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Mit Flightradar24 Flüge live beobachten

Welche Flüge sind pünktlich und wo häufen sich Zwischenfälle?

Mehrere tausend Flüge starten und landen jeden Tag auf der Welt. Zwar nimmt die Häufigkeit von Abstürzen ab, sonstige Zwischenfälle gibt es im überfüllten Himmel dafür umso regelmäßiger. Mit Flightradar24 kann jeder selbst die Flugbewegungen beobachten - und dabei Skurriles entdecken.

Einige Tausend Flüge sind am Tag auf der Erde unterwegs – von Stadt zu Stadt, Land zu Land und Kontinent zu Kontinent. Manche brauchen Minuten und andere viele Stunden, um ihr Ziel zu erreichen. Wieder andere erreichen es nie oder nur verspätet: technische Probleme und medizinische Notfälle zwingen Maschinen zum Zwischenlanden oder zum Umkehren. Wirkliche Unglücke sind selten – aber wenn sie passieren, dann haben sie meist tragische Folgen und erfahren viel mediale Aufmerksamkeit. Im Fahrwasser der Berichterstattung schießen die Nutzungszahlen von Flightradar24 daher besonders nach Flugzeug-Abstürzen in die Höhe. Neben Luftfahrt-Enthusiasten nutzen auch Fluglinien den Dienst, um Informationen über ihre Flüge zu erhalten – den Flightradar24 liefert oft genauere Daten als die Systeme, die die Fluggesellschaften selbst einsetzen.

Mit dem Tracker-Webdienst Flightradar24 lassen sich via Browser Flügen live oder nahezu in Echtzeit verfolgen. Nahezu deswegen, weil eine Anzeige der Echtzeit-Position aus Sicherheitsgründen nicht immer erlaubt ist. In so einem Fall kann die Position des Flugzeuges durchaus 5 Minuten alt sein. Dies solltet ihr berücksichtigen, wenn ihr etwa zwei Flugzeuge seht, die sich auf selber Höhe einander annähern. Denn es kann sein, dass die Position einer Maschine veraltet ist, sodass keine Kollisions-Gefahr besteht, obwohl es so aussieht.

Neben großen Flugzeugen zeigt die Webseite auch kleine Maschinen sowie Helikopter auf einer Karte von Google Maps. Verschiedene Symbole in unterschiedlichen Größen lassen bereits in der Landkarten-Darstellung erahnen, was für ein Luftfahrzeug wo unterwegs ist. Ein Klick auf das Symbol zeigt am linken Rand Details zum Flug mit einem Foto des Flugzeuges oder Hubschraubers. Hier erfahrt ihr neben Start und Ziel auch die Fluggesellschaft, Registrierung, Flugnummer, Flughöhe und Geschwindigkeit über dem Boden. Ergänzt wird dies um die planmäßige und reale Startzeit sowie die planmäßige und geschätzte beziehungsweise reale Ankunftszeit.

Am unteren Rand des Informationsbereiches findet ihr zudem Symbole zum Anzeigen der Flugstrecke und dem bereits zurückgelegten Weg. Letzterer wird anhand der Geschwindigkeit unterschiedlich farbig dargestellt. Über das Teilen-Symbol lassen sich Flüge via Facebook, Twitter, Google+ sowie E-Mail mit Freunden teilen.

Die Einstellungen von Flightradar24 lassen sich über das Zahnrad an der rechten Seite bearbeiten. Zudem findet ihr hier am Rand eine Filterfunktion, die Bookmarks, einen Vollbildmodus und einen Rückblick auf vergangenen Flugbewegungen. Allerdings sind nicht alle Funktionen kostenlos nutzbar.

Die zahlreichen Flughäfen, egal ob groß oder klein, zeigt Flightradar24 mit Positionsmarke auf den Landkarten von Google Maps. Ein Klick darauf blendet eine Informationstafel mit Ankunftszeiten, Abflügen und Informationen zu gelandeten Flugzeugen ein. Bei der kostenlosen Nutzung ohne Login sind die Informationen zum gelandeten Flugzeug mit Typ, Registrierung und Airline allerdings nur bis zu einer Stunde nach Landung ersichtlich.

