Cloud-Services: Wie Plattformen die Verwaltung vereinfachen

Der Trend zum Cloud-Bereitstellungsmodell „as-a-Service“ ist ungebrochen. Den vielen Vorteilen stehen aber auch Herausforderungen gegenüber. Wenn nämlich zahlreiche Services genutzt werden, sind vor allem der Schutz und die Verwaltung aufwendig und überfordern viele Unternehmen. Durch den Einsatz von Plattformen lässt sich das Management von Cloud-Services jedoch deutlich vereinfachen.

In Deutschland hat es lange gedauert, bis Cloud Computing im Markt angekommen ist. Noch vor wenigen Jahren lehnten fast 20 Prozent der deutschen Unternehmen das Bereitstellungsmodell Cloud ab, wie die jährlich durchgeführte Studie „Cloud Monitor“ zeigt. Heute sind es gerade einmal noch drei Prozent.

Laut Mathias von Bescherer, Geschäftsführer des Value-Added Distributors Arrow Enterprise Computing Solutions Deutschland, hängt die zunehmende Akzeptanz von Cloud-Services im professionellen Umfeld nicht zuletzt mit einem veränderten privaten Nutzungsverhalten zusammen: „Wir sind es heute gewohnt, Streaming-Dienste und andere Services als Abonnement aus einer Cloud zu beziehen.“ Den Trend zum „as-a-Service“-Modell beobachtet er auch bei den rund 65 Herstellern, die Arrow in Deutschland vertritt: „Immer mehr Anbieter wollen ihre Produkte und Lösungen subskriptionsbasiert aus einer Cloud heraus bereitstellen.“ Auf der Cloud-Management-Plattform „ArrowSphere“ des VAD seien bereits 35 Hersteller vertreten – und es würden kontinuierlich mehr, ergänzt von Bescherer: „Es gibt keinen, der sich nicht mit diesem Thema beschäftigt.“

Für Kunden, Service Provider und Hersteller bringt dieser Trend viele Vorteile, aber auch einige Herausforderungen mit sich. Anbieter und Dienstleister erzielen durch Services regelmäßige Einnahmen und profitieren von einer starken Kundenbindung. „Ich weiß sehr genau, mit welchen Umsätzen ich jeden Monat rechnen kann“, erklärt von Bescherer. Anwender zahlen nur für das, was sie tatsächlich nutzen und können schnell auf veränderte Nachfragebedingungen reagieren – sie müssen jedoch auch immer mehr Serviceverträge und Abrechnungen verwalten. „Vor allem im Mittelstand sind viele mit den Lizenzmodellen der Hersteller überfordert“, sagt der Arrow-Deutschland-Chef.

Die richtige Cloud-Management-Plattform finden

Eine zentrale Management-Plattform erleichtert die Verwaltung von Cloud-basierten Diensten erheblich. Allerdings bieten viele Plattformen nur einen eingeschränkten Funktionsumfang oder sind nur auf wenige Anbieter beschränkt. Von Bescherer rät daher, bei der Wahl einer Plattform genau hinzuschauen. Vor allem folgende Punkte sollten bei der Entscheidung eine Rolle spielen:

1.  Anzahl der Anbieter

„Service Provider und Endkunden brauchen genügend Auswahl, damit sich der Aufwand für eine Plattformimplementierung überhaupt lohnt“, erklärt von Bescherer. Es müssten aber nicht nur viele Anbieter auf der Plattform vertreten sein, sondern auch die richtigen: „Große Namen wie Microsoft, Amazon Web Services oder VMware dürfen nicht fehlen“, betont der Arrow-Geschäftsführer.

2. Umfassende Sicherheit

Eine Plattform bietet einen einfachen und einheitlichen Zugang zu vielen Services. Wird er kompromittiert, ist der Schaden, den Angreifer anrichten können, entsprechend höher als bei Einzelkonten. Eine Multi-Faktor-Authentifizierung und eine intelligente Erkennung von Betrugsversuchen sind daher ein Muss. „Arrow kommt aus dem Security-Umfeld und hat deshalb viel Erfahrung mit IT-Sicherheit“, sagt von Bescherer, „das spiegelt sich auch in den Sicherheitsfeatures unserer ArrowSphere-Plattform wider.“ Provider und Anwenderunternehmen sollten bei der Wahl einer Cloud-Management-Plattform außerdem auf Zertifizierungen wie ISO 27001 achten, rät der Manager.

3. Ăśbersichtliche Abonnementverwaltung

Nutzer einer Cloud-Management-Plattform sollten auf einen Blick erkennen können, welche Angebote an Software-as-a-Service (SaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) aktuell genutzt werden, wie die Vertragslaufzeiten sind und welche Kosten anfallen. „Dazu gehört natürlich auch eine einfache und transparente Abrechnung“, ergänzt der Arrow-Deutschland-Chef.

4. Möglichkeiten zur Kostenoptimierung

Komplexe Lizenzmodelle, wie sie vor allem bei großen Herstellern üblich sind, können schnell zu einer Über- oder Unterlizenzierung führen. Kunden zahlen dann für Leistungen, die sie gar nicht nutzen, oder können nicht flexibel skalieren, weil zu wenig Lizenzen zur Verfügung stehen. „Wir beschäftigen daher eigens Customer Success Manager, die Kunden helfen, ihre Lizenzen kontinuierlich zu optimieren“, erklärt Mathias von Bescherer.

5. Offene Schnittstellen

Viele Service Provider und Endkunden nutzen bereits Systeme und Workflows, um ihre Cloud-Services zu verwalten. Eine Plattform sollte solche bestehenden Tools und Prozesse einfach integrieren können. „Wir bieten mit unserem API-Toolkit die Möglichkeit, auf alle Funktionen von ArrowSphere zuzugreifen“, sagt von Bescherer, „eine umfassende API-Dokumentation erleichtert dabei den Einstieg“.

Fazit: Keine erfolgreiche Digitalisierung ohne Cloud-Service-Management

Cloud-Services sind ein wichtiger Baustein jeder Digitalisierungsstrategie. Sie sind schnell abonniert, einfach zu nutzen und leicht zu skalieren. Damit diese Vorteile nicht durch eine komplexe Verwaltung, Sicherheitsrisiken und unnötige Kosten zunichte gemacht werden, brauchen Service Provider und Anwenderunternehmen eine zentrale Managementplattform wie ArrowSphere. Sie reduziert den Aufwand für das Cloud-Management deutlich und schafft die Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Transformation.

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