Mediathek fasst das Online-Angebot öffentlich-rechtlicher Fernsehsender übersichtlich zusammen und erlaubt es, die Videos auf der Festplatte zu archivieren.
Jeder öffentlich-rechtliche Sender bietet eine Online-Mediathek an, über die man ausgewählte Programmbeiträge abrufen kann. Der Nachteil: Die Beiträge stehen nur wenige Wochen online zur Verfügung und eine zentrale Suche über alle öffentlich-rechtlichen Angebote gibt es nicht, da jeder Sender sein eigenes Web-Interface pflegt.
Hier springt das Java-Programm Mediathek in die Bresche: Es fasst die Inhalte der Sender übersichtlich zusammen und bietet die vorhandenen Streams zum Abspielen und Download an. Über die Suchfunktion findet man nach Stichworten oder Themen schnell das Gewünschte, etwa alle verfügbaren Freitagskrimis oder Weltspiegel-Sendungen. Die Ergebnisse und die Gesamtliste lassen sich außerdem nach diversen Kriterien sortieren. Findet man einen interessanten Beitrag, spielt man ihn mit einem der vorkonfigurierten Player – MPlayer oder VLC Media Player – ab. Über den Einrichtungsdialog kann man auch andere Abspielprogramm für die Wiedergabe einrichten.
Gut gelungen ist die Integration einzelner Senderoptionen in Mediathek: So kann man für Arte entscheiden, ob man den französischen oder deutschsprachigen Stream empfangen will.
Das Highlight der Mediathek ist die Aufnahmefunktion, die es mit Hilfe von MPlayer erlaubt, einzelne Beiträge auf der Festplatte zu archivieren. Leider funktioniert das nicht bei Flash-Inhalten, die über das RTMP-Protokoll gestreamt werden, wie es beispielsweise bei den Beiträgen des NDR der Fall ist. Um solche Inhalte aufzuzeichnen, kann man jedoch das Tool flvstreamer über den Konfigurationsdialog einbinden. (amu)