1.: Ein Angebot oder eine Rechnung per Email senden? Fehlanzeige. Man darf sie in ein PDF drucken, abspeichern, dann einen Mailclient starten und anhängen, die Mail ohne jede Unterstützung des ERP eintippen. Es gibt darüber keine Historie im CRM oder sonstwo, nur im lokalen Mailclient.
2.: Eine Email vom Kunden mit einer Bestellung landet wo? Jedenfalls nicht in Postbooks. Angehängte Dokumente darf man manuell abnehmen und manuell dem Kunden in Postbooks zuordnen.
3: Der eingebaute Kalender ist nicht einmal als Notbehelf brauchbar, soll aber helfen, Projekte zu verwalten.
4.: Eine deutsche Übersetzung gibt es - oder so etwas ähnliches, ist wohl mit Google translate gemacht worden und damit das einzig unterhaltsame an diesem Trumm, auch wenn 1/3 der Software englisch bleibt. Besonders schön:
- Das Feld für die Telefonnummer des Kunden trägt die Bezeichnung "Mitspracherecht". Nah dran, aber knapp vorbei.
- Im Menü gibt es unter anderem den wundervollen Befehl "Fertigungsauftrag implodieren". Wie sich das auf empfindliche Ware auswirkt ist unbekannt :-)
5.: Die Benutzeroberfläche sieht aus wie eine aus den 90er-Jahren und offenbar noch für 13-Zöller gedacht. Sie ist etwa so zerklüftet und verbaut, wie ein Programm, das in den 90er-Jahren entwickelt wurde und bis heute ohne Sinn und Verstand immer mehr erweitert wurde ohne je aufzuräumen.
6. Das Programm ist von der Denke her ur-amerikanisch und hat mit der Arbeitswelt in deutschen Unternehmen des Jahres 2011 herzlich wenig zu tun. US-Unternehmen dürften es nur als hoffnungslos alt betrachten.
Wir würden es nicht mal geschenkt nehmen, wenn jemand die gesamte Einrichtung gratis übernehmen würde.