Die grafische Oberfläche von TauVPN erleichtert das Einrichten von IPSec-Verbindungen auf Windows-Clients.
Windows kennt von Haus aus zwar IPSec-Verbindungen, doch ohne zusätzliche Software lassen die sich kaum nutzen. Microsoft liefert mit den Support Tools das Kommando IPSeccmd.exe, das IPSec-Richtlinien auf der Kommandozeile erstellen und verwalten kann. Die richtige Konfiguration einer VPN-Verbindung ist allerdings ohne weiteres Werkzeug fast unmöglich.
Eben diese Konfiguration erledigt das freie Programm TauVPN mit einer einfachen, zielgerichteten grafischen Bedienoberfläche. Es kann mehrere VPN-Verbindungen gleichzeitig verwalten. Die Installation hat mit Administratorrechten zu erfolgen, zur späteren Nutzung sind diese Rechte dann nicht mehr notwendig.
TauVPN arbeitet sowohl mit Preshared Keys als auch Zertifikaten zur Authentifizierung. Zertifikate kann es importieren und auf dem Rechner installieren, aber nicht selbst erstellen. Die aktuelle Version 0.41 liefert zusätzlich ein tail-Kommando für Windows mit, das in einem separaten Fenster das Logfile kontinuierlich ausgibt.
Beim Systemstart kann TauVPN eine Standardverbindung automatisch herstellen. Alternativ lässt sich auch über das Kontextmenü des Programmsymbols im Infobereich der Taskleiste (Tray) manuell eine der konfigurierten Verbindungen an- oder abwählen. Insgesamt stellt es eine gelungene Alternative zu dem bisher unverzichtbaren IPSec.exe von Markus Müller dar, das keine grafische Oberfläche bietet. (Jens Friedrich/ps)