Wenn sich Windows seltsam verhält, sollte man prüfen, ob sich im System nicht womöglich ein Eindringling breit gemacht hat, den Windows beim Hochfahren mitstartet. Eine Übersicht solcher Autostarts zeigt das Programm Autoruns, das in der aktuellen Version 5.01 einiges dazugelernt hat. So kann man damit unerwünschte Autostarts ohne Umweg über die Registry oder Explorer direkt ausschalten. Autoruns schickt auf Wunsch auch eine Suchanfrage an Google. Zudem ist im Paket eine Kommandozeilenversion enthalten.
Vorsicht, Falle: Autoruns erlaubt auch, auf schnellem Weg mal eben den Start des Programms c:\windows\system32\userinit.exe zu unterbinden (Autorun-Eintrag unter HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon\Userinit). Das sollte man aber keinesfalls tun, denn ohne das Programm ist keine Anmeldung an das System mehr möglich, und das gilt für alle Konten und auch im abgesicherten Modus! Sollte Ihnen das dennoch passieren, können Sie den Eintrag über ein parallel installiertes Windows oder über eine Rettungs-CD wiederherstellen, die Sie etwa mit Barts PE-Builder oder mit BlueCon erstellen können (beide auf der CD in c't 24/04). (axv)
Egal ob Virus, Wurm oder Trojaner, jeder Schädling steht vor demselben Problem: Der Anwender startet ihn nicht freiwillig. Deshalb nutzen die meisten Schädlingsprogrammierer aus, dass Windows den automatischen Start von Programmen beim Hochfahren erlaubt (Autostart). Diesen Mechanismus verwenden auch seriöse Programme wie Office-Pakete, Messenger, Multimedia-Anwendungen oder Grafik-Suiten, um einige Programmbestandteile statt erst beim Programmstart bereits beim Systemstart ohne Nachfrage in den Speicher zu hieven.
Um Schädlinge und Performance-Fresser zu stoppen, reicht es, den entsprechenden Autostart zu deaktivieren. Ärgerlicherweise war Microsoft hier ziemlich großzügig, denn es existieren unter Windows über 50 Autostart-Varianten (siehe c't 9/03, S. 124). Die wichtigsten zeigt Autoruns auf. (axv)