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heise Download Content Team

Vergleich: Die besten Programme für die Bildverwaltung

Bilder sortieren, archivieren und korrigieren

Wer seine Fotos nur über den Datei-Browser organisiert, verliert schnell die Übersicht. Was Foto-Fans mit großer Bildersammlung dann brauchen, ist eine Bildverwaltung: Diese hilft dabei, Fotos zu archivieren, aufzufinden und Korrekturen sowie Bildverbesserungen vorzunehmen.

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Bildverwaltung hilft dabei, Fotos organisiert auf dem PC, Mac oder in der Cloud zu speichern und zu archivieren.
  • Mithilfe einer Datenbank wird die Bildverwaltung von der Ordnerstruktur und dem Dateisystem enthoben und eine zentrale Oberfläche für alle Fotos geschaffen.
  • Durch Tags, Suchfunktion und Inhaltserkennung ist ein schnelles Auffinden der Fotos möglich.
  • Viele Bildverwaltungs-Programme bieten Maßnahmen zur Verbesserung der Bilder – teils unterstützt durch künstliche Intelligenz (KI), mit der selbst Anfänger Bilder professionell aufwerten.
  • Zur Liste: ➤ Bildverwaltungssoftware im Vergleich

Seit über 20 Jahren sind Digitalkameras populär. Und seit mindestens 10 Jahren stecken selbst in Durchschnitts-Smartphones brauchbare Kameras. Während Fotos früher eine kostspielige Angelegenheit waren, wird heutzutage eher ein Foto zu viel als zu wenig geschossen – schließlich kostet das ja nichts mehr. Hinzu kommen gescannte Bilder aus dem Analogzeitalter. Dadurch füllen sich gerade bei ambitionierten Fotografen nach und nach die Festplatten mit Tausenden von Fotos. Egal ob wertvolle Erinnerung oder Schnappschuss: Es wird zusehends schwieriger, durch den Wust der vielen Fotos durchzublicken. Unterstützung versprechen leistungsstarke Programme zur Bildverwaltung.

Bildverwaltung als zentraler Anlaufpunkt für Fotos

Eine Bildverwaltung hilft dabei, Fotos von der unübersichtlichen Speicherung in Ordnern und Verzeichnissen zu entkoppeln. Statt stundenlang auf der Suche nach einem bestimmten Foto im Bilder-Ordner zu wühlen, zeigt die Bildverwaltung diese nach bestimmten Kriterien geordnet in einer übersichtlichen Oberfläche an. Mittels Verschlagwortung und – je nach Software – sogar Gesichts- und Inhaltserkennung ist die Suche nach einem bestimmten Foto dank der intelligenten Suchmaske schnell erledigt. Zumal manche Programme die Bildersammlung auch gleich in der Cloud speichern – und dadurch einen zentralen Foto-Speicher schaffen, der Geräte- und Standort-unabhängigen Zugriff auf die eigenen Bilder ermöglicht.

Schönere Bilder ohne Bildbearbeitung

Bildverwaltungssoftware hilft auch dabei, die einzelnen Fotos auf Vordermann zu bringen. Dank einfacher Bearbeitungsfunktionen sind Bilder schnell begradigt, beschnitten oder korrigiert. Bei einigen Programmen hilft künstliche Intelligenz so sehr bei der Verschönerung, dass selbst misslungene Schnappschüsse noch eine professionelle Wirkung erzielen können – ganz, ohne eine eigene Bildbearbeitungs-Software zu bemühen. So ziehen selbst Anwender mit kleineren Bildersammlungen Nutzen aus den Verwaltungs-Tools.

Bildverwaltungs-Software in der Übersicht


Alle gängigen Betriebssysteme liefern bereits Fotoverwaltungs-Software frei Haus. Diese ist im Funktionsumfang jedoch recht eingeschränkt. Wer mit unterschiedlichen Systemen arbeitet, der wünscht sich in der Regel außerdem eine Bildverwaltung, die systemübergreifend funktioniert. Im Folgenden stellen wir deshalb Bildverwaltungs-Programme vor, die mehr Funktionen als die von Microsoft, Apple & Co mitgelieferte Standard-Software bieten.

