Der Mac-Audio-Editor Fission wartet in Version 2 mit Batch-Konvertierung und dem Export in andere Klangformate auf.
Fission konzentriert sich voll und ganz aufs verlustfreie Bearbeiten von Audiomaterial. Dateien, beispielsweise im MP3-Format, werden dazu intern nicht erst dekomprimiert, sondern auch im RAM im Ausgangsformat für die Bearbeitung vorgehalten.
Das Editieren ist im Vergleich zur Vorgängerversion viel einfacher geworden. Statt über unterschiedliche Modi erreicht man nun alle Funktionen im Hauptfenster. Dort darf man nicht nur Stellen ausschneiden oder die Auswahl freistellen, sondern auch Stille einfügen oder an geeigneten Positionen automatische Teilungen durchführen lassen, etwa, um aus einer Tonbandaufnahme einzelne Tracks zu separieren. Zwei Presets erleichtern diesen "Smart Split" für digitale und analoge Aufnahmen.
Fission beherrscht nun auch Exporte aus einem verlustfreien Format wie Apple Lossless oder FLAC in ein anderes. Hilfreich ist überdies die Exportfunktion für AAC-Dateien mit Kapiteln sowie für Klingeltöne – Letztere landen automatisch im Töne-Ordner von iTunes.
Besonders praktisch ist die Batch-Konvertierung. Dazu ruft man im Fenster-Menü den gleichnamigen Befehl auf und zieht einfach alle zu konvertierenden Dateien ins Fenster, wählt noch das Ausgabeformat und – voilà.
Volle Unterstützung für Retina-Displays soll es erst mit einem zukünftigen Update geben. Abgesehen davon konzentriert sich Fission auf die wesentlichen Funktionen zur Audiobearbeitung und glänzt durch einfache Bedienung. Klangeffekte sind indes weiterhin Fehlanzeige. Wer die benötigt, ist mit dem kostenlosen Audacity gut beraten. (Tobias Engler/mst)