Das kostenlose TrueCrypt schützt Daten vor neugierigen Zeitgenossen.
Die Software TrueCrypt verschlüsselt Partitionen auf Festplatten, Disketten oder USB-Sticks. Ohne korrektes Passwort geben sie nach bisherigem Kenntnisstand ihren Inhalt nicht preis. Zur Verschlüsselung stehen Algorithmen wie AES, Blowfish, CAST5, Serpent oder Triple-DES zur Auswahl. Alternativ kann die Software mit einem eigenen Treiber dem Betriebssystem auch verschlüsselte Image-Dateien als Laufwerke unterschieben. Das ist praktisch, da man diese Dateien bedenkenlos etwa per FTP oder E-Mail über das Internet versenden kann. Egal ob man sich für Partition oder Image-Datei entscheidet: Die Arbeit mit von TrueCrypt geschützten Laufwerken unterscheidet sich nicht von der mit ungeschützten. Sie lassen sich wie gewohnt verwenden, etwa mit FAT(32), NTFS oder Ext2/3 formatieren.
Anstelle eines Passworts, das man über die Tastatur eingibt, akzeptiert TrueCrypt auch eine oder mehrere so genannter Keyfiles als Legitimation. Auf Wunsch generiert die Software Schlüsseldateien mit zufälligem Inhalt, sie gestattet aber auch den Einsatz beliebiger Dateien als Keyfiles, etwa Fotos, Bilder oder MP3-Dateien. Da TrueCrypt diese Allerweltsdateien nicht verändert, sieht man ihnen praktischerweise ihren zusätzlichen Verwendungszweck nicht an.
Seit Version 4 verrichtet TrueCrypt seine Arbeit unter Windows und Linux gleichermaßen. Linux-Anwender müssen zurzeit noch auf eine schicke Bedienoberfläche verzichten und die Software in einem Terminal-Fenster bedienen. Außerdem kann bisher erst die Windows-Version sichere Images erstellen, welche die Linux-Variante jedoch verwenden kann. (adb)