Adobe Lightroom: Bildverwaltung für Profis

🛈 Windows, Mac | ab 11,89 € / Monat | Gratis-Testversion (7 Tage)

(Bild: Adobe)

Wer an Bildverwaltung denkt, denkt schnell an Adobe Lightroom*: Das Programm für Mac, Windows und Mobilgeräte ist ein ausgesprochen leistungsstarker Helfer, wenn es darum geht, Fotos auf dem Rechner oder in der Cloud zu verwalten. In der ansprechenden und übersichtlichen Oberfläche finden sich auch Einsteiger schnell zurecht. Dank der Adobe Sensei-Technologie erkennt Lightroom automatisch Personen, Anlässe und Situationen, wodurch die Suche im Fotoarchiv deutlich erleichtert wird. Mit an Bord sind zahlreiche Werkzeuge zur Bildanpassung, Fotooptimierung und Filterung, außerdem besitzt Lightroom eine gute Unterstützung für RAW-Dateiformate und kann mittels Plugin-Schnittstelle auf zahlreiche Filter und Optimierungs-Vorgaben von Drittanbietern zugreifen.

So praktisch Lightroom ist, so kostenintensiv ist es leider auch: Interessant wird der Dienst erst mit dem großen Terabyte-Cloudspeicher, der monatlich 11,89 Euro (Einzel-Abo) bzw. 23,79 Euro (Bundle-Abo mit Photoshop) kostet. In der dritten Variante, einem Spar-Abo inklusive Photoshop für 11,89 Euro, sind nur dürftige 20 GB Cloudspeicher enthalten. Deshalb eignet sich die Software vor allem für professionelle Anwender, die Kosten steuerlich geltend machen können.

➤ Adobe Lightroom*
ab 11,89 € / Monat

Cyberlink PhotoDirector 365: Günstig und gut

🛈 Windows, Mac | 54,99 € / Jahr (Abo) oder 99,99 € (Einzelkauf) | Gratis-Testversion

(Bild: Cyberlink)

PhotoDirector 365* von Cyberlink ist eine preiswerte Heimanwender-Alternative zu Lightroom: Das ebenfalls im Abo für rund 5 Euro im Monat erhältliche Tool bietet eine Reihe praktischer Funktionen zur Fotoverwaltung, darunter zahlreiche Filter und Bildbearbeitungstools. Montagen mit Animationen sind ebenso möglich wie das nachträgliche Hinzufügen eines Bokeh-Effekts. Abonnenten erhalten neben der Fotoverwaltung auch Zugriff auf Shutterstock-Fotos, um ihre Werke mit professionellem Material aufzupeppen. Interessant sind die KI-Werkzeuge, die Bilder nachträglich schärfen oder Dunst und Nebel entfernen können.

Auch die Gesichtserkennung arbeitet mit künstlicher Intelligenz, die ihrerseits auch interessante Bild-Veränderungen – etwa das Verwandeln eines Fotos in ein Gemälde – erlauben. Auch RAW-Dateien werden unterstützt. Photo Director kommt mit 50 Gigabyte Cloud-Speicher. Wer den Einmalkauf vorzieht, erhält mit PhotoDirector 12 Ultra eine etwas funktionsreduzierte Version des Programms.

➤ CyberLink PhotoDirector*
ab 54,99 € / Jahr

Skylum Luminar: Verwaltung mit spektakulären KI-Features

🛈 Windows, Mac | 79,00 € (Einzelkauf) | Gratis-Testversion

(Bild: Skylum)

