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Adware & Spyware entfernen

Die besten Tools zum sicheren Entfernen von Adware und Spyware

Ein unachtsamer Klick auf den falschen Button, einmal bei der Installation einer Software nicht richtig hingeschaut und schon ist es passiert - lästige Adware und Spyware nistet sich auf dem Rechner ein. Doch wie findet man diese digitalen Schädlinge und vor allem: wie wird man sie wieder los? Wir haben für euch die besten Tools zur Bekämpfung von Malware wie Ad- und Spyware identifiziert.

"Gar nichts habe ich gemacht!" hört man häufig aus dem Kreise der Bekannten oder Familie, wenn man unter Umständen mal wieder einen lahmenden Rechner überprüfen soll. "Gar nichts" ist in den meisten Fällen nicht einmal gelogen, denn viele Nutzer, die sich Ad- oder Spyware einfangen, haben dies zumindest nicht aktiv beziehungsweise nicht mit Absicht getan. Egal ob Absicht oder nicht - ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, gilt es Abhilfe zu schaffen und die nervigen Parasiten wieder loszuwerden.

Adware und Spyware landet häufig unbemerkt bei der Installation von Gratis-Software auf dem Rechner. Wo sich Programmautoren früher nach dem Shareware-Prinzip ein Zubrot verdienten und man den vollen Funktionsumfang einer Software erst gegen Gebühr freischalten musste, geben sie ihre uneingeschränkten Vollversionen heute oft kostenlos heraus – refinanziert durch Dritt-Software wie Toolbars, die einem bei der Installation mit untergeschoben werden und den Autor pro Installation vergüten. Im besten Fall nerven solche Zusatz-Programme nur. Im schlimmsten Fall haben sie unerwünschte Funktionen, die man mit bloßem Auge nicht erkennt.

So sind insbesondere Browser-Toolbars oft voll von Hintertürchen. Neben der eigentlich beworbenen Funktion – etwa zusätzlichen Smileys für Facebook & Co – ersetzen diese zum Beispiel Werbung auf angesurften Websites durch eigene Anzeigen. Oder leiten Suchanfragen im Browser oder bei Google auf die eigene Suchmaschine um. Besonders dreiste Toolbars schneiden gleich alle Tastatureingaben im Browser mit oder übermitteln den Browser-Verlauf an den Hersteller.

Adware
Adware gelangt häufig in Verbindung mit der Installation anderer (erwünschter) Software auf den eigenen Rechner. Oft wird ein Häkchen übersehen, das die Installation zusätzlicher Software sogar explizit ankündigt. Diese Form der digitalen Schädlinge dient vor allem der gezielten Ausspielung von Werbung, meist im Browser oder als Pop-up. Adware steht zudem unter Generalverdacht auch immer Spyware zu sein, denn sie spioniert das Nutzerverhalten aus, um angepasste Werbung an den Mann oder die Frau zu bringen.

Spyware
Spyware dient, wie der Name bereits erahnen lässt, in erster Linie dem Ausspionieren des Nutzers. Das Ziel dieser Spionage-Tools sind vor allem Nutzerdaten wie Passwörter oder persönliche Daten, aber auch das Nutzerverhalten ansich. Diese Daten werden dann von der Spyware unbemerkt an den Entwickler sowie an Dritte übermittelt oder auch unmittelbar dazu genutzt, um angepasste Werbung auszuspielen.

Um derlei Störenfriede wieder loszuwerden, muss man sie allerdings erst einmal als solche identifizieren. Und selbst wenn das gelingt: die Deinstallation ist oft nicht ganz so einfach, wie man am Beispiel der Delta Search Toolbar sieht. Glücklicherweise gibt es praktische Tools, die Adware, Spyware sowie weitere System-Verschmutzungen erkennen und löschen. Eine kommentierte Auswahl haben wir in der Bildergalerie zusammengefasst. Neben mehr Sicherheit führen die Tools auch zu einem performanteren System, denn je weniger unnütze Software im Hintergrund arbeitet, desto mehr Speicher und Rechenleistung bleibt für die wichtigen Programme.

