Zwischen Hype und Realität: Ist Agentic AI heute schon die Lösung für Präsentationen im Unternehmensalltag?

Die meisten nutzen AI-Tools aller Art längst privat und fordern deshalb Zugang zu ähnlichen Möglichkeiten auch im beruflichen Umfeld: „Warum muss ich meine Firmen-Präsentationen immer noch per Hand machen, wenn es doch so coole KI-Lösungen gibt, die mir das abnehmen können?“ Doch halten die Lösungen, was sie versprechen? Und sind die existierenden Präsentationstools im Unternehmensumfeld überhaupt brauchbar? Dieser Beitrag beleuchtet das Spannungsfeld.

Wenn das KI-Präsentationstool doch so eine tolle Präsentation zu Omas 75. Geburtstag erstellt hat, könnte dieselbe oder eine ähnliche KI-Plattform nicht auch im Unternehmen jede Menge Zeit sparen? Die Frage stellen sich Nutzende mehr und mehr und bauen mit diesem Anliegen auch auf die IT zunehmend Druck auf. Wäre es nicht praktisch einen Prompt zu den Inhalten einzusprechen oder eine beliebige Datei einzufügen und dann mit einem Klick eine perfekte Präsentation zu generieren?

Agentic AI: Das Qualitätsproblem

Die Antwort auf diesen Wunsch scheint Agentic AI zu sein, also die Fähigkeit eines KI-Systems, eigenständig zu handeln, Entscheidungen zu treffen und komplette Arbeitsschritte ohne menschliches Zutun auszuführen. Solche Systeme existieren bereits: Tools wie Microsoft Copilot erzeugen aus einem Prompt heraus eigenständig mehrere Folien, treffen dabei Design-Entscheidungen und strukturieren Inhalte.

Kann man also die bestehenden Lösungen bereits in Unternehmen einsetzen und damit eine Menge Zeit sparen? Leider nein. Denn die existierenden AI-Agenten liefern noch lange nicht die Ergebnisse, die Unternehmen bei Business-Präsentationen fordern.

Doch das Problem liegt nicht in fehlender Autonomie, sondern in mangelnder Qualität: Heutige Agentic AI-Lösungen produzieren Ergebnisse, die zwar schnell entstehen, aber ohne ausreichende Markenlogik, Dramaturgie und Kontextverständnis. Der Mensch kann während des Prozesses nicht sinnvoll eingreifen. Korrekturen sind erst nach dem Ergebnis möglich. Die Folge: Präsentationen, die bestenfalls formal korrekt wirken, aber kommunikativ, visuell und strategisch schwach sind.

Einordnung: Was ist was?

Agentic AI: KI-System, das Entscheidungen trifft und komplette Arbeitsschritte autonom ausführt – mit unterschiedlichem Grad an eigenständiger Handlungsfähigkeit („Agency“). Heute im Präsentationskontext bereits vorhanden, liefert aber oft keine überzeugenden Ergebnisse, da menschliche Qualitätssteuerung und Zwischeneingriffe fehlen.

AI Assistant: Unterstützt den Menschen aktiv im Erstellungsprozess, arbeitet iterativ mit ihm zusammen und überlässt die finalen Entscheidungen bewusst dem Menschen. empower® AI folgt diesem Ansatz, um Qualität, Markenführung und Überzeugungskraft zu sichern.

Je komplexer und präziser die Anforderungen, desto mehr braucht es den Menschen

Anforderungen eines Unternehmens an Präsentationen sind wesentlich komplexer und präziser als die von privaten Nutzenden. Schauen wir uns diese Anforderungen und generell den Kontext von Präsentationen in Unternehmen genauer an.

Üblicherweise gibt es drei Typen von Präsentationen in Unternehmen:

  • Die Ad-hoc-Präsentation, die schnell ein paar Informationen in Form bringen soll, als Meeting-Notiz oder für ein kurzes internes Status-Update.
  • Wiederkehrende Präsentationen, die festen Regeln folgen und in denen oft Zahlen und Fakten im Mittelpunkt stehen: Kennzahlen-Updates, Berichte und Produktvorstellungen.
  • Geschäftspräsentationen, die das Unternehmen nach innen und außen repräsentieren. Darunter fallen beispielsweise strategische Präsentationen oder die Vorstellung von Projekten oder Konzepten.

Und wie könnte KI hier unterstützen? Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel zwischen Mensch und KI. Vorab bemerkt: Ohne menschliches Eingreifen geht es generell nicht. Doch der Grad der Arbeitserleichterung durch die KI variiert. Und dabei gilt: Je präziser das Ergebnis sein muss, desto mehr Feinarbeit muss der Mensch leisten.

In der Praxis bedeutet das:

  • Es werden ad hoc ein paar Folien gebraucht, um ein Meeting zusammenzufassen oder ein paar Ideen zu visualisieren? Hier geht es um Geschwindigkeit und nicht um Präzision. Aus den eigenen Notizen oder einem gesprochenen Prompt erstellt die KI in Sekunden eine solide Grundlage, die der Mensch nur kurz überprüfen, ergänzen oder anpassen muss.
  • Der wöchentliche Report oder Statusbericht? Hier geht es um Genauigkeit. Die Zahlen müssen stimmen und Regeln eingehalten werden. Weil die Anforderungen eindeutig und reproduzierbar sind, ist so ein probabilistisches, also ein auf Wahrscheinlichkeiten basierendes KI-Modell, nicht geeignet. KI kann im Vorfeld unterstützen, etwa beim Formulieren der Regeln oder beim Strukturieren des Frameworks. Doch die eigentliche Erstellung der Inhalte muss eindeutig ablaufen, ohne Interpretationsspielraum. Es braucht ein deterministisches, regelbasiertes und damit eindeutig vorherbestimmtes System, das Konsistenz schafft.
  • Die Geschäftspräsentation soll für Mitarbeitende oder Geschäftspartner Orientierung geben, Komplexität reduzieren oder Identifikation schaffen? Hier geht es um Dramaturgie, Botschaft, visuelle Führung und emotionale Wirkung. All das kann nur der Mensch beurteilen und steuern. KI kann vorbereiten, inspirieren, strukturieren. Doch die finale Führung, das narrative Feingefühl und die kreative Verantwortung müssen beim Menschen liegen.

