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 Linux

Scalix Community Edition 11.4.6

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Artikel aus c't 1/2008 zu Scalix Community Edition
Die kostenlos einsetzbare „Scalix Community Edition“ bringt Linux-Servern Exchange-Funktionen bei.

Der Scalix-Server hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Die Software, die bei Hewlett-Packard als OpenMail startete und ein Gastspiel als Samsung Contact gab, ist nun bei Xandros untergeschlüpft. Der Linux-Distributor hat die Firma Scalix im Sommer 2007 gekauft, die die Entwicklung weiterhin eigenständig betreibt. Die Community Edition steht für die kostenlose Nutzung bereit, ohne dass der Hersteller sie wesentlicher Funktionen beraubt hätte. Bis zur Version 11.2 schließt die Lizenz 25 sogenannte Premium-Benutzer ein, in der für Mitte Dezember versprochenen Version 11.3 will Scalix diese auf 10 stutzen.

Premium-Benutzer können die (kostenfrei erhältliche) Outlook-Erweiterung „Scalix Connect für Outlook“ nutzen. Dank nativer MAPI-Schnittstelle erschließt sie einen Großteil der Funktionen, die Outlook im Zusammenspiel mit einem Exchange Server bietet: Gruppenterminplanung, Ressourcenverwaltung und gemeinsame Ordner mit gezielt vergebbaren Berechtigungen. Scalix begrenzt nur die Anzahl der Premium-Benutzer. Standardbenutzer lassen sich unbegrenzt anlegen. Sie versorgt der Server aber nur mit E-Mail-Diensten und persönlicher Terminplanung.

Für den Zugriff auf den Server kommen neben dem mit dem Connector ausgestatteten Outlook das freie Evolution in Frage (für Premium-User ergänzt um ein Plug-in, das man selbst übersetzen muss). Eine Funktion namens SmartCache ermöglicht Arbeiten, auch wenn keine direkte Verbindung zum Server besteht. Ein mit AJAX realisierter Web-Zugriff kommt nahe an das von Microsoft in Exchange realisierte Outlook Web Access (OWA) heran. Außerdem ist die E-Mail auf dem Server über ein abgespecktes Web-Interface für Handy und PDA zugänglich. Die üblichen Protokolle für den Zugriff auf E-Mail (POP3 und IMAP) sowie für den Versand (SMTP) spricht Scalix obendrein. Ein Search and Index System (SIS) hilft beim Auffinden von Informationen. Serverbasierte Regeln und frei konfigurierbare Quotas ergänzen den Funktionsumfang.

Die kommerziellen Versionen bieten neben Lizenzen für mehr Premium-Benutzer Integration in Microsofts Active Directory und Skalierbarkeit, indem sie die Arbeit auf mehrere hierarchisch organisierte Maschinen verteilen. Das mit Ausnahme des Outlook-Connectors und der Web-Mail quelloffene, modulare System erlaubt dank vorhandener APIs und dem Scalix Messaging System das Einbetten von Daten und Funktionen in andere Anwendungen. Die Version 11.3 soll eine Schnittstelle zu CalDAV mitbringen, sodass auch alternative Kalenderprogramme wie die zu Mac OS X gehörende Anwendung als Client nutzbar sind.

Für die Administration steht außer unzähligen kleinen Kommandozeilenprogrammen eine intuitiv bedienbare Webanwendung bereit. Die Installation erledigt man unter Novells und Red Hats Enterprise-Linux per grafischem Wizard. Für Debian-basierte Systeme stehen .deb-Pakete bereit. Sie sind allerdings von Hand anhand einer ausführlichen Installationsanleitung einzurichten. Viren- und Spam-Jagd sind dabei Aufgabe von Komponenten, die man in Eigenregie integrieren muss - wobei hier die gängigen Komponenten aus dem Open-Source-Umfeld nutzbar sind -, Scalix selbst hegt keine solchen Ambitionen.

Nicht verschwiegen sei, dass der Server in regelmäßigen Abständen nicht-sensitive Server-Informationen zur Installation per E-Mail nach Hause sendet. Der Hersteller nimmt sich das in den Lizenzbedingungen der Community-Ausgabe heraus. Der Administrator bekommt die E-Mails in Kopie. Mit Scalix lässt sich in endlicher Zeit ein ansehnliches Groupware-System kostenfrei implementieren, das diverse E-Mail Clients unterstützt. Hilfreich und teilweise auch unverzichtbar sind dabei die umfangreiche Dokumentation, ein Wiki und dort für die Community betriebene Foren. (Jens Friedrich/ps)

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https://www.heise.de/userdb/sso?compatibility=1&forward=http%3A%2F%2Fwww.heise.de%2Fdownload%2Fscalix-community-edition-3638574.html
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