Wie Unternehmen NIS-2-ready werden

Nach mehrfachem Aufschub wurde die europäische NIS-2-Richtlinie am 5. Dezember 2025 ins deutsche Recht übernommen und ist damit in Kraft getreten. Öffentliche und private Einrichtungen in kritischen Sektoren soll sie widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe machen. Höchst wirksam umsetzen lassen sich die Anforderungen mit einer Unified-Endpoint-Management-Plattform wie der ACMP Suite von Aagon.

Direkter Vorgänger des NIS-2-Umsetzungsgesetzes war das IT-Sicherheitsgesetz 2.0, das dem BSI bereits 2021 erweiterte Kompetenzen zuschrieb und von dem bislang ca. 4.500 Einrichtungen des Wirtschaftraums erfasst waren: Betreiber Kritischer Infrastrukturen, Anbieter digitaler Dienste und Unternehmen im besonderen öffentlichen Interesse. Dieser Radius wird nun um die Kategorien „wichtige Einrichtungen“ und „besonders wichtige Einrichtungen“ erweitert. Die Zahl der vom BSI beaufsichtigten schießt damit schlagartig auf knapp 30.000 Einrichtungen, die sich bei der Behörde registrieren, erhebliche Sicherheitsvorfälle melden sowie technische und organisatorische Risikomanagement-Maßnahmen implementieren müssen.

Der erste Schritt lautet nun: eine Betroffenheitsprüfung durchführen, um festzustellen, ob beziehungsweise in welchem Ausmaß die eigene Organisation überhaupt unter die NIS-2 Regelungen fällt. Aber auch alle anderen Unternehmen sind angesichts steigender Cyberkriminalität gut beraten, sich an den neuen Vorgaben zu orientieren, nicht um gesetzeskonform zu handeln, sondern schlicht und ergreifend aus Selbstschutz.

Risikomanagement und Sicherheitsstrategien

Was dann erforderlich ist, sind drei Schritte: das Etablieren eines umfassenden Risikomanagements, um Schwachstellen in den eigenen Netzwerken und IT-Systemen zu identifizieren und gezielte Sicherheitsmaßnahmen abzuleiten, das Umsetzen erforderlicher Maßnahmen sowie die Sensibilisierung der Beschäftigten durch Schulungen. Betroffene Unternehmen müssen zudem die Meldepflichten einhalten. Wer sie verschläft, auf den warten hohe und harte Bußgelder sowie Eingriffsmaßnahmen der Behörden.

Technische und organisatorische Maßnahmen

Zu den spezifischen technischen und organisatorischen Maßnahmen zählen eine zentralisierte Verwaltung und Kontrolle, automatisiertes Patch Management und Schwachstellenbehebung, Datenschutz und Zugriffsmanagement durch Verschlüsselungstechnologien, Reaktionsfähigkeit auf Sicherheitsvorfälle (Incident-Response-Pläne) und Protokollierung. Nicht per se verfügt ein UEM-System über alle dafür erforderlichen Features. Aagon hat seine ACMP Suite daher entsprechend erweitert. Erforderliche Maßnahmen lassen sich damit nicht nur anstoßen, sondern auch kontinuierlich überwachen und aktualisieren. Als deutscher Anbieter mit lokalem Hosting garantiert Aagon seinen Kunden souveräne Datenhaltung und minimierte Datenschutzrisiken.

Das UEM-System verwaltet und kontrolliert sowohl stationäre wie mobile Endgeräte zentral und stellt Sicherheits-Updates und Patches automatisch bereit. Am Anfang steht stets eine detaillierte Inventarisierung und Analyse der gesamten IT-Landschaft, um zu erkennen, wo Risiken bestehen – etwa ungeschützte Endgeräte, fehlende Updates oder unklare Berechtigungen. Sicherheitseinstellungen konfiguriert die ACMP Suite gemäß Unternehmensrichtlinien und überwacht Compliance-Standards.

SOAR-Konzept via UEM umsetzen

Stets geht es dabei um ein gebündeltes und priorisiertes Abarbeiten von Security-Aufgaben – und dies automatisiert. Unternehmen können damit ein sogenanntes SOAR-Konzept umsetzen. „Security Orchestration, Automation and Response“ lautet die Langform dieses aktuellen Schlagworts in der Cybersicherheit. Es hilft, Sicherheitsvorfälle schneller zu erkennen, automatisiert darauf zu reagieren und administrative Prozesse zu entlasten.

Drei grundlegende SOAR-Bausteine werden unterschieden: Case- und Workflow-Management, Aufgabenautomatisierung sowie eine zentrale Methode, um Bedrohungsinformationen (Threat Intelligence) aufzurufen, zu durchsuchen und zu teilen. Um sie abzudecken, kombiniert die ACMP Suite verschiedene Sicherheitswerkzeuge und Programme: Managed Software, Desktop Automation, Windows-Updates, Vulnerability-, Defender- und BitLocker Management.

Eine UEM-Konsole, über die SOAR-Prozesse automatisiert ablaufen, ist für den Mittelstand unkompliziert anwendbar. Das ist wichtig, denn klein- und mittelständische Unternehmen haben in der Regel keine große IT-Abteilung mit Fachleuten für jede einzelne Security-Disziplin. Auch wenn sie nicht in die KRITIS-Kategorie fallen, können sie damit zügig ein wirksames Instrumentarium gegen Cyberkriminalität aufbauen.

Im Ernstfall kommt es aufs Tempo an

Die Umsetzung eines SOAR-Konzepts bringt nicht nur technische Sicherheit, sondern vor allem Geschwindigkeit im Ernstfall. Wer vorbereitet ist, kann Schäden frühzeitig begrenzen – und spart am Ende deutlich mehr, als eine spätere Notfallreaktion kosten würde. Organisationen, für die NIS-2 verpflichtend ist, sind allein deshalb auf Schnelligkeit angewiesen. Denn Sicherheitsvorfälle müssen sie innerhalb von 24 bis 72 Stunden an die zuständigen Behörden melden.

Ein strukturiertes Incident-Response-Management im UEM-System sorgt dafür, die Meldepflicht zu erfüllen. Würden alle Unternehmen nach diesem Muster handeln, wäre die Idee einer resilienten Cybernation, wie sie BSI-Präsidentin Claudia Plattner angesichts der Verabschiedung des Gesetzes formulierte, schon so gut wie umgesetzt!

Weitere Informationen zur Unterstützung durch ACMP bei der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie gibt es unter www.aagon.com/nis2.

HINWEIS:

Zu diesem Thema gibt es am 30. April um 11 Uhr auch einen Live-Webcast mit Sebastian Weber, Chief Evangelist bei Aagon. Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.

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