Robuste Mobilgeräte – was Unternehmen bei der Auswahl von Rugged-Smartphones und Tablets beachten sollten

Rugged-Smartphones und Tablets sind überall dort im Einsatz, wo raue Arbeits- und Umweltbedingungen herrschen. Bei der Beschaffung sollte man aber nicht nur auf Widerstandsfähigkeit und Robustheit achten, sondern auch Aspekte wie Bedienbarkeit und Sicherheit berücksichtigen.

Regen, Hitze, Staub, Erschütterungen, Schläge, Stürze –  in vielen Unternehmen und Organisationen sind mobile Endgeräte Umwelteinflüssen ausgesetzt, die manchem Smartphone oder Tablet schnell den Garaus machen können. Vor allem in Branchen wie Transport, Logistik und Retail, Fertigung und Bauwesen, aber auch bei Feuerwehr, Polizei und Sicherheitsdiensten sind schwierige Einsatzbedingungen an der Tagesordnung. Ebenso gibt es in vielen anderen Unternehmen Einsatzorte, an denen Endgeräte einiges aushalten müssen – etwa im Lager oder bei den Servicetechnikern im Außendienst.

Es ist daher kein Wunder, dass die Nachfrage nach robusten Smartphones und Tablets, sogenannten Rugged-Geräten steigt. Laut dem Marktforschungsunternehmen Insight Partners wächst der weltweite Markt für solche Devices mit durchschnittlich mehr als acht Prozent pro Jahr und wird bis 2028 ein Volumen von fast 4,5 Milliarden US-Dollar erreichen. Neben der allgemeinen Digitalisierung vieler Prozesse und dem zunehmenden Einsatz mobiler Scanner ist es vor allem die Kommunikationstechnologie 5G, die den Absatz ankurbeln wird. Der Mobilfunkstandard ist für industrielle Anwendungen prädestiniert und wird die Verbreitung mobiler Netze in Fabrikhallen und Produktionsanlagen vorantreiben. Damit steigt auch der Bedarf an robusten, für diesen Einsatzzweck konzipierten Endgeräten.

Wichtige Kriterien bei der Beschaffung

Bei der Wahl robuster Smartphones sollten Unternehmen und öffentliche Organisationen vor allem auf folgende Eigenschaften achten:

IP-Schutzart: Die IP-Codes (IP = Ingress Protection) geben an, wie gut elektrische Geräte gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt sind. Die erste Ziffer bezeichnet dabei den Staub-, die zweite den Flüssigkeitsschutz. Rugged-Geräte sollten mindestens den Standard IP54 (staub- und spritzwassergeschützt), besser IP65 (staubdicht und strahlwassergeschützt) erfüllen. Sehr robuste Geräte wie das Galaxy XCover6 Pro sind nach Standard IP68 zertifiziert (IP68-Zertifizierung = Wasserdicht in bis zu 1,5 Metern Süßwasser für bis zu 30 Minuten und geschützt vor Staub, Schmutz und Sand). Das Smartphone ist staubdicht und übersteht ein bis zu 30-minütiges Untertauchen bis zu einer Wassertiefe von 1,5 Metern.

Zertifizierung nach US-Militärstandard MIL-STD-810: Der vom US-Militär entwickelte Standard MIL-STD-810 prüft neben der Feuchtigkeits- und Staubresistenz auch die Robustheit eines Geräts gegenüber Temperaturschwankungen, Stößen und Stürzen. Smartphones und Tablets, die diesen Standard erfüllen, können Hitze und Kälte ebenso wie harte Schläge oder einen Fall aus einer Höhe von bis zu 1,2 Metern überstehen.

Bedienbarkeit: Im Lager, an einem Unfallort oder auf der Baustelle muss es oft schnell gehen. Kleine Bildschirme, träge Displays und verschachtelte Bedienoberflächen sind deshalb bei Rugged-Geräten nicht nur ärgerlich, sondern regelrecht gefährlich. Smartphones dieser Klasse sollten daher helle, hochauflösende Displays aufweisen, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar sind und die sich bei Nässe mit Handschuhen gut bedienen lassen. Eine Bildschirmdiagonale zwischen 13 und 17 cm (ca. 5 bis 7 Zoll) bietet genügend Übersicht, ohne dass das Gerät zu groß wird.

Die Galaxy XCover-Serie ist darüber hinaus mit einer frei programmierbaren Taste ausgestattet, so dass Anwender wichtige Aktionen schnell abrufen können.

Leistung: Beim Einsatz robuster Mobilgeräte können die Anforderungen sehr unterschiedlich sein. Das Spektrum reicht von der einfachen telefonischen Erreichbarkeit bis hin zu komplexen Augmented-Reality-Anwendungen in 3D bei anspruchsvollen Wartungs- oder Reparaturarbeiten. Geräte mit Octa-Core-Prozessoren bieten aktuell eine große Flexibilität und ein gutes Verhältnis zwischen Leistung und Strombedarf.

Akku-Laufzeit: An den Einsatzorten der Rugged-Geräte ist die nächste Steckdose oft weit entfernt. Robuste Smartphones und Tablets sollten deshalb mit einem leistungsfähigen Akku (mindestens 3.000 mAh) ausgestattet sein. Eine große Flexibilität bieten Geräte mit austauschbarem Akku, etwa das Galaxy XCover 5 Enterprise Edition.

Konnektivität: Natürlich sollten auch Rugged-Geräte zu gängigen Bluetooth- WLAN- und Mobilfunkstandards kompatibel sein. Zukunftsorientiert  sind Smartphones und Tablets, die den Mobilfunkstandard 5G unterstützen. Vor allem im industriellen Umfeld wird er in den kommenden Jahren stark an Bedeutung gewinnen.

Sicherheit: Rugged-Geräte sind häufig in höchst sensiblen Bereichen im Einsatz. Sie müssen deshalb auf allen Ebenen gegen Cyberangriffe geschützt sein – vom Betriebssystem, über das Berechtigungs- und App-Management bis hin zur Verschlüsselung sensibler Daten und dem Schutz der Übertragungswege. Detaillierte Informationen zum Thema mobile Sicherheit erhalten Sie in diesem Artikel.

Fazit: Rugged-Smartphones und Tablets – Robustheit allein genügt nicht

Robuste mobile Endgeräte müssen einiges aushalten. Daher steht der Schutz vor Staub und Wasser sowie bei Stößen und Stürzen bei der Beschaffung naturgemäß im Vordergrund. Unternehmen sollten jedoch auch Aspekte wie Leistung und Bedienbarkeit im Blick behalten. Schließlich nützt das robusteste Gerät nichts, wenn es im Einsatz nicht oder nur unbefriedigend funktioniert. Auch die mobile Sicherheit muss ein wesentliches Auswahlkriterium darstellen. Plattformen wie Samsung Knox sowie regelmäßige Software-Updates bieten hier ein solides Security-Niveau und schützen auch Rugged-Geräte auf allen Ebenen vor Kompromittierung und Datendiebstahl.

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