Explodierende Kosten, hohe Sicherheitsvorgaben, stagnierende Budgets und fehlendes Personal erschweren oft die Erneuerung von PC-Flotten in Unternehmen und Behörden. Doch es gibt einen Ausweg.
Unternehmen müssen ihre PC-Flotte kontinuierlich weiterentwickeln, um die digitale Transformation voranzutreiben und wettbewerbsfähig zu bleiben. Nicht zuletzt das Supportende von Windows 10 und der KI-Boom haben für eine erhöhte Nachfrage nach neuer PC-Hardware gesorgt. Laut dem Analystenhaus Gartner werden KI-PCs in diesem Jahr einen Marktanteil von 55 Prozent erreichen.
Bei der Erneuerung des PC-Bestands stehen IT-Verantwortliche jedoch vor mehreren Herausforderungen.
Knappe Budgets bei explodierenden Kosten:
Laut einer Umfrage des Bundesverbands der IT-Anwender VOICE steigen die IT-Budgets in deutschen Unternehmen dieses Jahr im Mittel nur um 0,12 Prozent – der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung. Zwei Drittel der Befragten haben sogar Kostensenkungsprogramme aufgelegt. Im Durchschnitt sollen mehr als zehn Prozent der IT-Kosten eingespart werden.
Gleichzeitig sind die Hardwarekosten aufgrund der hohen Nachfrage und von Lieferengpässen geradezu explodiert. So verzeichnet das Marktforschungsunternehmen TrendForce für das erste Quartal 2026 für Arbeitsspeicher eine Preissteigerung von 75 bis 80 Prozent. Im zweiten Quartal sollen die Preise noch einmal um 45 bis 50 Prozent anziehen. Ähnlich sieht es bei Flash-Speicher und Festplatten aus.
Steigende Sicherheits- und Compliance-Anforderungen:
Richtlinien und Verordnungen wie NIS2 (Network and Information Security 2), DORA (Digital Operational Resilience Act) oder die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) stellen hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz. Gleichzeitig nimmt die Zahl und das Ausmaß von Cyberangriffen kontinuierlich zu. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom sind deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr durch Cyberattacken Schäden von mehr als 202 Milliarden Euro entstanden – rund 24 Milliarden mehr als noch im Jahr zuvor.
Neben Phishing sind Angriffe auf schlecht gesicherte oder nicht gepatchte Endgeräte das Haupteinfallstor für Ransomware und andere Angriffsvektoren. In einer Umfrage des Ponemon-Instituts gaben mehr als zwei Drittel der Teilnehmer an, schon einmal Opfer eines solchen Angriffs geworden zu sein. Laut dem 2025 Data Breach Investigations Report hat der Anteil erfolgreicher Angriffe über Schwachstellen in Endpunkten im Jahresvergleich um 34 Prozent zugenommen.
Hoher Verwaltungsaufwand bei knappem Personal:
Der Homeoffice-Trend der vergangenen Jahre hat nicht nur die Angriffsfläche für Cyberattacken vergrößert, sondern auch die Verwaltung der Endgeräte deutlich erschwert. Die Provisionierung und das Management von hunderten oder gar tausenden von Homeoffice-Arbeitsplätzen stellen IT-Abteilungen vor große Herausforderungen. Ohne direkten physischen Zugriff lassen sich Endgeräte nur schwer warten. Remote-Management-Lösungen wie das Remote Desktop Protocol (RDP) sind selbst ein Sicherheitsrisiko.
Um die zusätzlichen Aufgaben zu bewältigen, bräuchten viele IT-Abteilungen eigentlich mehr Personal. Doch IT-Fachkräfte sind nach wie vor schwer zu finden. Laut Bitkom fehlen aktuell rund 109.000 IT-Fachkräfte.
Drei Wege aus dem IT-Dilemma
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, haben IT-Verantwortliche vor allem folgende drei Möglichkeiten:
Endgeräte länger betreiben:
Viele ältere PCs und Laptops sind noch leistungsfähig genug, um sie zum Beispiel für Bürotätigkeiten einzusetzen. Oft entscheiden sich Unternehmen dennoch für einen Austausch, da die Hardware nicht mit Windows 11 kompatibel ist und ein Weiterbetrieb mit Windows 10 ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen würde.