empower® AI folgt übrigens genau diesem Ansatz: Nicht „Automatisierung um jeden Preis“, sondern KI als echter Assistent, der strukturiert zuarbeitet und Zeit spart, während der Mensch die entscheidende kreative und kommunikative Qualität einbringt.

Vier zentrale Schwachstellen aktueller KI-Präsentationstools

Schon diese Beurteilung setzt einen Dämpfer auf die Erwartung, KI könne einem die gesamte Arbeit abnehmen. Doch das ist noch nicht alles. In Unternehmen stoßen fast alle existierenden KI-Präsentationslösungen an zusätzliche Grenzen:

1. Schnell erzeugt, aber selten kommunikationsstark

Die Layouts wirken standardisiert, textlastig und optisch wenig abwechslungsreich. In wichtigen Meetings oder Kundenterminen genügt dieses Niveau selten. Der Aufwand verlagert sich: Statt von Grund auf zu gestalten, investieren Teams Zeit in manuelle Nacharbeit – oft ohne das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

2. Fehlende Markenführung

Markenkonforme Farben, Typografie, Bildsprache oder Gestaltungsprinzipien spielen in den meisten KI-Präsentationstools kaum eine Rolle. Das führt zu visuell uneinheitlichen Ergebnissen, die nicht den Standards und der Bedeutung geschäftlicher Kommunikation entsprechen und die Marke verwässern.

3. Geringe Unterstützung bei komplexen Darstellungen

Viele Business-Folien sind per Definition komplex: Roadmaps, Prozessdarstellungen, Vergleiche, technische Inhalte. Generische KI-Tools tun sich schwer damit, diese Strukturen sinnvoll abzubilden. Zu groß ist die Distanz zwischen Standardlayout und spezialisierten Anforderungen.

4. Keine narrative oder strategische Intelligenz

KI versteht weder die Absicht hinter einer Präsentation noch die strategische Logik, die eine überzeugende Story trägt. Sie kann Formulierungen nachahmen, aber keine echte Botschaft entwickeln, keine Zielgruppenperspektive einnehmen und keine dramaturgische Führung übernehmen. Dadurch entstehen Folien ohne roten Faden, korrekt befüllt, aber ohne die Wirkung, die in entscheidenden Momenten zählt.

Die IT muss die Erwartungen der Nutzenden steuern

Fazit: KI kann Präsentationen deutlich beschleunigen, Erstentwürfe liefern und die kreative Arbeit unterstützen. Doch ohne menschliches Zutun geht es nicht: KI ist schnell, aber sie braucht klare Regeln und Kontrolle. Wirkungsvolle Präsentationen entstehen erst im Zusammenspiel aus Dramaturgie, visueller Qualität und markenkonformer Gestaltung. Daher übernimmt KI die operativen Schritte, geprüfte Layoutsysteme sichern die Qualität und der Mensch trifft die finalen Entscheidungen.

empower® als AI Assistant: Geschwindigkeit mit Qualität verbinden

empower® AI schafft bereits heute diesen Rahmen. So entstehen Präsentationen auf Basis unternehmenseigener Vorlagen, Corporate-Design-Leitlinien und Kommunikationsstandards. Die Ergebnisse sind sowohl schnell erstellt als auch inhaltlich, visuell und kommunikativ überzeugend. empower® unterstützt und sorgt dafür, dass Folien in Sekunden erstellt werden. Der Mensch steuert und entscheidet, damit die Präsentation wirklich überzeugt.

Damit Nutzende realistische Erwartungen haben, braucht es eine klare Botschaft der IT: KI unterstützt, ersetzt aber weder Markenführung noch strategisches Denken. KI funktioniert nur innerhalb definierter Leitplanken zuverlässig. Wenn transparent wird, wofür KI geeignet ist (Tempo, Struktur, Erstentwürfe) und wofür nicht (Präzision, Dramaturgie, komplexe Inhalte), entsteht Akzeptanz statt Enttäuschung. KI wird so als hilfreicher Teil des Präsentationsprozesses verstanden, nicht als vollautomatische Lösung, die es heute schlicht nicht gibt.

Erfahren Sie hier, wie viel Autonomie KI in Ihrem Präsentationsprozess übernehmen sollte.

Ausblick: Mehr Autonomie – aber nur mit Qualitätsgarantie

Mittelfristig wird auch empower® AI mehr Autonomie bieten können: Das System wird mehr Arbeitsschritte eigenständig übernehmen, aber immer nur so weit, wie Qualität, Markenkonformität und visuelle Überzeugungskraft gewährleistet bleiben. Der Mensch bleibt auch künftig dort im Prozess, wo es auf strategisches Denken, Dramaturgie und Wirkung ankommt.

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