K-9 Mail unterstützt IMAP-Push und kommt mit großen IMAP-Verzeichnisbäumen zurecht.
Den IMAP-Ordnern kann man die Eigenschaft Haupt- oder Nebenordner zuweisen und dann einstellen, ob alle, nur die Haupt-, die Haupt- und die Neben- oder alle außer den Nebenordnern angezeigt werden. Für die Liste der beim Kopieren und Verschieben angezeigten Ordner stehen die gleichen Optionen bereit. Allerdings kennt K-9 nur einen Namensbereich, kann also auf die in einigen Unternehmen gebräuchlichen gemeinsamen IMAP-Ordner nur zugreifen, wenn man auf die privaten verzichtet.
Die Mail-Ansicht zeigt Nachrichten zweizeilig oder auf drei Zeilen inklusive der ersten Zeile des Inhalts an. Man kann mehrere markieren (wofür es zwei Modi gibt) und auf einen Rutsch löschen oder mit einem Stern versehen, den beispielsweise Thunderbird als "Kennzeichnung" anzeigt.
IMAP-Push funktioniert mit Servern, die IMAP-Idle unterstützen – nicht ratsam bei Mobilfunkverträgen mit Zeitabrechnung, weil jede Viertelstunde ein paar Bytes übertragen werden. Mails landen so innerhalb weniger Sekunden auf dem Smartphone. Liest oder löscht man sie am PC, verschwindet sie wenige Sekunden später auch auf dem Smartphone (und andersherum), und auch das Benachrichtigungslämpchen geht aus. Manchmal, vor allem nach dem Wechsel zwischen WLAN und UMTS, misslingt die Synchronisierung und man muss sie manuell anstoßen.
Die nur teilweise ins Deutsche übersetzten Optionen sind über Voreinstellungen, Kontoeinstellungen und Ordnereinstellungen verstreut. Vieles erschließt sich nur durch Ausprobieren, eine Anleitung fehlt. Insgesamt ist K-9 ein anfangs verwirrender, aber viel mächtigerer Mail-Client als der vorinstallierte, der nicht mal IMAP-Ordner unterstützt. (jow)