IT-Verantwortliche sollten in solchen Fällen den Umstieg auf ein anderes Betriebssystem prüfen. Google bietet mit ChromeOS Flex beispielsweise die Möglichkeit, ältere Rechner sicher und leistungsfähig weiterzubetreiben. Das System lässt sich in wenigen Minuten über einen USB-Stick oder das Firmennetz installieren und zentral verwalten. Integrierte Sicherheitsmechanismen wie Sandboxing erhöhen darüber hinaus den Schutz für Geräte und Daten.
Desktops virtualisieren:
In einer virtuellen Desktopinfrastruktur (VDI) werden Anwendungen und Daten aus der Server-Infrastruktur des Unternehmens oder einer Cloud-Umgebung bereitgestellt. Für die Nutzung der virtuellen Desktops sind keine hochperformanten Geräte notwendig, da Berechnungen und Speichervorgänge zentral erfolgen. In der Regel genügen daher für den Zugriff Thin Clients, die deutlich preiswerter als voll ausgestattete PCs oder Laptops (Fat Clients) sind. Thin Clients sind darüber hinaus einfacher zu provisionieren, zu managen und zu schützen. Auch die Datensicherheit ist in einer VDI-Infrastruktur leichter zu gewährleisten, da sensible Informationen zentral gespeichert werden.
Die Nachfrage nach solchen Lösungen wird Marktforschern zufolge in den kommenden Jahren stark steigen. So erwartet das Analystenhaus Fortune Business Insights, dass der weltweite Umsatz mit virtuellen Desktoplösungen von knapp 42 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf über 174 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034 zunehmen wird – ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 19,5 Prozent.
Mieten statt kaufen:
Die Beschaffung und Konfiguration sowie das Management und die Absicherung von Endgeräten binden in erheblichem Maß Kapital und Personalressourcen. Durch Hardwaredefekte und Missgeschicke oder den Verlust bzw. Diebstahl der Geräte können Kosten entstehen, die sich vorab nur schwer budgetieren lassen.
Eine nutzungsabhängige Bereitstellung im Device-as-a-Service-Modell, wie sie beispielsweise von SVA angeboten wird, verringert den Kapitalbedarf und erhöht die Planungssicherheit. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach solchen Angeboten stark steigt. Laut Fortune Business Insights wird sich das weltweite Marktvolumen für das Konzept Device as a Service bis 2034 fast verfünffachen.
Fazit: Zukunftsfähige PC-Arbeitsplätze – die richtige Strategie entscheidet
Die drei genannten Wege zu weniger Kosten, geringerem Verwaltungsaufwand und höherer Sicherheit schließen sich nicht aus – im Gegenteil: Unternehmen können die größte Wirkung erzielen, wenn sie die drei Ansätze kombinieren. Gerade im Zusammenspiel von längeren Laufzeiten, virtuellen Desktops und Device as a Service lassen sich erhebliche Einsparpotenziale realisieren und IT-Abteilungen signifikant entlasten.
Am Beispiel SVA wird das deutlich: Der IT-Dienstleister stellt mit seinem Angebot Device as a Service Kunden Endgeräte zum monatlichen Festpreis zur Verfügung. Das ermöglicht Planungssicherheit bei gleichzeitiger Kostenoptimierung. Anwender erhalten vorkonfigurierte Chromebooks mit dem Betriebssystem ChromeOS, die vollständig von SVA verwaltet werden – inklusive zentraler Sicherheitsrichtlinien, automatischer Updates und Zero-Touch-Enrollment. Altgeräte lassen sich über ChromeOS Flex weiter betreiben, was die Kosten senkt und sich zudem positiv auf die Nachhaltigkeit und die CO2-Bilanz auswirkt.
Unternehmen, die eine eigene VDI-Umgebung betreiben, können über die von SVA bereitgestellten Chromebooks auf ihre virtuellen Desktops zugreifen. Gängige Virtualisierungslösungen wie Citrix, Omnissa (vormals VMware) oder Windows 365 Cloud-PCs werden unterstützt. Wer keine eigenen VDI-Umgebungen betreiben oder aufbauen möchte, kann diese als Desktop as a Service von SVA beziehen. Zu den Kunden, die diesen Service schon nutzen, gehört beispielsweise das Maschinenbauunternehmen Korsch AG, das weltweit digitale Arbeitsplätze über das DaaS-Modell von SVA bereitstellt. So konnte das Unternehmen bei klar kalkulierbaren Kosten wachsen und die IT-Abteilung deutlich entlasten.
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