DreamHost: US-Hoster mit langer Tradition im Test
Unsere Erfahrungen mit DreamHost
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Wer eine eigene Website betreiben will, kommt nach wie vor nicht am klassischen Webhosting vorbei. Doch es müssen nicht immer die bekannten Marken sein: Mit DreamHost gibt es einen bewährten Anbieter, der bislang in Europa eher eine untergeordnete Rolle spielte. Dabei hat der Webhoster mit Sitz in Los Angeles einiges zu bieten.
Zunächst die wohl brennendste Frage: Ist Hosting in den USA problematisch bezüglich der Daten-Laufzeiten und des Datenschutzes für europäische Kunden? Nicht bei DreamHost: Der 1996 von drei Studenten gegründete und bis heute unabhängige Hoster hat inzwischen nämlich auch ein europäisches Rechenzentrum in Amsterdam.
US-Anbieter mit Hosting in Amsterdam
In Amsterdam befindet sich mit AMS-IX einer der größten Internet-Knotenpunkte (IXP) Europas. Eine flotte Verbindung zu europäischen Besuchern ist also auch bei DreamHost kein Problem, zumal neue Websites europäischer Kunden automatisch in Amsterdam gehostet werden. Im Hinblick auf Datenschutz und Performance ist DreamHost also ähnlich gut aufgestellt wie andere namhafte Hoster in Europa. Der Standort garantiert niedrige Latenz.
Das Angebot von DreamHost* kann sich sehen lassen: Neben drei verschiedenen klassischen Webhosting-Tarifen – von Einsteiger bis Profi – gibt es drei äquivalente WordPress-Hosting-Tarife. Und wer mit seinem Projekt aus diesen herauswächst, muss sich nicht grämen oder einen lästigen Provider-Wechsel durchführen: DreamHost hat auch Virtual Private Server (VPS) und Dedizierte Server im Angebot. Die sind „Managed“, werden also durch DreamHost verwaltet: Kunden müssen sich also nicht um den Betrieb des Servers kümmern, sondern können sich uneingeschränkt auf ihr Web-Projekt konzentrieren. Mail- und Domainhosting sind natürlich auch an Bord.
Alles aus einer Hand
Kunden, die entsprechende Technik benötigen, finden bei DreamHost auch DreamObjects, einen AWS-kompatiblen Cloud-Speicher sowie DreamCompute, ein Cloud-Computing mit OpenStack. Mit Bunny-CDN können Websites zudem weltweit beschleunigt werden. Die Funktion ist in DreamPress enthalten und kann für andere Pakete als Zusatzoption hinzugebucht werden. Und wer Hilfe beim Webdesign benötigt, findet nicht nur zahlreiche KI-Optionen in den Hosting-Angeboten, sondern auch das Angebot, eine Website professionell durch den Anbieter designen und branden zu lassen. Für letzteres werden naturgemäß aber saftige Gebühren fällig.
Dennoch bietet DreamHost alles, was an Webhosting-Dienstleistungen anfallen könnte, aus einer Hand – und das zu fairen Preisen. Die mögen gegenüber den „klassischen“ Volumen-Hostern zunächst hoch erscheinen, doch hier wie dort sind es vor allem die Sonderangebote, die überzeugen: DreamHost-Kunden können sparen, indem sie sich direkt für mehrere Jahre binden. Das ist übrigens kein Problem, denn innerhalb einer Angebotsklasse kann jederzeit zwischen höheren und niedrigeren Tarifen gewechselt werden.
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DreamPress: Optimiertes WordPress-Hosting
Besonders interessant für „normale“ Hosting-Kunden sind natürlich die Webhosting-Tarife sowie das dedizierte WordPress-Hosting. Insbesondere letzteres ist interessant, da DreamHost hier besondere Optimierungen für das beliebte Content-Management-System vorgenommen hat. DreamHost ist hier so effizient, dass es jahrelang auf der WordPress-Seite für empfohlene Hostingdienste gelistet wurde. Ende 2024 wurde der Dienst jedoch aus der Liste entfernt – ohne Angabe von Gründen.
Trotzdem ist das Managed-WordPress-Hosting „DreamPress“ ausgesprochen empfehlenswert: Die Hosting-Pakete sind für die Auslieferung von WordPress optimiert, laufen mit Nginx und werden seitens DreamHost verwaltet. Das bedeute, dass Nutzer sich voll und ganz auf ihre WordPress-Website konzentrieren können, ohne das technische Drumherum. Das Setup der WordPress-Webseiten geht schnell und ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Je nach Tarif können bis zu drei, in den Agency-Tarifen sogar bis zu 20 Websites erstellt werden, die unabhängig voneinander arbeiten. Leider knausert DreamHost, wie viele WordPress-Hoster, in den DreamPress-Tarifen mit Speicher: Im günstigen Start-Tarif sind sie 15 Gigabyte noch zu verkraften, doch bei dem von uns getesteten DreamPress 3 für bis zu drei Websites können 30 Gigabyte schon einmal knapp werden.
Das Aufsetzen der Websites ist ein Kinderspiel und ist binnen weniger Minuten möglich.
(Bild: Screenshot)
Viele Features – und zwar in allen Paketen
Auf der Habenseite bietet DreamHost in allen WordPress-Tarifen tägliche Backups mit 14 Tagen Vorhaltezeit, händische Backups, bis zu drei unveränderbare Backup-Zustände, SSH-Zugang, Cronjobs, unbegrenzten Datenverbrauch, Traffic-Analysen, eine Staging-Umgebung und zahlreiche Migrationstools für das Umziehen der Website zu DreamHost. Praktischerweise bietet DreamHost alle Features in allen Tarifen an: Das ist bei vielen Mitbewerbern nicht die Regel.
