanden

Zwischen allen vier Kategorien – Audio- oder Musikproduktion, Heimanwender- oder Profi-Tool – gibt es natürlich sehr große Schnittmengen. Das bedeutet, dass sich Musik-Tools natürlich auch für den Schnitt eignen und Schnittprogramme grundsätzlich auch bei der Musikproduktion eingesetzt werden können. Deshalb ist es gerade bei Software für die Audioproduktion so wichtig, die für den persönlichen Einsatzzweck optimale Mitte zwischen Lernkurve und Möglichkeiten zu finden. Zum Glück gibt es eine große Auswahl von Schnitt- und Musik-Programmen, in der jeder das für seinen Einsatzzweck passende Audio-Tool finden kann.

Digital Audio Workstations (DAW) im Vergleich


Im Folgenden stellen wir 10 Lösungen zur Musikproduktion vor. Einige Tools richten sich eher an Einsteiger, andere sind auf Nutzung in professioneller Studio-Umgebung oder auf Live-Performances auslegt. Nicht nur im Anspruch, sondern auch im Preis unterscheiden sich die Programme teils stark: von der Gratis-Lösung bis zum mehrere tausend Euro teuren Profi-Werkzeug ist alles enthalten. Die folgende Aufstellung liefert einen entsprechend breiten Überblick über die Möglichkeiten.

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Der Humble Store bietet bis zum 26.08.2021 um 20 Uhr ein umfangreiches Komplett-Paket zur Musikproduktion für 21,24 Euro an (Normalpreis: 670 Euro). Ein Teil des Geldes wird für gute Zwecke gestiftet, man kann auch freiwillig mehr bezahlen.
 
Im Paket enthalten sind die Produktions-Tools Samplitude Music Studio, Acid Music Studio 11, Sound Forge Pro 13 sowie die Effekt-Bibliotheken coreFX Suite und wizardFX Suite.
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Magix Music Maker: Ideal für Musik-Einsteiger

Wer an Musikproduktion zuhause denkt, denkt meist an den Magix Music Maker*: Das Programm besitzt eine lange Tradition, die bereits weit in die 1990er Jahre zurückreicht. Das Grundprinzip des kleinen DAW-Tools für Windows ist im Kern über die Jahrzehnte gleich geblieben: Nutzer erhalten neben dem Programm eine große Bibliothek sogenannter Loops – kurzer, vorgefertigter Musikdateien aus allen denkbaren Musikkategorien – die nach dem Drag & Drop-Prinzip zusammengebaut werden können.

Der Music Maker von Magix richtet sich vor allem an Einsteiger. Die Software bietet eine niedrige Einstiegshürde sowie alle grundlegenden Funktionen, um eigene Tracks zu produzieren. (Bild: Magix)

Zahlreiche Genre-Vorlagen helfen dabei, den richtigen Musikstil zu bedienen, von Dancefloor über Rock bis Weltmusik ist für jeden etwas dabei. Zusätzlich können aber auch eigene Loops erstellt und zum Beispiel mit eigenen Gesangsaufnahmen kombiniert werden. Auf diese Weise führt Magix Music Maker selbst musikalisch unerfahrene Anwender schnell zu durchaus ansprechenden Ergebnissen.

Music Maker wird als Freemium-Produkt vertrieben: Die Basisversion ist kostenlos, die Editionen Plus und Premium schalten zusätzliche Funktionen und Loops frei. Die Box-Varianten Performer und Studio sind zudem mit Hardware-Zubehör wie Midi-Keyboard oder Mikrofon, Audio-Adapter und Kopfhörer ausgestattet.

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Spartipp: Aktuell gibt es die neue Premium-Edition 2022 22% günstiger* (99,99 € statt 129,00 €). Mit an Bord ist dort auch Sound Forge Audio Studio 12 im Wert von knapp 50 €. (Stand: 19.08.2021)


Magix ACID Music Studio (Pro): Music Maker on Steroids

Wer es lieber technischer und flexibler mag, findet mit ACID Music Studio* beziehungsweise ACID Pro* direkt bei Magix zwei Inhouse-Konkurrenzprodukte, die allerdings eine Stufe höher ansetzen und in der Pro-Version deutlich mehr technische Flexibilität bieten als der Music Maker.

Das Acid Music Studio von Magix bietet mehr Funktionen und Möglichkeiten als der Music Maker. (Bild: Magix)

Das Grundprinzip von ACID ist dem Music Maker nicht ganz unähnlich, auch hier können Inhalte schnell per Drag & Drop zusammengebaut werden. Allerdings bietet ACID Pro nicht nur eine professionellere Oberfläche, sondern auch eine Reihe von Funktionen, die im Music Maker fehlen oder dort nur vereinfacht vorkommen. Magix hat die Suite von Sony erworben und modernisiert, weshalb gewisse Überschneidungen zwischen beiden ehemaligen Konkurrenzprodukten nicht von der Hand zu weisen sind.