Wer mehr wissen will, findet unter "Data / History > World Airports" weitere Informationen zu den Flugplätzen einzelner Länder inklusive Nutzerkommentaren. Ähnlich ist es bei Fluggesellschaften, zu denen unter "Data / History > Airline fleet" deren Flugzeuge und die durchgeführten Flüge aufgelistet sind. Vergangene Flüge lassen sich nachträglich noch einmal ansehen und aktuelle live verfolgen.

Damit Flightradar24 den aktuellen Flugverkehr anzeigen kann, muss der schwedische Flight-Tracker auf die entsprechenden Flugdaten erhalten. Diese sind über verschiedenen Quellen zugänglich, aus denen sich der Tracker direkt informieren kann. Zudem sind die Daten durch Kooperationspartner und über Spotter erhält, denen Flightradar24 einen Receiver zum Aufstellen kostenlos anbietet.

Eine Quelle für die Flugdaten ist das Automatic Dependent Surveillance - Broadcast (ADS-B). Hier berechnet die Technik im Flugzeug anhand des GPS-Satellitensignals die aktuelle Position und sendet sekündlich ein Datenpaket über 1090 MHz ungerichtet aus, das von Bodenstationen empfangen und an Server von Flightradar24 gesendet wird wird. Einige der Empfangsstationen gehören dem Stockholmer Unternehmen Flightradar24 AB. Andere gehören den Spottern, die die Daten an Server von Flightradar24 weiterleiten. Das Datenpaket der Flugzeuge enthält neben der Position und Höhe auch Flugnummer, Flugzeugtyp, Geschwindigkeit und geplante Flugrichtung.

ADS-B ist eine noch recht neue Technologie, die von vielen, aber nicht allen kommerziellen Flugzeugen verwendet wird. So ist die aktuelle Position von Flugzeugen auch über einsamen Regionen bekannt, in denen es kaum Radarüberwachung gibt. Bei Segelflugzeugen kommt ADS-B in der für sie angepassten FLARM-Technologie zum Einsatz. Sie dient dem Kollisionsschutz und informiert Kleinflughäfen über den Luftverkehr in ihrer Umgebung.

ADS-B ist nicht in allen Flugzeugen vorhanden. Aus diesem Grund werden weitere Technologien zur Positionsbestimmung genutzt. Darunter fällt Multilateration (MLAT), das in Flugzeugen mit einem ModeS-Transponder zum Einsatz kommt. Anhand der Signallaufzeit und dessen Empfangszeit an vier FR24-Receivern wird die Position des Flugzeugs berechnet. Damit das Signal vier Empfänger erreichen kann, ist ein Flughöhe zwischen rund 900 und 3000 Metern nötig.

Die bekannteste Technik der Positionsbestimmung ist das Radar. Es stellt Daten zu Flugzeugen über Nordamerika sowie in 100 bis 200 km Küstennähe über dem Atlantik und Pazifik bereit. Wenn in einem Gebiet keine Daten vorliegen, versucht Flightradar24 die Position zu schätzen. Da dies schnell ungenau werden kann, wird dies auch nur für 10 Minuten gemacht oder aber für zwei Stunden, wenn der Zielflughafen bekannt ist.

Zum Schutz bestimmter Flugzeuge wie Militärflugzeugen oder der Air Force One, der Maschine des amerikanischen Präsidenten, werden deren Daten blockiert oder nur reduziert weitergegeben.

Flightradar24 ist nicht nur etwas für Flugzeuginteressierte und Hobbyisten, sondern wird auch professionell eingesetzt. Denn die Daten des schwedischen Unternehmens Flightradar24 AB stammen aus einem guten Netz und sind so zuverlässig, dass auch Airlines den Dienst nutzen, um ihre Flugzeuge im Blick zu behalten. Mit den Statistiken, Filtern, der Suche und den diversen Informationen zu Fluggesellschaften, Flugzeugen und Flugplätzen bietet Flightradar24 entsprechende Tools als Hilfe an.

Die Durchführung des Flugbetriebes eine logistische Herausforderung: Flugzeuge müssen zum Abflug bereit stehen und die Pumpen zum Betanken der Maschinen gebucht werden. Schnell kann etwas den Plan durcheinanderbringen, wenn eine Maschine wegen einem technischen Defekt oder einem medizinischen Notfall umkehren oder notlanden muss. Dann muss man wissen, wo es Ersatzmaschinen gibt, die die weiteren Flüge übernehmen können, für die die ausgefallene Maschine vorgesehen war.