Skylum Luminar* ist eine Lightroom-Alternative mit hervorragender Bildbearbeitungstechnologie: Statt auf ein Abo setzt der Anbieter dabei auf den Einmalkauf. Luminar verwendet KI-Technologie für die Bildbearbeitung, wodurch die Software für Windows und MacOS ausgesprochen leistungsfähig ist und interessante Ergebnisse bei der Nachbearbeitung der Fotosammlung möglich sind. So erledigt Luminar AI die Optimierung von Porträts- und Landschaftsfotos und ermöglicht die wirklich aufwandsarme Bearbeitung von Fotos. Interessante Filter runden das Paket ab. Die Bildverwaltung ermöglicht die übersichtliche Suche nach dem passenden Foto. Praktisch sind dabei die Plugins für Apple Fotos sowie Adobe Photoshop und Elements sowie Lightroom: Die Filter und Editier-Möglichkeiten von Luminar werden dadurch in die „großen“ Suiten übergeben.

Neu ist Luminar AI, eine Bildbearbeitung, die sich vollständig auf künstliche Intelligenz stützt und die Nachbearbeitung ohne hohe Einstiegshürde auf ein völlig neues Niveau heben soll. Luminar AI ist bei den höheren Luminar-Lizenzen mit dabei.

➤ Skylum Luminar*
69,00 € (mit Code HEISE2021)

Spartipp: Heise-Nutzer erhalten mit dem Gutscheincode HEISE2021 einen Rabatt von 10 € auf Skylum Luminar. (Stand: 29.07.2021)


Excire Foto: Bildverwaltung mit Inhalte-Erkennung

🛈 Windows, Mac | 69,00 € (Einzelkauf) | Gratis-Testversion (14 Tage)

(Bild: Excire)

Excire Foto* konzentriert sich auf die Verwaltung vorhandener Fotos unter MacOS und Windows und verzichtet bewusst auf eine Cloud-Anbindung. Anders als viele andere Programme
dieser Art setzt Excire zudem auf Beibehaltung einer vorhandenen Ordnerstruktur: Das Programm setzt auf die Bilderordner auf und hilft dabei, die Fotos innerhalb des Dateisystems des Rechners zu finden, ohne dass eine eigene Bibliothek für das Programm notwendig wäre. Moderne Bild- und Gesichtserkennungsroutinen analysieren die Bilder automatisch nach Inhalten und Personen, wodurch diese sich später leichter finden lassen.

Zusätzlich besitzt das Tool eine leistungsfähige Tagging-Schnittstelle für die Fotos. Bearbeitungsfunktionen gibt es kaum, stattdessen übergibt Excire Foto die Bilder auf Wunsch an ein anderes Bildbearbeitungs-Programm wie Photoshop oder Gimp.

➤ Excire Foto*
69,00 €

Magix Photo Manager Deluxe: Einfach und preiswert

🛈 Windows | 49,99 € (Einzelkauf) | Gratis-Testversion

(Bild: Magix)

Magix hat für fast alle Multimedia-Anwendungszwecke ein passendes Programm im Sortiment, so auch für die Fotoverwaltung. Photo Manager Deluxe* richtet sich dediziert an Heimanwender und hilft dabei, Ordnung in die Fotosammlung zu bringen. Durch die Idee der „Sammlungen“ können Fotos ähnlich wie in den Playlisten eines MP3-Players sortiert werden, ohne doppelt gespeichert zu werden. Interessant ist die große Unterstützung von Bildformaten sowie die Möglichkeit, mehrere Speicherorte zusammen zu führen. Effektfilter, Panorama-Montagen und 1-Klick Foto-Optimierung helfen dabei, Bilder und Videos direkt auf Vordermann zu bringen.

Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, Medien mit Passwörtern zu versehen: So können hier auf Fotos gespeichert werden, die nicht für fremde Augen bestimmt sind. Mit an Bord ist der Slideshow-Maker, mit dessen Hilfe Diashows direkt aus der Fotosammlung heraus erstellt werden können. Auch Magix verzichtet bei seiner Fotoverwaltung auf die Cloud-Anbindung

➤ Magix Photo Manager Deluxe*
49,99 €

Mylio: Cloud-Service ohne Cloud

🛈 Windows, Mac, Android, iOS | ab 9,99 $ / Monat | Gratis-Testversion (max. 5.000 Fotos)

(Bild: Mylio)

