31.10.2007
Ralf Nebelo, Andrea Trinkwalder, Peter Schüler, Dieter Brors
Dokumentenakrobatik
Themen-Special: PDFs erzeugen, bearbeiten und betrachten
Das von Adobe entwickelte Portable Document Format (PDF) gilt als erste Wahl, um Dokumentationen, wissenschaftliche Arbeiten, Online-Formulare oder andere Werke originalgetreu weiterzugeben und bereitzustellen. Wer solche PDFs erstellen oder nachträglich bearbeiten möchte, muss keineswegs teure Software kaufen.
Gegenüber proprietären Formaten wie DOC oder XLS bietet Adobes Format unschlagbare Vorteile: PDFs lassen sich auf beliebigen Plattformen – unter Windows, Linux und Mac OS, auf PDAs und Smartphones – lesen, betrachten, drucken oder belichten, wobei der Standard garantiert, dass das Dokument überall genau so aussieht, wie es einst erstellt wurde.
Während zum Beispiel das kostenlose Büropaket OpenOffice die PDF-Ausgabe bereits von Haus aus beherrscht, muss man sie für die meisten andere Programme inklusive Microsofts Office 2007 nachrüsten. Mit Hilfe spezieller Tools lassen sich bestehende PDF-Dokumente nachträglich bearbeiten, inklusive Formatierung in Word importieren oder Texte und Grafiken daraus extrahieren. Microsoft selbst bietet kurioserweise sogar ein Gratis-Add-in an, um PDFs doch aus den Office-Anwendungen heraus zu generieren. Dieses muss man allerdings von Office aus separat installieren.
Anzeigen und drucken
Mit jeder neuen Version des PDF-Konverters und -Editors Acrobat bringt Adobe auch einen neuen Adobe Reader heraus; beide stehen jetzt bei Version 8.x. Der achte Reader hat nicht nur eine polierte Oberfläche, diese ist verglichen mit den Vorversionen auch praktischer zu handhaben. Stichwörter im Text findet man jetzt schnell über ein schmales, in die Taskleiste integriertes Eingabefeld. Bei einfachen Anfragen kann man also darauf verzichten, die sperrige Suchpalette einzublenden. Insgesamt wirkt die Oberfläche deutlich aufgeräumter und überlässt dem Dokument mehr Platz. Sowohl beim Start als auch beim Aufruf von Funktionen reagiert der neue Reader schneller als seine trödelnden Vorgänger. Dank Lupenfunktion kann man Details von Grafiken, Schriften und Bildern in einer Vergrößerung von bis zu 6400 Prozent inspizieren und dabei das Dokument selbst in einer fürs Lesen angenehmen Zoomstufe belassen. Ebenfalls praktisch: Beim Klick auf Textstellen oder Bilder schaltet der Cursor automatisch in den passenden Auswahlmodus.