Genau wie der Music Maker hat ACID eine lange Tradition und eine große Fangemeinde, die das Produkt mit Loops und Inhalten unterstützt. Bei ACID ist aber die Pro-Variante deutlich flexibler als der Music-Maker, weshalb sich das Tool durchaus für die professionelle Produktion elektronischer Musik, etwa für DJs, eignen kann.

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FL Studio: Perfekt für DJs, Beat-Bastler & elektronische Musik

Auch FL Studio* (ehemals Fruity Loops) zählt zu den traditionsreichen Audio-Tools und ist eine vollwertige DAW-Lösung mit Schwerpunkt Komposition und Pattern-basierter Musikproduktion. Hier erstellt man also eigene Loops, die man auf einer Timeline zu einem fertigen Song arrangiert.

Musikproduzent Thomas Foster zeigt in FL Studio, wie man mit wenigen Klicks Beats und Melodien baut.

Dabei hilft eine riesige Auswahl virtueller Instrumente und die breite Unterstützung Virtueller Studio-Technologie (VST). Da FL Studio seit Ende der 1990er Jahre auf dem Markt ist und kostenlose Lifetime-Updates bietet, gibt es eine riesige Community, die das Tool mit Plug-Ins und Effekten stützt. Hinzu kommen die Schnittstellen zu externen Instrumenten sowie die Möglichkeit, die Audiospuren sehr präzise zu mischen.

Kein Wunder also, dass FL Studio bei Musikern durchaus beliebt ist und sich selbst als Top-Tool bekannter DJs einordnet. FL Studio ist in vier Editionen erhältlich, die sich vor allem über die Zahl der Audio-Editoren, Instrumente, Effekte und Zusatzfunktionen unterscheiden. Eine weitere Besonderheit sind die lebenslang kostenlosen Upgrades – somit erhalten Nutzer sofort nach Erscheinen einer neuen Version diese gratis.

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Apple Logic Pro: Der Mac-Standard

Apple schaffte es mit Logic Pro*, nicht nur Funktionalität mit Benutzerfreundlichkeit zu paaren, sondern auch ein Synonym für professionelle Musikproduktion am Mac zu etablieren. Die dazu nötige Vorarbeit lieferten allerdings andere: Apple hat Logic Anfang des Jahrtausends eingekauft, ursprünglich hatte das Unternehmen Emagic das Programm entwickelt. Nichtsdestotrotz hat Logic Pro inzwischen einen festen Platz in der Musikproduktion.

Apple Logic Pro ist eine Software für Musikproduktion auf dem Mac, die ihresgleichen sucht und gleichzeitig unsere Empfehlung für Apple-Nutzer. (Bild: Apple)

Das Tool lässt im Grunde keine Wünsche offen: Von Komposition über Nachbearbeitung bis hin zur Studioproduktion ist Logic die Lösung, die Musiker mit Mac-Hardware verwenden können. Eine riesige Instrumenten- und Effekt-Bibliothek ist ebenso an Bord wie die breite Unterstützung von Audio-Plugins, die allerdings in einem eigenen Format daherkommen.

Natürlich eignet sich Logic auch für die Produktion von Audio-Beiträgen wie Podcasts, allerdings ist das Programm dafür ein wenig überfrachtet – hier eignet sich der kostenlos bei allen Macs und iDevices mitgelieferte kleine Bruder Garage Band deutlich besser, der übrigens auch einen hübschen Einstieg in die digitale Audioproduktion am Mac ermöglicht.

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Steinberg Cubase: Der, an dem sich alle messen müssen

Steinberg Cubase* ist seit jeher der große Konkurrent für Apples Logic und anders als das Apple-Produkt auch für Windows-Systeme erhältlich. Cubase ist seit über 30 Jahren am Markt und wurde ursprünglich für den Atari ST entwickelt. Dieser langen Tradition folgend hat Cubase inzwischen ein ausgesprochen hohes Qualitätsniveau bei der professionellen Audioproduktion erreicht.

Steinberg Cubase richtet sich eher an ambitionierte Nutzer, die mehr wollen, als nur Sprachaufnahmen und simple Beats aufzunehmen. (Bild: Steinberg)

Dementsprechend ist Cubase aus vielen Produktionsstudios nicht mehr wegzudenken: zahlreiche namhafte Musiker, Komponisten und Produzenten setzen auf die Hamburger Software. Das Tool verbindet die Eigenschaften einer Digital Audio Workstation und eines Sequenzers, womit es sich für Audioproduktion in jedem Umfang eignet. Dabei kann Cubase eine Vielzahl klassischer Hardwarefunktionen übernehmen.

