Little Snitch 3 filtert den eingehenden und ausgehenden Netzwerkverkehr auf dem Mac.
Die in Mac OS X integrierte Firewall reicht für einen grundlegenden Schutz, bleibt aber stumm, wenn Applikationen oder Dienste nach Hause telefonieren. Das aufzuspüren ist das Spezialgebiet von Little Snitch. Die Software bemerkt alle Verbindungsversuche und lässt nur genehmigte durch. Ungenehmigte kann der Anwender prüfen, akzeptieren, blockieren und seine Wahl als Regel für die Zukunft speichern. Little Snitch 3 kontrolliert auch eingehende Verbindungsversuche und ist dabei viel feiner justierbar als die in Mac OS X eingebaute Firewall.
Der neue Recherche-Assistent versorgt den Anwender mit Informationen über Verbindungsversuche und hilft so, Gefahrensituationen besser einzuschätzen. Mehrere Regeln lassen sich zu Profilen gruppieren und über das Statusmenü schnell wechseln – praktisch, um verschiedene Einstellungen beispielsweise im Büro, zu Hause oder in einem Internetcafé zu verwenden.
Im Silent-Modus verschont Little Snitch den Anwender mit Hinweisen und Meldungen. Die Software blockiert dann alle Verbindungsversuche, die nicht explizit erlaubt sind. Im Nachgang kann man das Protokoll durchgehen und gegebenenfalls neue Regeln daraus generieren. Der grundrenovierte Netzwerk-Monitor in Little Snitch zeigt den Verlauf des Datentransfers für jeden Prozess in einem Diagramm an. Die Auflistung kann man dabei unter anderem nach Prozessname, Server und Port filtern. Im Test lief Little Snitch 3 einwandfrei. Zwar hilft der Recherche-Assistent, Fehleinstellungen zu vermeiden, ein gewisses Netzwerk- und Dienste-Grundwissen ist jedoch Voraussetzung, um mit unbedachten Blockaden nicht selber Probleme zu verursachen. (thk)
Little Snitch überwacht Netzwerkaktivitäten und erlaubt, ausgehende Verbindungen gezielt zu unterbinden.
Die in Mac OS X integrierte Firewall – Systemversion 10.5 bringt zusätzlich noch eine Anwendungs-Firewall mit – überwacht die eingehenden Verbindungen von anderen Computern aus dem lokalen Netzwerk oder dem Internet. Ausgehenden Netzwerkverkehr behelligt sie indes nicht. Das übernimmt Little Snitch.
Will ein Systemdienst oder eine Anwendung eine Verbindung zu einem anderen Rechner aufbauen, informiert Little Snitch per Dialog darüber. Der Überwacher verrät unter anderem, welcher Prozess zu welchem Server und Port eine Verbindung wünscht. Der Anwender kann dies erlauben oder verbieten: einmalig, bis zum Beenden des Prozesses oder für alle Zeiten. Man darf ferner festlegen, ob dies etwa alle Verbindungen zum Server betrifft, nur die zu dem gewünschten Port, zu beidem oder generell alle zukünftigen Verbindungen.
Little Snitch erstellt mit den Vorgaben des Anwenders eine Regel, die standardmäßig noch im Konfigurationsprogramm zu bestätigen ist. Dort erhält man auch Gelegenheit, vorschnell getätigte Passierscheine zu widerrufen oder zu erweitern. Ein Netzwerkmonitor zeigt auf Wunsch in der Menüzeile ein- und ausgehenden Verkehr an und präsentiert in einem kleinen Rauchglasfenster, welche Verbindungen aktuell bestehen.
Der kleine Netzwerkspitzel lässt sich leicht bedienen, netzwerkunerfahrene Anwender überfordert er unter Umständen aber mit der Anzahl der Nachfragen dennoch – trotz der standardmäßig eingerichteten Regeln, die für ein reibungsloses Funktionieren essentieller Systemdienste sorgen. Wer jedoch über ein wenig Netzwerkwissen verfügt, der wird von Little Snitch umfassend über die Vorgänge auf seinem System informiert. (adb)