How-to: Cloud-Backups mit pCloud automatisieren
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heise Download Content Team

pCloud-Backup: Dateien sichern in der Cloud

Cloud-Backups automatisieren mit pCloud

Der Cloud-Anbieter pCloud verfügt neben einer Datei-Synchronisation auch über eine Backup-Funktion. Wir zeigen, wie man diese mit wenigen Handgriffen einrichtet – und was beim Zurückspielen und Löschen der Backup-Daten zu beachten ist.

Eine Datensicherung in der Cloud bietet gegenüber lokalen Backups den Vorteil, dass die Daten fernab der heimischen Infrastruktur liegen – und so vor Naturkatastrophen, Bränden und Einbruch geschützt sind. In unserem pCloud-Testbericht heben wir die Eignung für Online-Backups positiv hervor – weshalb wir im Folgenden erklären, was Cloud-Backups von Cloud-Synchronisation unterscheidet, wie man ein automatisches pCloud-Backup einrichtet und worauf man beim Löschen der Daten achten muss.

Unterschied: Cloud-Sync vs. Cloud-Backup

Anders als bei einer reinen Datei-Synchronisation bietet pCloud für die Backup-Funktion eine Versionierung an. Wie bei Apples Time Machine oder Microsofts Dateiversionsverlauf werden hier also frühere Versionen der Dateien nachgehalten. Beschädigt man etwa ein Office-Dokument bei einer Überarbeitung und speichert es in kaputtem Zustand ab, so lassen sich die vorherigen Zustände der Datei nachträglich aus dem Backup wiederherstellen.

Online-Backup mit pCloud erstellen


Um pCloud für das Online-Backup zu verwenden, sind zwei Dinge nötig: Ein pCloud-Konto und die zugehörige Software pCloud Drive. Bis zu 10 GB Speicher stehen bei pCloud gratis zur Verfügung, für größere Datenmengen und die zeitlich uneingeschränkte Versionierung per Backup gesicherter Dateien ist jedoch ein kostenpflichtiges Konto nötig. Das erhält man wahlweise im Abo oder per einmaligem Kauf einer lebenslang gültigen pCloud-Lizenz. Die Backup-Versionierung ist in der kostenlosen Version auf 15 Tage beschränkt.

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1. Schritt: pCloud-Software herunterladen

Öffnen Sie die pCloud-Website* und laden Sie die Software pCloud Drive für ihr System herunter. Mit pCloud Drive können Sie unter MacOS, Windows und Linux die Backup-Funktion von pCloud verwenden. Die App ist auch für Mobilsysteme wie iOS und Android erhältlich.

(Bild: Screenshot)

Nach dem Download können Sie pCloud Drive auf Ihrem System installieren. Klicken Sie dazu den Installer an und lassen Sie ihn anschließend durchlaufen. Die Installation ist sehr schnell erledigt. Anschließend können Sie pCloud Drive mit Klick auf „Starten“ aufrufen.

(Bild: Screenshot)

2. Schritt: pCloud-Software starten

Geben Sie im Anmeldefenster Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein und klicken Sie danach auf „Anmelden. Vergessen Sie nicht, den Haken bei „Angemeldet bleiben“ zu aktivieren: So müssen Sie nicht ständig das Passwort eingeben. Falls Sie noch kein pCloud-Konto haben, können Sie sich jetzt mit Klick auf „Registrieren“ eines mit einigen Gigabyte Gratis-Speicher erstellen.

(Bild: Screenshot)

Die Backup-Funktion in pCloud Drive ist bewusst einfach gehalten: Nach dem Login bindet sich das pCloud Drive in der Taskleiste von Windows oder der Menüzeile von MacOS ein und ist dort jederzeit verfügbar.

(Bild: Screenshot)

3. Schritt: Backup-Funktion aktivieren

Die Backup-Funktion ist nicht automatisch aktiv. Um sie zu starten, müssen Sie in der Software den Reiter „Backup“ auswählen. Alternativ können Sie direkt über die Taskleiste oder Menüzeile auf den Punkt „Backup“ zugreifen. Die pCloud-App zeigt jetzt eine Auswahl von Standardordnern an: Klicken Sie neben den benötigten Ordnern auf „Starten“, um das Online-Backup zu aktivieren. Der entsprechende Ordner wird jetzt automatisch online gesichert.

(Bild: Screenshot)

4. Schritt: Backup-Ordner auswählen

Reichen die vorgeschlagenen Ordner nicht aus, weil etwa wichtige Dateien auch oder stattdessen in anderen Orten lagern, dann nehmen Sie mit Klick auf „Ordner hinzufügen“ weitere Verzeichnisse in das Backup auf.

(Bild: Screenshot)

Praktisch: pCloud verwendet die normale Infrastruktur des Windows-Explorers oder Mac-Finders. So können Sie zum Beispiel auch verbundene externe- und Netzwerk-Laufwerke, etwa ein NAS, sichern. Unter Windows müssen diese einen Laufwerksbuchstaben besitzen, damit das klappt. Neu hinzugefügte Ordner werden automatisch für das Backup aktiviert.

5. Schritt: Daten automatisch in der Cloud sichern

Je nach Umfang der zu sichernden Daten und der Upload-Geschwindigkeit Ihrer Internetverbindung kann das erste Sichern der Daten eine Weile dauern. Irgendwann meldet pCloud Drive unten links im Fenster „Everything Uploaded“: Das erste Backup ist damit abgeschlossen.

