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Was sind Metadaten?


Bild: <span>alphaspirit/Shutterstock.com</span>

Metadaten, auch als Metainformationen bezeichnet, sind strukturierte Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten oder Objekte enthalten. Diese Daten speichern zum Beispiel bei sozialen Apps, wann Sie online sind, wo Sie online gehen oder ob Sie unterwegs sind - dadurch kann quasi ein Profil gespeichert werden. Auch Bilder enthalten Metadaten mit Aufnahmeort und -zeit. Wir erklären klar und verständlich, wo überall Metadaten anfallen.

Was sind Metadaten überhaupt?

Metadaten sind kurz gesagt Daten über andere Daten. Ein beliebtes Beispiel ist ein Buch. Hier gibt es neben dem Titel auch weitere Metadaten wie beispielsweise Autor, Auflage, Erscheinungsjahr, Verlag und die ISBN. Doch was ist jetzt der Unterschied zwischen Daten und Metadaten? Auch das lässt sich am Beispiel des Buches erklären. Der Inhalt wären die eigentlichen Daten, während die anderen Informationen die Metadaten sind. Es handelt sich bei Metadaten also nicht um den eigentlichen Inhalt, sondern um Zusatzinformationen.

Metadaten fallen fast überall an und sind kaum zu vermeiden.

Im Zusammenhang mit Messengern wie WhatsApp oder Telegram sind die eigentlichen Daten - nämlich die Nachrichten - Ende-zu-Ende verschlüsselt. Die Metadaten sickern jedoch oft zum Anbieter durch, und genau hieran erfreuen sich viele Datenkraken wie Google und Facebook. Zu diesen Metadaten gehören zum Beispiel die an einem Chat teilnehmenden Personen, Versand- und Empfangszeitpunkte, Onlinezeitpunkte, Orte an denen man online geht (bei aktiviertem GPS) und so weiter.

Wo fallen Metadaten überall an?

Metadaten gibt es nicht nur bei Büchern oder Messengern. Die Beschreibung von zusätzlichen Informationen gibt es u.a. auch in folgenden Beispielen:

  • Bilder transportieren in den sogenannten EXIF-Daten alle möglichen Informationen über die Umstände der Aufnahme: Zeit und Ort (GPS-Koordinaten), Verschlusszeit, Blendenöffnung, Brennweite sowie Korrekturfilter. Mit dem ExifTool von heise Download können Sie bequem die Metadaten einsehen und Bearbeiten.
  • Musikaufnahmen enthalten Metainformationen wie z.B. Künstler, Titel, Texter, Komponist, Genre und so weiter.
  • Dateien enthalten beispielsweise Information über Dateigröße, Dateiformat, Dateiname, Erstellungsdatum und Änderungsdatum.
  • Metadaten von Webseiten liefern Suchmaschinen wie Google Informationen über deren Inhalt. Hierzu zählen z.B. Keywords oder sogenannte Metatags. In einem Beschreibungstext (der sogenannten Meta-Description) werden wichtige Daten zum Auffinden der Webseite über Suchmaschinen geliefert. Die Meta-Description ist einfach eine kurzer Text, der den Inhalt der Webseite zusammenfasst und z.B. bei Google als Vorschautext angezeigt wird.

Sind Metadaten nützlich oder gefährlich?

Per se kann man kaum sagen, ob der Anfall von Metadaten für Nutzer gefährlich ist. Für Webseiten sind Metadaten z.B. sehr wichtig, um überhaupt in Suchmaschinen aufzutauchen. Ohne diese Angabe wird die Reichweite sehr reduziert. Betrachtet man aber Messenger, muss man differenzieren, welche Metadaten ein Betreiber überhaupt erheben muss, damit die Funktionalität des Dienstes gewährleistet ist.

Hier muss jeder für sich selbst überprüfen, ob er es für nötig hält, dass der Messenger-Dienst wie WhatsApp weiß, welche Kontakte man hat, wer wann mit wem kommuniziert und fleißig IP-Adressen sammelt. Ein weiteres Negativ-Beispiel ist die Geschichte von McAfee. Der Software-Pionier wurde festgenommen, da in einem von ihm veröffentlichten Foto durch nicht entfernte EXIF-Daten der Standort festgestellt werden konnte. Mehr dazu in der Heise-Meldung: John McAfee in Guatemala festgenommen.

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