Roland-Tochter Cakewalk hat die Bedienoberfläche seiner DAW in der Version X1 grundlegend überarbeitet. Im "Skylight"-Interface, das alle Bereiche in einem Fenster darstellt, sind nun Spuransicht, Transportleiste, Inspektor, Browser und ein sogenanntes Multi-Dock (es zeigt unter anderem Mischpult oder Pianorolle) klar angeordnet und vergleichsweise verständlich beschriftet. Auch wenn Cakewalk keinen spielerischen Ansatz verfolgt, zählt Sonar zu den DAWs, bei denen sich vieles intuitiv erschließt. Clevere Funktionen erleichtern die Arbeit, darunter die "Röntgenfunktion": Versperren die Oberflächen von Software-Instrumenten und -Effekten die Sicht auf das Arbeitsfester, kann man sie mit einem Knopfdruck transparent machen.
Cakewalk liefert keine Massen an Audio- und MIDI-Loops mit, deckt aber eine recht breite Palette von Musikstilen ab. Tutorials befinden sich im Lieferumfang, Lehrvideos gibt es nur über auf der US-Website des Herstellers und lediglich in englischer Sprache. Dort steht auch ein 2000 Seiten starkes deutschsprachiges Handbuch als PDF zum Download bereit. Das lässt erahnen, wie lange es dauert, bis man alle Funktionen durchblickt.
Wer gerne mit Drum Beats startet, wird den integrierten Step-Sequencer schätzen. Für Gitarristen steht die Verstärker- und Effekt-Simulation "Amplitube X-Gear" mit je drei Amp-, Boxen-, Mikrofon- und Bodeneffektmodellen bereit. Bei der Bearbeitung von MIDI-Daten kann man neben der Pianorolle eine Partituransicht nutzen, in der sich auch Gesangstexte und Hinweise zum Pedaleinsatz eintragen lassen.
Sonar X1 Essential ist eine 32-Bit-Anwendung, lässt sich aber auf 64-Bit-Versionen von Windows Vista/7 ausführen. Die größeren Varianten bietet Cakewalk auch als 64-Bit-Fassungen an; Windows XP 64 Bit wird aber in keinem Fall offiziell unterstützt. (nij)