Zahlreiche Effekte und Schnittstellen für Hardware-Instrumente, Mikrofone, Plug-Ins und andere Audioquellen runden das Paket ab. So viel Tradition hat natürlich ihren Preis, dafür können Käufer mit professionellem Anspruch sichergehen, dass es ihnen an nichts fehlen wird.

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Presonus Studio One: Die kleine Alternative

Presonus Studio One* versucht den Brückenschlag zwischen vollwertigen DAW-Suiten wie Cubase und Logic und behält dabei die Einfachheit der Bedienung im Blick. Je nach Sichtweise dürften Anwender das tendenziell gut oder eher misslungen finden. Fakt ist, dass Studio One bereits als Freeware-Version Studio One Prime eine wunderbare Möglichkeit für Einsteiger bietet, sich mit der Audioproduktion zu befassen. Wer tiefer einsteigen will, findet mit Studio One Artist und der hochpreisigen Professional-Version leistungsstarke Begleiter für die digitale Audio-Produktion.

Die Benutzeroberfläche von Presonus Studio One zeigt eindrucksvoll, wie komplex und vielseitig einsetzbar eine DAW sein kann. Nach etwas Einarbeitungszeit erscheinen aber selbst die Profi-Tools nicht mehr wie Hexenwerk. (Bild: Presonus)

Die Staffelung der Editionen ist dabei recht übersichtlich: Während sich die Gratis-Version vor allem an Einsteiger richtet, die ab und zu ein wenig komponieren und schneiden möchten, ist Studio One Artist zusätzlich mit virtuellen Instrumenten und Drum-Machine-Funktionen sowie Midi-Unterstützung ausgestattet. Die Professional-Version erlaubt zusätzlich das Mastering und Live-Performing von Musik, eignet sich also auch für den Betrieb im Studio oder auf Konzerten.

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Avid Pro Tools: Kreative Audioproduktion

Neben Logic und Cubase ist Avid Pro Tools* der dritte große Name in der Audioproduktion. Und das nicht ohne Grund: Die Software erlaubt Musikern, Producern und Editoren, den gesamten Prozess von der Komposition über die Performance bis hin zum Vertrieb in einem Ökosystem abzuwickeln. Nur logisch, dass das Unternehmen die Pro Tools als „Musiksoftware für alle“ bewirbt.

Avid Pro Tools bietet unzählige Funktionen für die unterschiedlichsten Vorhaben. Es gibt aber auch eine vereinfachte Version, die sich unter anderem an Schüler und Studenten richtet. (Bild: Avid)

Das stimmt aber so nicht unbedingt: Wer es einfach mag, dürfte mit anderen Lösungen besser beraten sein, denn Avid Pro Tools ist äußerst umfangreich und leistungsfähig – und damit eben auch komplex. Allerdings gibt es mit Avid Pro Tools First eine wunderbare Gratis-Lösung, um in das Avid-Ökosystem hereinzuschnuppern: Die vereinfachte Variante der Pro Tools richtet sich dediziert an Schüler, Studenten und Podcaster. Praktisch ist auch die Möglichkeit, fertige Tracks direkt zu publizieren.

Zudem gibt es durch Avids Social Network Cloud Collaboration eine Möglichkeit, sich mit anderen professionellen Musikern zu vernetzen, Songs per Internet zu produzieren und nicht zuletzt auf diesem Wege die richtigen Kontakte zu knüpfen.

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Reason: Der Synthi-Emulator

Reason* ist eine Musiksoftware, die sich ein wenig von den anderen Produkten in dieser Liste unterscheidet. Es handelt sich um eine einfachere DAW-Lösung, deren Hauptmerkmal die Emulation von Signalprozessoren, Sequenzern, Instrumenten und Mischern ist. Dadurch können die spezifischen Eigenschaften dieser klassischen Hardwaregeräte per Software dargestellt werden, was enorme Effekte auf spezielle Musikrichtungen haben kann.

Reason ist vor allem auf virtuelle Instrumente und Effekgeräte spezialisiert, eignet sich aber auch zum Aufnehmen und Bearbeiten von Audiodateien. (Bild: Reason Studios)

Reason kann dabei als Standalone-Lösung oder Plug-In für andere Audio-Workstations eingesetzt werden, wobei der Solo-Betrieb aber auch das Aufnehmen und Bearbeiten von Audiodateien beinhaltet. Die Haupteigenschaft ist jedoch der enorme Umfang an virtuellen Instrumenten und Effektgeräten, die sich über eine intuitive Benutzeroberfläche bedienen lassen, wodurch sich Reason auch für den Live-Betrieb eignet.