Der ebenso bekannte wie beliebte AdwCleaner sucht und entfernt digitale Schädlinge, also auch Adware und Spyware. Das Programm durchsucht zudem auch Browser und die Windows-Registry nach fragwürdigen Inhalten und ermöglicht es, schadhafte Einträge sowie Software auf Wunsch manuell oder automatisch zu löschen. Für die Protokollierung einer Suche wird das Ergebnis auch als txt.-Datei ausgegeben.

Ähnliches bietet der CCleaner: Malware aufspüren, isolieren und löschen sowie die Registry und etwaige Internet-Browser auf unerwünschte Eindringlinge kontrollieren. Der CCleaner dient allerdings nicht nur zum Aufspüren und Entfernen von Ad- und Spyware, sondern sucht auf Wunsch auch nach überflüssigen Dateien und Ordnern sowie ungenutzter Software, die unnötig Speicher belegen und unter Umständen sogar das System ausbremsen.

SpyBot Search & Destroy untersucht das Windows-System nicht nur nach Schadprogrammen wie Ad- und Spyware, sondern stattet auch der System-Registry einen Besuch ab, um dort nach unerwünschten Einträgen zu suchen. Neben den gängigen Features zum Finden und Entfernen von Adware und Spyware, enthält das Tool auch eine Immunisierungs-Funktion. Mithilfe dieser Funktion lässt sich das System quasi impfen, um den Schädlingsbefall zu verhindern.

Auch HijackThis beschäftigt sich mit dem Auffinden und Beseitigen von Schadsoftware. Dabei überprüft das kompakte Tool auch, ob sich unbemerkt Einträge in den Autostart-Ordner eingeschlichen haben. Auf diesem Weg können beispielsweise auch Adware und Spyware unbemerkt beim Start von Windows aktiviert werden und das Nutzerverhalten ausspionieren. Darüber hinaus erstellt die Software auch Logfiles eines jeden Suchvorgangs, welche sich dann eignen, um Hilfe in Foren oder auf Webseiten zur Logfile-Analyse zu bekommen.

Die Glary Utilities sind eine Software-Sammlung, die sich zum Entfernen von Spyware eignet und auch die Registry überprüft, temporäre Dateien löscht oder die Autostart-Einträge bereinigt. Bei Bedarf durchsucht die Freeware auch den heimischen Rechner nach Dubletten oder ungenutzten Dateien, die entfernt werden können. Darüber hinaus kann das Tool auch bei der Festplatten-Reparatur helfen und in der erweiterten Pro-Version auch aktiv vor etwaigem Befall durch Schadsoftware schützen.

Adware und Spyware aufzuspüren und zu entfernen ist ein deutlich simpleres Unterfangen, als beispielsweise der Kampf gegen Ransomware, die meistens in Form von Erpressungs-Trojanern auf unseren Rechnern landet und in den letzten Jahren immer häufiger in Erscheinung tritt. Für Ad- und Spyware reicht in vielen Fällen tatsächlich eines der hier vorgestellten Tools - wie man sich am besten vor Ransomware schützt, haben wir in einem anderen Beitrag zusammengefasst. Das Einhalten einiger simpler Verhaltensregeln kann aber den Ärger mit fast allen Schädlings-Arten verhindern. So sollte man zum Beispiel generell darauf verzichten, Software von unbekannten Webseiten und zwielichtigen Anbietern herunterzuladen. Außerdem ist das "bewusste Klicken" eine Grundvoraussetzung für das Vermeiden von digitalem Schädlingsbefall. Sprich, man sollte darauf achten, was man eigentlich genau mit dem Klick auf einen "Ja"- oder "Nein"-Button bestätigt beziehungsweise ablehnt und ob das Setzen eines Häkchens bei der Software-Installation das Installieren zusätzlicher, unerwünschter Programme erlaubt oder verbietet.

Welche Tools nutzt ihr um Adware und Spyware loszuwerden? Erzählt doch in den Kommentaren davon.

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