Da Flightradar24 die Flüge und Flugstrecken aufzeichnet und 365 Tage zur Verfügung stellt, lassen sich beim Stöbern durchaus skurrile und amüsante Flugmanöver entdecken. Einige scheinen nicht zufällig entstanden zu sein, sondern wurden wohl von den Piloten im Wissen geflogen, dass die Flugrouten aufgezeichnet und sichtbar gemacht werden.

Habt ihre solche entdeckt, könnt ihr sie via Blog, Forum und Chat von Flightradar24 teilen oder euch dort auch über anderes mit Gleichgesinnten austauschen. Alternativ ist Flightradar24 auch auf Facebook, Twitter und Google+ aktiv. Hier lassen sich beim Durchstöbern der Posts ebenfalls interessante Flüge finden.

Unter dem Menüpunkt "Data / History > Pinned flights" listet Flightradar24 ebenfalls Flüge, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Darunter sind vor allem jene, bei denen es zu Problemen, einem Unglück oder gar Absturz kam. Entsprechend stehen in der Timeline der in den französischen Alpen abgestürzte Flug 4U9525 von Germanwings im März 2015 und der verschollenen Flug MH370 der Malaysia Airlines.

Wer von euch unsicher eine Flugreise plant, der kann sich so im Vorfeld darüber informieren, welche Fluggesellschaft oder welcher Flugzeugtyp häufig in kritische Situationen geraten ist. Allerdings stößt man bei den "Pinned Flights" ebenso wie im Social-Media-Bereich auch auf Bizarres.

Flightradar24 bietet Informationen zum Teil kostenlos an und finanziert dies über eingeblendete Werbung. Wer mehr wissen möchte, muss auf eines der kostenpflichtigen Angebote zurückgreifen, bei denen zudem keine Werbung erscheint. Die kostenpflichtigen Zugänge heißen "Silver", "Gold" sowie "Business" und unterscheiden sich im Umfang, der auf der Kaufseite aufgeführt ist. Diese Seite erreicht ihr über "About > Subscription plans".

Im Vergleich zur kostenlosen Basic-Version bietet die Gold-Version die meisten Informationen und zeigt unter anderem die wahre Luft-Geschwindigkeit, GPS-Höhe, die Temperatur und den Wind in Flughöhe an. Vergangenen Flugdaten sind nicht nur 7 Tage, sondern 365 Tage verfügbar, wodurch Flugbewegungen vergangener Flüge ein Jahr lang zugänglich sind und sich wiederholt ansehen lassen.

Neben dem erweiterten Informationsumfang könnt ihr mit einem kostenpflichtigen Zugang auch Support erhalten und euch bis zu drei mal gleichzeitig einloggen. Benutzerdefinierte Einstellungen, die Text, Lesezeichen, Alarme und Filter umfassen sind ebenfalls im Umfang der Gold-Version enthalten.

Flightradar24 lässt sich auf im Browser als Webseite aufrufen und nutzen. Für Mobilgeräte wie iPhone und iPad mit iOS sowie Smartphones und Tablets mit Android als Betriebssystem gibt es ergänzend Apps zum Herunterladen und Installieren in den Stores.

Wer sich für die Luftfahrt interessiert, der hat mit Flighradar24 einen guten Überblick über das aktuelle Fluggeschehen und das nahezu in Echtzeit. Informationen zu Flugzeugen, die Abflug- sowie Ankunftszeiten der Flugplätze und die Archivierung besonderer Flüge machen das Stöbern interessant, setzen aber Englisch-Kenntnisse voraus.

Für den Einstieg reicht der kostenlose Zugang, den ihr beim Aufrufen der Webseite im Browser automatisch habt. Ihr könnt damit die aktuellen Flugbewegungen auf der Erde sehen, die wichtigen Luftstraßen erkennen und somit die bedeutenden Regionen, Länder und Städte. Über Zentraleuropa, den USA, Brasilien, Indien und Australien ist viel Flugverkehr, während über Afrika nur vereinzelt Flugzeuge zu sehen sind.

Wer umfangreiche Informationen braucht und vor allem vergangenen Flüge betrachten will, die über eine Woche her sind, braucht einen kostenpflichtigen Zugang. Dieses dürfte vor allem für professionelle Nutzer interessant sein, die für Auswertungen auf Flugdaten zurückgreifen müssen, die bereits länger zurückliegen.

Nutzt ihr Flightradar24 bereits? Dann teilt eure Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

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