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Magix Samplitude Music Studio (Pro): Musiker-Produktionshilfe

Auch Samplitude* fährt im Rahmen von Magix’ großer Einkaufstour jetzt unter der Fahne des deutschen Software-Unternehmens. Das Programm ist vor allem für das Mastering von Audioaufnahmen gedacht und legt seinen Schwerpunkt damit eher auf das Editieren denn auf das Komponieren von Musik. Es bietet zahlreiche Möglichkeiten zur kreativen Bearbeitung vorhandener Audiodateien, wobei Samplitude nichtdestruktiv arbeitet, sprich vorhandene Dateien über Metadaten bearbeitet und komprimierte Formate wie MP3 oder AAC beim Export nicht weiter „verstümmelt“.

Magix Samplitude Music Pro hilft beim Mastering von Audioaufnahmen und ist kompatibel zu den anderen Magix-DAWs. (Bild: Magix)

Samplitude schlägt allerdings die Brücke zur professionellen Audioproduktion und Komposition und besitzt eingebaute Instrumente und die Möglichkeit zum Einspielen von Gesangsaufnahmen. Praktisch ist die Möglichkeit, diese mit dem Tool Vocal Tune direkt zu optimieren. Außerdem gibt es ein Stimmgerät für echte Instrumente. Samplitude ist kompatibel zu Music Maker, wodurch sich vor allem für Umsteiger, die den nächsten Schritt wagen wollen, interessante Optionen ergeben.

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Magix Sequoia: Die Audio-Oberklasse

Magix Sequoia* ist die professionelle Lösung von Magix: Bei der Suite handelt es sich um eine reine Profi-Software, die die Musik von der Aufnahme bis zum Mastering unterstützt. Dabei punktet das Programm vor allem durch seine enorme Zahl an Ein- und Ausgängen sowie bis zu 999 Audio-Spuren.

Magix Sequoia richtet sich vor allem an Profis und solche, die es werden wollen. Die hohe Leistungsfähigkeit der Software hat allerdings ihren Preis. (Bild: Magix)

Mit einer sehr hohen Sample-Rate von 384 KHz und 32 Bit Audioauflösung ist es vor allem dort interessant, wo wirklich hochwertig produziert wird, etwa für Orchester-Aufnahmen oder den Betrieb im professionellen Radio. Sequoia beherrscht Spezialfunktionen wie 3D-Audio und ist damit zum Beispiel auch für die Produktion symphonischer Filmmusik und Audio-Unterstützung geeignet.

Aufgrund seiner Leistungsfähigkeit ist Sequoia das mit Abstand teuerste Produkt dieser Liste und nur für eine relativ kleine Zielgruppe geeignet. Kein Wunder also, dass die Lizenzpakete auch Trainingvideos und sogar Benutzerschulungen enthalten.

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Weitere Programme zur Musikproduktion

Alle Programme zur Musikproduktion ausführlich vorzustellen, ist kaum möglich – dazu ist das Angebot schlicht zu groß. Auf einige weitere Lösungen für besondere Einsatzzwecke möchten wir an dieser Stelle dennoch hinweisen:

  • Mit dem plattformübergreifenden LMMS (Linux Multimedia Studio) lässt sich auch unter Linux Musik produzieren. Die Open-Source-Software ist gratis und bringt einige Software-Synthesizer gleich mit.
  • Ableton Live* wendet sich insbesondere an Live-Performer, die auf Knopfdruck selbst erstellte Loops abfeuern und live modifizieren möchten.
  • Maschine von Native Instruments ist ein Doppel aus Hardware-Controller und ebenfalls Loop-basierter Produktionssoftware. Die Bedienlogik erinnert an Grooveboxen, wie sie in den frühen 2000er-Jahren beliebt waren. Maschine eignet sich für das Studio ebenso wie für die Bühne.

Fazit: Für jeden etwas dabei

Programme für die Audioproduktion sind sich bis zu einem gewissen Grad sehr ähnlich. Den kostenlosen DAW-Einstieg finden User mit Tools wie Apples Garage Band, Avid Pro Tools First oder auch Open-Source-Lösungen wie Audacity. Wer sich eher mit der Musikproduktion befassen möchte, ohne ein Instrument zu spielen, kann zum Beispiel auf Music Maker oder ACID setzen. Allerdings kommen diese Programme schnell an ihre Grenzen.

Die nächste Ausbaustufe sind die größeren Allround-Suiten wie Cubase, Logic, ProTools oder auch Samplitude, die den Nutzer von der Komposition über die Aufnahme bis zum Mastering an die Hand nehmen. Diese sind sowohl für Hobbymusiker, Podcaster als auch für Profis wie Radio-Produzenten oder Musikstudios geeignet.

Die Oberklasse markiert Sequoia, dessen Leistungsumfang der Kreativität keine Grenzen setzt, aber eine erhebliche Lernkurve und hohe Kosten verursacht. Wem die Entscheidung schwer fällt, der hat übrigens dank kostenloser Trial-Versionen immer die Möglichkeit, das für ihn passende DAW-Produkt aufzuspüren.


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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

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