(Bild: Screenshot)

Ab sofort werden automatisch alle Daten, die in den zu sichernden Ordnern liegen, kontinuierlich in die Cloud geladen und dort gesichert. Die Backup-Funktion arbeitet ohne händisches Zutun im Hintergrund und aktualisiert das Backup automatisch, wenn eine Datei, die in einem der Backup-Ordner liegt, geändert wird.

(Bild: Screenshot)



Im Fall der Fälle: Daten wiederherstellen

Idealerweise tritt der Unglücksfall eines Datenverlusts nie ein. Falls doch, oder wenn Sie aus anderem Grund auf Ihre gesicherten Daten zugreifen oder diese zurückspielen möchten, bietet pCloud dazu verschiedene Möglichkeiten:

Einzelne Dateien aus dem Backup herunterladen

Sie können die hochgeladenen Dateien von jedem Gerät aus per Weboberfläche herunterladen, falls Sie diese benötigen – etwa, um ein zu Hause erstelltes Dokument auf dem Smartphone zu verwenden. Die Ordnerstruktur in der Cloud entspricht der auf Ihrem PC oder Mac: Sie können sich im Browser einfach durchklicken und gewünschte Dateien herunterladen.

(Bild: Screenshot)

Mehrere Dateien und Ordner am Stück zurückspielen

Im Fall eines Datenverlusts lassen sich mehrere betroffene Dateien und Ordner auch am Stück wieder herunterladen. Dazu setzt man in der Weboberfläche einen Haken an dem PC oder Mac, den man wiederherstellen möchte, oder navigiert zum gewünschten Unterordner. Anschließend klicken Sie auf „Herunterladen“: Sie erhalten eine ZIP-Datei, in der sämtliche Daten enthalten sind – Sie können sie einfach wieder an die richtige Stelle auf ihrem Rechner zurück kopieren.

(Bild: Screenshot)

Frühere Dateiversionen wiederherstellen

Im Premium-Tarif hält pCloud Änderungen an Dateien für 30 Tage nach, gegen Aufpreis für ein Jahr. Ändern Sie etwas an einer Datei, wird diese Änderung hochgeladen und die alte Version erst nach diesem Zeitraum gelöscht. Falls Sie also aus Versehen etwa ein Bild zu sehr beschnitten oder eine wichtige Datei „kaputtgeändert“ haben, können Sie die ältere Version binnen 30 Tagen beziehungsweise eines Jahres wiederherstellen. Öffnen Sie dazu einfach die pCloud-Weboberfläche, klicken Sie die gewünschte Datei mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Bearbeitungen“. Anschließend zeigt Ihnen pCloud eine Liste der gespeicherten älteren Versionen, die Sie dann herunterladen können.

(Bild: Screenshot)

Achtung: Nichts online löschen!

Die Backup-Funktion von pCloud basiert auf der Cloud-Sync-Technik. Das bedeutet, dass Sie Dateien, die Sie manuell im Webinterface löschen, vollständig verlieren, da sie dann auch von Ihrem PC oder Mac gelöscht werden! Falls Sie eine Datei nicht mehr benötigen, können Sie sie einfach auf Ihrem Rechner in den Papierkorb verschieben: Sie haben dann 30 Tage Zeit, sich zu überlegen, ob Sie diese Datei wirklich nicht mehr benötigen. Allerdings besitzt pCloud selbst ebenfalls einen Papierkorb, der die Dateien noch eine Weile vorhält – und warnt natürlich auch, wenn Sie einen entsprechenden Schritt versuchen.

(Bild: Screenshot)

Factsheet
pCloud auf einen Blick
Sitz Schweiz
Server-Standort EU (Luxemburg), optional USA
Speicherpläne 500 GB, 2000 GB
Gratis-Speicher 5-10 Gigabyte
2-Faktor-Authentifizierung Ja
Systeme
Windows Ja
Mac Ja
Linux Ja
iOS Ja
Android Ja
Browser Ja
Verschlüsselung
Serverseitig Ja, AES256 (für alle Konten)
Clientseitig (End-to-End) Optional (+4,99 €/Monat, auch als Lifetime-Lizenz erhältlich)
Zero Knowledge Ja (bei End-to-End-Verschlüsselung)
Dateimanagement
WebDAV Ja
Als Laufwerk nutzbar Ja
Dateien offline verfügbar Ja (manuell einstellbar)
Online-Backup Ja (Desktop, Mobile)
Dateifreigabe
Freigabeobjekte Datei + Ordner
Kollaboration Ja, mit pCloud-Account
Share-Link Ja
Berechtigungen Ja
Passwort Ja
Branding Ja
Share-Statistiken Ja
Ablaufdatum Ja
Medienwiedergabe (Browser)
Video Ja
Audio Ja
Dokumente Ja
Preise
Abonnement 49,99 €/Jahr (500 GB), 99,99 €/Jahr (2 TB)
Einmalkauf 175,00 € (500 GB) / 350,00 € (2 TB)
Sonstiges
Besonderheiten Lebenslanges Abo möglich, Nutzung als Offsite-Backup, hohe Sicherheitsstandards
Stand: 08.06.2022
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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

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