Wer je mit XTree gearbeitet hat wird Ztree lieben! Es kann alles, was Xtree konnte und noch viel mehr. Es ermöglicht die mit Abstand höchte Produktivität eines Dateimanagers, auch, weil das ganze Bedienkonzept auf die Tastatur abgestimmt ist (Maus geht aber auch). Für diejenigen, die noch nie mit XTree zu tun hatten, ist es vielleicht ein Kulturschock. Trotzdem lohnt sich die Einarbeitung. Man kann es allerdings nicht alle paar Wochen oder gar Monate wegen irgendwelcher Features mal hervorkramen, man muß es täglich nutzen. Dann geht es einem so in Fleisch und Blut über wie Texte schreiben. Damit ist es auch vergleichbar: Texte tippen ist am Anfang auch nicht einfach, nach einiger Übung fließt es dann aber nur so dahin...
Alle Dateien und Verzeichnisse, die man sich je "angeschaut" (geloggt) hat, merkt sich Ztree im Hauptspeicher und kann diese dann praktisch ohne Verzögerung anzeigen. Man kann auch ganze Verzeichnisbäume in einem Rutsch einlesen und hat diese dann blitzartig zur Verfügung. Da nichts verloren geht, bleiben Markierungen (Tags) beliebig lange (auch in verschiedenen Verzeichnissen und auf verschiedenen Laufwerken) erhalten. Diese markierten Dateien kann man sich dann mit einem Tastendruck in einer Liste anzeigen lassen und dann damit etwas machen (löschen, kopieren, verschieben, umbenennen,...).
Ein Beispiel, welches man mit keinem anderen Dateimanager machen kann:
Man loggt einen riesigen (Server-)Verzeichnisbaum mit Millionen von Dateien (kann eventuell dauern). Danach hat man diese Daten im Hauptspeicher zur Verfügung und kann sie in Sekundenschnelle sortieren, filtern, markieren und auch gefilterte bearbeiten (umbenennen, löschen, verschieben, etc.). Die geloggten Daten lassen sich auch auf Platte speichern, sodass man sie später schnell wieder zur Verfügung hat.
Kim Henkel hat hier das Erbe von XTree bewahrt und sogar noch extrem weiterentwickelt. Die knapp 23 Euro ist das Programm allemal Wert (da Shareware kann man es ja vorher testen).