Leider installiert Dreamhost viele kostenpflichtige Plugins mit.
(Bild: Screenshot)
Ist WordPress via DreamPress installiert, sind standardmäßig einige teils sehr große (und kostenpflichtige) Plugins wie All-in-One-SEO, OptinMonster oder WPForms mit an Bord.
Das muss aus unserer Sicht nicht sein: Viele der Features sind nur mit zusätzlichen Abos erreichbar, außerdem gibt es oft kostenlose oder schlankere Alternativen. Wie alle Plug-ins lassen sie sich aber natürlich mit zwei Klicks aus der WordPress-Installation entfernen und durch andere, bessere Optionen ersetzen.
Doch wie performt DreamHost in der Praxis? Im Test stellten wir einen sehr niedrigen TTFB und eine hohe Geschwindigkeit des Pakets fest. Das Backend arbeitet reibungslos, es gibt keine nennenswerten Verzögerungen.
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Praktischer KI-Content-Generator
Es gibt einen KI-Content-Generator, der aber nicht im WordPress selbst, sondern im DreamHost-Panel verfügbar ist. Dieser ist recht clever umgesetzt: Nutzer müssen zunächst angeben, welche Website der Generator betanken soll, anschließend werden generelle Themen und Tonalität abgefragt. Erst dann ist der KI-Generator eingerichtet und steht produktübergreifend zur Verfügung.
Die KI-Texterstellung findet in der Dreamhost-Verwaltungsoberfläche statt.
(Bild: Screenshot)
Die Text-Generierung erfordert erneutes Eingeben von Informationen: Wie lautet der Ton, wer ist die Zielgruppe – und worüber soll Text generiert werden? Die Textausgabe ist KI-typisch gefüllt mit Binsen und tendenziell banal. Je mehr Informationen man dem Generator gibt, desto besser schreibt er auch. Bei persönlichen Blogs ist das freilich Unsinn, bei professionellen Websites kann die KI aber gegebenenfalls sehr hilfreich sein. Auf die bei anderen Hostern eher fragwürdigen KI-Bildgeneratoren verzichtet man bei DreamHost übrigens.
Normales Hostingpaket: Einsteigerfreundlich – oder?
Wer neben oder statt WordPress auch andere Websites betreiben will – etwa ein Wiki, ein Forum oder schlicht ein anderes Content-Management-System – kann bei DreamHost zu einem der normalen Hosting-Pakete greifen. Diese verzichten auf WordPress-spezifische Optimierungen und Features wie Staging, stattdessen gibt es deutlich mehr „technische“ Features wie eine gewisse Anzahl von MySQL-Datenbanken, User können die PHP-Version einstellen und so weiter.
Nutzer können zwischen zahlreichen PHP-Versionen wählen.
(Bild: Screenshot)
Im Grunde handelt es sich hier also um ganz klassische Webhosting-Pakete. Anders als bei vielen anderen Hostern gibt es hier aber so gut wie keine voreingestellte Software-Installation: DreamHost bietet zwar WordPress oder die Migration einer vorhandenen Seite an. Komfortable Installer für andere bewährte Content-Management-Tools wie Dokuwiki, Joomla oder phpBB fehlen jedoch völlig: Nutzer müssen sich also mit diesen Tools auskennen. Es gibt allerdings die Möglichkeit, die erste einfache Website direkt von DreamHost – echten Menschen, nicht KI – erstellen zu lassen.
Server: VPS oder Managed?
Wer aus seinem Hosting- oder WordPress-Paket herauswächst, hat bei DreamHost auch die Möglichkeit, auf einen VPS oder einen dedizierten Server umzusteigen. Bei VPS sind mehrere virtuelle Server auf einem physischen Server installiert, beim dedizierten Angebot handelt es sich um einen echten Hardware-Server. Beide Optionen sind deutlich leistungsfähiger, weil deutlich mehr Ressourcen zur Verfügung stehen. Das treibt natürlich auch die Kosten.
Dafür sind alle Server seitens DreamHost verwaltet: Nutzer müssen sich nicht um Installation und Wartung kümmern. Solche Managed Server – egal ob VPS oder dediziert – sind dadurch natürlich teurer als jene, die durch den Nutzer gewartet werden. Die Features sind mit denen anderer Hoster vergleichbar, gerade beim Managed VPS hat DreamHost aber preiswerte und interessante Angebote. Die Preissteigerungen von höheren Hosting-Paketen zu VPS und Server sind in moderaten Schritten orchestriert.
Praktische Extras wie Bildoptimierung und eine Staging-Umgebung sind Besonderheiten des Dreampress-Wordpress-Hostings.
(Bild: Screenshot)
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Fazit: Eine gute Hosting-Option für Nutzer, die wachsen wollen
Ein Hoster, der es schafft, in fast 30 Jahren selbstständig zu bleiben und dabei über 400.000 Kunden zu betreuen, macht offensichtlich viel richtig - und bringt enorme Erfahrungswerte mit. Das Angebot bei DreamHost ist breit, die Leistung hervorragend.
Das Preisniveau liegt zwar insgesamt etwas höher als bei vielen anderen Hostern, dafür bekommen Kunden auch viel und müssen nicht damit rechnen, in die Skalierungsfalle zu tappen. Sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Website-Betreiber, Agenturen und Unternehmen kommen daher bei DreamHost auf ihre Kosten. Was allerdings fehlt, sind Angebote für Techies, die mit ihrem VPS oder Server machen können, was sie wollen.
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Redaktion & Aktualisierung: heise download
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