Mylio folgt einem anderen Ansatz: Die Mediathek wird auf einem oder mehreren Systemen gespeichert und über das Netzwerk oder per Internet zwischen den Geräten synchron gehalten. Obwohl das nach einem Cloud-Service klingt, ist es keiner: Die Bilder und Videos werden nicht auf den Servern des Anbieters gespeichert, stattdessen werden sie nur zwischen den Computern übertragen. Da Mylio nichtdestruktiv arbeitet, werden die Änderungen an Bildern platzsparend per Metadaten übertragen. Das System ist ausgeklügelt: Wird auf Gerät A eine Änderung an der Mediathek vorgenommen, wird diese bei nächster Gelegenheit an Gerät B übertragen – und umgekehrt. So haben alle angeschlossenen Geräte immer den gleiche Foto-Bestand, ohne dass die Fotos an den Anbieter herausgegeben werden müssten. Das für Windows, MacOS, Android und iOS erhältliche Tool erlaubt neben der Bildverwaltung auch die einfachen Bearbeitung von Fotos, etwa das Drehen oder die Optimierung, wobei der Fokus aber klar auf der Verwaltung liegt.

Schön ist die Möglichkeit, Mylio kostenlos zu testen: Die Synchronisation ist dann allerdings auf 5.000 Fotos und drei Geräte beschränkt. Wer mehr möchte, muss zum Premium-Abo für rund 10 Euro im Monat greifen, erhält dafür aber unbegrenzte Synchronisation für Fotos, Videos und Dokumente ohne jede Device-Beschränkung.

➤ Mylio Premium
ab 9,99 $ / Monat

Kostenlose Bildverwaltung für Mac und PC

Grundsätzlich sind Bildverwaltungs-Programme auch kostenlos erhältlich: Apple Fotos für MacOS und iOS / iPadOS ist ein wunderbares Beispiel dafür, was ohne Zusatzkosten möglich ist. Allerdings spielt Apple Fotos seine Möglichkeiten erst mit einem iCloud-Abo mit ordentlich Speicher aus. Ähnlich sieht es mit Microsofts Foto-App unter Windows 10 aus, die sich auch als einfache Bildverwaltung eignet, jedoch nur sehr wenige Möglichkeiten bietet. Die dritte Bildverwaltung im Bunde ist natürlich Google Fotos, den Nachfolger des hervorragenden Picasa. Leider ist die Google-Software für Windows und MacOS nicht besonders angenehm, da die gesamte Verwaltung im Browser stattfindet und eine entsprechend flotte Internetverbindung nötig ist.

(Bild: Digikam)

Drittanbieter-Software sinnvoller?

Sinnvoller ist daher eine Gratis-Bildverwaltung wie Ashampoo Photo Commander Free oder das recht leistungsfähige xnview. Freunde von Open-Source-Lösungen dürften mit digiKam finden, was sie suchen. Übrigens: Grundsätzlich können auch Programme ohne dedizierten Cloud-Service mit einer Cloud arbeiten: Dazu müssen die Bilder oder die Bibliothek nur in der Cloud gespeichert und von der Bildverwaltung abgerufen werden.


Fazit: Systemtool – oder mehr?

Grundsätzlich ist Bildverwaltung inzwischen eine Funktion, die mit den großen Betriebssystemen mitgeliefert wird: Sowohl Apple, als auch Google und Microsoft haben in ihren Betriebssystemen mehr oder weniger leistungsstarke Tools dieser Art an Bord. Das Problem sind hier die Systemgrenzen: Die großen Betriebssystem-Hersteller haben kein wirkliches Interesse, gute Tools für den Mitbewerb bereitzustellen, womit es sich immer um eine Art Insellösung handelt. Genau hier kommen die Tools der Drittanbieter ins Spiel: Bildverwalter mit Cloud-Anbindung wie Lightroom oder Mylio lassen sich systemübergreifend einsetzen und warten mit deutlich mehr Funktionen auf.


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Redaktion & Aktualisierung: heise Download-Team

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