json="{"targeting":{"kw":["Sicherheit","Netzwerkdrucker"],"cms":3999957}}"

Netzwerkdrucker absichern - so geht's

Ob im Home-Office oder in großen Betrieben: Netzwerkdrucker sind ein echtes Komfort-Plus wenn es darum geht, Dokumente schnell und unkompliziert zu Papier zu bringen. Leider können Netzwerkdrucker auch eine echte Gefahr darstellen. Denn: Netzwerkdrucker sind beliebte Ziele für Hacker. Schafft es ein Angreifer, sich Zugriff auf einen netzwerkfähigen Drucker zu verschaffen, kann er beispielsweise unbemerkt sämtliche Ausdrucke umleiten und damit Zugriff auf Ihre privaten Dokumente erhalten. Doch das ist noch nicht einmal alles: Auf vielen Netzwerkdruckern laufen komplette Linux-Server. Werden diese kompromittiert, könnten sie als Einfallstor für Viren und andere Schadsoftware fungieren, die dann sämtliche Computer im Netzwerk befallen. Grund genug, Netzwerkdrucker zuverlässig abzusichern.

Drucker mit Passwort absichern

Besonders kritisch wird es, wenn Drucker die Funktion anbieten, sich nicht nur in ein Netzwerk einzuklinken, sondern selbst einen Hotspot aufzubauen. Die eigentlich praktische Funktion macht es beispielsweise möglich, ein Smartphone direkt per WLAN mit dem Drucker zu verbinden und Dokumente auszudrucken. Das Problem: Die Hotspot-Funktion des Druckers wird oft auf den Standardeinstellungen belassen. Angreifer können sich in diesem Fall ohne große Mühe mit dem Drucker verbinden, weil ein Standardkennwort oder gar keine Sicherheitsmaßnahme verwendet wird. Ändern Sie auf Hotspot-fähigen Druckern unbedingt das Zugangskennwort, um sicherzustellen, dass Fremde keinen Zugriff auf Ihren Drucker bekommen.

Prüfen Sie in den Netzwerkeinstellungen des Geräts, ob der Zugang zum Drucker per Passwort geschützt ist.

Bietet der Drucker einen eigenen Server, der auch über das Internet erreicht werden kann? Dann sollten Sie den Zugriff darauf unbedingt ebenfalls absichern. Auch, wenn Sie die Zugriffs-URL geheim halten, könnten Hacker den Drucker schlimmstenfalls durch Ausprobieren typischer Webadressen erreichen. Ist dies der Fall, können Fremde beispielsweise den Druckerstatus auslesen oder auf die zuletzt zu Papier gebrachten Dokumente zugreifen. Umso wichtiger ist es, dass Sie den Zugriff auf die Administrations-Seite des Druckers mit einem möglichst sicheren Passwort sperren. Das funktioniert bei faktisch allen internetfähigen Druckern in den Einstellungen der Webdienste. Ob für den WLAN-Hotspot oder die lokalen Einstellungen: Die Vergabe von sicheren Passwörtern gehört zu den wichtigsten Schritten bei der Absicherung von Netzwerkdruckern.

Stellen Sie unbedingt sicher, dass Sie den Zugriff auf die Administratoreinstellungen des Druckers mit einem Passwort sichern.

Netzwerkdrucker absichern: Weitere Maßnahmen

Mit einem Passwort ist der wichtigste Schritt zum sicheren Netzwerkdrucker erledigt. Alles ist das aber noch nicht! Wie bei allen Geräten, die mit dem Internet kommunizieren, sollten Sie regelmäßig prüfen, ob es Firmware-Updates für Ihre Drucker gibt. Die Hersteller entdecken und schließen immer wieder potenzielle Sicherheitslücken per Update der internen Druckersoftware. Die Installation der Drucker-Updates ist unkompliziert, aber Sie müssen in der Regel selbst aktiv werden. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, wo Sie Firmware-Updates für die wichtigsten Druckerhersteller finden.

Neben der Vergabe eines Passworts für die Einstellungen den Drucker-Hotspot bieten viele Netzwerkdrucker auch die Option, Ausdrucke erst nach Eingabe eines PIN-Codes zu erlauben. Die entsprechende Option finden Sie in den Einstellungen des Druckers. Business-Drucker, die große Mengen an Daten auf einem internen Speicher wie einer Festplatte zwischenlagern, sollten diesen zudem verschlüsseln. So stellen Sie sicher, dass Angreifer die Daten nicht per Software auslesen können. Die entsprechenden Verschlüsselungsoptionen sind bei den meisten Herstellern ab Werk aktiv. Es lohnt sich aber, den Status der Verschlüsselung zu checken.

Auch die unterstützten Netzwerkdienste lassen sich in vielen Fällen einstellen. Auch hier ist weniger oft mehr: Nutzen Sie beispielsweise keine Apple-Geräte in Ihrem Office, kann es sich lohnen, den Bonjour-Service auszuschalten. Je weniger ein Netzwerkgerät von sich Preis gibt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Lücken in einem Protokoll ausgenutzt werden können.

Brauchen Sie nicht alle Netzwerkdienste, dann schalten Sie sie am Drucker ab.

Ebenfalls sinnvoll: Legen Sie genau fest, wer auf dem Drucker zugreifen und wer nicht. Typische Netzwerkdrucker erlauben nach der ersten Einrichtung allen Teilnehmer eines Netzwerks den Ausdruck. Sicherheitstechnisch vernünftiger: Bestimmen Sie in den Einstellungen genau, welche Computer welche Rechte beim Drucker haben. Wie viele Optionen Sie hier haben, hängt von Ihrem Druckermodell ab. Fast immer ist es aber beispielsweise möglich, nur Ausdrücke zuzulassen, die von bestimmten IP-Adressen oder auch Benutzernamen im Netzwerk angestoßen werden. Auch erlauben es viele Drucker und Multifunktionsgeräte, die Basisfunktionen (also Ausdrucken, Scannen etc.) zu erlauben, administrative Änderungen oder Zugriff auf vorherige Ausdrucke aber auf bestimmte Benutzer einzuschränken. Wenn der Netzwerkdrucker in einem gemeinsam genutzten LAN eingebunden ist, sollten Sie entsprechende Möglichkeiten prüfen und gegebenenfalls umsetzen.

Last but not least sollten Sie natürlich auch das eigentliche Netzwerk selbst absichern. Aktualisieren Sie Ihren Router mit der neuesten Firmware, schützen Sie ein WLAN mit sicheren Passwörtern und setzen Sie auf eine gute Verschlüsselung. Ist das Netzwerk offen wie ein Scheuenentor, bringt auch ein gut geschützter Drucker nicht viel. Tipps und Tricks, wie Sie Ihr WLAN richtig verschlüsseln, finden Sie hier.

Hier finden Sie Updates für Ihren Netzwerkdrucker

Wie bereits erwähnt ist es überaus empfehlenswert, einen mit dem Netzwerk verbundenen Drucker durch Firmware-Updates auf den neuesten Stand zu halten. Bei manchen Druckern funktioniert das direkt auf dem Gerät. Alternativ dazu müssen Sie die Firmware von Hand über ein Programm für Windows, macOS oder Linux aktualisieren.